Hausratversicherung Vergleich 2017

Mit der Hausratversicherung schützen Sie sich wirksam gegen die finanziellen Risiken bei Schäden oder sogar gegen den kompletten Verlust des Hausrates.

Warum ist eine Hausratversicherung sinnvoll?

Die Hausratversicherung ersetzt den Wiederbeschaffungswert aller Gegenstände, die zerstört wurden oder abhanden gekommen sind. Je wertvoller Ihr Hausrat ist, desto sinnvoller ist der Abschluss einer derartigen Versicherung.

Eine Hausratversicherung sichert den gesamten Hausrat gegen folgende Schäden ab, die entstehen durch:

  • Leitungswasser oder Feuer,
  • Hagel oder Sturm,
  • Einbruch, Vandalismus sowie Raub.

Die Leistungen des Versicherers erstreckt sich beispielsweise nach einem Wohnungsbrand nicht nur auf die Wiederbeschaffung Ihrer Einrichtung, sondern bezahlt auch die Hotelkosten für die Zeit, die Sie Ihre Wohnung aufgrund der Renovierung nicht nutzen können. Es ist ein grosser finanzieller und zeitlicher Aufwand nötig, um Ihren gewohnten Lebensstandard wieder herzustellen.

Der Versicherungsumfang kann durch Zusatzvereinbarungen für beispielsweise Elementarschäden erweitert werden.

Für jeden, der einen eigenen Haushalt eingerichtet hat, gehört die Hausratversicherung zu den notwendigen Versicherungen.

Was ist Hausrat – welche Sachen sind versichert?

Hausrat sind Gegenstände und Sachen, die zur Einrichtung, zum Gebrauch und Verbrauch in einem Haushalt dienen:

  • Einrichtungsgegenstände, wie Möbel, Gardinen, Teppiche und Bilder;
  • Unterhaltungselektronik, wie HiFi-Geräte, PC und Spielekonsole;
  • Wertsachen, wie Antiquitäten, Schmuck, Sparbücher und Bargeld;
  • Bild- und Tonträger, Musikinstrumente;
  • Bekleidung und Wäsche;
  • Geschirr und Bestecke;
  • Lebens- und Genussmittel;
  • Werkzeug und Arbeitsgeräte.

Darüber hinaus sind auch Gegenstände versichert, die sich nicht unmittelbar in Wohnräumen befinden, sondern vielleicht in einem Abstellraum im Keller, auf dem Dachboden oder der Garage:

  • Rasenmäher;
  • Spielfahrzeuge, Kinderwagen;
  • Surfgeräte, Kanus;
  • Ruder-, Falt- und Schlauchboote mit Motoren;
  • Campingausrüstung.

Außerdem Gebäudebestandteile und sonstige Installationen, die Sie als Mieter oder Eigentümer einer in einem Mehrfamilienhaus gelegenen Wohnung angeschafft haben.

Die Kosten für eine notwendige Hotelunterkunft, Schutzkosten oder die Kosten für das Aufräumen nach einem Schaden werden von der Versicherung ebenfalls erstattet. Auf Reisen ist der mitgenommene Hausrat auch bei Diebstahl aus dem Hotelzimmer versichert.

Bestimmte Gegenstände, auch wenn sie sich vorübergehend in der Wohnung befinden, sind nicht versichert:

  • Hausrat, der gewerblich genutzt wird;
  • In der Wohnung gelagerte Arbeitsgeräte, die für gewerbliche Zwecke eingesetzt werden;
  • Kraftfahrzeuge, die in einer Garage stehen;
  • Aufbewahrte Gegenstände wie Möbel oder auch Bekleidung von Fremden
  • Schäden an Aquarien, beispielsweise durch Zerbrechen.

Ebenfalls nicht versichert sind Schäden, die infolge des Einsatzes der Feuerwehr aufzubringen sind. Das heißt, der beim Brand verloren gegangene Hausrat wird ersetzt, Kosten für den Feuerwehreinsatz aber nicht.

Praxis-Tipp

Um die Kosten besonders für etwas teurere Gegenstände nachweisen zu können, ist es ratsam, Kopien der Kaufbelege sowie Fotos von Wertgegenständen und auch den einzelnen Zimmern anzufertigen. Die Aufbewahrung sollte außerhalb des Hauses erfolgen, um im Schadensfall sicher auf sie zugreifen zu können.

Wie ermittle ich die richtige Versicherungssumme?

