Private Unfallversicherung

Aktualisiert: 26. April 2017 | Redaktion
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Versicherung greift, wenn Sie einen bleibenden Schaden nach dem Unfall haben.
  • Eine private Unfallversicherung rechnet sich nicht immer.
  • Wie Studien beweisen, resultiert eine schwere Behinderung nur selten aus einem Unfall. Weit häufiger sind es die Behinderungen, die als Folge des Unfalls auftreten.
  • Bei leichteren Verletzungen ist eine Unfallversicherung nicht notwendig.
  • Um besser geschützt zu sein, wird eine Berufsunfähigkeitsrente empfohlen. Die bezahlt nicht nur bei einem Unfall, sondern auch bei Krankheit.
  • Es ist bedeutend häufiger, durch eine Krankheit den Job nicht mehr ausüben zu können, als durch einen Unfall.
  • Als Ausnahme gilt dann: Bekommen Sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung, sollte eine Unfallversicherung in den Fokus rücken. Wichtig ist dann aber eine gute Beratung.

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In unserem Ratgeber “Wissenswertes”

Gerade bei einer Unfallversicherung tauchen immer wieder Missverständnisse auf. Wer vom Fahrrad fällt oder sich bei einer Sportaktivität verletzt, der ist mit einer Unfallversicherung gut beraten, zumindest sind viele dieser Meinung. Das aber stimmt keineswegs.

Die Versicherung tritt erst dann ein, wenn durch einen Unfall ein bleibender körperlicher Schaden daraus entsteht.

Wann bezahlt eine Unfallversicherung?

Sie können davon ausgehen, dass eine Versicherung nur dann bezahlt, wenn Sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. Dabei sollten Sie beachten, dass einer der Bedingungen diese ist, dass die körperliche Beeinträchtigung, eine Invalidität, immer bestehen bleibt. Die Versicherung bewerten den persönlichen “Schaden” als dauerhaft, wenn der gesundheitliche Schaden länger als drei Jahre vorliegt und keine Besserung erwartet werden kann.

Das bedeutet nun: Wer nach einem Unfall wochenlang im Krankenhaus liegt, bei dem kann es durchaus vorkommen, dass die Unfallversicherung nicht bezahlt, sofern eine völlige Gesundung zu erwarten ist.

Wenn nach der Reha feststeht, dass Sie beispielsweise ein steifes Knie behalten werden, kann die Versicherung zumindest einen Teil der vereinbarten Summe ausbezahlen. Zudem bezahlt die Versicherung nur dann, wenn die Verletzung durch einen Unfall entstanden ist. Versicherungen sehen in der Regel nur einen Unfall, wenn ein Ereignis, von außen auf den Körper trifft. Sollten Sie eventuell stürzen, kann es sein, dass die Versicherung nicht bezahlt. Denn der Versicherer kann das unter Umständen nicht als Unfall werten. Wenn Sie beispielsweise über im Weg liegende Äste stürzen, so wird das als Ereignis von außen gesehen.

Rechnet sich eine Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung wird abgeschlossen, um bei einem Unfall eventuell auftretende zusätzliche Kosten zu begleichen. Sie bezahlt dann einmalig die vorher festgelegte Versicherungssumme. Größere Summen werden aber nur benötigt, wenn es sich um einen schweren Unfall handelt, der bspw. einen Umbau des Autos erforderlich macht. Es können aber auch zusätzliche Therapien damit bezahlt werden.

Tritt so ein Fall ein, kann staatliche Hilfe, wie beispielsweise von der gesetzlichen Rentenversicherung, Versorgungsämtern oder der Pflegekasse gestellt werden. Rollstühle, Stützgriffe im Bad oder auch andere Hilfsmittel gehören zu der Grundausstattung und wird von der Krankenkasse bezahlt.

Zieht der Unfall keine gravierenden Verletzungen nach sich, so kann auf einen Umbau verzichtet werden. Sie sollten daran denken und sich entsprechend absichern, wenn Sie nach dem Unfall, für längere Zeit krankgeschrieben sind. Für diesen Fall ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung zuständig.

Das Risiko nach einem schweren Unfall eine Behinderung zu haben, wird oft überschätzt. Das Statistische Bundesamt benennt nur 2 % aller Schwerbehinderungen, die aus einem Unfall entstanden sind. 85 % werden durch Krankheiten angesetzt. Bei solchen Fällen tritt die Unfallversicherung nicht ein. Daraus kann man ableiten, dass eine Unfallversicherung oft nur eine Scheinsicherheit ist.

