Rechtsschutzversicherung Vergleich 2017

Mit dem Rechtsschutz Vergleichsrechner bekommen Sie den besten Tarif angezeigt:

Üblich ist eine Selbstbeteiligung von 150 Euro bis 300 Euro je Versicherungsfall.

In Ihrem Rechtsschutz mitversichert sind auch Ihr Ehe- oder Lebenspartner und Ihre Kinder bis zum Ende der ersten Berufsausbildung. Als Single ohne Anhang bekommen Sie einen Beitragsrabatt. Experten empfehlen eine Deckungssumme von mindestens 500.000 Euro je Schadenfall.

Damit sind auch teure und langwierige Auseinandersetzungen hoch genug versichert. Wem das zu wenig ist, der kann auch einen Versicherer wählen, der eine Versicherungssumme in Höhe von 1.000.000 Euro oder sogar unbegrenzt bietet.

Welche Kosten bezahlt der Rechtsschutz?

  • Anwaltskosten und Gerichtskosten
  • Bei Unterliegen Kosten des gegnerischen Anwalts
  • Sachverständigenkosten und Gutachterkosten
  • Zeugengelder und Korrespondenzanwaltskosten
  • Strafkautionen (nur im Ausland)

Ob Sie sich mit dem Vermieter streiten, Schadenersatz nach einem Verkehrsunfall fordern oder Ihre Arbeitsstelle verlieren – wenn Sie mitten im Leben stehen, können Sie Rechtsstreitigkeiten nicht immer vermeiden. Oft brauchen Sie die Hilfe eines Anwalts, um an Ihr gutes Recht zu kommen.

Vor Gericht werden schnell tausende Euro an Rechtsanwaltskosten, Gerichtsgebühren und Gutachter-Rechnungen fällig. Nur wenn Sie den Prozess gewinnen, muss der Gegner Ihre Kosten tragen. Wenn Sie vor Gericht unterliegen oder die Schuld geteilt wird, werden Sie selbst zur Kasse gebeten.

Ausnahme:
Bei einem Prozess vor dem Arbeitsgericht muss jeder die ihm entstandenen Kosten selbst tragen. Hier gilt die Regelung „der Verlierer zahlt alles“ nicht.

Mit einer Rechtsschutzversicherung schützen Sie sich vor dem Kostenrisiko bei Rechtsstreitigkeiten. Bereits im Vorfeld einer rechtlichen Auseinandersetzung können Sie sich durch einen Rechtsanwalt beraten lassen. Die Kosten übernimmt Ihre Rechtsschutzversicherung ohne dass Sie in Vorleistung treten müssen. Ihr Anwalt rechnet direkt mit dem Versicherer ab. Ihr Rechtsschutzversicherer übernimmt auch die Kosten für ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren.

In vielen Bundesländern ist das Schlichtungsverfahren bei Nachbarschaftskonflikten oder bei geringem Streitwert vorgeschrieben. Um seinen Kunden vor Strafvollzug zu schützen, übernimmt der Versicherer sogar Strafkautionen, im Normalfall bis zu 100.000 Euro.

Wenn Sie selbst klagen wollen, prüft Ihr Rechtsschutzversicherer die Erfolgsaussichten des geplanten Rechtsstreits, bevor er die Kostenübernahme zusagt. Sollte sich herausstellen, dass es sich um ein aussichtsloses Verfahren handelt, dann zahlt der Versicherer nicht.

Praxis-Tipp

Sie können sich grundsätzlich vom (Anwalt Ihres Vertrauens beraten und vertreten lassen. Auf Wunsch vermittelt der Rechtsschutzversicherer aber auch den Kontakt zu einem Fachanwalt in Ihrer Nähe. Fast alle Gesellschaften bieten Ihren Kunden eine eigene Anwalt-Hotline für die schnelle Erstberatung.

Unter der Bezeichnung „Privatrechtsschutz“ bieten die Rechtsschutzversicherer Basispakete an, in denen wichtige Bausteine wie Schadenersatz-, Vertrags-, Sozialgerichts- und Steuerrechtsschutz bereits enthalten sind.

