Krankenzusatzversicherung Vergleich

Durch eine private Krankenzusatzversicherung steigern Sie den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung erheblich. Weiterhin werden Eigenbeteiligungen an den Kosten medizinischer Versorgung, beispielsweise für Zahnersatz, reduziert oder im günstigsten Fall sogar ausgeschlossen.

Zahnzusatzversicherung

Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie die immer geringeren Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung für Zahnersatzmaßnahmen sinnvoll ergänzen.

Zahnersatz, zu dem Inlays, Keramikkronen oder Implantate zählen, ist im Leistungskatalog der Krankenkassen nur noch mit einem Festzuschuss von maximal 30 Prozent vorgesehen.

Einige Tarife bieten nur einen prozentualen Zuschuss auf die Erstattung der Krankenkasse. Das bedeutet, Sie erhalten nur einen weiteren Zuschuss zur Regelversorgung. Bei teurem Zahnersatz bleibt die Gefahr von hohen Zuzahlungen trotz Zusatzversicherung bestehen.

Sie sollten sich grundsätzlich für einen Tarif entscheiden, dessen prozentuale Erstattung sich auf den Rechnungsbetrag bezieht und auch dann die Kosten zumindest teilweise übernimmt, wenn die Krankenkasse keine Vorleistung erbracht hat.

Dadurch bleiben Ihre Zuzahlungen in einem überschaubaren Rahmen.

Wartezeiten

Auch in der privaten Zahnversicherung gilt eine Wartezeit. Sie beträgt drei Monate für Zahnbehandlung und acht Monate für Zahnersatz.

Weitere Einschränkungen in den ersten Jahren sind summenmäßige Begrenzungen in der Erstattung. Einige wenige Versicherer verzichten Wartezeiten für Zahnbehandlung oder Summenbegrenzungen. Auskunft geben immer die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Wenn Sie sich nicht mit der Regelversorgung zufrieden geben möchten, dann können Sie den Festzuschuss auch für einen höherwertigen Zahnersatz erhalten.

Allerdings ist Ihr Eigenanteil, den die Gesundheitspolitik als „Zuzahlung“ bezeichnet entsprechend höher. Mit Hilfe einer Zahnersatzversicherung können Sie diese Zuzahlung erheblich reduzieren.

Die verschiedenen Anbieter sehen in ihren Tarifen sehr unterschiedliche Leistungen vor und Sie sollten sich in jedem Fall vor dem Abschluss genau darüber informieren, welche Erstattungssätze zugrunde liegen, welche Leistungen erbracht werden und ob Ihre Krankenkasse vorleisten muss.

Heilpraktiker Zusatzversicherung

Heilpraktikerrechnungen werden von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nur dann bezahlt, wenn sie einen Wahltarif für diese Behandlungsmethoden anbietet.

Sollte Ihre Krankenkasse einen speziellen Wahltarif für Heilpraktikerleistungen nicht anbieten, besteht die Möglichkeit bei einem der zahlreichen privaten Krankenversicherer, eine entsprechende ambulante Heilpraktiker Zusatzversicherung abzuschliessen:

Diese übernimmt dann die entstehenden Kosten für die Behandlung durch den Heilpraktiker und verschriebene Arzneimittel bis zu bestimmten Höchstbeträgen. Die Höhe der Kostenerstattung ist von dem gewählten Tarif abhängig.

Wenn Sie Wert auf ganz bestimmte naturheilkundliche Heilverfahren legen, dann sollten Sie vor dem Abschluss der ambulanten Zusatzversicherung genau klären, für welche Leistungen die Kosten erstattet werden.

Die PKV beruft sich häufig auf wissenschaftlich anerkannte Heilmethoden. Gerade im Bereich der Homöopathie und Naturheilverfahren ist dieser Nachweis nur äußerst schwer zu erbringen.

Einige Versicherer sind dazu übergegangen, in ihren Versicherungsbedingungen alle Behandlungsmethoden, die im Hufelandverzeichnis genannt sind, anzuerkennen, und die Kosten entsprechend der tariflichen Leistungszusage zu erstatten.

Krankentagegeld für Arbeitnehmer

  • Als Arbeitnehmer geniessen Sie 6 Wochen Lohnfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber.
  • Wenn Sie infolge von Krankheit oder Unfall länger als 6 Wochen arbeitsunfähig sind, dann erhalten Sie das Krankengeld von ihrer Krankenkasse.

Die Höhe des Krankengeldes beträgt rund 70 Prozent Ihres Bruttogehalts, höchstens jedoch 90 Prozent Ihres Nettolohns. Da vom Krankengeld auch Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung einbehalten werden, bleiben deshalb nur noch rund 75 Prozent des Nettoverdienstes übrig.

