Haftpflicht

Schlüsselschäden in der Privathaftpflicht

Als Schlüsselschäden werden Schäden bezeichnet, die durch den Verlust eines Wohnungs- bzw. Haustürschlüssels entstehen können. Schlüsseldienste lassen sich ihre Arbeit teuer bezahlen, können aber durch die Hausratversicherung kompensiert werden.

Anders verhält es sich, wenn der verlorene Schlüssel Teil einer Schließanlage ist, also beispielsweise in einem Mietshaus, und zugleich Wohnung und Haustüre öffnet.

Dies kann den Austausch der gesamten Anlage erforderlich machen, was schnell zu höheren Summen führt.

Schätzungsweise 800.000 Schlüssel gehen jedes Jahr in Deutschland verloren. Grund genug also, sich gegen die finanziellen Folgen eines Verlustes abzusichern.

So leistet die Privathaftpflicht beim Schlüsselverlust

Zunächst ist verloren nicht gleich verloren. Wer im Urlaub weitab der Heimat seinen Haustürschlüssel verliert, muss keinen Austausch sämtlicher Schlösser befürchten. Werden aber beispielsweise der Geldbeutel samt wichtiger Dokumente und der Schlüssel gestohlen, sieht die Sache anders aus: Denn vom Personalausweis kann die Wohnadresse abgelesen und der Schlüssel entsprechend zugeordnet werden.

Die Privathaftpflichtversicherung kann hier bedingt helfen. Dem Prinzip nach leistet sie immer dann, wenn Dritte in Mitleidenschaft gezogen wurden. In diesem Falle betrifft das den Vermieter.

Für Schlüsselschäden müssen meist gesonderte Vertragsoptionen vereinbart werden – zum Standard gehört sie demnach nicht. Die Deckungssumme ist bei Schlüsselverlust je nach Versicherer und Tarif begrenzt und bewegt sich zwischen 5.000 Euro und 25.000 Euro.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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