Bestes kostenloses Girokonto

Aktualisiert: 06. Oktober 2020 | Redaktion
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein komplett kostenloses Girokonto gibt es nicht.
  • Es gibt noch zwei Direktbanken, die auf Kontoführungsgebühren verzichten.
  • Es ist auch kein Mindestgeldeingang notwendig. Wir stellen Ihnen beide vor.

Zunächst finden Sie hier alle wichtigen Informationen zum Girokonto:

Girokonto Vergleich: Das beste (kostenlose?) Girokonto finden

Und hier sind die zwei besten kostenlose Girokonten

1. Norisbank Girokonto

Norisbank Top-Girokonto*

Aktuell bestes Girokonto
100 € Prämie möglich

  • vielfacher Testsieger
  • kostenlos ohne Mindestgeldeingang
  • kostenlose Bargeldauszahlungen
  • kostenlose Mastercard
  • Geld einzahlen über die Deutsche Bank
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Entscheiden Sie sich für ein kostenloses Girokonto der Norisbank, erhalten Sie neben einer Maestro-Girocard zusätzlich auch eine Kreditkarte von Mastercard. Wenn Sie zwischen der Kreditkarte im Ausland und der Girocard in Deutschland wechseln, können Sie überall kostenlos Geld abheben.

Kontoauszüge können Sie sich auf Wunsch an den Terminals aller Filialen der Deutschen Bank ausdrucken lassen – kostenlos versteht sich. Geld einzahlen können Sie ebenfalls an den Geldautomaten der Deutschen Bank.

Die Norisbank setzt auf das photoTAN-Verfahren, wenn Sie sich in Ihr Online-Banking einloggen, Überweisungen tätigen und Daueraufträge einrichten wollen. Gebühren fallen nur dann an, wenn Sie das mTAN-Verfahren mit den kostenpflichtigen SMS nutzen möchten.

Bezahlen Sie mit Ihrer Karte in einer Fremdwährung, fallen sowohl bei der Girocard als auch bei der Kreditkarte Fremdwährungsgebühren in Höhe von 1,75 Prozent an.

Der Dispozinssatz beträgt 10,85 Prozent. Eine Sofort-Dispo über 500 Euro wird eingerichtet.

2. Comdirect Girokonto

Comdirect Girokonto*

kostenlose Visa-Karte und Girocard

  • Kostenlose Kontoführung - ohne Mindestgeldeingang
  • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
  • Geld einzahlen über die Commerzbank
  • Günstiger Dispokredit 6,50 %
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Kunden der Comdirect erhalten bei der Eröffnung eines Girokontos neben einer V-Pay-Girocard eine Visa-Kreditkarte. Innerhalb Deutschlands kann mit der Girocard an den insgesamt 9.000 Automaten der Cash Group Geld kostenlos abgehoben werden.

Der zugrunde liegende Dispozins beträgt bei der Comdirect sehr günstige 6,50 Prozent nominal pro Jahr.

Außerhalb Deutschland fallen mit der Girocard der Comdirect Fremdwährungsgebühren an. Dennoch kann im Ausland kostenlos Geld abgehoben werden. Dafür muss zwischen der Girocard und der Kreditkarte gewechselt werden.

Bei Abhebungen mit der Girocard der Comdirect besteht eine Mindestabhebesumme von 50 Euro. Weniger Geld können Sie nur dann abheben, wenn auf Ihrem Konto weniger als 50 Euro vorhanden sind. Kunden, die das Juniorgiro nutzen, können ebenfalls niedrigere Summen abheben.

Über Geldautomaten der Commerzbank können Kunden der Comdirect Bargeld auf ihr Girokonto einzahlen. Jährlich ist das dreimal kostenlos möglich. Ab der vierten Bareinzahlung fallen Gebühren von 1,90 Euro pro Einzahlung an.

Beim Online-Banking bietet die Comdirect ein kostenloses TAN-Verfahren an. Dabei handelt es sich um das photoTAN-Verfahren. Wollen Sie Ihre Bankgeschäfte über mTAN erledigen, müssen Sie für jede SMS bezahlen.

In unserem Ratgeber

Wichtiges zum Girokonto

Kostenlose Girokonten lassen sich inzwischen gar nicht mehr so einfach ausfindig machen. Während früher viele Banken auf Kontoführungsgebühr und Co. verzichteten, benötigen die meisten Kreditinstitute den Eingang eben dieser Gebühren, um ihre Dienste in Zeiten der Niedrigzinsphase überhaupt aufrechterhalten zu können.

