Kurzzeitkennzeichen

Die heutigen Kurzzeitkennzeichen waren einst als Überführungskennzeichen bekannt. Diese werden von der Zulassungsstelle oder der Autoversicherung ausgegeben.

Genutzt werden diese Kennzeichen für Probe- und Prüfungsfahrten, sowie zum Überführen eines Wagens. Die Gültigkeitsdauer liegt bei fünf Tagen. Neben der Kennung der jeweiligen Stadt oder des jeweiligen Kreises ist auch eine Zahlenkombination angegeben.

Daneben findet sich auf der rechten Seite ein gelber Balken, der beim Kurzzeitkennzeichen die wichtigste Information liefert. Hier nämlich ist das Ablaufdatum des Kennzeichens samt Tag, Monat und Jahr verzeichnet. Nach dem Ablauf dieses Datums kann dieses Nummernschild nicht mehr eingesetzt werden.

Benutzung nur für ein einziges Fahrzeug erlaubt

Die Kurzzeitkennzeichen stehen im Gegensatz zu den roten Kennzeichen auch Privatnutzern zur Verfügung, während die roten Kennzeichen lediglich von Kfz-Händlern gewerblich eingesetzt werden dürfen.

Zudem muss beachtet werden, dass die Schilder jeweils nur an einem Wagen angebracht werden dürfen, ein Einsatz im Wechsel bei mehreren Fahrzeugen ist nicht erlaubt. Immerhin wird beim Einsatz des Kurzzeitkennzeichens keine bestandene Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU) verlangt, auch eine Umweltplakette wird nicht benötigt.

Welche Dokumente brauche ich?

Für die Beantragung des Kurzzeitkennzeichens werden die folgenden Dokumente benötigt:

  • Personalausweis oder Reisepass samt einer Meldebescheinigung
  • Bei gewerblicher Nutzung Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug
  • die eVB-Nummer der Versicherung

Diese eVB-Nummer ist auf der ehemaligen Deckungskarte zu finden, die sich heute elektronische Versicherungsbestätigung nennt.

Für diese verlangen die Kfz-Versicherer zwischen 30 und 80 Euro – abhängig von der jeweiligen Gesellschaft.

Wer allerdings sein Fahrzeug nach der Überführung oder der sonstigen Nutzung des Kurzzeitkennzeichens auch bei dieser Versicherung anmeldet, dem werden mitunter auch die Gebühren für das 5-Tages-Nummernschild erlassen oder der anschließende Versicherungsbetrag gekürzt.

Sofern das Kurzzeitkennzeichen nicht direkt von der Autoversicherung ausgegeben wird, geht es anschließend mit der eVB-Nummer zur Zulassungsstelle.

Was kostet ein Kurzzeitkennzeichen?

Dabei muss es jedoch nicht unbedingt die örtliche Zulassungsstelle sein, eine Erteilung des Kurzzeitkennzeichens ist in ganz Deutschland möglich. Nach der Anmeldung sind zudem noch die Nummernschilder anzufertigen. Dies geschieht bei einem Schilderdienst nach Wahl, den Zulassungsstempel allerdings gibt es dann wieder bei der Zulassungsstelle.

Insgesamt müssen Sie beim Kurzzeitkennzeichen mit folgenden Kosten rechnen:

  • Verwaltungsgebühr: 10,20 Euro
  • Nummernschilder selbst: rund 10,00 Euro – abhängig vom jeweiligen Dienstleister
  • Versicherung: 30 Euro bis 80 Euro – unter Umständen kostenlos
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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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