Studentenkonto Vergleich

Aktualisiert: 01. Juni 2020 | Lena Mayer
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Studentenkonto ist ein klassisches Girokonto zu günstigeren Konditionen.
  • Das Studentenkonto ist oft auch als Konto für junge Menschen bekannt und kann nicht nur von Studenten, sondern auch von Auszubildenden eröffnet werden.
  • Im besten Fall sollten keine Kontoführungsgebühren anfallen.
  • Bei der Eröffnung muss die Immatrikulationsbescheinigung, ein Ausbildungsvertrag, oder Ähnliches vorgelegt werden.

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Die beste Vorgehensweise

  • Seien Sie sich darüber bewusst, in welcher Art und Weise und wie häufig Sie welche Funktionen des Girokontos nutzen.
  • Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote der Filial- und Direktbanken. Nutzen Sie dafür beispielsweise unseren Studentenkonto Vergleich.
  • Tragen Sie alle benötigten Unterlagen zur Kontoeröffnung zusammen und unterschreiben Sie den Vertrag.
  • Senden Sie Ihrer Bank die Unterlagen zu und identifizieren Sie sich per Post- oder Video-Ident.
  • Ihre EC-Karte und Ihre Geheimzahl werden Ihnen mit unterschiedlichen Postsendungen zu gesandt.

Der Studentenkonto Vergleich

In unserem Studentenkonto Vergleich finden Sie die Konditionen der aktuell jeweils zwei besten Direkt- und Filialbanken in einer Tabelle zusammengefasst:

 N26DKBPostbankTargobank
Art der BankDirektbankDirektbankFilialbankFilialbank
Studentenkonto bzw. kostenloses GirokontoN26 StandardDKB-CashPostbank Giro direktStarter-Konto
Online AbschlussJaJaJaJa
Kostenlose Kontoführung und kein MindestgeldeingangJaJaJaJa
Kostenlose KreditkarteJa (MasterCard)Ja (Visa-Card)NeinNein
Abhebungen*Kostenlos mit
Kreditkarte
(1,7% Gebühr
für Fremdwährungen)
Kostenlos mit Kreditkarte (Mindestbetrag 50 Euro)Kostenlos an Geldautomaten der CashGroup und bei ShellKostenlos an Geldautomaten von CashPool
Dispo-Zinsen**8,90% p.a.6,74% p.a.10,55% p.a.8,24% p.a.
Mobile AppJaJaJaJa
Mobiles Bezahlen über PartnerApple Pay, Google PayApple Pay, Google PayNeinNein
BesonderheitenFinanzplanung mit App,
Partnerangebote,
kostenlose Zahlungen
in allen Währungen
ohne zusätzliche Wechselgebühren
Zusätzliche Bonusprogramme, Partnerangebote--
Zum Angebot »Zum Angebot »Zum Angebot »Zum Angebot »
Quelle: N26, DKB, Postbank, Targobank (Stand: 27.05.2020)
* Abhebungen sind von Seiten der Bank kostenlos. Es können Gebühren von anderen Parteien des Zahlungsprozesses erhoben werden.
** Der Dispokredit muss zunächst beantragt und eingerichtet werden.

Fazit

Als klassische Filialbanken überzeugen die Postbank sowie die Targobank bei ihren Studentenkonten vor allem durch persönlichen Service vor Ort. Leider gibt es bei keiner der Banken automatisch eine kostenlose Kreditkarte zum Studentenkonto. Außerdem gibt es bei beiden Banken noch Aufholbedarf, wenn es um online Bezahlangebote wie Apple und Google Pay geht.

Das Studentenkonto der DKB bietet nicht nur eine kostenlose Visakarte sondern auch zusätzliche Vergünstigungen über Partnerprogramme. Vorsicht ist bei der Abhebung von Bargeld geboten, denn das Abheben von Beträgen unter 50 Euro muss zunächst extra beantragt werden.

