Privathaftpflicht Vergleich

  • Sie ist unverzichtbar und kostet wenig – die Privathaftpflichtversicherung.
  • Sie darf in keinem Haushalt fehlen und ist ab ca. 40 Euro im Jahr zu haben.

Die Haftpflichtversicherung tritt ein, wenn der Versicherte aufgrund von Fahrlässigkeit eine fremde Sache oder eine Person verletzt oder schädigt.

Denn der Verursacher muss den entstandenen Schaden ersetzen. Solche Schäden belaufen sich über mehrere Millionen Euro.

Meist ein Vertrag pro Haushalt ausreichend

Ehepaare und Familien können sich mit einem Vertrag versichern. Junge unverheiratete Erwachsene sind bis zum Ende der ersten Ausbildung (Lehre oder Studium direkt nach der Schule) über den Vertrag der Eltern mitversichert.

Eine weitere Besonderheit gilt für unverheiratete Paare, die im gleichen Haushalt leben: es wird nur eine private Haftpflichtversicherung benötigt, beide Partner können in den Vertrag eingetragen werden. Der Ausgleich von gegenseitigen Schäden ist jedoch dann nicht möglich.

Praxis-Tipp

Überprüfen Sie alte Verträge, ob die damals vereinbarten Versicherungssummen noch dem heutigen Stand entsprechen. Vielfach lassen sich für den gleichen Beitrag deutlich höhere Summen versichern.

Zahlen Sie die Prämie für die Haftpflichtversicherung auf alle Fälle jährlich, da Sie sonst einen Ratenzuschlag zu zahlen haben. Aufgrund der geringen Prämienhöhe ist es zudem nicht zweckmäßig, eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren.

5 Millionen Euro sollten abgesichert werden

Achten Sie bei dem Abschluss einer Privathaftpflicht auf Folgendes:

  • Versicherungssumme (Deckungssumme)
    Empfehlenswert ist ein Versicherungsschutz von 5 Mio. Euro für Sach- und Personenschäden, am besten auch für Vermögensschäden.
  • Forderungsausfalldeckung
    Bei einem Tarif mit Ausfalldeckung zahlt die eigene Haftpflichtversicherung auch dann, wenn Sie selbst geschädigt werden, der Verursacher aber finanziell nicht für den Schaden aufkommen kann (z.B. wenn der Verursacher keine Haftpflicht und kein Vermögen hat). Die Versicherungsgesellschaft versucht dann die Kosten beim Verursacher einzutreiben. Der Geschädigte hat hiermit jedoch nichts mehr zu tun.
  • Für Familien mit kleinen Kindern: Mitversicherung deliktunfähiger Kinder
    Kinder unter sieben Jahren sowie im Straßenverkehr unter 10 Jahren können nicht für Schäden haftbar gemacht werden, sofern die Eltern nicht die Aufsichtspflicht verletzt haben. Jedoch liegt Eltern vielfach daran, den Schaden trotzdem zu ersetzen. Zudem braucht bei Einschluss der Mitversicherung deliktunfähiger Kinder nicht geklärt zu werden, ob die Aufsichtspflicht nicht doch verletzt wurde.

Im Bedarfsfall in Privathaftpflicht einbeziehen

  • Mietsachschäden
    Mieter sollten darauf achten, dass ihre Versicherung Mietsachschäden abdeckt. Beispielsweise ein Waschbecken ist schnell beschädigt. Spätestens bei Auszug ist der Schaden dem Vermieter zu ersetzen.
  • Gefälligkeitsschäden
    Eine Haftpflichtversicherung ersetzt Schäden, die entstehen, wenn der Versicherte unentgeltlich anderen behilflich ist, beispielsweise beim Umzug, nur, sofern Gefälligkeitsschäden in der Police einbezogen sind.
  • Schlüsselschäden
    Der Verlust von Dienstschlüsseln kann erhebliche Kosten nach sich ziehen. Besonders wenn eine Schließanlage zu ersetzen ist. Dies gilt auch für Verlust von Wohnungsschlüsseln.
  • Absicherung bei der Tätigkeit als Tagesmutter.

Wann und was bezahlt die Privathaftpflicht?

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