Die Versicherer bieten dafür zwei verschiedene Methoden an:

1. Versicherungssummenmodell
Das ist die objektive Variante. Das bedeutet, der Versicherte ermittelt manuell den Wert seinen kompletten Hausrats und versichert dann eben 50.000 oder 100.000 Euro unabhängig davon, wie groß die Wohnung oder das Haus ist, in dem er lebt. Das Risiko einer Unterversicherung ist nach dieser Methode deutlich geringer als bei dem Quadratmetermodell.

2. Quadratmetermodell
Das ist die pauschale Variante. Bei dem Quadratmetermodell richtet sich die Versicherungssumme nach der Quadratmeterfläche der Wohnung und wird aktuell mit 650 Euro je Quadratmeter berechnet.

Dies bedeutet bei einer 100 m² großen Wohnung eine Versicherungssumme von 65.000 Euro. Wenn diese ausschliesslich mit gebrauchten Möbeln eingerichtet ist, dann wäre die Versicherungssumme und damit die Prämie für die Hausratversicherung wahrscheinlich zu hoch. Umgekehrt kann die Wohnung mit Luxusmöbeln ausgestattet sein, dann wäre der Versicherungsnehmer wahrscheinlich unterversichert.

Praxis-Tipp

Grundsätzlich ist den Versicherten zu empfehlen, die Versicherungssumme in regelmäßigen Abständen auf Aktualität zu überprüfen, um Unterversicherung und die damit verbundenen möglichen Folgen zu vermeiden.

Was ist bei der Unterversicherung zu beachten?

Die Unterversicherung ist ein wichtiger Begriff in der Hausratversicherung. Sie liegt vor, wenn der Wert (meist der Neuwert) der versicherten Schäden höher ist als die vereinbarte Versicherungssumme.

Im Schadenfall wird bei nachgewiesener Unterversicherung der Schaden auch nur anteilig beglichen. Dabei zählt das Verhältnis zwischen dem Neuwert des Hausrats und der abgeschlossenen Versicherungssumme. Selbst wenn der Gesamtschaden unterhalb der abgeschlossenen Versicherungssumme liegt, erhalten Sie nur die entsprechende Quote.

Beispiel:
Der Wert Ihres Hausrats beträgt 100.000 Euro. Ihre Versicherungssumme beträgt laut Versicherungsschein 50.000 Euro. Die Quote errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen Wert und Versicherungssumme und ergibt demzufolge ½.
Der entstandene Schaden wird mit 10.000 Euro beziffert und die Hausratversicherung überweist Ihnen aufgrund der Unterversicherung nur 5.000 Euro.

Jeder Versicherungsnehmer sollte daher darauf achten, dass sein Versicherer auf den Einwand der Unterversicherung verzichtet. Das bieten die Versicherer meistens dann automatisch an, wenn bei der Ermittlung der Versicherungssumme die bewohnten Quadratmeter Wohnfläche herangezogen wurden. Dann reicht es im Versicherungsvertrag aus, wenn die korrekte Anzahl der Quadratmeter angegeben wird.

In der Regel vermeiden Sie eine Unterversicherung, sofern Sie einen bestimmten, vom Versicherer vorgegebenen Wert pro Quadratmeter Wohnfläche versichern. Je nach Anbieter sind dies 650 Euro bis 700 Euro pro Quadratmeter. Ist das erfüllt, garantieren die Hausratversicherer grundsätzlich volle Entschädigung. Man spricht dann vom so genannten Unterversicherungsverzicht.

Noch sinnvoller ist es, wenn der Versicherer grundsätzlich auf den Einwand der Unterversicherung verzichtet. Das muss im Vertrag schriftlich festgehalten sein. Die Klausel Unterversicherungsverzicht lautet dann in etwa so: “Abweichend von Ziff. 12.5 VHB und § 75 VVV wird kein Abzug wegen Unterversicherung vorgenommen.”

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt als Verbandsempfehlung zwei verschiedene Bedingungswerke der VHB heraus, wovon es ein Versicherungssummenmodell und ein Quadratmetermodell gibt.

Was bedeutet die Außenversicherung?

Die Außenversicherung ist eine räumliche Erweiterung des Versicherungsschutzes für Gegenstände, die zu Ihrem Hausrat gehören oder Eigentum eines Menschen sind, die mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft leben.

Die Deckung ist zeitlich begrenzt und gilt nur, wenn sich die versicherten Gegenstände vorübergehend außerhalb des Versicherungsorts befinden, wobei das nicht mehr als drei Monate sein darf.

Eine Ausnahme dieser zeitlichen Beschränkung ist möglich, wenn Sie oder jemand, der mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebt, sich in Ausbildung befindet und dadurch sich außerhalb der Wohnung aufhält. Dann spricht man von einem unselbstständigen Hausstand im Sinne der Bedingungen.

