Aktueller Tagesgeld Vergleich

Aktualisiert: 28. September 2020 | Redaktion
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aktuell erhalten Kunden bis zu 0,55% Zinsen auf das Tagesgeld.
  • Da Tagesgeld flexibel ist, sollte regelmäßig der Zins im Blick behalten werden.
  • Tagesgeldkonten dienen nicht der Zahlungsabwicklung und für Überweisungen.

Aktuell bestes Tagesgeld

  • 0,55 % für Neukunden
  • Garantiert für 6 Monate
  • Monatliche Zinsgutschrift
  • Einlagensicherung bis 100.000 Euro
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Tagesgeld Vergleich

Ein regelmäßiger Tagesgeld Vergleich mit unserem Tagesgeldrechner hilft Ihnen dabei, den Überblick zu bekommen und die richtige Entscheidung für sich zu treffen.

In unserem Ratgeber “Wissenswertes”

Für welchen Zweck lohnt sich ein Tagesgeldkonto?

Tagesgeldkonten sind aufgrund ihrer Flexibilität ein Parkplatz für die Geldbeträge, die öfters benötigt werden, aber dennoch getrennt von den laufenden Einnahmen und Ausgaben gehalten werden.

Wird auf ein neues Auto oder den Jahresurlaub gespart, bietet sich ein Tagesgeldkonto an. Selbst Sparer, die einen Hauskauf in Betracht ziehen, sollten vorhandenes Eigenkapital auf einem Tagesgeldkonto parken. Außerdem kann auf dem Tagesgeldkonto, stets eine Notreserve für unerwartete Anschaffungen und Reparaturen eingezahlt werden.

Praxis-Tipp: Wer sich mit dem Gedanken trägt, langfristig Geld anzulegen, für den ist ein Tagesgeldkonto nicht die richtige Option.

Höhere Zinsen von der Bank gibt es nur, wenn das Geld länger bei der Bank angelegt wird. Sinken die Zinsen weiter und bleiben so niedrig, so ist derjenige gut beraten, mit dem Guthaben zum Festgeld zu wechseln. Damit besteht zumindest Zinssicherheit für den Zeitraum der ausgewählt wurde.

Wer nach einer höheren Rendite sucht, der sollte sichere Anlagen wie Tagesgeld und Festgeld, mit anderen Angeboten der Geldanlage mischen. Aktienfonds hingegen, sind wie Tagesgeld stets verfügbar, unterliegen aber Kursschwankungen. Auf der anderen Seite aber, können die Renditen über den von Festgeld- und Tagesgeldkonten liegen.

Bevor aber eine Geldanlage in den Fokus rückt, sollte man prüfen ob noch laufende Kredite oder Hypothekendarlehen zu zahlen sind. Sinnvoll erscheint es dann, das nicht benötigte Geld dort zu investieren. Der Zinssatz der beim Tagesgeldkonto bezahlt wird, liegt stets unter dem für bestehende Kredite.

Mit unserem Empfehlungen am Ende des Textes kann festgestellt werden, welches Tagesgeldkonto das Richtige ist.

Sicherheit steht ganz vorne

Betrachtet man sich die Tagesgeldkonten, so wird deutlich, dass der Zinssatz erst an zweiter Stelle rangiert. Aber noch wichtiger ist die Bankensicherheit. Hier ist die Einlagensicherung wichtig. Die aber ist nicht unbegrenzt, sondern hat eine Höchstgrenze von zur Zeit 100.000 Euro je Bank und Kunde. Die Einlagensicherung gilt europaweit. Dennoch ist im Ernstfall nicht vorauszusehen, ob wirklich alle EU-Länder mitziehen.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sparer ihr Guthaben nur bei einer sicheren Bank in zahlungskräftigen Ländern deponieren. Für die Bewertung einer Bank, werden nur ganz besondere Auswahlverfahren vorgenommen. Es werden Bewertungen von Ratingagenturen herangezogen, die die Zahlungsfähigkeit von Staaten und Banken beurteilen (Bonitätsnoten). Es werden nur Banken empfohlen, die sehr gute Bewertungen haben und ihren Sitz in einem wirtschaftlich gut dastehenden Land, wie etwa Deutschland oder Frankreich haben.

Der Tagesgeldrechner zeigt einen Reiter “Empfehlungen” Banken, wo sowohl die Bank als auch das Land gut benotet wurden. Eine Übersicht, die weitere Tagesgeld-Angebote zeigt, können mit dem Reiter “Alle Tagesgeldkonten” eingesehen werden.

Wie wichtig sind die Zinssätze für Bestandskunden

Achtung: Mit Werbesprüchen wie “Zins-Bonus” werden Kunden auf die Bank aufmerksam gemacht. Aber Kunden, die schon lange bei einer Bank sind, erhalten keine Aktionszinsen.