Auch in Bezug auf andere Leistungen, wie etwa die Girocard, Überweisungen auf Papier und für jede andere Kontobewegung, steigen die Kosten in letzter Zeit rasant an.

Gelbe Girokonto Karte

Dennoch gibt es auch weiterhin einige Kreditinstitute, die ihre Girokonten kostenlos zur Verfügung stellen. In der Regel fällt aber auch hier ausschließlich die monatlich zu zahlende Kontoführungsgebühr weg. Alle anderen Gebühren, die sich auf einzelne Leistungen beziehen, werden dennoch erhoben.

Einigen Anbietern scheint es aber dennoch wichtig zu sein, ihre “kostenlosen Girokonten” so günstig wie möglich und mit so wenig Zusatzgebühren wie nötig anzubieten.

Wie Sie mit einem Online-Konto bares Geld sparen

Einige Banken bieten ihre kostenlosen Girokonten mit einem vergleichsweise niedrigen Dispozinssatz an. Meist stammen die besten dieser Angebote von Direktbanken, die die gesamte Kontoführung über das Internet abwickeln.

Warum das so ist? Diese Banken betreiben keine Filialen und müssen folglich weder entsprechendes Personal, noch die Kosten für Standort und Miete zahlen. Dennoch erhalten Sie als Kunde Beratung – allerdings nur telefonisch.

Oft beinhalten diese Angebote eine kostenlose Kreditkarte, die Sie allerdings nur nutzen müssen, wenn Sie das auch wollen. Der große Vorteil einer solchen Option ist, dass Sie dank der kostenlosen Kreditkarte auch im Ausland sehr kostengünstig bei Händlern bezahlen oder an Automaten Geld abheben können.

Ist die gewählte Bank eine Sparkasse oder eine Volksbank oder ganz einfach an Automaten-Netzwerke wie Cash Group oder Cashpool angegliedert, müssen Sie auch beim Abheben Ihres Geldes keine Gebühren fürchten. Neben der enormen Kosteneinsparung erleben Sie hier auch eine deutlich höhere Flexibilität als bei Girokonten anderer Banken.

Praxis-Tipp: Haben Sie sich für eine Bank mit eigenem Automaten-Netzwerk entschieden, können die Gebühren zum Teil hoch ausfallen, wenn Sie an einem fremden Automaten Geld mit Ihrer EC-Karte abheben.

Die meisten Sparkassen etwa verlangen von Nutzern einer fremden Karte Gebühren zwischen 4,75 und 5,05 Euro. Volks- und Raiffeisenbanken erheben Gebühren zwischen 2,05 und 4,95 Euro pro Abhebung durch eine fremde Girocard.

Festgelegt werden diese Kosten grundsätzlich vom Automatenbetreiber. Wie hoch die Gebühr im Einzelfall ist, lässt sich im Vorhinein nur schwer sagen. Allerdings wird der zu zahlende Betrag vor dem Abheben am entsprechendem Automaten angezeigt. So können Sie den Vorgang abbrechen, wenn die Gebühren Ihrer Meinung nach zu hoch sind.

Girokonto Karte in Bankautomat eingesteckt

Gegebenenfalls finden Sie in der Nähe einen anderen Automaten, der weniger Gebühren veranschlagt. Mit einer Kreditkarte ist es deutlich komfortabler, Geld abzuheben – insofern dies kostenlos möglich ist.

Im direkten Vergleich fällt auf, dass die Girokonten der Direktbanken deutlich günstiger sind, als die Angebote der meisten Filialbanken. Dennoch möchten Sie vielleicht nicht auf den Service, den eine Bankfiliale nun einmal bietet, verzichten. Kosten lassen sich hier dennoch sparen, indem Sie vorwiegend auf das Online-Banking setzen oder Ihr Kontomodell wechseln.