Versicherungsschutz im Rahmen der Außenversicherung ist solange gegeben, bis ein eigener Hausstand gegründet wird.

Außenversicherung bei Reisen

Viele Versicherer versuchen, den Kunden für den Urlaub spezielle Versicherungspolicen zu verkaufen. Dabei deckt eine vorhandene Hausratversicherung einen Teil der bestehenden Risiken schon ab.

So werden beispielsweise Trick- oder Taschendiebstähle nicht ersetzt, ein Raub aber schon. Wenn also Einbrecher im Urlaub das Hotelzimmer ausräumen, dann sind die dabei entstandenen Schäden über die sogenannte Außenversicherung, die Bestandteil der Hausratversicherung ist, abgedeckt.

Dieser Versicherungsschutz ist auf 3 Monate am Stück begrenzt und der Schadensersatz liegt bei 10 Prozent der Gesamtversicherungssumme. Die Obergrenze für solche Schäden liegt meistens bei 10.000 Euro. Genauere Informationen sind der Versicherungspolice zu entnehmen.

Ist eine Zweitwohnung auch versichert?

Eine Zweitwohnung ist nicht automatisch mitversichert, wenn Sie bereits eine Versicherung Ihres Hausrats für Ihren Hauptwohnsitz abgeschlossen haben.

Einige Versicherungsgesellschaften unterscheiden zwischen Haupt- und Zweitwohnsitz. Optimal sind Hausratversicherungen, bei denen für Ihren bereits bestehenden Vertrag nur eine zusätzliche Klausel eingebunden werden muss. Der Versicherungsschutz beinhaltet dann auch die zweite Wohnung und der Beitragssatz erhöht sich um den entsprechenden Zuschlag.

Steht der Wocheneinzug in eine Zweitwohnung an, sollten Sie sich bei der Versicherungsgesellschaft Ihrer bestehenden Hausratversicherung erkunden, welche Tarife diese anbietet. Je nach Tarif und Versicherer kann der Abschluss einer zweiten regulären Hausratversicherung für Ihre Zweitwohnung günstiger sein.

Geben Sie jedoch unbedingt auch Ihren Hauptwohnsitz an. Scheuen Sie nicht, einige Versicherungsgesellschaften zu vergleichen, nur so erhalten Sie letztendlich den optimalen Schutz für Ihren Haupt- und Nebenwohnsitz.

Wie ist mein Fahrrad versichert?

Fahrräder sind in der Regel bereits in der Hausratversicherung mitversichert – allerdings nur, wenn Sie das Rad unterwegs sicher abschließen und von 22 Uhr abends bis 6 Uhr morgens in einem verschlossenen Raum aufbewahren.

Die Hausratversicherung schützt automatisch alle Fahrräder im Haushalt. Der Versicherungsschutz ist allerdings an die Höhe der Versicherungssumme gekoppelt.

Die Höchsterstattung bei Fahrraddiebstahl ist auf einige Prozent der Versicherungssumme beschränkt, teure Fahrräder werden meist nicht voll ersetzt.

Spezielle Fahrradversicherung für wertvolle Räder

Mit einer speziellen Fahrradversicherung können Sie auch hochwertige Räder bis zum vollen Kaufpreis absichern. Diese ist zwar etwas teurer, bietet aber besseren Schutz.

Anders als die Hausratpolice springt die Fahrradversicherung auch dann ein, wenn Ihr wertvolles Rad zwar nicht entwendet, aber mutwillig beschädigt wird. Teilediebstahl von Sattel, Rädern oder fest installierter Beleuchtung ist ebenfalls mitversichert.

Leistungsstarke Fahrradversicherer bieten einen Rundum-Sorglos-Schutz und übernehmen sogar Schäden durch Unfall, Verschleiß, unsachgemäße Handhabung und Materialfehler.

Praxis-Tipp

Lassen Sie Ihr Fahrrad bei der Polizei codieren. Bewahren Sie Kaufbelege und Rahmennummer sorgfältig auf. Zeigen Sie einen Fahrraddiebstahl sofort bei der Polizei und bei Ihrem Fahrradversicherer an.

Schäden durch Leitungswasser mitversichert

Schäden, die durch den bestimmungswidrigen Austritt von Leitungswasser verursacht werden, sind in Ihrer Hausratpolice grundsätzlich mitversichert.

Häufig sind sie die Folge von Materialverschleiß. Gerade wenn Sie einen Waschvollautomaten oder eine Spülmaschine zu Hause nutzen, sollten Sie Schläuche und Leitungen regelmäßig auf Materialermüdung hin überprüfen und Herstellerempfehlungen beachten.

