Private Krankenversicherung

  • In die private Krankenversicherung (PKV) wechseln können freiwillig versicherte Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse:
  • Selbstständige, Freiberufler und Angestellte über der Beitragsbemessungsgrenze.

Seriöser Tarifvergleich zur Krankenversicherung

Sie erhalten die beste Absicherung durch einen auf Sie individuell passenden Vergleich:


Wer als freiwillig Versicherter der GKV den Rücken kehren möchte, muss seine Mitgliedschaft in der Krankenkasse durch eine schriftliche Kündigung beenden.

Als Arbeitnehmer/Angestellter müssen Sie mit Ihrem Jahresbruttoeinkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) liegen, die 56.250 Euro (2016) beträgt.

Zum Arbeitseinkommen zählen alle regelmässigen Zahlungen, auch Sonderzahlungen (z.B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) gehören dazu.

Bereits nach einmaligem Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze ist der Wechsel in die private Krankenversicherung möglich.

Beitragsberechnung in der PKV und steuerliche Behandlung

In der privaten Krankenversicherung werden die Beiträge abhängig vom Eintrittsalter, dem Geschlecht, dem Umfang der tariflich vereinbarten Leistungen, einer eventuellen Selbstbeteiligung sowie dem Gesundheitszustand des Versicherten berechnet. Das Einkommen spielt keine Rolle und jeder Versicherte muss seinen eigenen Beitrag bezahlen (siehe auch Beitragskalkulation in der PKV.

Die Beiträge zur Krankenversicherung können als „Sonstige Vorsorgeaufwendungen“ im Rahmen der Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Dabei gelten bestimmte Höchstbeträge.

PKV: Preiskampf drückt das Leistungsangebot

Nach einer Studie bieten viele Tarife der privaten Krankenversicherung nicht den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung, da sie vorrangig nach Preisgesichtspunkten erstellt wurden.

Im Krankheitsfall könnten sich für die Versicherten somit gravierende Nachteile ergeben. Selbst aus der PKV-Branche werden Stimmen nach Mindeststandards laut.

Die Untersuchung, durchgeführt von einem Gesundheitsökonomen und einer Wirtschaftsberatung, erstreckte sich über 32 private Krankenversicherer. In ihrem Rahmen wurden insgesamt über 200 Tarife beleuchtet, mit dem Ergebnis, dass vier von fünf Tarife in der Gesamtheit weniger als der GKV-Katalog leisten.

Die Autoren sprechen in diesem Zusammenhang von erheblichen Leistungsausschlüssen, kein Tarifsystem vermochte die 85 an die GKV angelehnten Kriterien allesamt zu erfüllen.

So weisen vor allem die Bereich Psychotherapie, Hilfsmittel und Anschlussbehandlungen große Lücken auf, zudem wird die häusliche Krankenpflege nur eingeschränkt abgedeckt.

Diese Ergebnisse sind das Resumee einer Entwicklung, in deren Verlauf vor allem der Preis einer privaten Krankenversicherung zum wichtigsten Wettbewerbsfaktor mutierte.

Experten vermuten, dass viele PKV-Versicherte die Spätfolgen ihrer Wahlfreiheit bei den Tarifen noch nicht überblicken, wenn zum Beispiel im Alter relevante Leistungen fehlen.

Der Chef des größten Krankenversicherer DKV fordert nun Mindeststandards auf dem Niveau des GKV-Leistungsumfangs und eine höhere Gesamtqualität der Tarife. Diese Meinung teilt er mit Gesundheitspolitikern, die sich in die Debatte eingeschaltet haben.

Nach oben