Die N26 ist in aller Munde. Sie ist eine der am schnellsten wachsenden Direktbanken in Europa. Die hervorragende Mobile App, die kostenlose MasterCard und die Möglichkeit in verschiedenen Währungen ohne zusätzliche Wechselgebühr zu bezahlen, machen das Studentenkonto der N26 zu einem unwiderstehlichen Angebot für viele junge Leute.


Hier beginnt unser Ratgeber zum Thema Studentenkonto:

In unserem Ratgeber

Den Banken ist es schon lange klar: In der Jugend liegt die Zukunft. Denn wer einmal ein Konto eröffnet, der wechselt aufgrund des Mehraufwands meist nur ungern wieder die Bank. Daher gibt es immer mehr attraktive Angebote für junge Menschen, vor allem für Studenten, um neue Kunden möglichst früh und langfristig an sich zu binden.

Daher bietet fast jede Bank ein äußerst kostengünstiges Girokonto für Studenten an, oft sogar in Kombination mit einer kostenlosen Kreditkarte. Alles was Sie zum Thema wissen müssen, finden Sie in diesem Ratgeber.

Was ist ein Studentenkonto?

Bei einem Studentenkonto handelt es sich um ein herkömmliches Girokonto mit allen üblichen Schikanen. Es können gewisse Summen abgehoben, Überweisungen getätigt und Kartenzahlungen vorgenommen werden. Dabei ist es auch egal ob das Konto bei einer Filial- oder Direktbank eröffnet wurde, die Basisfunktionen bleiben dieselben.

Fünf Studenten mit Studentenkonto gehen Richtung Universität

Der große Unterschied zwischen einem klassischen Girokonto und einem Girokonto für Studenten sind allerdings die Kosten. Diese entfallen nämlich zum großen Teil für die jungen Bankkunden.

Gerade bei Studenten kann das Einkommen sehr gering oder auch unregelmäßig ausfallen. Da Banken die Studenten trotzdem bereits in jungen Jahren an sich binden wollen, locken sie mit attraktiven Angeboten, bei denen zum Beispiel die Kontoführungsgebühren entfallen und kein Mindestgeldeingang notwendig ist.

Wer kann ein Studentenkonto eröffnen?

Der Name sagt es schon: Studenten können ein Studentenkonto eröffnen. Doch sie sind nicht die Einzigen, die von dem Girokonto mit den günstigen Konditionen profitieren.

Auch Schüler, Auszubildende und Bundesfreiwilligendienstleistende können ein Girokonto für Studenten eröffnen. Daher werden diese Konten oft auch als „Girokonto für junge Leute“ bezeichnet und angeboten.

Praxis-Tipp: Achten Sie bei der Eröffnung eines Studenten-Girokontos auf die Mindest- und Höchstaltersgrenzen.

Um ein Studentenkonto zu eröffnen muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Jüngere Kunden müssen aber natürlich trotzdem nicht auf ein Girokonto verzichten, für sie gibt es bei fast allen Banken Kinder- und Jugendkonten.

Altersgrenze für Studentenkonten

Da das Girokonto für Studenten jungen Erwachsenen während ihrer Ausbildung Kosten ersparen soll, haben die meisten Banken auch eine Höchstaltersgrenze. Diese liegt meist zwischen 30 und 35 Jahren. Danach lässt sich der Abschluss eines normalen Girokontos, inklusive Gebühren bzw. Mindestgeldeingang, nicht länger vermeiden.

Damit nicht einfach jeder Bankkunde unter 35 zum „Girokonto Student“ greift, muss das Studium bzw. eine anderweitige Ausbildung nachgewiesen werden. Studenten reichen daher ganz einfach regelmäßig eine Kopie ihrer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung ein, Auszubildende legen beispielsweise den Ausbildungsvertrag vor.

Was kostet ein Studentenkonto?

Ein Studentenkonto sollte im Optimalfall erst einmal gar nichts kosten. Die Kontoführungsgebühren sollten entfallen und nicht an einen Mindestgeldeingang gebunden sein.