Die sinnvolle Berufsunfähigkeitsversicherung

Sinnvoller als die private Unfallversicherung kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sein. Diese Versicherung zahlt, sollte der Job für mindestens sechs Monate jährlich nicht mehr ausgeübt werden kann. Die Ursache ist nebensächlich, denn ob nach einem Unfall oder Erkrankungen des Körpers, wird Geld gezahlt.

So kann davon ausgegangen werden, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung einen besseren Schutz anbietet als eine Unfallversicherung. Statistiken belegen, dass es wahrscheinlicher ist, dass Versicherte ihren Job wegen einer Erkrankung nicht mehr ausüben können, als durch einen Unfall. Bei einem Abschluss einer Police, sollten Sie sich zuvor unseren Ratgeber zur Berufsunfähigkeitsversicherung ansehen.

Wie ist es bei Kindern und Extremsportlern?

Logischerweise können Kinder nicht gegen eine Berufsunfähigkeit versichert werden. Für diese Klientel ist eine Kinderinvaliditätsversicherung auf jeden Fall besser, als ein reiner Unfall-Schutz. Unfälle bei Kindern, so das Statistische Bundesamt, verlaufen oft besser als bei Erwachsenen. Außerdem entsteht eher selten eine Behinderung des Kindes. Eltern haben Anspruch auf verschiedene Unterstützungsleistungen.

Bei Extremsportlern kann es sogar wichtig sein, eine Unfallversicherung abzuschließen. Allerdings kann es bei Extremsportlern wegen gefährlicher Hobbys, wie Surfen oder Fallschirmspringen, um ein paar zu nennen, zu einem Risikoaufschlag kommen, was den Vertrag sehr teuer macht. Achtung: Entstehen Unfälle bei Flügen oder im Rennsport, wird die Unfallversicherung nicht bezahlen.

Welche Fälle letztlich versichert wird, sollte die Police genau definieren, damit alle gefährlichen Hobbys abgesichert sind.

Vor einem Abschluss sollte eine gute Beratung stehen

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen kompletten Schutz, wenn Sie durch Krankheit oder durch einen Unfall nicht mehr arbeiten können. Dennoch sieht es so aus, dass Personen die eine Versicherung dringend benötigen, diese nicht erhalten. Der Grund können Vorerkrankungen sein, dann wird ein Angebot abgelehnt.

Oftmals können mit einer sogenannten Risikovoranfrage bei unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften, doch noch ein BU-Schutz gefunden werden. Wenn das nicht geht, bieten sich eventuell Alternativen an. So könnte eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, eine Grundfähigkeitsversicherung oder eine Multi-Risk-Police eine Alternative sein. Allerdings sollten Sie bedenken, dass diese Angebote kein Ersatz sind. Diese Versicherungen bieten sozusagen einen abgespeckten Schutz.

Der Vorteil einer Unfallversicherung zeigt sich darin, dass auch Menschen mit einem sogenannten Risikoberuf, eine günstige Versicherung erhalten können. Außerdem gibt es Anbieter, die keine ausgiebigen Gesundheitsfragen stellen.

Der Nachteil einer Unfallversicherung besteht darin, dass sie nur einen begrenzten Schutz haben. So wird kein Geld ausbezahlt, wenn Versicherte nach einem Unfall auf bestimmte Zeit nicht mehr arbeiten gehen können, sondern nur dann, wenn dem Versicherten ein körperlicher Schaden dadurch entsteht. Vorausgesetzt wird dabei ein Zeitfenster von drei Jahren. Bis die Versicherung bezahlt, können einige Monate verstreichen. Das bedeutet für Betroffene, dass Sie sich nach einer anderen Finanzierung umsehen müssen.

Kontakt zu Maklern und Versicherungsberatern?

Eine Unfallversicherung ist auf jeden Fall besser, als überhaupt keinen Schutz zu haben. Da es viele andere Möglichkeiten der Absicherung gibt, empfiehlt sich hierbei, einen versierten Berater zu kontaktieren. In Frage kommen Versicherungsberater oder Makler. Diese können Sie individuell beraten und absichern. So könnten verschiedene Versicherungsmodelle eine Option sein. Sie können aber Rücklagen für den Notfall bilden. Wichtig dabei ist, dass sie konsequent gebildet werden.

Ein Makler oder Berater kann feststellen, ob Sie eventuell bereits anderweitig einen Unfallschutz haben und ob dieser ausreichend ist. Wenn Sie bei der Arbeit verunglücken oder auf dem Weg dorthin, kann die gesetzliche Unfallversicherung einspringen. Es werden dabei die Kosten für eine Reha und bei einem Einkommensausfall erstattet. Besteht die Arbeitsunfähigkeit länger, kann eine kleine Rente ausgleichend sein. Gerade dann, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger andauert.

