Heizöl

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Im Internet befinden sich seit nun fast 20 Jahren Vergleichsportale für Heizölpreise.
  • Da die Händler meistens unmittelbaren Zugriff auf die einzelnen Portale haben, werden die Preise der aktuellen Marktlage angepasst.
  • Ölheizungen sollen aufgrund der Energiewende aus Wohnhäusern verbannt werden.
  • Ab 2021 wird ein CO2-Preis auf Heizöl fällig, welcher den Brennstoff wahrscheinlich verteuert.
  • Die Preise können auf den von uns empfohlenen Portalen Heizoel24 und Esyoil verglichen und direkt bestellt werden.
  • Bestellen Sie keine zu kleinen Mengen und vor allem nicht zu kurzfristig, da sich ansonsten Ihre Kosten erhöhen.
  • Je nach Monat der Bestellung betragen Preisunterschiede für 3.000 Liter Heizöl bis zu 400 Euro.
  • Um über die Entwicklung der Heizölpreise informiert zu sein, ist ein regelmäßiger Vergleich der Angebote empfehlenswert.

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In unserem Ratgeber “Wissenswertes”

Sammelbestellung und Ratenzahlung

In einem Tank kann ein Haushalt in den seltensten Fällen 5.000 Liter unterbringen. Meistens bestellen Kunden und Kundinnen, wenn es gerade keine Probleme bei der Lieferung gibt, 2.500 bis 3.000 Liter bei Esyoil und Heizoel24. Jedoch sollte man sich über die preislichen Unterschiede für noch größere Mengen informieren, wenn man sich für eine Sammelbestellung interessiert. Pro Liter profitieren Sie von einem reduzierten Preis.

Häufig schließen sich Kunden und Kundinnen für eine Sammelbestellung zusammen. Jede fünfte Bestellung ist bei Heizoel24 eine Sammelbestellung, jede zehnte bei Esyoil. Jedoch müssen Sie damit rechnen, dass die Heizölhändler für das Befüllen von Tanks in unterschiedlichen Häusern einen Aufschlag berechnen. Erfolgt eine Lieferung für zwei Abnahmestellen mit insgesamt 5.000 Litern, werden durchschnittlich 48 Euro verrechnet.

Heizöl Heizkörper unterhalb Fenster

Aufgrund der größeren Bestellmenge ergibt sich eine preisliches Ersparnis bei den Heizöl-Kosten. Falls sich nun die Bestellmenge und die Abnehmerzahl weiter erhöht, werden Sie feststellen, dass sich der preisliche Vorteil nur wenig gering steigert oder sogar verringert. Zuerst sollten Sie überprüfen, ob sich eine Sammelbestellung aufgrund der Kostenersparnis lohnt.

Bei einer größeren Menge ist die Ratenzahlung eine weitere Möglichkeit statt der Sammelbestellung. Seit einigen Jahren ermöglichen Händler, die Rechnung in mehreren monatlichen Raten zu begleichen. Bei Heizoel24 wird diese Möglichkeit von 10 bis 12 Prozent der Heizöl-Kunden und Kundinnen genutzt. Der Anteil beträgt bei Esyoil 3 Prozent.

Obwohl Händler bereits seit einigen Jahren anbieten, sich für diese Option zu entscheiden, wird Ratenzahlung nicht zu häufig ausgewählt.

Der wesentliche Nachteil einer Ratenzahlung besteht darin, dass Sie mit Aufschlägen rechnen müssen. Trotzdem kann sich eine Ratenzahlung in einigen Fällen lohnen. So haben Sie die Möglichkeit, den Preisnachteil kleinerer Bestellmengen auszugleichen. Sie müssen aber folgendes bedenken: Die Zuschläge erhöhen sich bei längerem Zeitraum der Ratenzahlung.

Lohnt sich nun eine Ratenzahlung? Zwei Faktoren bestimmen diese Entscheidung. Zuerst müssen Sie die Mehrkosten betrachten, die sich bei verschiedenen Anbietern extrem unterscheiden. Der Preisnachlass ist der zweite Faktor. Aufgrund einer höheren Bestellmenge profitieren Sie von einem günstigeren Preis.

So kann es sich gegebenenfalls lohnen, 3.000 Liter auf einmal zu erwerben und in drei gleichen Raten zu bezahlen, als dreimal 1.000 Liter zu bestellen und sofort die Rechnung voll zu begleichen.