Das kosten Konten bei Sparkassen und Volksbanken

Beispielkosten-Girokonto der Sparkassen und Volksbanken

Bank
Kontoname
Kontoführung
im Monat
Kosten pro BelegGirocard (Debitcard)
pro Jahr
Standard-Kreditkarte
pro Jahr
Haspa
Joker Smart
7,90 €0 €0 €25 €
KSK Köln
directGiroClassic
5 €1 €0 €24 €
Harzsparkasse
Giro Online
2,5 €2 €0 €30 €
Mainzer Volksbank
Komfortkonto
6,90 €0 €12 €36 €
Hannoversche Volksbank
Aktivkonto
2,5 €2 €12 €36 €

Quelle: Stiftung Warentest (Stand: 01.07.2019).

Die Kosten eines Girokontos

Die eigenen Girokonten werden von sehr vielen Banken als kostenlos beworben. Allerdings stimmt das nicht immer. Oft fallen dann anstelle der Kontoführungsgebühren andere, teils noch höhere Kosten an. Ein Beispiel hierfür sind die Kosten für eine Kreditkarte oder die Gebühren bei Auslandsüberweisungen. Oft sind die Kosten auf einen der folgenden Aspekte zurückzuführen.

  • Die Jahresgebühr

Die Jahresgebühr, auch Kontoführungsgebühr genannt, wird nicht von allen Banken erhoben. Hierbei handelt es sich allerdings um die Grundgebühr, die bei einigen Girokonten auch weiterhin gezahlt werden muss. Das Problem bei Konten ohne Jahresgebühr ist, dass sie oft als kostenlos beworben werden – gleichzeitig aber an anderer Stelle überzogene Gebühren verlangt werden.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Entscheidung nicht ausschließlich von der Kontoführungsgebühr abhängig machen. In einigen Fällen wird die Gebühr gesenkt, wenn Sie regelmäßige Geldeingänge auf das betreffende Konto haben.

  • Die Kreditkartenkosten

Einige Kreditinstitute bieten gemeinsam mit ihrem Girokonto auch eine Kreditkarte an. Durch diese entstehen oft allerdings Kosten. Die Jahresgebühr für die Kreditkarte wird oft ähnlich gehandhabt wie die Kontoführungsgebühr. So verlangen einige Banken keinerlei Gebühren, während andere die Kosten senken, wenn die Kreditkarte regelmäßig genutzt wird.

  • Die Girocard-Kosten

Auch die Girocard kann Gebühren verursachen. Besonders häufig kommt das bei Filialbanken vor.

  • Die Gebühren für Partnerkarten

Unter Umständen benötigen Sie eine Zweitkarte für Ihren Partner, Ihre Tochter oder andere Mitglieder Ihrer Familie, welche so dann Zugriff auf das Girokonto haben. Hier können die Banken Gebühren erheben – selbiges gilt für Girocards sowie für Kreditkarten aller Art.

  • Die Überweisungskosten

Wird eine Überweisung getätigt, kann es sein, dass Sie Gebühren bezahlen müssen. Besonders häufig kommt es dazu, wenn die Überweisung auf Papier geschrieben ist und von einem Bankangestellten händisch verarbeitet werden muss. Sofortüberweisungen sind oft ebenfalls mit zusätzlichen Kosten verbunden. Weiterhin fallen oft Gebühren für Überweisungen in Fremdwährungen an.

  • Die Bezahlgebühr

Wird Geld in einer fremden Währung abgehoben oder in einer Fremdwährung mit Karte gezahlt, können Gebühren anfallen. Hier ist es meist irrelevant, ob Sie mit Kreditkarte oder mit Girocard zahlen.

  • Die Sollzinsen

Sollzinsen fallen immer dann an, wenn Sie Ihr Girokonto überzogen haben. Der Dispozins gilt nur, wenn Sie Ihr Girokonto in dem von der Bank genehmigten Rahmen überziehen. Kommen Sie weiter ins Minus, kommen Überziehungszinsen hinzu, die in der Regel wesentlich höher als der Dispozins sind.

Wer des Öfteren in die roten Zahlen rutscht, sollte daher bei der Wahl des Girokontos einen genauen Blick auf den Dispozins werfen. Bedenken Sie zudem, dass Banken meist das Recht haben, den Dispo zu kürzen oder sogar zu kündigen. Ist dies der Fall, müssen Sie Ihre Dispo-Schulden sofort begleichen.

  • Weitere Kosten

Wenn Sie bereits eine Vorauswahl an Girokonten treffen konnten, sollten Sie nun keine übereilte Entscheidung treffen. Lesen Sie zunächst das Leistungsverzeichnis der infrage kommenden Banken durch. Hier erhalten Sie einen Überblick über weitere Kosten. So können beispielsweise für das Versenden der mTAN, die für das Online-Banking oft nötig ist, Kosten anfallen.

