Mahnkosten müssen sich in Grenzen halten

  • Haben Sie die Zahlung einer Rechnung vergessen? Das ist vielen schon passiert.
  • Wenn einer Geldforderung nicht nachgekommen wird, flattert meist eine Mahnung ins Haus. Häufig mit Mahnkosten.
  • Dabei gibt es Fälle, in denen dabei 10 Euro bis 15 Euro oder sogar mehr verlangt werden.

Wenn Sie eine Mahnung bekommen, sollten Sie folgendes prüfen

  • Ist die Forderung rechtmäßig? Haben Sie eine erste Rechnung überhaupt erhalten?
  • Ist es richtig, dass ein Verzug bereits eingetreten ist?
  • Dürfen Mahnkosten verlangt werden? (Erst ab der zweiten Mahnung sind diese zulässig. Sind Ihnen vorherige Mahnungen wirklich zugegangen?)
  • Ist die Höhe der Mahngebühren angemessen? (In der Regel bis 3 Euro, maximal 5 Euro)

Angemahnte Forderung muss rechtmäßig sein

Nicht allen Mahnungen liegt wirklich eine seriöse und konkrete Zahlungsverpflichtung zugrunde.

Mahnkosten

© Jürgen Fälchle / fotolia.com

Denn es gibt Betrüger, die mit Mahnungen Verbraucher nur einschüchtern wollen.

Oft werden dann Zahlungen vorgenommen, von denen die Betroffenen gar nicht wirklich wissen, um was es geht. Daher prüfen Sie den Absender von Mahnschreiben genau.

Überweisen Sie eine Rechnung niemals ungeprüft.

Verzug muss eingetreten sein

Eine Forderung ist in Verzug, wenn sie nicht innerhalb der Zahlungsfrist beglichen wird. Bei Rechnungen ist häufig eine Frist genannt, bei regelmäßigen Abschlagszahlungen, wie zum Beispiel für Strom, ist die Frist im Vertrag vereinbart.

Wenn keine Frist bekannt ist, tritt Verzug ein, wenn die Forderung nicht spätestens innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung beglichen wurde (nach § 286, Absatz 3 BGB). Allerdings muss der Verbraucher laut Gesetz auf diese Tatsache hingewiesen werden. Findet sich in der Rechnung kein konkreter Satz zum Verzug, tritt dieser erst mit der „Zahlungserinnerung / 1. Mahnung“ ein.

Hier geht es weiter: Kosten erst mit zweiter Mahnung – angemessene Höhe » »

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