Ausfuhrkennzeichen

Beim Ausfuhrkennzeichen handelt es sich um ein internationales Kurzzeitkennzeichen. Diese kommen beim Überführen von Autos ins Ausland zum Einsatz.

Hierbei müssen die Fahrzeuge nicht nur mit dem eigenen Antrieb die Fortbewegung hinter sich bringen, der Wagen muss überdies ausdrücklich ins Ausland exportiert werden. Neben der Stadtkennung, beziehungsweise der Kreiskennung, sind auch eine Zahlenkombination sowie ein weiterer zusätzlicher Buchstabe vermerkt.

Ablaufdatum hierzulande aufgedruckt

Auf der rechten Seite des Schildes ist ein roter Streifen vorhanden, auf dem die Gültigkeitsdauer des Kennzeichens sowie des dazugehörigen Fahrzeugbriefes verzeichnet sind.

Darüber hinaus findet sich hier auch das Ablaufdatum des Versicherungsschutzes für das Fahrzeug in Deutschland. Ab diesem Datum muss sich der Wagen im Ausland befinden und darf nicht mehr auf deutschen Straßen unterwegs sein. Das Ablaufdatum ist hierbei tagesgenau angegeben, nicht mehr nur monatlich wie in früheren Zeiten.

Im Ausland allerdings sind mitunter Wagen anzutreffen mit einer mutmaßlichen abgelaufenen Nummer. Denn hier kann eine neue Autoversicherung für ein Jahr beantragt werden.

Woher bekomme ich ein Ausfuhrkennzeichen?

Das Ausfuhrkennzeichen kann in Deutschland bei einer beliebigen Kfz-Zulassungsstelle beantragt werden. Hier ist es nicht unbedingt erforderlich, die Behörde am eigenen Wohnsitz aufzusuchen.

Im Gegensatz zu den nationalen Kurzzeitkennzeichen ist es hierbei jedoch wichtig, dass der Wagen neben einer gültigen Prüfplakette für die Hauptuntersuchung (HU) auch eine gültige Abgasuntersuchung (AU) vorweisen kann.

Ohne diese Bescheinigungen wird das Ausfuhrkennzeichen nicht erteilt. Ferner ist auch eine Versicherungspolice notwendig, wobei diese jedoch lediglich aus einer Haftpflichtversicherung bestehen kann.

Die Ausstellung dieser für die internationale Überführung eines Wagens notwendigen Kennzeichen erfolgt für einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen bis hin zu einem Jahr. Wird das Ausfuhrkennzeichen für maximal drei Monate benötigt, fällt keine Kfz-Steuer an. Wird jedoch eine Laufzeit von mehr als drei Monaten beantragt, muss auch die Kfz-Steuer in die Kosten einkalkuliert werden.

Welche Dokumente brauche ich?

Im Gegensatz zum national gültigen Kurzzeitkennzeichen, werden für die Beantragung eines Ausfuhrkennzeichens einige Dokumente benötigt. Dies sind im Detail die Folgenden:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II
  • Gelbe Versicherungsbestätigungskarte in dreifacher Vorlage
  • Alte gesiegelte Kennzeichen
  • Wenn das Fahrzeug bereits abgemeldet ist, HU- und AU-Nachweis sowie Abmeldebestätigung
  • Bei der Zulassung durch Dritte entsprechende Vollmachten.

Zudem muss der Wagen auch bei der entsprechenden Zulassungsstelle vorgeführt werden.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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