Praxis-Tipp: Unsere Recherchen zeigen, dass eine Bestellung von 3.000 Litern und eine sofortige Bezahlung der Rechnung am günstigsten ist.

Falls dies nicht möglich, sollte man sich für eine Ratenzahlung über drei Monate entscheiden. Im Gegensatz zur Bestellung von kleineren Teilmengen ist diese Methode günstiger. Jedoch sind 3.000 Liter Heizöl in zwölf monatlichen Raten stets teurer, als in einem Jahres dreimal 1.000 Liter zu ordern.

Bar- oder Kartenzahlung – was ist besser?

Die Heizöl-Preise werden in den Portalen Esyoil und Heizoel24 in bar angezeigt. Verlassen Sie sich aber nicht darauf, dass Ihnen das günstigste Angebot angezeigt wird. Wir haben festgestellt, dass die Bezahlung mit Girocard meistens die beste Alternative darstellt, Heizöl preiswert zu erwerben. Einige Barzahlungs-Angebote konnten ebenfalls überzeugen.

Preisunterschiede der Portale folgen keinem Muster. Einige Heizölhändler berechnen für die Karten- oder Barzahlung den gleichen Preis, während andere Händler bei unterschiedlichen Zahlungsweises verschiedene Preise verlangen. Daher ist es empfehlenswert, zu prüfen, ob eine Zahlung in bar oder mit Girocard günstiger ist.

Praxis-Tipp: Es ist empfehlenswert, zu prüfen, ob Ihre Zahlung in bar oder mit Girocard günstiger ist, da es hier durchaus zu Preisunterschieden kommen kann.

Manche Händler bieten zusätzliche Zahlungsweisen an, die im Vergleich zu den billigsten Zahlungsarten – d. h. Girocard oder bar – häufig mit Aufschlägen verbunden sind. Am meisten müssen Sie bezahlen, wenn Sie auf Lastschrift oder Rechnung zahlen. Die Zahlung per Vorkasse ist in einigen Fällen teurer als Karten- oder Barzahlung. Einige Händler berechnen dafür bis zu 6 Euro. Die Bestellung auf Rechnung ist sehr teuer.

Händler schlagen bis zu 74 Euro auf, wenn eine Rechnung nach der Lieferung gesendet werden muss. Durchschnittlich zahlen Sie etwa 35 Euro mehr als bei den günstigeren Zahlungsmethoden. Nur beim Portal Esyoil können Sie einen Lastschrifteneinzug auswählen, akzeptiert wird er allerdings noch lange nicht von allen Händlern.

Falls diese Zahlungsweise ermöglicht wird, müssen Sie mit deutlich höheren Preise für die Bestellung rechnen. Im Vergleich mit dem günstigsten Angebot, mit Bar- oder Kartenzahlung, liegen die Mehrkosten zwischen 60 und 290 Euro. Händler, die den Lastschrifteinzug akzeptieren, verlangen meistens höhere Preise.

Verschiedene Heizöl-Sorten

Verteilung nach Heizungsart in Deutschland

Absolute Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzerhebung 2018.

Quelle: Statistisches Bundesamt (01.10.2019).

Verteilung nach überwiegender Energieart zur Beheizung in Deutschland

Absolute Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzerhebung 2018.

Quelle: Statistisches Bundesamt (01.10.2019).

Im Sortiment ist nur eine standardisierte Sorte Heizöl erhältlich. Es handelt sich um extraleichtes, schwefelarmes Heizöl. Einige Lieferanten führen es unter den Bezeichnungen Heizöl Standard, Heizöl normal oder einfach Heizöl. Diese Sorte ist im Vergleich zu anderen Angeboten am günstigsten und beliebtesten.

Über 80 Prozent des Heizöls, das über die Online-Portale bestellt wird, gehört zu dieser Standardsorte. Das Angebot der Händler beinhaltet ebenfalls Sorten, die bestimmte Zusätzen enthalten und unter den Namen : “Ecotherm”, “Plus”, “Premium”, oder “Super” verkauft werden. Aufgrund der Zusätze wird das Heizöl teurer.