Verkehrs-, Arbeits- und Mieterrechtsschutz können Sie je nach persönlichem Bedarf wahlweise mitversichern. Als Autofahrer brauchen Sie einen Verkehrsrechtsschutz, als Arbeitnehmer einen Arbeitsrechtsschutz. Wenn Sie viel reisen, achten Sie auf volle Geltung ihrer Rechtsschutzpolice weltweit. Wählen sie als Eigentümer von Wertpapieren einen Rechtsschutztarif, der auch bei Aktionärsklagen einspringt.

Praxis-Tipp

Neben dem Verkehrsrechtsschutz empfehlen die Verbraucherzentralen inzwischen auch einen Arbeitsrechtsschutz (Berufsrechtsschutz) abzuschliessen. Das hat einerseits etwas mit dem Kostenrisiko zu tun, denn vor dem Arbeitsgericht trägt jeder seine Kosten selbst. Andererseits ist das Risiko, seinen Arbeitsplatz zu verlieren, in den Krisen-Branchen deutlich angestiegen.

Rechtsschutz Bausteine

Nach dem Baukastenprinzip stellen Sie Ihre verschiedenen Rechtsschutz-Bausteine zusammen.

  • Antidiskriminierungs-Rechtsschutz:
    Hilft für den Fall, dass Sie sich gegen Vorwürfe wegen Benachteiligung von Beschäftigten verteidigen müssen.
  • Arbeitsrechtsschutz:
    Ersetzt die Kosten, wenn Sie Rechte aus Ihrem Arbeits- oder Dienstverhältnis geltend machen wollen, zum Beispiel bei einer zweifelhaften Kündigung oder einer Versetzung, einem falschen Arbeitszeugnis oder wenn es um die Höhe einer Abfindung geht.
  • Rechtsschutz für Aufhebungsvereinbarungen als Arbeitgeber:
    Hilft Ihnen, falls die festgelegte Abfindung in einem Aufhebungsvertrag Ihrem Arbeitnehmer als nicht ausreichend erscheint und er seinen Anwalt einschaltet.
  • Beratungsrechtsschutz:
    Für familienrechtliche Streitigkeiten wie beispielsweise Scheidungsverfahren haftet der Rechtsschutz im Regelfall nicht – sonst müsste er bei noch gemeinsam versicherten Ex-Paaren die Prozesskosten beider Parteien übernehmen. Nur wenige Anbieter versichern auch familienrechtliche Streitfälle. Der Beratungsrechtsschutz zahlt in familien- und erbschaftsrechtlichen Fragen aber die Kosten der Beratung durch einen Fachanwalt.
  • Daten-Rechtsschutz:
    Wenn es um Angelegenheiten des Datenschutzes im Bereich von Auskunfts-, Berechtigungs-, Löschungs- oder Widerspruchsverfahren gegen private Datenverarbeiter geht.
  • Disziplinar- und Standesrechtsschutz:
    Übernimmt Ihre Verfahrenskosten, wenn Ihnen als Beamter eine Disziplinarmaßnahme wegen angeblicher Dienstverfehlung droht. Bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Apotheker und Steuerberater werden bei Regelverstößen standesrechtlich belangt – auch hier springt der Disziplinar- und Standesrechtsschutz ein.
  • Ehe-Rechtsschutz:
    Übernimmt im Falle einer Scheidung die Anwalts- und Gerichtskosten bis zu einem bestimmten Betrag.
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz:
    Übernimmt Ihre Kosten in Ordnungswidrigkeiten- und Bußgeldverfahren, zum Beispiel wegen Geschwindigkeitsübertretung, Lärmbelästigung, Überfahren einer roten Ampel oder Missachtung der Gurtpflicht. Halte- und Parkverstöße sind nicht versichert. Der Rechtsschutzversicherer übernimmt Ihre Prozesskosten, nicht aber das Bußgeld selbst.
  • Opfer-Rechtsschutz:
    Hilft, wenn jemand bei Schlichtungsversuch zwischen Streitenden angegriffen und verletzt wurde.
  • Rechtsschutz für Vertrags- und Sachenrecht:
