Girokonto Vergleich & Tipps

Aktualisiert: 23. Mai 2020 | Redaktion
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zusatzkosten beim Girokonto sind nichts Ungewöhnliches. So können nach der Eröffnung des Kontos Jahresgebühren für die Kreditkarte, Fremdwährungsgebühren, Abhebegebühren und Kontoführungsgebühren verlangt werden.
  • Direktbanken bieten besonders häufig kostenlose Konten an – und das oft zu optimalen Konditionen.
  • Seien Sie dennoch vorsichtig: Auch Konten, die als kostenlos beworben werden, können zusätzliche Kosten beinhalten.
  • Wichtig ist, dass Sie bei Ihrer Suche nach einem passenden Girokonto immer darauf achten, an welchen Automaten Sie Ihr Geld kostenlos abheben können.
  • Ein leicht bedienbares sowie sicheres Online-Banking spielt eine große Rolle.

Im Video finden Sie alle wichtigen Informationen zum Girokonto zusammengefasst:

Girokonto Vergleich: Das beste (kostenlose?) Girokonto finden

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In unserem Ratgeber “Wissenswertes”

Wichtiges zum Girokonto

Kostenlose Girokonten lassen sich inzwischen gar nicht mehr so einfach ausfindig machen. Während früher viele Banken auf Kontoführungsgebühr und Co. verzichteten, benötigen die meisten Kreditinstitute den Eingang eben dieser Gebühren, um ihre Dienste in Zeiten der Niedrigzinsphase überhaupt aufrechterhalten zu können.

Auch in Bezug auf andere Leistungen, wie etwa die Girocard, Überweisungen auf Papier und für jede andere Kontobewegung, steigen die Kosten in letzter Zeit rasant an.

Gelbe Girokonto Karte

Dennoch gibt es auch weiterhin einige Kreditinstitute, die ihre Girokonten kostenlos zur Verfügung stellen. In der Regel fällt aber auch hier ausschließlich die monatlich zu zahlende Kontoführungsgebühr weg. Alle anderen Gebühren, die sich auf einzelne Leistungen beziehen, werden dennoch erhoben.

Einigen Anbietern scheint es aber dennoch wichtig zu sein, ihre “kostenlosen Girokonten” so günstig wie möglich und mit so wenig Zusatzgebühren wie nötig anzubieten.

Wie Sie mit einem Online-Konto bares Geld sparen

Einige Banken bieten ihre kostenlosen Girokonten mit einem vergleichsweise niedrigen Dispozinssatz an. Meist stammen die besten dieser Angebote von Direktbanken, die die gesamte Kontoführung über das Internet abwickeln.

Warum das so ist? Diese Banken betreiben keine Filialen und müssen folglich weder entsprechendes Personal, noch die Kosten für Standort und Miete zahlen. Dennoch erhalten Sie als Kunde Beratung – allerdings nur telefonisch.

Oft beinhalten diese Angebote eine kostenlose Kreditkarte, die Sie allerdings nur nutzen müssen, wenn Sie das auch wollen. Der große Vorteil einer solchen Option ist, dass Sie dank der kostenlosen Kreditkarte auch im Ausland sehr kostengünstig bei Händlern bezahlen oder an Automaten Geld abheben können.

Ist die gewählte Bank eine Sparkasse oder eine Volksbank oder ganz einfach an Automaten-Netzwerke wie Cash Group oder Cashpool angegliedert, müssen Sie auch beim Abheben Ihres Geldes keine Gebühren fürchten. Neben der enormen Kosteneinsparung erleben Sie hier auch eine deutlich höhere Flexibilität als bei Girokonten anderer Banken.

Praxis-Tipp: Haben Sie sich für eine Bank mit eigenem Automaten-Netzwerk entschieden, können die Gebühren zum Teil hoch ausfallen, wenn Sie an einem fremden Automaten Geld mit Ihrer EC-Karte abheben.

Die meisten Sparkassen etwa verlangen von Nutzern einer fremden Karte Gebühren zwischen 4,75 und 5,05 Euro. Volks- und Raiffeisenbanken erheben Gebühren zwischen 2,05 und 4,95 Euro pro Abhebung durch eine fremde Girocard.

Festgelegt werden diese Kosten grundsätzlich vom Automatenbetreiber. Wie hoch die Gebühr im Einzelfall ist, lässt sich im Vorhinein nur schwer sagen. Allerdings wird der zu zahlende Betrag vor dem Abheben am entsprechendem Automaten angezeigt. So können Sie den Vorgang abbrechen, wenn die Gebühren Ihrer Meinung nach zu hoch sind.