Die Anbieter versprechen, dass das diese Öle im Tank weniger Ablagerungen bilden soll. So wird erreicht, dass Düsen und Filter kaum verstopfen. Die Anbieter betonen, dass die Wartungs- und Reparaturkosten durch die Verwendung dieser Heizöl geringer ausfallen. Gegen den Heizöl-Geruch sind ebenfalls Zusätze vorhanden.

Bei Heizoel24 und Esyoil unterscheiden sich die Preise von dem der Standardsorte in einem einheitlichen Muster und nicht abhängig von der bestellten Menge. 100 Liter der Super- oder Premiumsorte kosten durchschnittlich 1,60 Euro mehr. Wenn Sie 3.000 Liter kaufen, zahlen Sie für die Premium- oder Super-Sorte etwa 50 Euro mehr.

Die Preise liegen bei tanke-guenstig.de und Fastenergy weiter auseinander. Sorten mit Zusätzen sind dort pro 100 Liter um 2 bis 3 Euro teurer als die standardisierte Sorte. Für ein “Super-” oder “Premium-Heizöl” gibt es keinen Standard. Daher können die angebotenen Preise für diese Sorten schwer verglichen werden.

Manche Händler haben auch Bio-Heizöl in ihrem Sortiment. Bei dieser Sorte basiert ein gewisser Anteil auf nachwachsenden Rohstoffen. Den Bio-Anteil des Heizöls zu produzieren ist teuer, was sich auch im Preis des Öls wiederspiegelt. In Deutschland ist der Bedarf an Bio-Heizöl eher gering. Nur in Baden-Württemberg besteht eine höhere Nachfrage als in den restlichen Teilen Deutschlands.

Der Grund besteht in gesetzlichen Pflicht nach§ 4 EWärmeG. Nachdem eine neue Heizungsanlage einbaut wird, müssen seit 2015 zumindest 15 Prozent des Wärmebedarfs von einem Haushalt aus erneuerbaren Quellen stammen. Wenn man sich für eine Ölheizung entscheidet, muss man dementsprechend Bio-Heizöl auswählen. Daher sind Bio-Sorten in Baden-Württemberg am einfachsten erhältlich.

Dunkler Heizkörper Heizöl in Altbau

Ob Benutzer und Benutzerinnen von Heizöl mit dem Kauf von Sorten wie Super und Premium eine bessere Wahl treffen, darüber streiten sich die Geister. Viele Händler betonen, dass vor allem Premium Heizöl eine optimale Alternative zum herkömmlichen Heizöl ist. Jedoch gibt es in diesem Bereich relativ wenig Studien, die diese Behauptungen belegen. Bio-Heizöl hat sich als umweltfreundliche Alternative nicht etabliert.

Zusätzlich muss man bemerken, dass ein 15 Prozent Anteil von nachwachsenden Rohstoffen relativ gering ist. Für Kunden und Kundinnen, die auf Nachhaltigkeit Wert legen, beinhaltet das Sortiment einiger Anbieter klimaneutrales Heizöl. Beim Kauf wird ein bestimmter Anteil des Betrages an Umwelt-Projekte gespendet.

Kurzfristige Lieferungen und Preisgestaltung

Falls Sie eine kurzfristige Lieferung benötigen, steht die Möglichkeit einer Expresslieferung zur Verfügung. Händler bieten diese Option auf jedem Portal an. Meistens erhalten Sie Ihr Heizöl innerhalb von 1 – 2 Tagen. Jedoch werden dafür Aufschläge verrechnet. Unabhängig von der Liefermenge sind es im Durchschnitt 90 Euro.

Unsere Analyse hat gezeigt, dass die Händler die Aufschläge uneinheitlich und selbst bestimmen. Beispielsweise verrechnen einige Händler auf einem Portal einen teureren Preis, verlangen aber bei einem anderen Online-Portal wesentlich weniger für eine kurzfristige Lieferung. Falls es möglich ist, sollten Sie auf diese Option verzichten, um unnötige Zusatzkosten zu sparen.

Praxis-Tipp: Planen Sie Ihre nächste Heizöl-Bestellung weit genug im Voraus um Zusatzkosten für notwendige Expresslieferungen zu vermeiden.

Je nach momentanem Wettbewerb variieren die Händler ihre Preise. Unsere Recherche zeigte, dass Händler Heizöl auf unterschiedlichen Portalen zu verschiedenen Preisen anbieten. Jedoch führt diese Preisgestaltung bei Käufern zu Verunsicherung. Daher gibt es Bestrebungen, dass Händler für ein bestimmtes Produkt nur mit einem Preis auftreten.