Kostenlos sind meistens auch:

  • die EC-Karte zum Girokonto
  • Online Überweisungen
  • das Abheben von Bargeld an ausgewählten Bankautomaten

Einige Banken bieten, in Kombination mit dem günstigen Girokonto für Studenten, sogar noch eine kostenlose Studentenkreditkarte an.

Kostenpflichtig sind meistens die folgenden Leistungen:

  • Überweisungen in nicht EU-Länder
  • die Nutzung des Dispokredits bzw. die Kontoüberziehung
  • der Einsatz der Girokarte außerhalb der Eurozone
  • das Einzahlen von Bargeld (für Kunden von Direktbanken)

Die Gebühren für diese Leistungen variieren von Bank zu Bank. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Zusatzleistungen man gegebenenfalls häufiger in Anspruch nimmt und dieses Wissen dann bei der Auswahl des passenden Studentenkontos einfließen zu lassen.

Werden z. B. regelmäßig Überweisungen in nicht EU-Länder getätigt sollte man das Girokonto einer Bank wählen, welche hier nur niedrige oder vielleicht sogar keine Gebühren verlangt.

Praxis-Tipp: Vergleichen Sie unbedingt die Girokontokonditionen, die nach Auslauf eines Studentenkontos für Sie greifen.

Wir empfehlen, sich im Zuge des Vergleiches auch mit den Konditionen der einzelnen Banken für klassische Girokonten auseinanderzusetzen. Sobald der Studentenstatus nämlich erlischt oder das Ausbildungsverhältnis endet, wird ihr günstiges „Girokonto Student“ nämlich schnell zum normalen Girokonto und es können Sie plötzlich hohe Gebühren erwarten.

Studentenkreditkarten gold zu Studentenkonto

Planen Sie daher voraus und suchen Sie sich bereits eine Bank, bei der auch das klassische Girokonto später mit guten Konditionen auf die wartet. Sollten Sie keine Bank finden, bei der Sie gleichermaßen mit den Leistungen für das Studentenkonto und das normale Girokonto zufrieden sind, ist das allerdings kein Problem.

Die meisten Girokonten für Studenten können ganz einfach und schnell gekündigt werden. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt zum optimal passenden Anbieter zu wechseln.

Was sind die Vorteile eines Studentenkontos?

Wie bereits erwähnt, sind die attraktiven Konditionen der wohl größte Vorteil des Studentenkontos. Die Kontoführungsgebühr ist dabei weit niedriger als bei einem herkömmlichen Girokonto, bei den meisten Anbietern entfällt die sogar komplett.

Weiterhin ist zunächst auch kein Mindestgeldeingang von den Banken gefordert. Sollten Sie trotzdem ein geregeltes Einkommen vorweisen können, haben Sie sogar die Möglichkeit, sich einen Dispokredit einrichten zu lassen.

Die Überziehungszinsen sind hier oft sehr günstig und können daher eine Überlegung wert sein. Welche Voraussetzungen Sie für die Beantragung mitbringen müssen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt unseres Ratgebers.

Das Studentenkonto und die Studentenkreditkarte

Die oben genannten Studentenkreditkarten können auch von großem Vorteil sein. Oftmals werden Sie mit nützlichen Zusatzleistungen angeboten, so zum Beispiel einer Reiseversicherung. Studenten, die viel reisen oder gar ein Auslandssemester planen, sind daher gut beraten sich auch eine Studentenkreditkarte zuzulegen.

Hier kann beispielsweise bei Geldabhebungen und Kartenzahlungen im Ausland deutlich gespart werden. Die weltweit am bekanntesten und am besten akzeptiertesten Kreditkarten sind die MasterCard und die Kreditkarte von Visa.

Weiterhin gibt es auch unterschiedliche Arten von Kreditkarten für Studenten:

  • Charge-Karten
  • Debit-Karten
  • Revolving-Karten
  • Prepaid-Karten

Mehr zu den verschieden Arten und einen Studentenkreditkarten Vergleich finden Sie in unserem separaten Ratgeber zum Thema Kreditkarten für Studenten.