Girokonto Karte in Bankautomat eingesteckt

Gegebenenfalls finden Sie in der Nähe einen anderen Automaten, der weniger Gebühren veranschlagt. Mit einer Kreditkarte ist es deutlich komfortabler, Geld abzuheben – insofern dies kostenlos möglich ist.

Im direkten Vergleich fällt auf, dass die Girokonten der Direktbanken deutlich günstiger sind, als die Angebote der meisten Filialbanken. Dennoch möchten Sie vielleicht nicht auf den Service, den eine Bankfiliale nun einmal bietet, verzichten. Kosten lassen sich hier dennoch sparen, indem Sie vorwiegend auf das Online-Banking setzen oder Ihr Kontomodell wechseln.

Das kosten Konten bei Sparkassen und Volksbanken

Beispielkosten-Girokonto der Sparkassen und Volksbanken

Bank
Kontoname
Kontoführung
im Monat
Kosten pro BelegGirocard (Debitcard)
pro Jahr
Standard-Kreditkarte
pro Jahr
Haspa
Joker Smart
7,90 €0 €0 €25 €
KSK Köln
directGiroClassic
5 €1 €0 €24 €
Harzsparkasse
Giro Online
2,5 €2 €0 €30 €
Mainzer Volksbank
Komfortkonto
6,90 €0 €12 €36 €
Hannoversche Volksbank
Aktivkonto
2,5 €2 €12 €36 €

Quelle: Stiftung Warentest (Stand: 01.07.2019).

Weitere mögliche Optionen für das Girokonto

Es kann durchaus sein, dass Sie auf den üblichen Wegen – bpsw. mit einem passenden Girokontorechner – nicht das richtige Konto für sich finden. Sollte dies der Fall sein, können Sie das ideale Girokonto aber auch auf andere Weise finden:

  • Basiskonto

Erhalten Sie kein normales Girokonto, kann das an Ihrer Schufa liegen. In einem solchen Fall haben Sie aber dennoch ein Anrecht auf ein Basiskonto. Dieses ist mit den Basisfunktionen eines herkömmlichen Girokontos ausgestattet. Sie können Geld überweisen, mit Karte zahlen, Geld abheben und einzahlen sowie Lastschriften einrichten.

  • Regionale Anbieter

Im Girokontorechner werden Ihnen alle bundesweit verfügbaren Girokonten angezeigt. In einigen Fällen kann es aber durchaus sein, dass eine regionale Bank in Ihrer Umgebung vergleichbar günstige Konditionen bietet.

Die Kosten eines Girokontos

Die eigenen Girokonten werden von sehr vielen Banken als kostenlos beworben. Allerdings stimmt das nicht immer. Oft fallen dann anstelle der Kontoführungsgebühren andere, teils noch höhere Kosten an. Ein Beispiel hierfür sind die Kosten für eine Kreditkarte oder die Gebühren bei Auslandsüberweisungen. Oft sind die Kosten auf einen der folgenden Aspekte zurückzuführen.

  • Die Jahresgebühr

Die Jahresgebühr, auch Kontoführungsgebühr genannt, wird nicht von allen Banken erhoben. Hierbei handelt es sich allerdings um die Grundgebühr, die bei einigen Girokonten auch weiterhin gezahlt werden muss. Das Problem bei Konten ohne Jahresgebühr ist, dass sie oft als kostenlos beworben werden – gleichzeitig aber an anderer Stelle überzogene Gebühren verlangt werden.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Entscheidung nicht ausschließlich von der Kontoführungsgebühr abhängig machen. In einigen Fällen wird die Gebühr gesenkt, wenn Sie regelmäßige Geldeingänge auf das betreffende Konto haben.

  • Die Kreditkartenkosten

Einige Kreditinstitute bieten gemeinsam mit ihrem Girokonto auch eine Kreditkarte an. Durch diese entstehen oft allerdings Kosten. Die Jahresgebühr für die Kreditkarte wird oft ähnlich gehandhabt wie die Kontoführungsgebühr. So verlangen einige Banken keinerlei Gebühren, während andere die Kosten senken, wenn die Kreditkarte regelmäßig genutzt wird.

  • Die Girocard-Kosten

Auch die Girocard kann Gebühren verursachen. Besonders häufig kommt das bei Filialbanken vor.

  • Die Gebühren für Partnerkarten

Unter Umständen benötigen Sie eine Zweitkarte für Ihren Partner, Ihre Tochter oder andere Mitglieder Ihrer Familie, welche so dann Zugriff auf das Girokonto haben. Hier können die Banken Gebühren erheben – selbiges gilt für Girocards sowie für Kreditkarten aller Art.