Durch die Kosten, welche für die Beschaffung von Mineralöl entstehen, wird der Heizöl-Preis bestimmt. Abzuführende Steuern – Energiesteuer und Mehrwertsteuer – sind der anderen Teil der Kosten. Ab 2021 wird ein CO2-Preis hinzugefügt, der bis 2025 jährlich steigen wird. Daher müssen Sie in den nächsten Jahren auf jeden Fall mit steigenden Kosten rechnen. Falls die Option besteht, sollten Sie darüber nachdenken, sich für eine andere Art des Heizens zu entscheiden.

Austauschen der Heizkessel

Viele Besitzer und Besitzerinnen einer Ölheizung müssen mit einer Veränderung rechnen. Je älter Heizkessel sind, desto notwendiger wird ein Austausch. Alte Anlagen arbeiten nicht mehr effizient. In Deutschland sind die etwa 5,8 Millionen Heizkessel vorwiegend in Altbauten verbaut.

Rund zwei Millionen dieser Anlagen sind nach Studienergebnissen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft zumindest 20 Jahre alt. Zusätzlich erhöht sich der Druck seitens der Politik, alte Heizkesselmodelle auszutauschen.

Die Energieeinsparverordnung (§ 10 Abs. 1 EnEV) schreibt vor, dass Heizkessel nach spätestens 30 Jahren nicht mehr verwendet werden dürfen, wenn es Konstanttemperaturkessel sind. Nun soll ein neues Gesetz soll diese Regelung übernehmen. Im Gebäudeenergiegesetz (GEG) werden das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) und Energieeinsparverordnung (EnEV) vereint. Zusätzlich sind ebenfalls neue Vorschriften enthalten.

Das Gebäudeenergiegesetz bringt Bußgelder mit sich, wenn Sie oder Heizungsinstallateure gegen diese Vorschriften verstoßen. Falls Sie beispielsweise einen Konstanttemperaturkessel länger als 30 Jahre betreiben, müssen Sie bis zu 50.000 Euro Bußgeld bezahlen (§108 Abs. 2 GEG).

Nur unter besonderen Umständen ist es ab 2026 erlaubt, Ölheizungen einzubauen (§ 72 GEG). In Altbauten müssen folgende Punkte erfüllt werden, damit der Einbau eines neuen Heizkessels genehmigt wird:

  • Ein Teil des Kälte- oder Wärmebedarfs in einem Haus wird durch erneuerbare Energie gedeckt.
  • Eine alternative Heizung ist aufgrund fehlender Anbindung an ein Fernwärme- oder Gasnetz nicht möglich.
  • Das Einbauen einer anderen Art von Heizung ist wirtschaftlich unzumutbar oder technisch nicht machbar.
  • Das Einbauen einer Heizung, die mit einem anderem Brennstoff betrieben wird, ist mit einem zu hohen Aufwand verbunden.

Ab 2026 dürfen Ölheizungen in Neubauten nur noch unter bestimmten Voraussetzungen installiert werden. Folgende Optionen bestehen:

  • Der Kälte- und Wärmebedarf im Haus muss zu 15 Prozent von einer solarthermische Anlage gedeckt werden.
  • Eine andere Option besteht darin, dass eine Solarstromanlage diese 15 Prozent deckt.
  • Eine Ölheizung wird ebenfalls erlaubt, wenn 30 Prozent über Biogas abgedeckt sind oder 50 Prozent mit einer Wärmepumpe erzeugt werden.
  • Eine letzte Variante, welche eine zusätzliche Installation einer Ölheizung ermöglicht, besteht darin, dass 50 Prozent vom Wärme- und Kältebedarf durch einen Biomasseheizkessel oder Holzofen gedeckt werden.

Jedoch können Ölheizungen mit Niedertemperatur- oder Brennwertkessel weiterhin betrieben werden. Falls eine Heizung 15 Jahre oder älter ist, sollte sie ein Effizienzlabel besitzen. Normalerweise kann ein Schornsteinfeger dieses Label anbringen. Dieses Label verrät, wie kostensparend eine Heizanlage funktioniert.

2019 stellte der Gesetzgeber bereits Fördermittel bereit, um alte Ölkessel auszubauen und moderne Heizanlagen zu installieren. Diese Fördermittel werden 2020 noch zusätzlich erhöht.