Das Studentenkonto und die Bonuszahlungen

Zusätzlich zu den kostenlosen Leistungen versuchen Banken auch ganz gezielt mit Startguthaben oder kleinen Geldgutschriften junge Neukunden zu ködern. Oft gibt es zum Beispiel zur Eröffnung eines Studentenkontos 50 Euro von der Bank gutgeschrieben. Dies ist aber nicht immer ein Vorteil.

Praxis-Tipp: Lassen Sie sich nicht von Startguthaben und Co. ködern!

Die Gutschriften und andere kleinere Geldbeträge wirken zwar gerade auf Studenten sehr attraktiv, jedoch muss hier sehr genau hingesehen werden. Denn 50 Euro sind schneller ausgegeben als gedacht, vor allem wenn auf einmal doch Kontoführungs- oder andere Gebühren anfallen, die Sie bei einer anderen Bank gegebenenfalls hätten umgehen können.

Was kann ich mit einem Studentenkonto machen?

Zusammenfassend kann man sagen, dass Sie mit einem „Girokonto Student“ alles machen können, was Sie auch mit einem klassischen Girokonto machen.

Sie können:

  • Überweisungen tätigen und natürlich auch empfangen.
  • Daueraufträge einrichten um regelmäßige Rechnungen zu bezahlen.
  • weltweit Bargeld abheben.
  • weltweit bargeldlos, also mit Karte, bezahlen. (Vorsicht: Bitte Gebühren beachten!)
  • einen Dispokredit beantragen.

Bargeld abheben mit dem Studentenkonto

Innerhalb Deutschlands sollte das Abheben von Bargeld, mit der zum Studentenkonto gehörigen EC-Karte, kostenlos sein. Unterschiede gibt es hierbei vor allem, wenn man sich die Bankverbunde und ihre Geldautomaten einmal etwas genauer ansieht.

In Deutschland gibt es vier große Zusammenschlüsse von Banken. Jeder Bankverbund betreibt sein eigenes Netz aus Bankautomaten im deutschen Raum.

VerbundGeldautomaten
Sparkassenverbundca. 25.000
BankCard ServiceNetzca. 19.000
Cash Groupca. 9.000
CashPoolca. 3.000

Die Sparkassen, wie der Name schon verrät, gehören dem Sparkassenverbund an. Zum BankCard ServiceNetz gehören vor allem die Volks- und Raiffeisenbanken. In der Cash Group befinden sich unter vielen anderen Kreditinstituten auch die Deutsche Bank, die Commerzbank und die Postbank. Der CashPool wurde von der Targobank initiiert, hat aber inzwischen viele weitere Mitglieder wie z. B. die Santander Consumer Bank.

Manche Banken sind auch Mitglieder zweier Verbunde. So beispielsweise die Sparda-Banken. Als Kunde können Sie hier Geld an den Bankautomaten des BankCard ServiceNetzes und des CashPools abheben.

Praxis-Tipp: Sollten Sie vorhaben, regelmäßig Geld abzuheben, informieren Sie sich genau darüber, welche Bank welchem Bankverbund angehört.

Sie sollten dann darauf achten, dass dieser Verbund auch Geldautomaten in Ihrer Nähe hat. Bei Abhebungen an einem Bankautomaten eines anderen Verbundes können sonst Gebühren auf Sie zukommen.

Manche Banken gehören allerdings keinem Bankverbund an. Hier kann dann aber über die meist kostenlos zur Verfügung gestellte Kreditkarte, die man zum Studentenkonto dazu erhält, gebührenfrei Bargeld abgehoben werden.

Dies kann sich auch im Ausland lohnen. Denn Bargeldabhebungen können hier schnell teuer werden. Eine Kreditkarte kann hier allerdings Abhilfe schaffen und vor bösen Überraschungen, in Form von hohen Gebühren, schützen.