  • Die Überweisungskosten

Wird eine Überweisung getätigt, kann es sein, dass Sie Gebühren bezahlen müssen. Besonders häufig kommt es dazu, wenn die Überweisung auf Papier geschrieben ist und von einem Bankangestellten händisch verarbeitet werden muss. Sofortüberweisungen sind oft ebenfalls mit zusätzlichen Kosten verbunden. Weiterhin fallen oft Gebühren für Überweisungen in Fremdwährungen an.

  • Die Bezahlgebühr

Wird Geld in einer fremden Währung abgehoben oder in einer Fremdwährung mit Karte gezahlt, können Gebühren anfallen. Hier ist es meist irrelevant, ob Sie mit Kreditkarte oder mit Girocard zahlen.

  • Die Sollzinsen

Sollzinsen fallen immer dann an, wenn Sie Ihr Girokonto überzogen haben. Der Dispozins gilt nur, wenn Sie Ihr Girokonto in dem von der Bank genehmigten Rahmen überziehen. Kommen Sie weiter ins Minus, kommen Überziehungszinsen hinzu, die in der Regel wesentlich höher als der Dispozins sind.

Wer des Öfteren in die roten Zahlen rutscht, sollte daher bei der Wahl des Girokontos einen genauen Blick auf den Dispozins werfen. Bedenken Sie zudem, dass Banken meist das Recht haben, den Dispo zu kürzen oder sogar zu kündigen. Ist dies der Fall, müssen Sie Ihre Dispo-Schulden sofort begleichen.

  • Weitere Kosten

Wenn Sie bereits eine Vorauswahl an Girokonten treffen konnten, sollten Sie nun keine übereilte Entscheidung treffen. Lesen Sie zunächst das Leistungsverzeichnis der infrage kommenden Banken durch. Hier erhalten Sie einen Überblick über weitere Kosten. So können beispielsweise für das Versenden der mTAN, die für das Online-Banking oft nötig ist, Kosten anfallen.

Girokonto eröffnen

Ein Girokonto zu eröffnen ist in der Regel eine recht einfache Aufgabe. Zunächst müssen Sie ein einige Angaben auf der bankeigenen Website machen, den Vertrag ausdrucken, unterschreiben und diesen dann der Bank schicken. Ihre Identität können Sie via Videoverbindung zur Bank oder mit dem Postident-Verfahren nachweisen.

Hinweis: Theoretisch ist es möglich, mehrere Girokonten zu führen. In der Praxis gewähren Banken meist jedoch nur ein Konto.

Ist die gewählte Bank bereit, ein Konto für Sie zu eröffnen, erhalten Sie Ihre Zugangsdaten, Ihre Girocard und Ihre PIN per Post. Das mag im ersten Moment recht altmodisch wirken. Grund für dieses Vorgehen ist jedoch, dass die Bank Ihr Konto von Beginn an vor Kriminellen schützen möchte.

Die Zusendung der Daten kann mehrere Wochen dauern. Unter Umständen erhalten Sie aber auch keine Unterlagen, weil sich die Bank weigert, Ihnen ein Girokonto zu eröffnen. Grund dafür ist meist die Bonität des Kunden. Bevor ein Konto eröffnet, ein Dispo gewährt und eine Kreditkarte zugeschickt wird, prüft die Bank zunächst Ihre Schufa-Einträge.

Euroscheine von Girokonto abgehoben in Hand gehalten

Sollte Ihnen das Girokonto verwehrt bleiben, sollten Sie Ihre Schufa-Einträge selbst kontrollieren. Unter Umständen ist hier ein Fehler unterlaufen. Ist dies nicht der Fall und haben Sie tatsächlich eine negative Schufa, können Sie ein Basiskonto eröffnen – dieses kann Ihnen von keiner Bank verwehrt werden.

Jugendliche und Kinder können natürlich auch ein Girokonto eröffnen. Minderjährige benötigen hier jedoch die Zustimmung beider Erziehungsberechtigter. Darüber hinaus wird ein Identitätsnachweis beider Elternteile sowie des Kindes gefordert.

Girokonto wechseln

Der Wechsel des Girokontos ist heute bei weitem nicht mehr so kompliziert wie früher. So bieten die meisten Kreditinstitute inzwischen einen digitalen und kostenlosen Umzugsservice an. So ist der Wechsel oft innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.