Bei der Formulierung „bestimmungswidrig“ muss der Schaden entstanden sein, weil das Leitungswasser entgegen Ihrer Planung und entgegen Ihres Willens ausgetreten ist. Ursächlich dafür verantwortlich sein kann sowohl ein technischer Defekt, als auch menschliches Fehlverhalten.

Ein bestimmungswidriger Austritt kann auch vorliegen durch die Handlungsweise unberechtigter Personen, wenn beispielsweise spielende Kinder einen aufgedrehten Wasserhahn entweder aus Versehen oder Übermut nicht mehr zudrehen.

Beispielsweise ist in den Versicherungsbedingungen klar definiert, wann ein bestimmungswidriges Auslaufen von Leitungswasser versichert ist. Es ist dabei nicht von Bedeutung, ob es sich um Frischwasser oder Abwasser handelt.

Ein bestimmungswidriger Austritt kann erfolgen:

  • aus Rohren der Wasserversorgung oder den damit verbundenen Schläuchen – Schäden dieser Art entstehen beispielsweise durch einen undichten Heizkörper, oder durch eine defekte Klimaanlage.
  • durch die mit Rohren oder Schläuchen der Wasserversorgung verbundenen Geräte – solche Schäden können aufgrund des defekten Wasserschlauchs eines Geschirrspülautomaten oder durch den verkalkten Heizstab einer Waschmaschine hervorgerufen werden.
  • durch Sprinkler- oder andere Berieselungsanlagen, die entweder aufgrund eines technischen Defekt in Gang gesetzt worden sind oder versehentlich eingeschaltet wurden und dadurch einen erheblichen Schaden am Inventar verursachen können. Zwar bestehen in privaten Haushalten technische Einrichtungen dieser Art eher selten, doch können sie in gemeinschaftlich genutzten Räumen, wie beispielsweise in einer Tiefgarage oder einem Treppenhaus vorhanden sein.
  • aus Aquarien und Wasserbetten, wobei in diesem Fall nur der Schaden am Mobiliar versichert ist und der Inhalt eines Aquariums, zu dem Fische, Wasserpflanzen und eventuell Korallen gehören, nicht ersetzt wird.

Sollten Schäden in der bereits geschilderten Art aufgrund von Flüssigkeitsaustritt aus Dampfheizungen, aus Klima- und Wärmepumpen oder aus Solarheizungsanlagen entstehen, dann sind sie ebenfalls versichert, da die entsprechenden Flüssigkeiten (zum Beispiel Sole, Öl, Kühl- und Kältemittel) im Sinne der Versicherungsbedingungen dem Leitungswasser gleichgestellt sind.

Elementarschäden als sinnvolle Zusatzversicherung

Sie können zusätzlich in Ihre Hausratversicherung auch den Versicherungsschutz gegen die so genannten Elementarschäden einschließen. Dazu gehören Naturereignisse wie:

  • Überschwemmung oder Rückstau,
  • Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch,
  • Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch.

Der zusätzliche Beitrag ist normalerweise gut angelegt, da seit einiger Zeit die Wetterphänomene an Intensität zunehmen. Wenn Sie den Versicherungsschutz gegen Elementarschäden mit beantragen, prüft der Hausratversicherer die Risikolage an Ihrem Wohnort und wird Sie auch um Auskunft über eventuell bereits früher aufgetretene Elementarschäden bitten.

In einer herkömmlichen Hausratversicherung sind Elementarschäden normalerweise nicht versichert, mit Ausnahme der Sturm- und Hagelschäden.

Umzug, Heirat, Gemeinsame Wohnung- was tun?

Sie haben einen Umzug vor sich, möchten Ihre Traumpartner heiraten oder zumindest in eine gemeinsame Wohnung ziehen?

Umzug
Wenn Sie innerhalb Deutschlands umziehen, dann besteht in der Hausratversicherung Versicherungsschutz für Ihre bisherige und für die neue Wohnung für die Dauer von zwei Monaten. Spätestens nach zwei Monaten erlischt der Versicherungsschutz für Ihre alte Wohnung. Der Umzug beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem erstmalig versicherte Gegenstände dauerhaft in die neue Wohnung gebracht werden.

Spätestens mit Einzug, sollten Sie Ihren Versicherer von Ihrem Wohnungswechsel unterrichten und ihm die neue Adresse und die Wohnfläche nennen. Hat sich die Wohnfläche oder der Wert Ihres Hausrats durch den Umzug verändert und wird nicht an die neuen Gegebenheiten angepasst, kann das zu einer Unterversicherung führen.

