Kredit

Kredit mit langer Laufzeit

Werden große Kreditsummen benötigt, empfehlen sich Kredite mit einer langen Laufzeit. Diese sind zwar im Endeffekt teurer, können aber dafür mit Raten bedient werden, die Ihnen noch genügend Raum im monatlichen Budget lassen.

Unterschiede ergeben sich auch im Hinblick auf die Besicherung des Darlehens. Je länger der Vertrag läuft, desto höher auch das Risiko eines Kreditausfalls. Langfristige Darlehen bedürfen also einer gewissenhaften Planung, die freilich mit entsprechenden Angebotsvergleichen einhergehen sollte.

Allgemeine Informationen zu langfristigen Darlehen

Wann im Allgemeinen von einer langen Laufzeit gesprochen wird, ist in erster Linie von der Art des Kredites abhängig. Bei einem Konsumentenkredit kann bereits eine Laufzeit über fünf Jahre als lang betrachtet werden, während dieselbe Laufzeit in Bezug auf ein Immobiliendarlehen eher als kurz zu einzustufen wäre. Je nachdem, ob das Darlehensangebot auf kurz-, mittel- oder langfristige Rückzahlungszeiträume angelegt ist, können auch die Kosten hierfür entsprechend variieren.

Besonders Immobiliendarlehen weisen oftmals Laufzeiten auf, die sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken können. Dies ist auch abhängig davon, wie viel Prozent der Investitionskosten über Fremdkapital finanziert wurden und wie hoch der entsprechende Eigenanteil ausfällt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den es zu beachten gilt, ist die Festschreibung des Zinssatzes. Denn gerade bei einem Kredit mit langer Laufzeit ist es besonders wichtig, die bevorstehenden Ausgaben möglichst genau in das monatliche Budget einplanen zu können. Das ist auch der Grund, weshalb es sich bei den meisten langfristigen Kreditverträgen um Annuitätendarlehen handelt, denn bei diesen bleibt die monatliche Rate konstant. Lediglich die Zusammensetzung aus Zins- und Tilgungsanteil variieren von Monat zu Monat.

Aktuell wird auch berechnet: Kredit mit 120 Monaten Laufzeit

Kreditsicherheiten und Versicherungen bei langfristigen Darlehen

Neben den üblichen Sicherheiten, die vor allem ein regelmäßiges Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit in unbefristetem Verhältnis vorschreiben, werden bei Darlehen mit langer Laufzeit oftmals noch zusätzliche Sicherheiten von Ihnen erwartet. Generell wird von Banken der Abschluss einer Restschuldversicherung empfohlen, wenn nicht gleich zur Voraussetzung gemacht wird. Eine Restschuld- oder Kreditversicherung ist im Grunde nichts anderes als eine Risikolebensversicherung mit kontinuierlich fallenden Beiträgen. Fallende Beiträge deshalb, weil sich die Versicherungssumme stets der geringer werdenden Restschuld anpasst.

Bei Immobiliendarlehen und Autokrediten dienen die finanzierten Objekte selbst als zusätzliche Sicherheit. Wird beispielsweise ein Haus finanziert, geht dies oftmals mit der Eintragung einer Grundschuld oder Hypothek im Grundbuch einher. Im Falle einer Autofinanzierung wird die Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Kfz-Brief genannt) von der Bank verwahrt, bis der Kredit vollständig getilgt ist. In beiden Fällen behält sich die Bank also das Recht vor, ihre Ansprüche aus dem finanzierten Objekt befriedigen zu können, sollte die Kreditsumme nicht vertragskonform zurückgezahlt werden oder der Kredit sogar komplett ausfallen.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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