Bei einem solchen Wechselservice kooperieren die Banken mit sogenannten Fintechs. Dabei handelt es sich um neue Finanzdienstleister, die die Zahlungsaus- und -eingänge des bisherigen Kontos durchgehen und anschließend die Lastschriftempfänger und weitere Zahlungspartner über den Kontowechsel informieren.

Im September 2016 wurde durch das Gesetz festgelegt, dass die Banken dem Kunden beim Kontowechsel helfen müssen. So übertragen die Banken die Transaktionsdaten der vergangenen 13 Monate an das neue Kreditinstitut.

Das neue Kreditinstitut richtet im Anschluss alle Daueraufträge ein, gibt Zahlungspartnern Bescheid, die Lastschriften tätigen, und korrigiert Überweisungen. Sollten hierbei Fehler passieren, haftet die Bank bei verspäteten Zahlungen.

Liegt noch Geld auf dem alten Konto, muss die alte Bank diesen Betrag auf das neue Konto überweisen und darf dafür keine Gebühr verlangen. Entschieden wurde dies vom Thüringer Oberlandesgericht in einem Urteil vom 8. Januar 2015.

Praxis-Tipp: Führen Sie das alte und das neue Girokonto einige Monate parallel, da der Girokontowechsel trotz Wechselhilfe nicht immer reibungslos verläuft.

Girokonto kündigen

Haben Sie sich entschieden, die Wechselhilfe der Bank zu nutzen, kündigt Ihre neue Bank das bestehende Konto. Das müssen Sie Ihrer neuen Bank allerdings unmissverständlich mitteilen.

Alternativ können Sie Ihr Girokonto aber auch selbstständig kündigen. Verfassen Sie dafür ein Schreiben an Ihre Bank. Dieses kann formlos sein und muss lediglich klarstellen, dass Sie Ihr Konto kündigen wollen. Ebenfalls anzugeben ist hier unbedingt die IBAN des betreffenden Girokontos. Nur so kann die Bank Ihr Schreiben dem richtigen Konto zuordnen.

Nahaufnahme Vertragsdokumente Girokonto und Hände zweier Personen

Rechtlich gesehen müssen Sie sich keine Gedanken um eine Kündigungsfrist machen – diese ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Allerdings legen einige Banken dennoch eine Kündigungsfrist in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen fest. An diese müssen Sie sich dann auch halten. Die Kündigung selbst ist für Sie übrigens immer kostenlos.

Unter Umständen kann es vorkommen, dass Ihre Bank Ihnen Ihr Girokonto kündigt. In dem entsprechenden Schreiben muss Ihnen die Bank mindestens zwei Monate Zeit gewähren, in der sie ein neues Kreditinstitut finden und ein neues Konto eröffnen können. Die einzige Ausnahme sind hier Basiskonten. Diese können von der Bank nur aus ganz bestimmten Gründen gekündigt werden.

Wo kann Geld abgehoben werden?

Das Automatennetzwerk bei Sparkassen sowie bei Volksbanken ist relativ groß. So ist es den Bankkunden möglich, in vielen Orten kostenlos mit ihrer EC-Karte Geld abzuheben. Privatbanken setzen hingegen vermehrt auf Automatennetzwerke wie Cashpool und Cash Group. Bei Banken, die kein Automatennetzwerk bieten, sollten Sie als Kunde auf eine Kreditkarte zurückgreifen.

Allerdings sollten Sie bedenken, dass bekannte Karten wie Visa oder Mastercard keine Angaben dazu machen, an welchen und an wie vielen Automaten ihre Karte akzeptiert wird. In der Regel gibt es jedoch bei den wenigsten Automaten Probleme.

Da einige Sparkassen und Volksbanken die Kreditkarten spezieller Banken sperren, können Sie an diesen Automaten kein Geld erhalten. Halten Sie sich vorwiegend im ländlichen Raum auf, kann es daher sinnvoll sein, wenn Sie sich zunächst bei der örtlichen Bank informieren, ob diese die Kreditkarten anderer Kreditinstitute akzeptiert.

In diesem Zusammenhang ist es für Sie ebenfalls wichtig zu wissen, wie viele Geldautomaten die verschiedenen Banken deutschlandweit anbieten und welche Kunden hier kostenlos Geld abheben können.