Wenn man sich entscheidet, eine Ölheizung auszutauschen, soll man Zuschüsse erhalten. Der Zuschuss beträgt 40 Prozent der Kosten für eine emissionsärmere, neue Heizanlage. Zusätzlich wird es möglich sein, die Kosten für eine neue Heizanlage zu 20 Prozent von der Steuer abzusetzen.

Aufgestapeltes Holz

Sie besitzen einen sehr alten Heizkessel? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall Gedanken machen, wie Sie zukünftig heizen möchten. Jedoch ist es empfehlenswert, nicht zu lange zu warten, um eine neue Lösung zu finden. Ab 2021 fallen für das Ausstoßen von Kohlendioxid beim Heizen, Gebühren an. Im ersten Jahr soll er 25 Euro pro Tonne betragen. Bis 2025 wird der Preis voraussichtlich auf 55 Euro pro Tonne angehoben.

Die Heizölhändler werden den CO2-Preis wahrscheinlich auf den Heizölpreis aufrechnen. Daher werden 2021 pro Liter Mehrkosten von etwa 8 Cent entstehen. 17 Cent pro Liter dürften es 2025 sein. Hierbei handelt es sich um Brutto-Werte. Im CO2-Preis ist die Mehrwertsteuer bereits inbegriffen.

Für den Ölpreis bleiben weitere staatliche Lasten – Energiesteuer und Mehrwertsteuer- bestehen. Pro Liter (Netto-Betrag) beträgt die Energiewertsteuer etwa 6,14 Cent. Pro Kilowattstunde der Wärme, die durch die Heizölverbrennung erzeugt wird, zahlt man pro Kilowattstunde etwa 0,61 Cent.

Wenn nun 2021 der CO2-Preis hinzukommt, werden die staatlichen Lasten pro Kilowattstunde etwa 1,5 Cent betragen. Im Vergleich zu den Kosten für Strom, ist das relativ wenig. Bislang addieren sich Abgaben, Steuern und Umlagen auf den Strompreis zu über 12 Cent pro Kilowattstunde (Brutto-Preis).

Klimaneutrales und grünes Heizöl – eine bessere, umweltfreundlichere Wahl?

Als sogenanntes grünes Heizöl wird ein komplett synthetischer Brennstoff bezeichnet. Im Jahre 2014 ging in Deutschland ging die erste Anlage für diese Sorte in Betrieb. Jedoch müssen Sie bedenken, dass Sie zurzeit kein einhundertprozentig ökologisches Heizöl erwerben können.

Bio-Heizöl beinhaltet nur einen 15 Prozent Anteil an nachwachsenden Rohstoffen. Die Nachfrage hält sich in Grenzen, da diese Sorte keine überzeugende, umweltfreundliche Variante darstellt.

Neben dieser Sorte wurde ein weiteres Produkt entwickelt, das als klimaneutrales Heizöl bezeichnet wird. Beim Kauf kann man sich entscheiden, unterschiedliche Klimaschutzprojekte mit einer zusätzlichen Spende zu unterstützen.

Zu diesen Projekten zählen unter anderem das Aufforsten von Wäldern. Neu gepflanzte Bäume sollen das Kohlendioxid, welches beim Verbrennen von Heizöl entsteht, binden. Um jedoch diese Aufgabe zu erfüllen, müssen Bäume bereits ein bestimmtes Alter besitzen. Der Grundgedanke ist lobenswert, jedoch lässt sich die praktische Umsetzung nicht zu hundert Prozent realisieren.

Fazit – wie steht es um die Zukunft von Heizöl?

25 Prozent aller Wohnungen in Deutschland werden durch Ölheizungen erwärmt. Vor allem in Altbauten ist es oftmals schwierig, diese Heizungen durch moderne, energiesparsame Heizmethoden zu ersetzen. Daher suchen Gesetzgeber nach zufriedenstellenden Lösungen, um negative Auswirkungen von Heizöl auf die Umwelt zu reduzieren.

Jedoch werden Personen, die Heizöl erwerben, in den nächsten Jahren mit enormen Preissteigerungen rechnen müssen. Zusätzliche Steuern werden die Preise in die Höhe treiben.

