Steuertipps

Steuererklärung: Fristen

Bei der Einkommenssteuererklärung sind verschiedene Fristen und Termine zu beachten.

Da die monatlich vom Arbeitgeber einbehaltene Lohnsteuer nur ein Näherungswert ist, kommt es in vielen Fällen zu Steuer-Rückzahlungen. Denn erst in der Steuererklärung wird auf den Cent genau berechnet, wie viele Steuern der Staat überhaupt zu bekommen hat:

Jetzt werden Werbungskosten, beispielsweise für Fortbildungen oder den Weg zur Arbeit, außergewöhnliche Belastungen (z.B. Unterhaltszahlungen), Sonderausgaben (z.B. Spenden) und andere Ausgaben berücksichtigt, die steuerlich geltend gemacht werden dürfen.

Abgabefrist: 5 Monate oder 4 Jahre

Bis wann eine Steuererklärung beim Finanzamt sein muss, hängt davon ab, ob eine Verpflichtung zur Abgabe besteht oder ob die Steuererklärung freiwillig abgegeben wird sowie davon, wer die Einkommensteuererklärung bearbeitet.

Wer eine Steuererklärung abgeben muss, hat dafür fünf Monate Zeit. Meist ist der letzte Abgabetermin der 31.05. Fällt dieses Datum auf einen Sonn- oder Feiertag, ist Zeit bis zum nächsten Werktag.

Praxis-Tipp

In der Regel hat das Finanzamt nichts dagegen, wenn die Steuererklärung ein paar Tage oder eine Woche später eintrifft. Danach muss aber mit Sanktionen gerechnet werden, wenn man sich nicht vorher gemeldet hat. Wird für die Bearbeitung mehr Zeit gebraucht, sollte daher rechtzeitig eine Fristverlängerung beantragt werden.

Bearbeitet ein Steuerberater die Steuererklärung, dann hat er bis zum 31.12. Zeit für die Abgabe. Die Abgabefrist kann auf Antrag sogar bis zum 28.02. des übernächsten Jahres verlängert werden. Diese längeren Fristen gelten auch, wenn ein Lohnsteuerhilfeverein die Steuererklärung bearbeitet.

Wer freiwillig eine Steuererklärung abgibt, hat vier Jahre Zeit dafür.

Praxis-Tipp

Die Steuererklärung muss am 31. Mai bzw. Dezember, 24 Uhr, beim Finanzamt sein. Es reicht nicht, wenn sie Steuererklärung erst am 31. Mai bzw. Dezember losgeschickt wird. Sie kann aber auch noch bis 24 Uhr in den Hausbriefkasten beim Finanzamt eingeworfen werden. Der Versand der Einkommensteuererklärung per Fax ist leider nicht möglich. Die Einkommensteuererklärung einscannen und per E-Mail verschicken ist auch nicht erlaubt.

Bei der Steuererklärung für das Jahr 2015 heißt das im Überblick:

  • Abgabepflicht, StE wird selbst erstellt: 31.05.2016 (bei Fristverlängerung 31.12.2016)
  • Abgabepflicht, Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein: 31.12.2016 (bei Fristverlängerung 28.02.2016)
  • freiwillige Abgabe: 31.12.2019 (keine Fristverlängerung möglich)

Steuersoftware erledigt Steuererklärung schnell

Die wenigsten Steuerzahler setzen sich heute noch an den Tisch und füllen Formulare von Hand aus. Warum auch? Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Softwares am Markt, die den Steuerzahler Schritt für Schritt durch die Formulare führen und dafür sorgen, dass nichts vergessen wird.

So spart man nicht nur Zeit, sondern auch Nerven – und in den meisten Fällen kommt man auch zu einer höheren Steuererstattung, da die Software auf Punkte hinweist, die dem steuerlichen Laien leicht entgangen wären.

Ein Beispiel für eine Steuersoftware ist die SteuerSparErklärung der Akademischen Arbeitsgemeinschaft in Mannheim: Der mehrfache Testsieger u.a. bei Stiftung Warentest und ComputerBild hat nicht nur einen „Roten Faden“, der durch das Programm und die Formulare führt, sondern auch einen integrierten „Steuerprüfer“, der dem Nutzer sagt, wo es noch Optimierungspotential gibt. Und sollte es doch zum Streit mit dem Finanzamt kommen, helfen über 100 Musterbriefe dem Steuerzahler, sein Recht durchzusetzen.

... und da wäre noch