Für Bestandskunden wird der niedrigere Zinssatz angeboten. Aber auch da gibt es große Unterschiede. So gibt es Anbieter, die sich für Bestandskunden halten und damit über Monate und Jahre hinweg auf den vorderen Plätzen der Rangliste stehen. Nach unserer Schätzung bieten sie dauerhaft gute Zinsen an. Es gibt aber auch andere Anbieter, die auf den Markt kommen und sofort gute Zinsen für alle Kunden anbieten.

Wer den Tagesgeldrechner nutzt, der kann das Zinsniveau für einen bestimmten Zeitraum ablesen. Ob aber am Ende dieser Betrag auf dem Tagesgeldkonto steht, ist abhängig davon, ob diese Zinsen auch beibehalten werden.

Die richtige Nutzung der Zinsgarantie

Tagesgeld ist eine flexible Anlage, über die jederzeit verfügt werden kann. Auf der anderen Seite aber kann die Bank die Verzinsung stets ändern. Dennoch gibt es immer Angebote mit einer Zinsgarantie. Banken werben damit, um neue Kunden zu frequentieren. Die Bank ist dann dazu verpflichtet, für einen bestimmten Zeitraum an Monaten, einen höheren Aktionszins zu bezahlen. Ist dieser Zeitraum abgelaufen, gelten wieder die niedrigen Zinssätze für den Bestandskunden. Wer hier nicht aufpasst, kann nach Ablauf der Aktion nur noch ein Tagesgeldkonto haben, dass mäßig verzinst ist. Es steht dann oft die Überlegung an, zu einem besseren Angebot zu wechseln.

Praxis-Tipp: Wer sein Geld mit einer bestmöglichen Verzinsung versehen möchte, der muss häufig den Anbieter wechseln.

Im Tagesgeldrechner werden Höchstbeträge als auch Zeitfenster deutlich hervorgehoben. Es kann zudem mehr Geld angelegt werden, als der Höchstbetrag es vorgibt. Für das zusätzliche Guthaben gibt es nur eine niedrige Zinsgutschrift, wie für alle Bestandskunden auch.

Das Wichtigste zum Tagesgeldkonto

Wozu brauche ich ein Tagesgeldkonto?
Mit Tagesgeldkonten erhalten Verbraucher eine bessere Verzinsung als bei Girokonten und Sparbüchern. Tagesgeld kann kurzfristig wieder auf das Girokonto überwiesen werden. Ein Sparbuch hingegen hat meistens eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

Damit steht das Tagesgeldkonto an erster Stelle, wenn oft benötigte Geldbeträge jederzeit abgerufen werden sollen. Außerdem ergibt sich ein klares Bild, wenn diese Geldbeträge getrennt von den laufenden Einnahmen und Ausgaben dort geparkt werden. Ein Tagesgeldkonto sorgt also für eine gute Übersicht seiner Finanzen.

Kann ich mein Girokonto oder Sparbuch zum Sparen nutzen?
Generell steht dem nichts im Wege. Dennoch gibt es Gründe, die dagegen sprechen. Es wurde festgestellt, wer auf seinem Girokonto einen Überschuss hat, der gibt ihn oft aus und legt damit nichts auf die Seite. Auch wenn gespart wird, geht der Überblick verloren.

Es gibt aber noch einen Grund, warum ein größeres Guthaben nicht auf dem Girokonto stehen sollte. Wird mit der Girokarte beispielsweise Missbrauch betrieben, dann lohnt es sich für einen Dieb so richtig.

Zudem werden Zinsen verschenkt. Denn ein Plus auf dem Girokonto wird kaum noch verzinst. So liegt der Jahreszins bei Sparbüchern durchschnittlich bei 0,01 %. Betrachtet man sich ein Tagesgeldkonto, so erhält man bei den sehr guten Angeboten immerhin noch einen halbes Prozent.

Ein kleines Beispiel: Wer auf seinem Girokonto ein Guthaben von 10.000 Euro liegen hat, der erhält bei einem Zinssatz von 0,01 % gerade einmal 1 Euro Zinsen jährlich. Das Tagesgeldkonto, dass 0,3 % Zinsen hat, sind es immerhin 30 Euro.

Ist Geld auf dem Tagesgeldkonto sicher?
Die gesetzliche Einlagensicherung, die innerhalb der Europäischen Union Gültigkeit hat, beträgt 100.000 Euro pro Kunde. Wird ein Gemeinschaftskonto geführt sind es sogar 200.000 Euro. Kommt nun eine Bank in Schieflage, dann sorgt die Einlagensicherung dafür, dass der Kunde sein Geld zurückerhält.

