Effektiver Jahreszins: entscheidender Faktor

  • Die Kreditinstitute sind verpflichtet, bei Darlehens- und Kreditverträgen für einen transparenten Preis- und Konditionenvergleich den effektiven Jahreszins anzugeben.
  • In diesem Zinssatz sind alle Kosten enthalten, die in Zusammenhang mit dem Kredit entstehen.

Der effektive Jahreszins darf nicht mit dem Nominalzins (oder auch Sollzins) verwechselt werden.

Der Nominalzins

Der Nominalzins beinhaltet nur die reinen Kreditkosten. Das sind die Zinsen, die bei der aufgenommenen Kreditsumme für die vorgesehene Laufzeit zu entrichten sind.

Nicht berücksichtigt werden hierbei die Kreditnebenkosten (z.B. Bearbeitungsgebühren) sowie andere eventuell anfallende Kosten.

Ein vermeintlich günstiger Sollzins bedeutet nicht, dass der Kredit auch wirklich günstig ist. Viele zusätzliche Kosten können dafür sorgen, dass der effektive Jahreszins erheblich höher ausfällt.

Effektiver Jahreszins

Im effektiven Jahreszins werden neben dem Sollzins alle weiteren Kosten berücksichtigt, die in direkter Verbindung mit dem aufzunehmenden Darlehen stehen.

Die Gesamtkosten werden auf die gesamte Kreditlaufzeit verteilt, auf dieser Grundlage ergibt sich der effektive Jahreszins.

Gemäß der Preisangabenverordnung (PAngV §6 Abs. 1) ist dieser Effektivzinssatz als jährlicher Prozentsatz mitzuteilen.

Faktoren mit Einfluss auf den effektiven Jahreszins

  • Bearbeitungsgebühren
  • Restschuldversicherung
    (sofern Voraussetzung für den Kreditvertrag)
  • Kreditprovisionen
  • Tilgungshöhe
  • Disagio oder Agio
  • Zahlungsweise der Raten

Nicht mit einbezogen werden

  • Notarkosten
  • Kosten für Kreditablehnungen

Der Kreditgeber ist verpflichtet, den effektiven Jahreszins anzuzeigen, um die Vergleichbarkeit der Produkte und die Transparenz zu gewährleisten.

Anfänglicher effektiver Jahreszins

Häufig wird auch der anfängliche effektive Jahreszins genannt. Das kann bei Immobilienfinanzierungen der Fall sein, bei denen in der Regel während der Laufzeit Zinsanpassungen vorgenommen werden.

Diese Darlehen werden über einen Zeitraum von rund 30 Jahren zurückgezahlt. Der angegebene Jahreszinssatz wird zunächst nur für einen kürzeren Zeitraum von beispielsweise 10 Jahren festgelegt. Daher bezieht sich die Angabe eines anfänglichen effektiven Jahreszinses zunächst auch nur auf diese vereinbarte Laufzeit.

Danach werden die Konditionen neu verhandelt und der effektive Jahreszins wird neu berechnet.



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Formel effektiver Jahreszins

Die Effektivzinsformel stellt bislang die förderlichste Möglichkeit dar, Kredite zu berechnen und zu vergleichen.

Diese Berechnungsart eignet sich hauptsächlich für Kredite mit gleichbleibenden Raten. Sie ermöglicht eine Abschätzung der Gesamtkosten und kann von Verbrauchern selbst durchgeführt werden.

Die allgemeingültige Methode zur Berechnung des ungefähren effektiven Jahreszinses lautet:

Effektiver Jahreszins Formel zur Berechnung

Bei Überziehungskrediten muss nur der geltende Nominalzins angegeben werden.

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