Geldautomaten je Anbieter-Verbund in Deutschland

VerbundGeldautomatenVerbundsmitglieder
Sparkassen-Netzca. 25.700Sparkassen
Bankcard-Servicenetzca. 18.300Volksbanken, Raiffeisenbanken, Sparda-Banken
Cash Groupca. 9.000
(+ 1.300 Tankstellen)
Commerzbank, Unicredit Bank, Deutsche Bank, Postbank, Tochterunternehmen dieser Banken
CashPoolca. 3.200u.a. Sparda-Banken, Targobank, Santander, Wüstenrot Bank, Südwestbank, Bank für Sozialwirtschaft, BBBank, Degussa Bank, Berenberg, Merkur Bank, National-Bank, Pax-Bank
Quelle: Recherche auf Website der Anbieter (Stand: September 2018).

Bei den Sparkassen können ausschließlich Kunden mit einem Konto der Sparkasse kostenlos Geld abheben. Zur Verfügung stehen hier deutschlandweit über 25.000 Automaten. Die Kunden der Volksbanken, Raiffeisenbanken und Sparda-Banken können deutschlandweit an etwa 18.300 Automaten des Bankcar-Servicenetzes Geld abheben.

An den 9.000 Cash Group Automaten können vorwiegend Kunden privater Banken Geld abheben. Dazu zählen die Kunden der:

  • Unicredit Bank
  • Commerzbank
  • Postbank
  • Deutschen Bank und
  • Tochterunternehmen der obigen Banken

Mit etwa 3.200 Automaten hat Cashpool das kleinste Automatennetzwerk. Gleichzeitig werden hier allerdings auch die meisten Bankkarten akzeptiert. So unter anderem die Karte der Wüstenrot Bank, der Merkur Bank, der Sparda-Banken, der Targobank und diverser anderer Bankhäuser.

Etwas geht schief: Was ist zu tun?

Nicht immer läuft mit dem Girokonto alles so glatt, wie man es sich wünscht. Es kann durchaus vorkommen, dass jemand zu viel Geld vom Konto abbucht oder Sie eine Überweisung an den falschen Empfänger versenden. Wird via Lastschrift zu viel abgebucht, können Sie das Geld via Online-Banking einfach wieder zurückbuchen.

Haben allerdings Sie selbst den Fehler gemacht – etwa bei einer Überweisung, kann es zu Schwierigkeiten kommen. Hier müssen Sie sich an Ihre Bank wenden, um das Geld zurückzuerhalten. Dennoch ist auch die Kontaktaufnahme zur Bank keine Garantie dafür.

Geld von Girokonto an Bankautomat abheben

Weiterhin können Probleme auftreten, wenn Sie mit Ihrer EC-Karte an der Kasse zahlen und den Einkauf nicht etwa mit der Eingabe Ihrer PIN, sondern mittels einer Unterschrift bestätigen müssen.

In einem solchen Fall wird nicht überprüft, ob Ihr Konto auch tatsächlich gedeckt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wird die Bank die Abbuchung später selbstständig stoppen. Die Folge kann durchaus sein, dass der betroffene Händler, der nun kein Geld für den Einkauf erhält, ein Inkasso-Unternehmen beauftragt.

Sicherheit beim Online-Banking

Um das Online-Banking kommen Sie bei vielen Banken nicht mehr herum. Da Betrüger und Datendiebe bei einem ungesicherten PC besonders große Chancen haben, Zugriff auf Ihre Konten zu erhalten, sollten Sie sich um die Sicherheit Ihres Endgeräts bemühen.

Zinsen auf das Guthaben des Girokontos

Es gibt Banken, die werben tatsächlich mit einer Verzinsung der von ihnen betriebenen Girokonten. Bei Ihrer Kontosuche sollte das allerdings kein ausschlaggebender Punkt bei der Entscheidung sein. Der angebotene Zins liegt bei Girokonten nämlich immer unter der Verzinsung, die Sie etwa auf ein Tagesgeldkonto erhalten würden.

Aufgrund dessen ist es ebenfalls empfehlenswert, nur den Geldbetrag auf dem Girokonto zu belassen, den Sie auch für Ihren planbaren Zahlungsverkehr benötigen. So können Sie auf Ihrem Tagesgeldkonto Reserven anlegen.

Praxis-Tipp: Hat Ihre Bank kein Tagesgeldkonto mit guter Verzinsung im Angebot, sollten Sie sich bei einer anderen Bank nach einem solchen Konto umsehen.

Wer hat Zugriff auf Ihr Konto?

Das ist eine wichtige Frage. Denn eigentlich sollten nur Sie und sonst niemand Zugriff darauf haben. Ändern können Sie dies allerdings mit einer Kontovollmacht. So kann der Bevollmächtigte in Zukunft Geld abheben und an andere Konten überweisen.