    Hilft Ihnen, wenn private Verträge aus dem Alltag zu Streitigkeiten führen, zum Beispiel bei Handwerkerpfusch, wenn ein Verkäufer mangelhafte Ware nicht umtauschen will oder wenn Sie Reisepreisminderung wegen eines schlechten Hotels geltend machen.
  • Schadenersatz-Rechtsschutz:
    Hilft, Ihre Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderung durchzusetzen, wenn Sie von Anderen geschädigt werden – zum Beispiel durch einen Fahrradunfall, einen Hundebiss oder eine ärztlichen Kunstfehler.
  • Sozialgerichtsrechtsschutz:
    Greift bei Gerichtsverfahren vor deutschen Sozialgerichten – zum Beispiel, wenn Sie einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente durchsetzen wollen, wenn Ihr Arbeitslosengeld falsch berechnet wird oder wenn Sie als Schwerbehinderter einen angemessenen Invaliditätsgrad einklagen.
  • Steuerrechtsschutz:
    Springt ein, wenn Sie Ihre Interessen in steuer- und abgaberechtlichen Angelegenheiten vor Finanz- und Verwaltungsgerichten wahrnehmen müssen, etwa bei Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt über die Höhe Ihrer Einkommens-, Kraftfahrzeug- oder Erbschaftssteuer.
  • Strafrechtsschutz:
    Schützt Sie in Strafverfahren. Gute Strafverteidigung kann viel Geld kosten. Zu Ihrer Entlastung brauchen Sie oft teure Sachverständigengutachten. Der Strafrechtsschutz besteht allerdings nur, wenn Sie die Tat nicht vorsätzlich begangen haben – also beispielsweise, wenn Sie der fahrlässigen Körperverletzung beschuldigt werden, nicht aber, wenn sie einen Raub begehen.
  • Unterhalts-Rechtsschutz:
    Wenn beispielsweise das Sozialamt für die Unterbringung eines Elternteils in einer seniorengerechten Einrichtung Unterhaltszahlungen von den Kindern fordert.
  • Verkehrsrechtsschutz:
    Hilft Ihnen bei rechtlichen Konflikten in Ihrer Eigenschaft als Verkehrsteilnehmer. Dabei ist es unerheblich, ob Sie mit Ihrem eigenen Fahrzeug, einem fremden Fahrzeug, als Fahrer oder Mitfahrer unterwegs sind oder ob Sie als Passagier in einem öffentlichen Verkehrsmittel oder als Fußgänger am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen.
  • Vertragsrechtsschutz für Kraftfahrzeuge:
    Hilft Ihnen, wenn es um die Wahrnehmung rechtlicher Interessen aufgrund eines Kaufvertrags für ein Kraftfahrzeug geht.
  • Verwaltungs-Rechtsschutz:
    Hilft Ihnen speziell bei der Vergabe von Studienplätzen.
  • Verwaltungs-Rechtsschutz in Verkehrssachen:
    Hilft Ihnen vor Verwaltungsbehörden oder -Gerichten, wenn es um verkehrsrechtliche Angelegenheiten geht, wie zum Beispiel bei einem Fahrverbot.
  • Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz:
    Vertritt Ihre Interessen als Eigentümer, Vermieter oder Mieter von Wohnungen und Grundstücken. In rund 2,5 Mio. Fällen jährlich geht es vor deutschen Gerichten um Mieterhöhungen, Nebenkostenabrechnungen und ähnliche Streitigkeiten zwischen Mieter und Eigentümer.

Welche Wartezeiten gibt es?

Im Allgemeinen tritt die Leistungspflicht in der Rechtsschutzversicherung für den Versicherer erst nach Ablauf der so genannten Wartezeit ein. Normalerweise beträgt sie drei Monate. Doch gibt es auch Rechtsschutzbausteine, die eine längere Wartezeit vorsehen.

Grundsätzlich besteht erst nach Ablauf der Wartezeit Deckungsschutz in der Rechtsschutzversicherung. Das gilt auch für Schadenfälle, die nach dem Versicherungsbeginn, aber sich während Wartezeit ereignet haben.