Wir empfehlen: Informieren Sie sich über mögliche Abhebungsgebühren bevor Sie in den Urlaub fahren!

Kartenzahlungen mit dem Studentenkonto

Innerhalb Deutschlands stellt der bargeldlose Zahlungsverkehr kein Problem dar. Mit Ihrer Girocard bzw. EC-Karte können Sie gebührenfrei bezahlen.

Eurozeichen Skulptur für Eurozone

Auch in der Eurozone können Sie mit Ihrer Girocard an ausgewählten Terminals noch kostenlos zahlen. Sollten Sie allerdings außerhalb der Eurozone mit Karte bezahlen wollen, so kommen meist sehr hohe Gebühren auf Sie zu.

Hier empfiehlt sich ein weiteres Mal die Nutzung einer kostenlosen Studentenkreditkarte, da vor allem MasterCards oder Visakarten weltweit gut akzeptiert werden und nur sehr geringe bis keine Gebühren für die bargeldlosen Zahlungen mit ihnen anfallen.

Das Studentenkonto und der Dispo

Gerade wenn das neue Semester an einer Hochschule beginnt, stehen Studenten wieder vor höheren Ausgaben. Bücherkäufe, der Semesterbeitrag etc. können ganz schön ins Geld gehen und Studentenkonto ins Minus befördern. Hier kann ein Dispo oft bei der Überbrückung helfen.

Um über Ihr Studentenkonto nicht nur einen Dispokredit zu beantragen, sondern ihn auch genehmigt zu bekommen, müssen Sie einige Vorgaben beachten. Sollten die folgenden vier Eigenschaften auf Sie zutreffen, dann sollte die Genehmigung allerdings kein Problem sein:

  1. Sie sind volljährig.
  2. Sie wohnen in Deutschland.
  3. Sie haben ein regelmäßiges Einkommen, z. B. durch BAföG oder Ihre Ausbildung.
  4. Sie haben keinen negativen Schufa-Eintrag.

Der Dispokredit kann gerade für Studenten zunächst attraktiv sein, vergessen Sie aber nicht, dass er mit Überziehungszinsen verbunden ist. Diese fallen bei Studentenkonten zwar meist geringer aus, die Überziehung des Kontos sollte jedoch trotzdem keine Dauerlösung sein.

Hier kann sich der Blick auf günstige Studentenkredite lohnen. Für Studenten, welche ihren Anspruch noch nicht geprüft haben, lohnt es sich auch, sich über BAföG zu informieren. Über das Bundesausbildungsförderungsgesetz kann gegebenenfalls auch noch Geld erhalten werden. Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber zum Thema BAföG.

Das Studentenkonto und die Geldanlage

Genauso wenig wie sich das Girokonto zum dauerhaften Leihen von Geld eignet, sollte es auch für die Geldanlage genutzt werden. Sollten Sie als Student in der glücklichen Lage sein, etwas Geld auf der Seite zu haben, welches Sie gerade nicht benötigen, sollten Sie dieses nicht einfach auf dem Girokonto parken.

Studenten arbeiten an Laptop und Notizbuch

Mit viel Glück finden Sie zwar vereinzelt noch Banken, die Ihnen einen geringen Zinssatz auf Ihr Vermögen zahlen, allerdings ist dies eher die Ausnahme, da das Zinsniveau momentan sehr niedrig ist. Das Girokonto für Studenten ist daher nicht für die Geldanlage geeignet.

Hier gibt es aber Alternativen. Sollten Sie zum Beispiel eine gewisse Summe für kürzere Zeit nicht benötigen können Sie überlegen diese auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Benötigen Sie den Betrag über längere Zeit nicht, empfiehlt sich ein genauerer Blick auf ETF-Sparpläne.

Wie eröffne ich ein Studentenkonto?