Die entstandene Lücke zwischen Ihrem gewohnten Nettoeinkommen und dem Krankengeld der Krankenkasse können Sie durch eine Krankentagegeldversicherung für Arbeitnehmer schließen.

Wählen Sie dabei eine Karenzeit von 6 Wochen und eine Krankentagegeld-Höhe von 25 Prozent Ihres Tages-Nettoeinkommens. Dadurch verfügen Sie auch ab der 7. Woche Arbeitsunfähigkeit über Ihr gewohntes Einkommen.

Beispiel
Ihr Netto-Gehalt beträgt 1.800 Euro. Wenn Sie diesen Betrag durch 30 (Tage) teilen, erhalten Sie Ihr Tages-Nettoeinkommen; in diesem Fall 60 Euro.

Nach mehr als 6 Wochen anhaltender Arbeitsunfähigkeit bekommen Sie täglich nur noch rund 45 Euro Krankengeld. Ihr privates Krankentagegeld sollte deshalb mindestens 15 Euro betragen.

Krankentagegeld für Selbstständige

  • Wenn Sie als Selbstständiger aufgrund einer Erkrankung oder den Folgen eines Unfalls arbeitsunfähig sind, dann ist dadurch auch Ihre Existenz bedroht.
  • Den Verdienstausfall können Sie durch eine Krankentagegeldversicherung minimieren.

Ausfallzeiten von ein paar Tagen infolge von Krankheit stellen meistens keine all zu großen Einkommenseinbußen dar, doch bei länger anhaltender Arbeitsunfähigkeit brauchen Sie eine Einkommensabsicherung.

Die Höhe des Beitrages zur Krankentagegeldversicherung ist abhängig von:

  • Ihrem Lebensalter bei Abschluss,
  • ob Sie männlich oder weiblich sind,
  • der Höhe des Krankentagegeldes und
  • der Karenzzeit (dabei handelt es sich um die Anzahl von Tagen, die nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit infolge Erkrankung oder Unfall verstreicht, bevor der Versicherer in Leistungspflicht gerät).

Je länger die Karenzzeit ist, desto günstiger ist der Beitrag der privaten Krankentagegeldversicherung. Selten sind Tarife, die bereits nach dem ersten Tag eine Leistungspflicht vorsehen.

Häufig werden Krankentagegelder vereinbart, die ab dem 8., 14. oder 21. Krankheitstag einsetzen.

Das Krankentagegeld kann bis zur Höhe des durchschnittlichen Monats-Nettoeinkommens betragen. Mehr ist nicht zulässig, denn es diesbezüglich das Bereicherungsverbot.

Beispiel
Teilen Sie Ihr durchschnittliches Monats-Nettoeinkommen durch 30 (Tage), dann erhalten Sie Ihren durchschnittlichen Tages-Nettoverdienst. Dabei gilt folgende Faustformel:

Umsatz abzüglich Betriebsausgaben ist gleich Gewinn. Gewinn abzüglich Steuern ist gleich Nettoeinkommen.

Wenn Ihr durchschnittliches Nettoeinkommen 2.700 Euro im Monat beträgt, dann sollten Sie ein Tagegeld in Höhe von 90 Euro vereinbaren.

Brillen und Hörgeräte

  • Kassenpatienten über 18 Jahre haben keinen Anspruch auf Leistung für Sehhilfen.
  • Brillen und Kontaktlinsen müssen von den Betroffenen selbst bezahlt werden.
  • Bei Hörgeräten dagegen gibt es einen Festbetrag-Zuschuss durch die Krankenkassen.

Die Krankenkassen übernehmen aber nur einen Teil der anfallenden Kosten und bei einem Hörgerät kann das zu hohen Zuzahlungen durch Sie als Patienten führen.

Die private Krankenversicherung hält speziell dafür ambulante Zusatzversicherungen bereit, die nach Vorleistung der Krankenkasse den Restbetrag zu einem hohen Prozentsatz übernehmen. Der Anteil, den Sie dann noch für Sehhilfe oder Hörgerät zuzahlen müssen, bleibt überschaubar:

Einziger Nachteil der privaten Zusatzversicherung ist, dass man die Hilfsmittel allein nicht versichern kann, sondern den Versicherungsschutz nur im Paket mit anderen Leistungen.

Der Grund für diese Praxis ist das Ziel, einen günstigen Beitrag bieten zu können. Das lässt sich aber nur erreichen, wenn man das Kostenrisiko durch das Angebot mehrerer, verschiedener Leistungen streuen kann, um so eine durchschnittliche Kostenentwicklung aller zur Verfügung stehenden Leistungen zu erhalten.