Wer in einer Gewerkschaft wie beispielsweise Verdi oder dem DGB ist, kann im Mitgliedsbeitrag bereits eine Freizeit-Unfallversicherung enthalten sein. Selbst Mitarbeiter in Sportvereinen sind bis zu einem bestimmten Umfang bei Unfall abgesichert.

Worauf muss bei einer Unfallversicherung zuerst geachtet werden?

Sollten Sie sich für eine Unfallversicherung entscheiden, sollten Sie nicht am falschen Ende sparen und unter Umständen eine zu kleine Versicherungsleistung festlegen.

Versicherungssumme hoch genug festlegen

Sollten Sie aufgrund eines Unfalls Invalide werden, ist es wichtig, dass die Kapitalzahlung ausreichend hoch festgelegt wurde. Sie sollten also darauf achten, dass die Versicherungssumme entsprechend hoch ist. Man nennt das Grundinvaliditätsversicherung.

Je nach Schwere der gesundheitlichen Befindlichkeiten, kann je nach Schwere des Unfalls, nur ein Teil der vereinbaren Versicherungssumme ausbezahlt werden. Es steht fest, dass kleinere Beeinträchtigungen häufiger erlebt werden als schwere. Aus diesem Grund sollte die Versicherung schon ab 1 % Invalidität bezahlen.

Wie hoch die Versicherungssumme nun festgelegt wird, muss natürlich an Ihrer persönlichen Situation festgemacht werden. Im Rahmen einer Beratung sind daher nachfolgende Fragen sehr wichtig:

  • Mit welchen Kosten muss der Versicherungsnehmer rechnen, bezieht man einen unfallbedingten Ausfall des Lohnes mit ein oder sogar die Anstellung einer Haushaltshilfe?
  • Wie hoch könnten die Kosten für einen eventuellen Umbau an Ihrem Haus sein? Man denke hier an einen Treppenlift oder andere Hilfsmittel.
  • Wie hoch sind eventuelle Rücklagen oder andere zusätzliche Absicherungen?
  • Sollten Sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben, so muss bedacht werden, dass das ausgezahlte Geld unter Umständen bis an Ihr Lebensende genügen muss. Dann kann eine Versicherungssumme von einigen Hunderttausend Euro, zumindest einen Teil der Sorgen, reduzieren. Auch ein Vorteil einer hohen Versicherungssumme kann sein, dass Sie auch bei einem kleinen Invaliditätsgrad einen durchaus akzeptablen Geldbetrag erhalten.

    Auf die Leistungskurve achten

    Es wird zudem empfohlen, eine Progression festzulegen. Eine Progression kann dafür sorgen, dass bei einer schweren Behinderung, die Versicherungssumme angehoben wird. Eine Progression von 225 % bis 350 % wird empfohlen.

    Bei einer Vollinvalidität, stehen Ihnen 100 % zu. Bei einem Tarif mit 350 % Progression, erhält der Versicherte das 3,5-fache der vereinbarten Summe. So ergibt sich aus einer Versicherungssumme von 100.000 Euro 350.000 Euro.

    Dennoch wichtig, eine hohe Progression ergibt nicht unbedingt die höchste Leistung. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Leistungen bei Schweregrade der Behinderung. Deshalb sollten Sie nicht nur einen Vergleich vornehmen, sondern mehrere Tarife miteinander vergleichen.

    Die Todesfallsumme festlegen

    Möchten Sie Ihre Hinterbliebenen im Fall des Todes absichern, so erscheint eine Risikolebensversicherung als sinnvoll. Aber auch bei einer Unfallversicherung sollte eine Todesfallsumme festgelegt werden. Damit hat der Versicherte eine Funktion, selbst wenn er nicht stirbt.

    Die Versicherungsgesellschaft kann nach einem Unfall durchaus einen Vorschuss bezahlen. Allerdings muss die Sicherheit bestehen, dass Beeinträchtigungen bleiben. Der Vorschuss ist gedeckelt auf den Betrag, der im Vertrag als Todesfallsumme steht. Wurde keine Todesfallleistung vereinbart, so bezahlt der Anbieter auch keinen Vorschuss. Damit die Mehrkosten bewältigt werden, bis der endgültige Behinderungsgrad feststeht, kommt von uns die Empfehlung einer Todesfallsumme zwischen 10.000 und 20.000 Euro.