Weisser Heizöl Heizkörper vor grauer Wand

Zurzeit bieten einige Portale verschiedene Sorten Heizöl an. Vor allem das standardisierte Heizöl bevorzugen die meisten Kunden und Kundinnen. Andere Sorten wie Premium- oder Super-Heizöl sind wesentlich teurer. Die Nachfrage nach Bio-Heizöl ist relativ gering. Diese Sorte beinhaltet einen 15 Prozent Anteil an nachwachsenden Rohstoffen. Beim Kauf von klimaneutralem Heizöl wird ein Betrag an Umweltschutzprojekte gespendet, um das CO2, das beim Verbrennen entsteht, zu kompensieren.

Wir raten dazu 3.000 Liter zu bestellen, um beim Literpreis etwas Geld zu sparen, da dies günstiger ist. Empfehlenswerte Portale für den Kauf von Heizöl sind Heizoel24 und Esyoil.

In den nächsten Jahren wird sich aufgrund der neuen Gesetzgebung der Erwerb von Heizöl sicher schwieriger gestalten. Trotzdem sieht es zurzeit in der Realität derartig aus, dass vor allem in Altbauten und einigen Neubauten Heizöl weiterhin benötigt wird.

Ob in Zukunft Alternativen gefunden werden, kann man mit Gewissheit erst in einigen Jahren feststellen. Nach Gas ist das Heizen mit Heizöl zurzeit in Deutschland die am meisten verbreitetste Heizart.

Wichtige Fragen – kurz beantwortet

Wieviel Mehrwertsteuer wird für Heizöl verrechnet?
Falls man vom Nettopreis spricht, beträgt der Anteil der Mehrwertsteuer 19 Prozent. Der Nettopreis setzt sich aus Produktpreis, Deckungsbeitrag und Energiesteuer zusammen. Handelt es sich um den Bruttopreis, beträgt die Mehrwertsteuer 16 Prozent.
Wieviel Heizöl benötige ich jährlich?
Handelt es sich um ein Einfamilienhaus, muss man pro Jahr und Quadratmeter mit einem durchschnittlichen Heizöl-Verbrauch von etwa 15 Litern rechnen. Falls man Heizöl nur zum Heizen verwendet, beträgt der Durchschnittswert circa 13 Liter.
Ist Heizöl im Sommer billiger?
Anhand verschiedener Statistiken konnte festgestellt werden, dass Heizöl im Sommer nicht günstiger als im Winter ist. Zahlreiche Menschen erwerben ihr Heizöl im Sommer, da sie gelesen haben, dass in diesen Monaten Heizöl wesentlich günstiger ist. Jedoch handelt es sich hier um eine Fehlinformation.

Hier beginnen nun die Praxistipps zur Findung eines geeigneten Anbieters:

Heizöl-Portale – entscheidender Vorteil für Kunden und Kundinnen

Noch im Jahr 2002 musste man Heizöl direkt beim entsprechenden Händler erwerben. Der Preisvergleich gestaltete sich daher relativ schwierig. Es war notwendig, die Internet-Seiten von mehreren Unternehmen zu besuchen oder an den Kundendienst des Anbieters Anfragen zu schreiben.

Dieses Vorgehensweise nahm sehr viel Zeit in Anspruch. Man musste oftmals lange auf die E-Mails eines Unternehmens warten. Daher wurden eine schnelle Bestellung sowie Lieferung oftmals erschwert. Zusätzlich war es schwierig, Anbieter in einer bestimmten Region zu finden.

Weißer Heizöl Heizkörper neben Fenster

Heute ist es wesentlich einfacher, über die aktuelle Preislage informiert zu sein. Zu diesem Zweck verwenden Sie einfach die verschiedenen Portale. Für preiswertes Heizöl haben sich vor allem die Portale Heizoel24 und Esyoil etabliert.

Es besteht die Möglichkeit, pro Standort zwischen 2 und 13 Angebote abzurufen. Die Anzahl der Anbieter kann je nach Region schwanken. Ein weiteres Portal namens Fastenergy zeigt ebenfalls Angebote in ganz Deutschland.

Für eine Abfrage werden als Information nur die Postleitzahl und erforderliche Liefermenge benötigt. Die Ergebnisse können nach verschiedenen Kriterien wie Lieferzeit, Preis, Namen des Anbieters und seiner Bewertung sortiert werden. Mithilfe der Portale erhalten Sie gleichzeitig mehrere Angebote, um einen einfachen Vergleich zu ermöglichen.

