Kredite und Darlehen für Selbstständige

  • Selbstständige und Freiberufler haben es schwer, einen geeigneten Kredit zu finden.
  • Trotzdem gibt es Möglichkeiten, die wir Ihnen nachfolgend empfehlen können.

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Kreditmarktplätze als Alternative

Kommt die Kreditaufnahme bei einer Bank nicht in Frage, so gibt es Kreditmarktplätze im Internet: Hier erhalten die Kreditnehmer Geld von einem privaten Anleger. Die Marktplätze treten als Vermittler auf und kümmern sich um die Abwicklung der Formalitäten.

Die Plattformen bieten den Vorteil, dass hier auch Selbstständige und Freiberufler Geld erhalten, die sonst von der Bank keinen Kredit bekommen würden.

Für Kunden, die beispielsweise aufgrund einer noch jungen Selbstständigkeit durch das Prüfungsraster der Banken fallen, bietet sich auf den Kreditmarktplätzen, wie zum Beispiel Auxmoney die Möglichkeit, Geld zu fairen Konditionen zu leihen.

Das bedeutet nicht, dass hier Kunden mit einer negativen Schufa oder schlechten Bonitätsnachweisen einfach so einen Kredit aufnehmen können. Auch hier erfolgt eine eingehende Prüfung des Kreditnehmers.

Welche Bank ist die richtige?

Banken in der EU unterliegen bestimmten Eigenkapitalvorschriften. Hier sind Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Kreditinstitute geregelt. Diese gesetzlichen Vorgaben führen häufig zu einem restriktiven Kreditvergabeverhalten.

Bei der Wahl der richtigen Bank stellt sich zunächst die Frage, ob der Kredit für geschäftliche oder private Zwecke beantragt wird. Viele Banken haben spezielle Existenzgründungsprogramme im Portfolio. In vielen Fällen kann eine Existenzgründung auch durch ein staatlich gefördertes Darlehen finanziert werden.

Wer als Freiberufler oder Selbstständiger einen Unternehmerkredit beantragen möchte, sollte sich gut vorbereiten. Denn je mehr Unterlagen vorgelegt werden, desto genauer ist das Bild der wirtschaftlichen Gesamtsituation, das sich die Bank machen kann.

Um das Ausfallrisiko einschätzen zu können, verlangen Banken von diesen Berufsgruppen die Vorlage umfangreicher Unterlagen. Die Prüfung ist abhängig von der Höhe der Kreditsumme, je höher diese ist, desto genauer wird geprüft. Neben den letzten Einkommensteuerbescheiden sollten, falls vorhanden, aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen sowie die letzten Gewinn- und Verlustrechnungen vorgelegt werden.

Häufig wollen die Banken Einsicht in die privaten Kontoauszüge nehmen und erwarten die Vorlage einer Vermögensaufstellung. Beim Ausfüllen der Selbstauskunft sollten die Antragsteller sorgfältig vorgehen. Einige Banken verlangen eine Selbstständigkeit von mindestens zwei Jahren, manchmal auch drei Jahren.

Schufa-Abfrage und Bonitätsauskunft

Entscheidendes Kriterium bei einer Kreditvergabe ist neben den Einkommensverhältnissen die persönliche Bonität des Kreditnehmers. Bei der Schufa werden alle kreditrelevanten Daten eines Verbraucher abgespeichert: Die Höhe und die Laufzeit aufgenommener Ratenkredite, Mobilfunk- oder Leasingverträge.

Kommt es zu Störungen des Vertragsablaufs, weil der Kunde nicht mehr zahlt, so wird das der Schufa gemeldet. Anhand dieser Daten wird für jeden Kunden ein sogenannter Scoring-Wert gebildet. Damit wird errechnet, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Kredit zurückgezahlt wird.

Dabei wird der Selbstständige in eine bestimmte Gruppe vergleichbarer Kreditnehmer eingeordnet. Berücksichtigung findet auch der Wohnort. Der Score liegt zwischen einem und 100 Prozent, dabei gilt: Je niedriger der Score, desto geringer wird die Kreditwürdigkeit des Selbstständigen oder Freiberuflers eingeschätzt.

Eine weitere Möglichkeit für die Banken ist die Einholung von Wirtschaftsauskünften bei Auskunfteien.

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