Das Gleiche gilt auch für etwaige besondere Sicherungen, die vereinbart waren. Auch in diesem Fall müssen Sie Ihren Versicherer unterrichten. Wird die Hausratversicherung durch den Umzug teurer, beispielsweise weil eine andere Tarifzone gültig, oder der Selbstbehalt höher ist, haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Die Kündigung muss spätestens einen Monat nach Zugang der Erhöhungsmitteilung schriftlich erfolgen.

Bei einem Umzug ins Ausland erlischt der Versicherungsschutz spätesten zwei Monate nach dem Beginn des Umzugs.

Heirat oder Zusammenziehen
Sollte nach einer Heirat oder dem Bezug einer gemeinsamen Wohnung zwei Verträge bestehen, so kann einer der beiden außerordentlich gekündigt werden. Dabei handelt es sich immer um den "neueren" der beiden Verträge. Prüfen Sie generell die Versicherungssumme, den Wert des gemeinsamen Hausrats und die Wohnfläche und stellen Sie sicher, dass keine Unterversicherung vorliegt.

Trennung und Auszug aus der gemeinsamen Wohnung
Zieht aufgrund einer Trennung einer der beiden Ehe- oder Lebenspartner aus der gemeinsamen Wohnung aus, so dehnt sich der Versicherungsschutz auch auf die neue zusätzliche Wohnung aus. Das gilt bis zur Änderung der Hausratversicherung, längstens jedoch drei Monate.

Das Gleiche gilt auch, wenn beide Ehe- oder Lebenspartner ausziehen und jeder für sich eine neue Wohnung bezieht. Auch in diesen Fällen ist eine Überprüfung der Wohnfläche, der Versicherungssumme und des Wertes des Hausrats dringend angeraten, um nicht unterversichert zu sein.

Tod des Versicherten
Verstirbt der Versicherte, muss das dem Versicherer mitgeteilt werden. Die Hausratversicherung endet dann automatisch zwei Monate nach dessen Tod. Wird die Wohnung von einem oder mehreren Erben übernommen und in gleicher Weise genutzt, dann besteht der Vertrag weiter.

5 wichtige Fragen und Antworten

1. Sind die Beiträge steuerlich absetzbar?
Beiträge für eine Hausratversicherung können Sie nicht im Rahmen der Sonderausgaben als sonstige weitere Vorsorgeaufwendung von der Steuer absetzen.

2. Sind Sachen eines Untermieters mitversichert?
Ein Untermieter muss seine Sachen selbst in einer Hausratversicherung versichern. Anders verhält es sich, wenn Sie ihm ein möbliertes Zimmer zur Verfügung stellen. Ihre eigenen Sachen, die der Untermieter mit Ihrer Zustimmung benutzt, sind versichert.

3. Wann gilt eine Wohnung als „nicht ständig bewohnt“?
In der Hausratversicherung gilt eine Wohnung dann als nicht ständig bewohnt, wenn sich innerhalb eines Zeitraums von sechzig Tagen keine aufsichtsberechtigte, volljährige Person in der Wohnung über Nacht aufhält.

Da in solchen Fällen das Risiko für den Versicherer ungleich höher ist, verlangt er einen deutlich höheren Beitrag. Er kann leicht das Doppelte von dem betragen, was sonst eine Hausratversicherung unter normalen Umständen kostet. Außerdem sind einige, in der Regel zum Hausrat zählende Gegenstände vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

4. Was ist bei Dienstreisen oder Urlaub zu beachten?
Sind Sie beruflich länger abwesend oder planen Sie einen längeren Urlaub, sollten Sie das Ihrer Hausratversicherung mitteilen, denn wenn es sich um mehr als sechzig Tage am Stück handelt, dann spricht man von einem „nicht ständig bewohnten Haushalt“. Sollte die Mitteilung unterbleiben, kann dieser die Zahlung verweigern, wenn in dieser Zeit ein Schaden entsteht.

5. Zahlt die Hausratversicherung auch bei offener Haustür?
Ja, zumindest teilweise, wenn das Haus über Nacht verlassen wurde. Ist die Haustüre nur zugezogen aber nicht abgeschlossen, wird das auf jeden Fall die Höhe der Entschädigungsleistung beeinflussen. Das Landgericht Koblenz urteilte, dass es sich in so einem Fall um grobe Fahrlässigkeit handle (AZ. 16 O 150/04). Aber auch bei grober Fahrlässigkeit erlischt der Versicherungsschutz nicht vollständig. Es ist vielmehr die Schwere des Verstoßes, der zum Versicherungsfall führt, für die Leistung des Versicherers ausschlaggebend.