Die Wartezeiten dienen der Branche zum Schutz gegen Verträge, die erst und nur aufgrund von sich anbahnenden Rechtsstreitigkeiten abgeschlossen werden. Umso erstaunlicher ist es, dass es doch einige Rechtsschutz-Arten gibt, für die keine Wartezeit erfüllt werden muss.

Rechtsschutz-Arten ohne Wartezeit

  • Daten-Rechtsschutz;
  • Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz;
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz;
  • Opfer-Rechtsschutz;
  • Schadenersatz-Rechtsschutz;
  • Straf-Rechtsschutz und
  • Vertrags-Rechtsschutz bei Kraftfahrzeugen.

Wichtige Fragen und Antworten

Kann ich jeden Rechtsanwalt nehmen?
Ja, Sie können zu einem Rechtsanwalt Ihrer Wahl gehen. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die EU Staaten. Nach Eintritt eines Rechtsschutzfalles haben sie freie Anwaltswahl. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass höchstens die Vergütung gemäss der Gebührentabelle nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) über Ihren Versicherer gedeckt ist.

Ein Honorar aufgrund einer freien Vereinbarung trägt die Rechtsschutzversicherung nur bis der Höhe, in der dem Rechtsanwalt eine Vergütung nach den gesetzlichen Vorschriften zugestanden hätte. Einen eventuell darüber hinaus gehenden Teil des Honorars wird von Ihrem Rechtsschutzversicherer nicht übernommen.

Wie lange sind Kinder mitversichert?
Im Privatrechtsschutz sind Kinder automatisch mitversichert. Versicherungsschutz besteht für die minderjährigen Kinder und die unverheirateten volljährigen Kinder bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Längstens jedoch, bis sie erstmalig eine auf Dauer angelegte berufliche Tätigkeit ausüben, für die ein leistungsgerechtes Arbeitsentgelt bezahlt wird.

Im Verkehrsrechtsschutz sollten volljährige Kinder eine separate Verkehrsrechtsschutzversicherung abschliessen, wenn sie ein eigenes Fahrzeug besitzen. Sie sind dann nicht mehr im Vertrag der Eltern mitversichert! Im Gegensatz zum Privatrechtsschutz, hier besteht auch weiterhin Deckungsschutz bis zu den vorher genannten Grenzen.

Zu den mitversicherten Kindern zählen neben den leiblichen Kindern des Versicherungsnehmers auch Kinder, die für ehelich erklärt wurden, Adoptivkinder, Stiefkinder, Pflegekinder, die dauernd im Haushalt des Versicherungsnehmers leben.

Darüber hinaus auch die Kinder des Ehegatten des Versicherungsnehmers oder die Kinder des Lebenspartners des Versicherungsnehmers, sofern er mit dem Versicherungsnehmer in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt.

Sobald diese Voraussetzungen nicht mehr zutreffen, endet auch die Mitversicherung. Dann ist eine eigene Rechtsschutzversicherung erforderlich.

Wie versichere ich den unehelichen Lebenspartner?
Sie können Ihren Lebenspartner bzw. Ihre Lebenspartnerin in Ihrer Rechtsschutzversicherung mitversichern. Es genügt eine einfache Meldung an den Versicherer. Waren Sie bisher im Singletarif versichert, so wird der Vertrag auf den Normaltarif umgestellt.

Voraussetzung für eine Mitversicherung ist die häusliche Gemeinschaft, die auf Anfrage vom Melderegister bestätigt werden kann. Bei einem Neuabschlus vermerken Sie das im Antrag. Obwohl es im Versicherungsschein nicht ausdrücklich bestätigt wird, besteht Deckungsschutz für alle mitversicherten Personen.

Hat Ihr Lebenspartner, bzw. Ihre Lebenspartnerin Kinder, dann gilt der Versicherungsschutz auch für alle minderjährigen oder volljährigen, unverheirateten Kinder des Lebenspartners, bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, sofern sie in häuslicher Gemeinschaft mit dem Versicherungsnehmer leben.

Längstens jedoch bis sie erstmals eine berufliche Tätigkeit ausüben, die auf Dauer angelegt ist und für die ein leistungsgerechtes Arbeitsentgelt bezahlt wird.