Die Kontoeröffnung eines Studentenkontos läuft größtenteils so ab, wie die Eröffnung eines normalen Girokontos. Der größte Unterschied sind die einzureichenden Unterlagen. Denn hier benötigen die Studenten eine Bestätigung über ihr Studium, also eine Immatrikulationsbescheinigung von ihrer Hochschule. Diese muss zusammen mit den anderen Dokumenten bei der Bank eingereicht werden.

Soll ich mein Studentenkonto online oder in der Filiale eröffnen?

Diese zwei Möglichkeiten stehen Ihnen, wie auch bei der Eröffnung eines herkömmlichen Girokontos, zu Verfügung. Viele junge Leute entscheiden sich heutzutage dafür, ihr Konto direkt online abzuschließen.

Dies ist durch vorgefertigte Formulare sehr einfach und spart viel Zeit. Außerdem können einige Studentenkonten ausschließlich online abgeschlossen werden, da es sich bei ihnen um Angebote von Direktbanken, ohne Filialen, handelt.

Die Eröffnung können Sie in diesem Fall ganz einfach von Ihrem Computer, Tablet oder Smartphone aus vornehmen.

Ablauf der Eröffnung eines Studentenkontos

  1. Vergleichen Sie die Angebote der verschiedenen Kreditinstitute und wählen das für Sie am besten Passende aus. Nutzen Sie hierzu unseren Studentenkonto Vergleich.
  2. Geben Sie alle benötigten Daten an. Beim online Abschluss geben Sie hierzu Ihre Informationen in das vorgefertigte online Formular ein.
  3. Tragen Sie alle geforderten Unterlagen zusammen, unterschreiben Sie den Vertrag und lassen Sie alles dem Kreditinstitut zukommen.
  4. Identifizieren Sie sich per Post- oder Video-Ident.
  5. Ihre EC-Karte und Ihre Geheimzahl werden Ihnen mit unterschiedlichen Postsendungen zugesandt.

Benötigte Dokumente für die Eröffnung eines Studentenkontos

Um ein Studentenkonto zu eröffnen werden für gewöhnlich nur die folgenden Unterlagen benötigt:

  1. Ihr Personalausweis
  2. Ihre Immatrikulationsbestätigung

Sollte ein Dispo gewünscht sein, so kann die Bank außerdem auch noch einen Einkommensnachweis fordern.

Identifikationsverfahren bei Kontoeröffnung eines Studentenkontos

Wie bei anderen Kontoeröffnungen auch, genügt es nicht, eine Kopie des Personalausweises einfach einzureichen. Sie müssen ein Identifikationsverfahren durchlaufen. Hierbei wird geprüft, ob es sich bei der Person auf dem Personalausweis auch tatsächlich um Sie handelt.

Es gibt zwei gängige Identifikationsverfahren:

  1. Das Post-Ident: Hierbei wird Ihre Identität durch einen Mitarbeiter der Post geprüft. Sie fahren dazu einfach zur nächsten Filiale und legen Ihren Ausweis vor. Durch eine Unterschrift bestätigen Sie Ihre Identität.
  2. Das Video-Ident: Sollten Sie nicht extra zur Post fahren wollen, so bietet sich diese Möglichkeit an. Per Videochat können Sie Ihren Personalausweis vorzeigen. Ein Mitarbeiter wird ein Bildschirmfoto davon machen und auch hier bestätigen Sie Ihre Identität dann per Unterschrift. Sie benötigen hierfür allerdings ein internetfähiges Endgerät mit funktionierendem Mikrofon und Webcam.

Durch das Video-Ident ist es heutzutage möglich, ein Studentenkonto komplett online und in nur wenigen Minuten zu eröffnen.

Schufa-Abfrage und Bonitätsprüfung für das Studentenkonto

Die Abfrage des Schufa-Scores ist eine Standardvorgehensweise bei der Eröffnung eines Girokontos. Auch bei der Kontoeröffnung eines Studentenkontos werden Ihre Schufa-Einträge geprüft, denn eine Bank möchte natürlich wissen, wie es um die Zahlungsfähigkeit eines Kunden steht, dem z. B. ein Dispokredit eingeräumt werden soll. Gute Bonität ist hier das A und O.