Im Gegensatz zu Heizoel24 und Esyoil zeigen Fastenergy und andere Portale pro Anfrage nur ein einzelnes Angebot. Portale wie tanke-guenstig.de oder wie oelbestellung.de führen für eine Region mehrere Anbieter auf. Jedoch zeigen diese Portale nur das preiswerteste Angebot an. Nur wenn Sie auch bestellen, erfahren Sie den Namen des Händlers. Bei tanke-guenstig.de, werden nur Unternehmen mit speziellem Gütezeichen, das vom RAL Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung stammt, gelistet.

Unser Tipp: Verwenden Sie für Ihren Heizöl Vergleich die von uns empfohlenen Portale Heizoel24 und Esyoil.

  • findet oft den günstigsten Lieferanten
  • meist verschiedene Angebote pro Abfrage
  • übersichtliche Darstellung
  • gut geeignet zur Vorbereitung von Sammelbestellungen (Preismatrix)
  • aktuelle Informationen zur Marktentwicklung
Zum Angebot
  • findet oft den günstigsten Lieferanten
  • meist verschiedene Angebote pro Abfrage
  • übersichtliche Darstellung
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Jedoch besitzen alle Portale eine Gemeinsamkeit: Anbieter können die Preise auf einem Portal jederzeit ändern. Daher besteht die Möglichkeit, dass sich Angebote für günstiges Heizöl täglich verändern. Falls Sie daher an einem Tag ein besonders günstiges Angebot entdecken, sollten Sie mit der Bestellung nicht zu lange warten.

Ein Händler kann auf den diversen Portalen mit verschiedenen Preisen gelistet sein. Jedoch ist es meistens ausreichend, für einen Vergleich nur ein Portal zu benutzen.

Die Heizölpreise hängen mit dem Wohnort zusammen. So wurde festgestellt, dass die Preise im Norden Deutschlands am niedrigsten, in Bayern am höchsten sind. Dieser Preisunterschied entstand aufgrund außergewöhnlicher Vorkommnisse im Jahre 2018.

Der Transport wurde durch den niedrigen Wasserstand der Flüsse erschwert. Ein Fahren mit voller Ladung war nicht mehr möglich. Zusätzlich ereignete sich 2018 ein Brand in einer Raffinerie in Ingolstadt. Daher gestaltete sich die Lieferung in den Jahren 2018 und 2019 etwas schwierig.

Während die Heizöl-Versorgung vor allem im Süden Deutschlands noch nicht wieder normal verläuft, sollten Sie rechtzeitig bestellen. So erhalten Sie den besten Preis. In manchen Ort beträgt die kürzeste Lieferzeit 30 Werktage. Auf jeden Fall müssen Sie zumindest 20 Werktage einkalkulieren. Daher ist es wichtig, dass Sie bereits einige Monate vor der kalten Jahreszeit Ihren Literbedarf an Heizöl bestellen.

Ist der Lieferengpass einmal überwunden, wird sich der Heizölpreis auch deutschlandweit wieder mehr am Rohölpreis orientieren und es kann wieder stärker nach anderen Einstellungen verglichen werden. So z. B. nach gewählter Sorte, Menge, Zahlungsweise und Lieferzeit. Die Preise variieren entsprechend.

Praxis-Tipp: Vor einer Bestellung ist es empfehlenswert, sich Angebote für Bestellmengen in verschiedenen Höhen und unterschiedliche Zahlungsarten berechnen zu lassen.

Preise werden bei den Portalen Esyoil und Heizoel24 je nach gewünschter Bestellung angezeigt. Kurze Lieferzeiten sind dabei meistens nur in Kombination mit höheren Kosten möglich. Bestimmte Heizöl-Sorten sind teurer als andere. Das ist sehr wichtig, da sich die Preise erheblich unterscheiden können.

Sie müssen damit rechnen, dass bei einer kleineren Bestellmenge der Preis pro Liter höher ist. Wenn Sie beispielsweise zweimal 1.000 Liter statt ein einziges Mal 3.000 Liter kaufen, zahlen Sie normalerweise zwischen 6 und 8 Prozent mehr. Sollten Sie mehr als 3.000 Liter ordern, zahlen Sie pro Liter etwas weniger.