Auf Wunsch gilt eine Kontovollmacht sogar bis über den Tod hinaus. So muss der Bevollmächtigte nach dem Ableben des eigentlichen Kontoinhabers nicht darauf warten, den Erbschein ausgestellt zu bekommen, um über das sich auf dem Konto befindliche Geld zu verfügen.

Gängig ist eine Kontovollmacht übrigens auch bei Girokonten für Kinder. Diese sind nämlich noch nicht geschäftsfähig und so müssen und können die Eltern oder Erziehungsberechtigten über das Geld verfügen.

Internationale Bezahlsysteme

Deutsche Bankkarten funktionieren normalerweise über Girocard, das nationale Bezahlsystem. Umgangssprachlich werden die Karten aber immer noch EC-Karte genannt und von den meisten Händlern angenommen. Gleichzeitig kann mit der Girocard Geld an Automaten abgehoben werden. Wie hoch die Gebühr dafür ist, ist abhängig vom Betreiber des Geldautomaten.

Einige Banken bieten ihre Girocards in Kombination mit MasterCard oder Visa an. Folglich haben die EC-Karten so auch eine internationale Zahlfunktion – etwa über V-Pay oder Maestro. Diese Bezahlsysteme werden zumindest innerhalb der europäischen Grenzen von Bankautomaten und von Händlern akzeptiert.

Luftaufnahme Welt bei Nacht

Außerhalb der EU, etwa in den Vereinigten Staaten, in Brasilien oder Neuseeland (um nur ein paar zu nennen), ist ausschließlich Maestro verbreitet. Es kann durchaus sein, dass auch eine V-Pay-Karte außerhalb Europas akzeptiert wird. Das ist allerdings abhängig von Ihrer Bank und von dem Händler beziehungsweise dem Geldautomaten, bei dem Sie die Karte einsetzen.

Bei der Zahlung an der Kasse können Sie dank der europäischen Verordnung zu den Interbanken-Entgelten selbst wählen, ob Sie via V-Pay, Maestro oder der einfachen Girocard-Funktion zahlen möchten. Wichtig ist diese Wahl jedoch nur für den Händler, da es hier je nach System andere Gebühren zu zahlen gilt. In der Regel wählt also der Händler den für ihn günstigsten Weg aus.

Wichtige Fragen – kurz beantwortet

Was ist ein privates Girokonto?
Ein privates Girokonto ist ein Konto, das einzig und allein privaten Zwecken dient. Das bedeutet, dass sämtliche, über dieses Konto abgewickelte, Transaktionen privater Natur sein müssen. Müssen geschäftliche Zahlungen gebucht werden, ist hierfür ein Geschäftskonto zu eröffnen.
Was ist ein Girokonto kurz und einfach erklärt?
Per Definition ist das Girokonto die Grundlage für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Mithilfe dieses Kontos ist es möglich, Rechnungen bargeldlos zu zahlen, die Miete zu überweisen und Gehaltszahlungen zu empfangen. So wird das Girokonto für alle erdenklichen Geldgeschäfte genutzt und folglich gerne auch “Zahlungskonto” genannt.
Was ist ein Sparkassen-Girokonto?
Ein Girokonto bei der Sparkasse ist laut der Bank selbst eine flexible und moderne Lösung, um Geld sicher aufzubewahren. Gleichzeitig kann das Geld im Bedarfsfall an andere Konten überwiesen werden. Der Kontoinhaber kann Daueraufträge einrichten und an jedem Geldautomaten – für keine oder kleine Gebühr – Geld abheben.
Was muss ich tun, um ein Girokonto zu eröffnen?
Zunächst ist es wichtig die richtige Bank zu finden. Dann kann direkt bei der Bank ein Girokonto eröffnet werden. Alles, was dafür benötigt wird ist der eigene Personalausweis. Idealerweise machen Sie zuvor einen Termin mit einem Bankangestellten aus, um Terminkonflikte zu vermeiden.
Welche Bank bietet ein kostenloses Girokonto an?
Es gibt insgesamt 40 Sparkassen und Banken, die Girokonten kostenlos anbieten. Das bedeutet, dass keine Kontoführungsgebühr fällig wird und kein Mindestgeldeingang verlangt wird. Auch die Girocard ist vollkommen kostenlos – ebenso wie Überweisungen.

Banken, die solch kostengünstige Girokonten anbieten sind die PSD Banken, die DKB und ING sowie die 1822 Direkt. Auch Comdirect, die Deutsche Skatbank, N26, die Wüstenrot Bank, die Norisbank und Moneyou bieten kostenlose Konten an. Das Girokonto gibt es aber auch bei bekannten Banken wie der Commerzbank sowie einigen Sparda-Banken und VR-Banken.