Leere Hosentaschen Student

Es kommt hierbei allerdings selten zu Problemen. Die meisten Studenten können ohne Bedenken bei dem Kreditinstitut ihrer Wahl ein Konto eröffnen. Dies liegt vor allem daran, dass das Risiko von den Banken als relativ niedrig eingeschätzt wird.

Beispielsweise ist der Dispokredit, den die Studenten gewährt bekommen, meist sehr gering. Zum einen bedeutet das, dass die Bank keine Unmengen an Geld bei Zahlungsunfähigkeit des Kontoinhabers verliert. Zum anderen ist die Gefahr der Überschuldung für den Studenten gemindert.

Das Studentenkonto für ausländische Studenten

Ausländische Studenten verbringen teilweise ein Semester, oder aber auch ihr ganzes Studium an einer Hochschule bzw. Universität in Deutschland. Die Kontoeröffnung kann sich daher auch für sie lohnen.

Oft können durch ein deutsches Konto erhebliche Gebühren beim Abheben von Bargeld gespart werden. In anderen Fällen ist ein deutsches Konto auch Voraussetzung für die Vermietung von Studentenunterkünften.

Um ein Studentenkonto zu eröffnen benötigen ausländische Studierende für gewöhnlich die folgenden Unterlagen:

  • Reisepass/Ausweis/Herkunftsnachweis
  • Immatrikulationsbestätigung der deutschen Hochschule
  • Meldebescheinigung
  • Aufenthaltsgenehmigung

Worauf muss ich bei einem Studentenkonto achten?

Bunte Girokarten von Studentenkonto gestapelt

Hier haben wir noch einmal die wichtigsten Punkte beim Studentenkonto Vergleich für Sie zusammengefasst. Wägen Sie genau ab welche Eigenschaften des Kontos für Sie besonders wichtig sind und suchen Sie anschließend nach dem Konto mit den für Sie optimalen Leistungen zum kleinsten Preis.

Stellen Sie sich vor der Eröffnung eines Studentenkontos die folgenden Fragen:

Wie lange bleibt das Studentenkonto gebührenfrei?

Beachten Sie die Höchstaltersgrenze bei der Eröffnung. Sollten Sie diese überschreiten, können Sie bei den meisten Banken auch mit Immatrikulationsbescheinigung kein günstiges Studentenkonto mehr führen.

Wie hoch sind die Kosten für ein klassisches Girokonto bei derselben Bank?

Gegebenenfalls kann es sich lohnen ein Studentenkonto bei einer Bank zu eröffnen, die auch nach dem Auslauf des Studentenstatus noch günstige Konditionen für Sie bereithält. So sparen Sie sich den Mehraufwand der Kontoschließung und -neueröffnung.

Wo und gegen welche Gebühren kann ich im Ausland mit Karte bezahlen?

Sind Sie viel in der Eurozone unterwegs, sollten Sie darauf achten eine Studentengirokarte zu haben, die Ihnen das kostenlose zahlen in den zugehörigen Ländern ermöglicht. Sollte dies etwas kosten, oder sollten Sie einfach vermehrt im nicht EU-Ausland unterwegs sein, dann sollten Sie Ausschau nach einem Angebot mit inklusiver und kostenloser Kreditkarte halten. Mit dieser ist das Zahlen auf Reisen um einiges einfacher und günstiger.

Soll ich das Studentenkonto bei einer Filial- oder bei einer Direktbank eröffnen?

Diese Frage müssen Sie für sich ganz persönlich beantworten. Direktbanken können, da sie keine Bankfilialen finanzieren müssen, oft günstigere Angebote machen. Allerdings werden Sie hier bestenfalls telefonisch beraten. Klassische Filialbanken können Sie hingegen auch persönlich besuchen und ein Gespräch mit einem Berater vor Ort vereinbaren.