    Guten Tarif erhalten, auf die Leistungen achten

    Von den Versicherungsgesellschaften werden immens viele Tarife angeboten. die sich durch Leistungsmerkmale sehr unterscheiden. Oft genug sind es aber nur Marketing-Gags, damit man sich aus der Masse hervorhebt. Folgende Merkmale aber sind wichtig:

    Die Gliedertaxe

    Auf eine entsprechende Gliedertaxe sollten Sie besonderen Wert legen. Denn damit wird festgestellt, wie viel Geld der Versicherte erhält, wenn er ein Körperteil verliert. Die Funktion sieht so aus: Für ein Körperteil wird von der Versicherung festgelegt, welcher Behinderungsgrad vorliegt, wenn der Versicherte beispielsweise ein Bein verliert oder es nicht mehr bewegen kann.

    Sind es mehrere Körperteile, die durch den Unfall in Mitleidenschaft gezogen wurden, werden die Invaliditätsgrade zusammengerechnet. Wer nur eine teilweise Beeinträchtigung hat, für den wird auch die Gliedertaxe anteilig berechnet. Die Gliedertaxe als auch die Progressionskurve, sind dann entscheidend mit wie viel Geld der Versicherte rechnen kann.

    Ein kleines Beispiel: Es wurde eine Versicherungssumme von 100.000 Euro festgelegt. Die Gliedertaxe legt somit für eine Hand einen Wert von 55 % fest. Muss dem Versicherten aber tatsächlich die Hand amputiert werden, bezahlt die Versicherung 55.000 Euro. Wenn eine Progression besteht, erhöht sich die Summe.

    Eine Gliedertaxe kann unterschiedlich ausfallen. Zwar hat der Versicherungsverband GDV für die Gliedertaxe gute Tarife, was aber bedeutet, dass es Tarife gibt, die mehr leisten. Es gilt auch Schäden an den Organen zu berücksichtigen, diese sollten mitversichert werden. Ein Vergleich kann sich also lohnen.

    Eine gute Orientierung zeigt das Analysehaus Ascore. Von dem Unternehmen wurden Gliedertaxe von 105 Unfall-Tarifen geprüft und bewertet. So sollten leistungsstarke Tarife wenigstens Mittelwerte erreichen und sie gegebenenfalls übertreffen.

    Empfehlungen zur Einstufung der Invaliditätsgrad

    KörperteilInvaliditätsgrad
    Arm70%
    Hand55%
    Auge50%
    Fuß40%
    Gehör (1 Ohr)30%
    Daumen20%
    Zeigefinger10%
    Geruchssinn10%
    Geschmacksinn5%
    Großer Zeh5%
    Anderer Zeh2%
    Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

    Im Falle einer Erkankung

    Sollten Sie eine Erkrankung haben, die als Folge eines Unfall mitverantwortlich ist, so kann die Versicherung die Leistungen eventuell kürzen. Man denke hier an eine Fußverletzung bei der eine Sehne gerissen ist, die aber vorher schon bestanden hat oder wenn ein Diabetes dafür sorgt. dass der Heilungsprozess sich verschlechtert.

    Ein guter Tarif wird die Leistungen aber erst kürzen, wenn eine Beeinträchtigung von wenigstens 50 % besteht bzw. mitverursacht hat. Es gibt aber auch Tarife, die ganz auf den Mitwirkungsanteil verzichten. Hilfreich ist das bei Menschen die bereits viele Vorerkrankungen haben.
    Übrigens darf eine altersbedingte Einschränkung von der Versicherung nicht als Aussage dienen, damit sie weniger Geld bezahlen müssen.

    Kraftanstrengung und Eigenbewegung

    Normalerweise sehen Versicherungen einen Unfall als ein Ereignis an, dass von außen auf den Körper einwirkt. Es kann von Vorteil sein, wenn dann der Versicherungsschutz auch bei eigenen Bewegungen oder einer erhöhten Kraftanstrengung bezahlt. So kann ein Versicherungsschutz auch dann greifen, wenn der Versicherte beispielsweise durch einen Fußballunfall entstanden und dabei die Sehne abgerissen ist.

    Herzinfarkt, Alkohol und Schlaganfall

    Wenn es zu einem Unfall kommt, bei dem eine Bewusstseinsstörung eintritt, zahlen gute Tarife ebenfalls. Dazu werden eine Ohnmacht, ein epileptischer Anfall. ein Sekundenschlaf gezählt, aber auch ein Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine gute Versicherung sollte zumindest viele Ursachen abdecken. Wird ein Unfall unter Alkoholeinfluss oder Medikamenten verursacht, so zahlen ebenfalls gute Tarife.