Deshalb sollte bei der Wahl des Tagesgeldkontos darauf geachtet werden, dass der Kunde eine stabile Bank wählt. Am besten hat die Bank einen Sitz in der EU und sollte von den Ratingagenturen sehr gut bewertet werden.

Wie eröffnet man ein Tagesgeldkonto?
Sicher ist, dass die besten Zinsen von einer Direktbank kommen. Dazu muss zuerst einmal online ein Antrag zur Kontoeröffnung gestellt werden. Der Kunde kann den Antrag direkt ausdrucken oder per E-Mail zugeschickt bekommen.

Interessierte sollten dazu wissen, dass die gemachten Angaben anhand der Ausweispapiere geprüft werden. Notwendig dazu ist das Vorlegen des Pass- oder Personalausweises in einer Postfiliale. Mittlerweile aber wird von vielen Anbietern ein Video-Ident angeboten. Dazu müssen Kunden nicht mehr zur Postfiliale gehen, sondern können sich an ihrem PC legitimieren. Erst nach der Legitimation wird die Bank das Konto eröffnen.

Braucht man auch ein Festgeldkonto?
Die Frage beantwortet sich mit Ja. Der Kunde braucht also auch ein Festgeldkonto. Der Zinssatz beim Tagesgeldkonto ist veränderlich. So steht es der Bank frei, den Zinssatz stets zu senken.

Betrachtet man sich die vielen Angebote, bei denen neue Kunden, mit guten Zinsen angelockt werden sollen, so ist so eine Aktion meist begrenzt. Wenn die Aktion abgelaufen ist, senkt sich der Zinssatz auf ein Viertel oder fünftel des alten Satzes ab. Um keine Zinsen zu verschenken, wird es dann notwendig, wiederum nach besten Angeboten zu suchen und den Anbieter zu wechseln.

Damit so ein Aufwand vermieden wird, sollte festgestellt werden, über wie viel Geld der Kunde stets verfügen möchte. Wurde eine sichere Bank gewählt und man vertraut auf die Einlagensicherung, kann es sinnvoll sein, das Geld für eine gewisse Zeit festzulegen. Beim Festgeld hingegen kann man über das Geld nicht täglich verfügen, aber dafür erhält der Kunde eine Zinssicherheit.

Wo kann man noch höhere Zinsen bekommen?
Das kann damit beantwortet, bei dem Kunden selbst und zwar solange er noch Schulden hat. So zeigt sich der Zinssatz bei einem Ratenkredit, einem Immobilienkredit oder auch beim Dispokredit deutlich höher als der Guthabenzins auf dem Sparbuch. Bei 5.000 Euro Schulden zahlt der Kunde mit einem Zinssatz von 9 % immerhin 450 Euro jährlich. Ein Tagesgeldkonto hingegen wird nur 25 Euro bringen. Der Spareffekt dabei beträgt 425 Euro, sofern der Kunde die 5.000 Euro nicht auf dem Tagesgeldkonto belässt, sondern damit seinen Kredit abbezahlt. Zudem entsteht ein gutes Gefühl, nämlich die Schuldenfreiheit.

Ist eine Notreserve sinnvoll?
Eine Notreserve ist immer sinnvoll, sollte aber nicht auf dem Tagesgeldkonto geparkt werden. Bei einer Notreserve sollte der Kunde sofort auf einen bestimmten Betrag zugreifen können. Ein Guthaben auf dem Girokonto ist dabei nicht immer notwendig. Es kann auch eine Kreditlinie eingerichtet werden, wobei das Geld nicht abgerufen wird. Erreicht werden kann das mit einem Rahmenkredit oder einer Kreditkarte mit Teilzahlungsmöglichkeit.

Wie wird der Zinssatz auf dem Tagesgeldkonto besteuert?
Vom Zinsniveau eines Tagesgeldkontos werden generell die Abgeltungssteuer von 25 %, als auch der Solidaritätszuschlag und wenn gegeben auch die Kirchensteuer abgezogen. Wer mit seinen Zinseinnahmen unter der Grenze von 801 Euro liegt, der kann den Steuerabzug vermeiden, indem er einen Freistellungsauftrag stellt.

Dient das Tagesgeldkonto als Altersvorsorge?
Es spricht dafür, denn ein Tagesgeldkonto ist im Gegensatz zu einer Lebensversicherung nicht nur kostenfrei, sondern auch flexibel. Allerdings bietet der Staat keine Förderung an. Zudem ist das stete Wechseln der Zinssätze recht aufwendig. Interessierte sollten daher zuerst die geförderte Altersvorsorge unter die Lupe nehmen. Als Beispiel kann man da die Riesterrente oder eine Betriebsrente nennen. Beide Optionen dienen dazu, gerade in der Sparphase Steuern zu sparen, dennoch muss die Rente später versteuert werden.