Hier beginnen nun die Praxistipps zur Findung eines geeigneten Anbieters:

Die beste Vorgehensweise

  • Bei der Suche nach einem Girokonto mit den passenden Konditionen hilft Ihnen der Girokontorechner weiter. Hier wird anhand eines Beispielkunden errechnet, wie viel das Konto tatsächlich für Sie kostet.
  • Sind Sie viel in der Welt unterwegs? Dann bietet sich ein Girokonto der Comdirect, der Norisbank, oder ein DKB-Cash Girokonto an.
  • Sind Sie vermehrt im europäischen Raum unterwegs, können Sie sich auch auf die ING-Diba verlassen. Mit diesen Girokonten sind Sie häufig günstiger dran, als mit weltweit kostenlosen Angeboten.
  • Sollte Ihre Wunschbank nicht bereit sein, ein Girokonto für Sie zu eröffnen, sollten Sie Ihren Schufa-Score kontrollieren. Alternativ kann auch ein Basiskonto eröffnet werden.

Das günstigste Girokonto finden

Wie gut ein Girokonto zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt, ist von vielen verschiedenen Aspekten abhängig. Einen ersten Überblick können Sie mithilfe des Girokontorechners erhalten. Besonders gut machen sich hier vor allem Comdirect, die Norisbank, und DKB, wenn es darum geht, Geld kostenlos abzuheben.

Als Reisender innerhalb der Eurozone profitieren Sie ebenfalls vorwiegend von Konten der DKB und der Comdirect. Gleichzeitig bietet es sich hier aber auch an, ein Girokonto bei der ING-Diba zu eröffnen.

Leistungen der Comdirect

Kunden der Comdirect erhalten bei der Eröffnung eines Girokontos neben einer V-Pay-Girocard eine Visa-Kreditkarte. Innerhalb Deutschlands kann mit der Girocard an den insgesamt 9.000 Automaten der Cash Group Geld kostenlos abgehoben werden.

Das kann durchaus als Nachteil angesehen werden, da Kunden anderer Banken alle rund 56.000 Automaten zur Verfügung stehen. Der zugrunde liegende Dispozins beträgt bei der Comdirect 6,5 Prozent nominal pro Jahr.

Außerhalb Deutschland fallen mit der Girocard der Comdirect Fremdwährungsgebühren an. Dennoch kann im Ausland kostenlos Geld abgehoben werden. Dafür muss zwischen der Girocard und der Kreditkarte gewechselt werden.

Länder, deren Währung der Euro ist, akzeptieren für die kostenlose Abhebung die Girocard. In allen anderen Ländern – sei es nun Schweden innerhalb der EU oder Kanada außerhalb der EU – akzeptieren für kostenlose Zahlungen die von Comdirect vergebene Kreditkarte.

Bedenken Sie außerdem, dass bei Abhebungen mit der Girocard der Comdirect eine Mindestabhebesumme von 50 Euro besteht. Weniger Geld können Sie nur dann abheben, wenn auf Ihrem Konto weniger als 50 Euro vorhanden sind. Kunden, die das Juniorgiro nutzen, können ebenfalls niedrigere Summen abheben.

Über Geldautomaten der Commerzbank können Kunden der Comdirect Bargeld auf ihr Girokonto einzahlen. Jährlich ist das dreimal kostenlos möglich. Ab der vierten Bareinzahlung fallen Gebühren von 1,90 Euro pro Einzahlung an.

Beim Online-Banking bietet die Comdirect ein kostenloses TAN-Verfahren an. Dabei handelt es sich um das photoTAN-Verfahren. Wollen Sie Ihre Bankgeschäfte über mTAN erledigen, müssen Sie für jede SMS bezahlen.

Comdirect Girokonto*

kostenlose Visa-Karte und Girocard

  • keine Jahresgebühr
  • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
  • Geld einzahlen über die Commerzbank
  • Günstigster Dispokredit 6,50 %
  • Fremdwährungsgebühr von 1,75 %
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Leistungen der Norisbank

Entscheiden Sie sich für ein kostenloses Girokonto der Norisbank, erhalten Sie neben einer Maestro-Girocard zusätzlich auch eine Kreditkarte von Mastercard. Ähnlich wie bei der Comdirect wechseln Sie zwischen der Kreditkarte im Ausland und der Girocard in Deutschland. So können Sie überall völlig kostenlos Ihr Geld abheben.