Wo kann Geld abgehoben werden?

Das Automatennetzwerk bei Sparkassen sowie bei Volksbanken ist relativ groß. So ist es den Bankkunden möglich, in vielen Orten kostenlos mit ihrer EC-Karte Geld abzuheben. Privatbanken setzen hingegen vermehrt auf Automatennetzwerke wie Cashpool und Cash Group. Bei Banken, die kein Automatennetzwerk bieten, sollten Sie als Kunde auf eine Kreditkarte zurückgreifen.

Allerdings sollten Sie bedenken, dass bekannte Karten wie Visa oder Mastercard keine Angaben dazu machen, an welchen und an wie vielen Automaten ihre Karte akzeptiert wird. In der Regel gibt es jedoch bei den wenigsten Automaten Probleme.

Da einige Sparkassen und Volksbanken die Kreditkarten spezieller Banken sperren, können Sie an diesen Automaten kein Geld erhalten. Halten Sie sich vorwiegend im ländlichen Raum auf, kann es daher sinnvoll sein, wenn Sie sich zunächst bei der örtlichen Bank informieren, ob diese die Kreditkarten anderer Kreditinstitute akzeptiert.

In diesem Zusammenhang ist es für Sie ebenfalls wichtig zu wissen, wie viele Geldautomaten die verschiedenen Banken deutschlandweit anbieten und welche Kunden hier kostenlos Geld abheben können.

Geldautomaten je Anbieter-Verbund in Deutschland

VerbundGeldautomatenVerbundsmitglieder
Sparkassen-Netzca. 25.700Sparkassen
Bankcard-Servicenetzca. 18.300Volksbanken, Raiffeisenbanken, Sparda-Banken
Cash Groupca. 9.000
(+ 1.300 Tankstellen)
Commerzbank, Unicredit Bank, Deutsche Bank, Postbank, Tochterunternehmen dieser Banken
CashPoolca. 3.200u.a. Sparda-Banken, Targobank, Santander, Wüstenrot Bank, Südwestbank, Bank für Sozialwirtschaft, BBBank, Degussa Bank, Berenberg, Merkur Bank, National-Bank, Pax-Bank
Quelle: Recherche auf Website der Anbieter (Stand: September 2018).

Bei den Sparkassen können ausschließlich Kunden mit einem Konto der Sparkasse kostenlos Geld abheben. Zur Verfügung stehen hier deutschlandweit über 25.000 Automaten. Die Kunden der Volksbanken, Raiffeisenbanken und Sparda-Banken können deutschlandweit an etwa 18.300 Automaten des Bankcar-Servicenetzes Geld abheben.

An den 9.000 Cash Group Automaten können vorwiegend Kunden privater Banken Geld abheben. Dazu zählen die Kunden der:

  • Unicredit Bank
  • Commerzbank
  • Postbank
  • Deutschen Bank und
  • Tochterunternehmen der obigen Banken

Mit etwa 3.200 Automaten hat Cashpool das kleinste Automatennetzwerk. Gleichzeitig werden hier allerdings auch die meisten Bankkarten akzeptiert. So unter anderem die Karte der Wüstenrot Bank, der Merkur Bank, der Sparda-Banken, der Targobank und diverser anderer Bankhäuser.

Ist eine Kontovollmacht notwendig?

Das ist eine wichtige Frage. Denn eigentlich sollten nur Sie und sonst niemand Zugriff darauf haben. Ändern können Sie dies allerdings mit einer Kontovollmacht. So kann der Bevollmächtigte in Zukunft Geld abheben und an andere Konten überweisen.

Auf Wunsch gilt eine Kontovollmacht sogar bis über den Tod hinaus. So muss der Bevollmächtigte nach dem Ableben des eigentlichen Kontoinhabers nicht darauf warten, den Erbschein ausgestellt zu bekommen, um über das sich auf dem Konto befindliche Geld zu verfügen.

Gängig ist eine Kontovollmacht übrigens auch bei Girokonten für Kinder. Diese sind nämlich noch nicht geschäftsfähig und so müssen und können die Eltern oder Erziehungsberechtigten über das Geld verfügen.