Praxis-Tipp: Sollten Sie Ihre Bankgeschäfte hauptsächlich online abwickeln, empfiehlt sich ein Studentenkonto bei einer Direktbank.

Lohnt sich der Erhalt eines Startguthabens wirklich?

Rechnen Sie sich genau durch ob sich der geringe Betrag, den Sie zu Anfang als kleines Geschenk erhalten, wirklich lohnt. Unter Beachtung aller anfallenden Gebühren darf hier nämlich kein Minusgeschäft für Sie entstehen. Vergleichen Sie genau!

Seien Sie sich vor der Eröffnung eines Girokontos für Studenten über Ihre genauen Bedürfnisse bewusst und investieren Sie Zeit in einen detaillierten Vergleich, beispielsweise über unseren Studentenkonto Vergleich. Dann sind Sie auf dem besten Weg das Studentenkonto mit dem für Sie optimalen Kosten-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Bietet die Bank Online Banking und eine praktische Mobile App an?

Heutzutage gehen die wenigsten Menschen noch zu ihrer Bankfiliale um eine Überweisung zu tätigen. Um tagesaktuell auf dem neusten Stand zu sein, wenn es um die eigenen Finanzen geht, nutzen die meisten Verbraucher nun Online Banking.

Die Mobile Apps der Banken machen es nun auch möglich, seinen Bankgeschäften nachzugehen, während man nicht an seinem Computer sitzt. Überweisungen tätigen, Daueraufträge einrichten und vieles mehr, ist nun auch ganz bequem von unterwegs möglich. Alles was Sie dafür brauchen ist Ihr Smartphone.

Es lohnt sich also darauf zu achten, dass sie Bank eine gut funktionierende und einfach zu bedienende online Lösung bietet, welche auch als Mobile App auf dem Handy genutzt werden kann.

Wichtige Fragen – kurz beantwortet

Was ist ein Studentenkonto?
Ein Studentenkonto ist ein Girokonto für Studenten, welches die Vorteile eines klassisches Girokontos mit sich bringt. Eingeschriebene Studenten erhalten dieselben Leistungen allerdings weitaus kostengünstiger.
Wie kann ich ein Studentenkonto eröffnen?
Ein Studentenkonto kann heutzutage ganz einfach bei den meisten Filial- und Direktbanken eröffnet werden. Wichtig hierbei ist die Vorlage einer gültigen Immatrikulationsbescheinigung. Durch die Identifizierung per Video-Ident ist es sogar möglich, in wenigen Minuten ein Studentenkonto zu eröffnen ohne das Haus dafür verlassen zu müssen.
Welche Unterlagen benötige ich für die Eröffnung eines Studentenkontos?
Bei den meisten Kreditinstituten benötigen Sie lediglich Ihren Personalausweis und die Immatrikulationsbestätigung Ihrer Hochschule bzw. Universität um ein Studentenkonto zu eröffnen. Es kann allerdings auch ein Einkommensnachweis gefordert werden, sollten Sie den Dispokredit des Girokontos nutzen wollen.
Was passiert mit dem Studentenkonto, wenn ich kein Student mehr bin?
Sobald der Studentenstatus nicht mehr greift, fällt auch der Anspruch auf ein Studentenkonto weg. Kündigen Sie Ihr Girokonto für Studenten rechtzeitig oder erkundigen Sie sich nach den regulär zu zahlenden Gebühren, wenn Sie das Konto behalten möchten.
Benötigen ausländische Studenten ein Girokonto?
Austauschstudenten benötigen nicht zwingend ein Girokonto in Deutschland. Allerdings wird ein solches von manchen Stellen, wie z. B. von Studentenwohnheimen für die monatlichen Mietzahlungen, gefordert. In diesem Fall können aber auch ausländische Studenten unter Vorlage eines Herkunftsnachweises, der Immatrikulationsbescheinigung und einer Meldebescheinigung einfach ein Studentenkonto eröffnen.