Begleitetes Fahren

Dank der im Jahr 2008 erfolgten Einführung des Projektes Begleitetes Fahren – oder auch als Führerschein mit 17 bekannt – können bereits 17-Jährige bis zu ihrem 18. Geburtstag in Begleitung eines Erwachsenen selbst als Fahrer am Straßenverkehr teilnehmen. Das Konzept verfolgt das Ziel, die Unfallquote bei Fahranfängern langfristig zu senken.

Begleitetes Fahren ist mit dem Erwerb der sogenannten Prüfbescheinigung möglich, welche bis zum 18.Geburtstag als Führerscheinersatz gilt. In der Bescheinigung können bis zu zwei Begleitpersonen eingetragen werden.

Um als Begleitperson agieren zu dürfen, müssen bestimmte Kondition erfüllt sein. Das Mindestalter beträgt 30 Jahre. Eine Begleitperson muss über mindestens fünf Jahre Fahrpraxis verfügen und darf höchstens drei Punkte in Flensburg haben. Bei der Beaufsichtigung des Fahranfängers darf die Begleitperson nicht unter Alkoholeinfluss stehen.

Wenn ein Jugendlicher, dem nur Begleitetes Fahren erlaubt ist, ohne Begleitperson Auto fährt, muss er mit dem Entzug der Fahrerlaubnis, einer Geldstrafe von 150 Euro sowie vier Punkten in Flensburg rechnen.

Die Teilnahme am Begleiteten Fahren bietet den Vorteil, dass man bei einigen Autoversicherungen bereits nach einem halben Jahr eine Vergünstigung bei der Prämie erhalten kann.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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