Die Bundeswertpapiere
Von Thomas Nissen
Bundeswertpapiere sind ein Finanzierungsinstrument der Bundesrepublik Deutschland. Die Anleger geben dem Staat Geld, welches er für die Dauer der Laufzeit verzinst. Bei Fälligkeit garantiert der Bund die Rückzahlung zu 100 Prozent.
Die Bundeswertpapiere sind Wertrechte, die im Bundesschuldbuch eingetragen werden. Es wird keine Urkunde für die Anleger ausgestellt. Die Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH führt das Bundesschuldbuch. Sie ist der zentrale Dienstleister für die Kreditaufnahme und das Schuldenmanagement des Bundes.
Bei dem Kauf von Bundeswertpapieren haben Sie die Möglichkeit ein eigenes Schuldbuchkonto bei der Finanzagentur zu eröffnen. Dort werden die Bundeswertpapiere, die Sie kaufen, eingetragen. Die Führung des Kontos ist kostenfrei. Sie benötigen dann kein Depot mehr bei einem Kreditinstitut. Die Eröffnung eines Schuldbuches ist direkt über die Finanzagentur (auch online) oder in der Regel über Ihre Hausbank möglich.
Zu den Bundeswertpapieren zählen:
- Bundesschatzbriefe (6 und 7 Jahre, vorzeitige Rückgabe nach einem Jahr möglich)
- Bundesobligationen (bis zu 5 Jahre, Börsenhandel)
- Finanzierungsschätze (1 und 2 Jahre)
- Tagesanleihe des Bundes (täglich verfügbar)
Die Zinsen der Bundeswertpapiere sind steuerpflichtig, dass heißt sie unterliegen der Abgeltungssteuer. Bundeswertpapiere sind mündelsicher.
