Gehaltsgrenze in der PKV

Wenn Sie als Arbeitnehmer von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchten, dann spielt die Gehaltsgrenze eine zentrale Rolle. Lesen Sie, was beim Über- bzw. Unterschreiten der Grenze passiert.

Unabhängig vom Einkommen können sich Beamte, Studenten, Selbstständige und auch freiberuflich tätige Personen in der PKV versichern.

Darüber hinaus ist es auch Arbeitnehmern erlaubt, sich für die Privatversicherung zu entscheiden, falls ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet.

Die Versicherungspflichtgrenze entspricht in diesem Fall der Gehaltsgrenze.

Als Einkommen gilt das Bruttoeinkommen (zuzüglich außertarifliche Zulagen, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder Überstundenvergütungen), dass mindestens ein Jahr lang beziehungsweise zum jeweiligen Bewertungsstichtag über der Versicherungspflichtgrenze liegen muss.

2019 beträgt die Gehaltsgrenze in der PKV 60.750 Euro (monatlich 5.062,50 Euro)

Wechsel beim Überschreiten möglich

Freie Auswahl: Wenn Sie als Arbeitnehmer ein Jahr lang oder zum jeweiligen Überprüfungsstichtag oberhalb der Gehaltsgrenze von 60.750 Euro verdienen, können Sie sich frei entscheiden, ob Sie weiterhin in der GKV versichert bleiben möchten oder sich für die private Krankenversicherung entscheiden.

Neben dem Hauptversicherten dürfen sich übrigens auch der Ehepartner und die minderjährigen Kinder in der PKV versichern, falls keine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht, weil der Ehepartner zum Beispiel ein eigenes Einkommen oberhalb von 450 Euro im Monat hat.

Falls der Ehepartner aber ein Gehalt aus einer Vollzeitbeschäftigung heraus erhält und dieses die Gehaltsgrenze nicht ebenfalls überschreitet, besteht Versicherungspflicht des Ehepartners in der GKV.

Gehalt sinkt unter Grenze?

Es kann passieren, zum Beispiel falls das Bruttogehalt nach einiger Zeit sinkt, dass die Gehaltsgrenze wieder unterschritten wird.

In diesem Fall sind die Voraussetzungen für die Versicherung in der PKV nicht mehr vorhanden, so dass Sie dann wieder automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind. Sie sind dann sogar mit sofortiger Wirkung wieder in der GKV versichert.

Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass die Gehaltsgrenze der PKV bis auf wenige Ausnahmen von Jahr zu Jahr etwas angehoben wird.

Wenn Sie also mit Ihrem Bruttoeinkommen nur relativ knapp über der Gehaltsgrenze liegen, dann kann es durchaus passieren, dass Sie nach der nächsten Anhebung wieder darunter „fallen“, auch wenn keine Gehaltskürzung erfolgt ist.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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