    Welche Zusatzleistungen braucht man nicht?

    Um Kunden anzuwerben, bieten viele Versicherungsgesellschaften einen Vertrag mit vielen Extras an. Diese Zusatzleistungen treiben aber die Kosten für die Versicherung unnötig hoch.

    Tarife mit Beitragsgewähr – nicht sinnvoll

    Wird Ihnen eine Versicherung angeboten, bei der Sie bei Laufzeitende die eingezahlten Beiträge zurück erhalten, wenn kein Unfallgeschehen vorliegt, so ist das meist nur für Versicherungen sinnvoll. Allerdings kann das als Mogelpackung angesehen werden. Die eingezahlten Beiträge sind nämlich höher, als die reine Unfallversicherung.

    Ist ein Krankenhaus-Tagegeld sinnvoll?

    In vielen Versicherungspaketen sind zusätzliche Optionen wie eine Unfall-Krankenhaustagegeld angegeben. Es wird dann für jeden Tag, den man nach einem Unfall im Krankenhaus liegt, eine vorher vereinbarte Summe vereinbart. Allerdings ist dieser Tarif nicht notwendig. Ist ein längerer Krankenhausaufenthalt mit einem Gehaltsausfall verbunden, ist es besser eine Extra Krankentagegeldversicherung abzuschließen.

    Wie kann eine Unfallversicherung gekündigt werden?

    Wenn Sie eine Versicherung kündigen möchten, sollten Sie darauf achten, dass eine anderweitige Absicherung vorliegt. Gut ist hier eine kompetente Beratung. Normalerweise kann eine Versicherung jährlich gekündigt werden, wobei die Frist von drei Monaten zugrunde liegt. Sollte ein Tarif aber teurer werden, als geplant, können Sie auf Ihr Sonderkündigungsrecht pochen.

    Wird eine Unfallversicherung mit einer Beitragsrückgewähr abgeschlossen, kann ein Teil des bereits angesparten Kapitals verloren gehen. Wenn Sie nun den Vertrag kündigen möchten, ist es empfehlenswert den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Das bedeutet, dass nichts mehr bezahlt werden muss, der Vertrag ruht einfach.

    Es kann aber auch eine Kündigung durch einen Versicherer erfolgen. Das wird meistens angewandt, wenn der Vertrag nicht mehr lohnenswert ist.

    Wichtige Fragen – kurze Antworten

    Was muss eine Unfallversicherung beinhalten?
    Das Hauptteil einer Unfallversicherung, ist die Leistung bei Invalidität. Sie bezahlt nach einem Unfall mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung. Verstirbt der Versicherungsnehmer, erhalten meistens die Angehörigen den festgelegten Betrag.
    Ist eine Unfallversicherung sinnvoll?
    Wer eine private Unfallversicherung abschließt, der sollte beachten, dass dies selten sinnvoll ist. Gerade dann, wenn aus dem Unfall eine schwere Behinderung entsteht, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung besser. Mit dieser Versicherung sind Sie nicht nur bei einem Unfall sondern auch bei einer Krankheit abgesichert.
    Wann zahlt eine Versicherung?
    Wird eine Invalidität fällig, muss die Unfallversicherung in einem Zeitfenster von zwei Wochen, zahlen.
    Welche Leistungen bei einer Unfallversicherung?
    Leistungen die aus der Unfallversicherung erkennbar sind, sind medizinische und berufsfördernde Leistungen. Auch Lohnersatz wie beispielsweise Verletztengeld, fallen unter diese Leistungen.

    Hier beginnen nun die Praxistipps zur Findung eines geeigneten Anbieters:

    Die beste Vorgehensweise

    • Wenn Sie bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) haben, dann können Sie das Geld für eine Unfallversicherung auch als private Rücklage selbst ansparen. Der Notpfennig kann aber auch in eine sinnvolle Versicherung investiert werden.
    • Wenn keine BU genehmigt wird? Dann lässt sich mit einer Unfallversicherung einen kleinen Teil des Risikos mindern. Auf jeden Fall ist das besser als gar keinen Schutz.
    • Es gibt aber sinnvolle Alternativen.
    • Welche infrage kommen, sollte mit einem versierten Berater besprochen werden. Wir empfehlen unseren Tarifrechner zu nutzen und entsprechende Angebote einzuholen.
    • Dennoch sollten Sie überprüfen, ob wenigstens teilweise eine Unfallversicherung besteht. Das könnte bei einem Sportverein oder bei einer Gewerkschaft sein.