Würde die PKV einen Tarif anbieten, der ausschließlich die Kosten für Hilfsmittel erstattet, so wäre der Beitrag aufgrund hoher Inanspruchnahme teuer.

Krankenhauszusatzversicherung

Gestalten Sie Klinikaufenthalte so angenehm wie möglich. Die private Krankenhauszusatzversicherung übernimmt die Kosten für wichtige Extraleistungen.

Während Sie als normaler Kassenpatient nur einen Anspruch auf die allgemeinen Krankenhausleistungen haben, sichern Sie sich mit einer Krankenhauszusatzversicherung auch als Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer.

Neben einer freien Krankenhauswahl haben Sie zusätzlich Anspruch auf die Behandlung durch den Chefarzt oder einen Spezialisten.

In medizinisch begründeten Fällen erstattet Ihr Krankenzusatzversicherer auch Honorare, die die Höchstsätze der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) überschreiten.

Leistungsstarke Tarife sehen häufig auch die Übernahme von weiteren Kosten vor, wie zum Beispiel die Bereitstellungsgebühren für den Telefonanschluss und den Fernseher, oder auch eine bessere Verpflegung.

In vielen Fällen kommt der Versicherer auch für das so genannte Rooming-In auf, wobei er die Kosten für die Unterbringung eines Elternteils übernimmt, wenn bei Kindern ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist.

Die Krankenversicherer rechnen direkt mit der Klinik ab, so dass keinerlei Vorleistungen auf Sie zukommen.

Im Falle der Behandlung durch einen Chefarzt oder Spezialisten, können Sie die Honorarrechnungen unbezahlt Ihrem Krankenversicherer zur Kostenerstattung zusenden.

Krankenhaustagegeld

  • Das Krankenhaustagegeld erhalten Sie vom privaten Krankenversicherer für jeden Tag, den Sie im Krankenhaus verbringen.
  • Kassenpatienten müssen bei einer stationären Behandlung eine Zuzahlung leisten.
  • Diese beträgt 10 Euro pro Tag für eine maximale Dauer von 20 Tagen.

Oft entstehen weitere Kosten, z.B. für Fernseher oder die Anfahrt Ihrer Angehörigen. Die zusätzlichen Kosten können Sie aus aus Ihrer Krankenhaustagegeldversicherung bezahlen.

Das Krankenhaustagegeld ist steuerfrei und der Versicherer zahlt im Regelfall ohne zeitliche Begrenzung. Das gilt auch bei langen Klinikaufenthalten.

Selbst bei stationären Behandlungen in einer Rehabilitations-Kliniken haben Sie Anspruch auf Krankenhaustagegeld.

Praxis-Tipp

Vereinbaren Sie auch für Ihre Kinder ein Krankenhaustagegeld, dann können Sie davon die Kosten für ein Eltern-Zusatzbett (Rooming-in) im Krankenhaus bezahlen.

Krankenzusatzversicherungen der GKV

Das Angebot umfasst zur Zeit folgende Wahltarife, die zum einen von den Krankenkassen verpflichtend bereit gehalten werden müssen und zum anderen, bei denen es den Krankenkassen selbst überlassen wird, ob sie die Tarife freiwillig anbieten:

GKV Wahltarife (Pflicht)

  • Integrierte Versorgung, durch Vernetzung wird die Behandlungen deutlich verbessert und Mehrfach-Untersuchungen vermieden.
  • Hausarzttarif, die umfassenden Versorgungsmöglichkeiten durch den Allgemeinmediziner erspart häufig teurere Facharztbehandlungen. Finanzielle Vorteile in Form von Beitragsrückerstattung oder Befreiung von Zuzahlungen für die Versicherten.
  • Strukturierte Behandlungsprogramme speziell für chronisch Kranke verbessern die Versorgung durch regelmäßige Kontrolle und speziell abgestimmte Therapiemaßnahmen.
  • Spezielle ambulante Versorgungsformen, z. B. in der Prävention, oder bei bestimmten Krankheitsbildern.
  • Krankengeld-Tarif, speziell für Versicherte ohne Krankengeldanspruch.

Seit 2009 besteht für Selbständige und Freiberufler wieder ein Anspruch auf Krankengeld. Der Wahltarif „Krankengeld“ muss daher nicht mehr notwendigerweise abgeschlossen werden.

GKV – Wahltarife (freiwillig)

  • Selbstbehalt-Tarif speziell für Versicherte, die einen Teil der Behandlungskosten selbst tragen und dafür eine Beitragsrückerstattung erhalten.
  • Kostenerstattungs-Tarif für Versicherte, die einem Privatpatienten gleichstellt sein wollen.
  • Tarif für besondere Therapien, der alternative oder auch homöopathische Behandlungsmethoden einschließt.