Bezahlen Sie mit Ihrer Karte in einer Fremdwährung, beispielsweise in Schwedischen Kronen, Pfund oder Dollar, fallen sowohl bei der Girocard als auch bei der Kreditkarte Gebühren an. Bedenken Sie außerdem, dass der Dispozins bei der Norisbank mit 10,85 Prozent vergleichsweise hoch ist.

Da es sich hier um ein Online-Konto handelt, können Sie Ihre Kontoauszüge an den Terminals aller Filialen der Deutschen Bank ausdrucken lassen – vollkommen kostenlos versteht sich. Geld einzahlen können Sie ebenfalls an den Geldautomaten der Deutschen Bank.

Die Norisbank setzt wie die Comdirect auf das photoTAN-Verfahren, wenn Sie sich in Ihr Online-Banking einloggen, Überweisungen tätigen und Daueraufträge einrichten wollen. Gebühren fallen nur dann an, wenn Sie das mTAN-Verfahren mit den kostenpflichtigen SMS nutzen möchten.

Norisbank Top-Girokonto*

kostenlose Mastercard und Girocard

  • keine Jahresgebühr
  • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
  • Geld einzahlen über die Deutsche Bank
  • Dispozins von 10,85 %
  • Fremdwährungsgebühr von 1,75 %
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Leistungen der DKB (Deutsche Kreditbank)

Kunden der DKB erhalten zu ihrem kostenlosen Girokonto eine V-Pay-Girocard sowie eine Kreditkarte von Visa. Der fällige Dispozins, sollte das Konto einmal im Minus sein, beträgt nominal 6,9 Prozent im Jahr. Effektiv sind das 7,08 Prozent.

Empfehlenswert ist es grundsätzlich die Visa-Kreditkarte zu nutzen. Grund dafür ist, dass die DKB keinem Automatenverbund angehört. Abhebungen mit der Girocard sind folglich an fast allen Automaten mit Kosten verbunden. Sinnvoll ist es dennoch, die Girocard dabei zu haben. Diese kann nämlich immer dann eingesetzt werden, wenn die Kreditkarte nicht akzeptiert wird.

Wird mit der Kreditkarte von Visa Geld abgehoben, kostet das weltweit keine zusätzliche Gebühr. Ausnahmen sind hier einige wenige Automatenbetreiber. Beachten Sie bei der DKB, dass Sie mindestens 50 Euro abheben müssen, wenn Sie die Kreditkarte dafür nutzen. Dafür müssen Sie auch bei Zahlungen in Fremdwährungen keine Gebühren zahlen.

Das Bankkonto der Deutschen Kreditbank kann von Verbrauchern ein Jahr lang kostenlos getestet werden. Anschließend werden die Kunden von der Bank in zwei Gruppen geteilt. Einerseits sind da die Kunden, bei denen pro Monat durchschnittlich 700 Euro auf das DKB-Girokonto eingehen. Ihnen bleiben die besonderen Konditionen erhalten.

Kunden, bei denen weniger Geld pro Monat auf das Konto eingeht, werden sich mit verschlechterten Konditionen arrangieren müssen. Hier wird dann ein erhöhter Dispozins fällig. Außerdem fallen bei der Bezahlung und der Abhebung an Geldautomaten außerhalb der Eurozone Fremdwährungsgebühren an.

Was das Online-Banking betrifft, so wird bei der DKB das chipTAN-Verfahren eingesetzt. Hier wird die benötigte PIN mit einem Generator erzeugt. Alternativ kann die TAN aber auch über eine zugehörige App auf dem Handy erzeugt werden. Kostenlos sind beide Verfahren.

Weiterhin ist es bei der Deutschen Kreditbank möglich, Bargeld einzuzahlen. Dafür muss einer der folgenden Einzelhändler aufgesucht werden:

  • Rewe
  • DM
  • Real
  • Penny

Benötigt wird für die Geldeinzahlung ein Smartphone und die DKB-App. Allerdings werden hier Gebühren von 1,5 Prozent der eingezahlten Summe fällig.

DKB Cash Girokonto*

kostenlose Visa-Karte und Girocard

  • keine Jahresgebühr
  • kostenlos Bargeld abheben im In- und Ausland
  • keine Gebühr für Zahlungen außerhalb der Eurozone
  • Dispozins von 6,74 % pro Jahr
  • Konditionen gelten nur bei 700 € Geldeingang
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Leistungen der ING

Das kostenlose Girokonto der ING beinhaltet eine Girocard und eine Kreditkarte von Visa. Gelder werden von beiden Karten zeitnah und mehrmals im Monat abgebucht.

In der Fachsprache werden solche Karten auch Debit-Karten genannt. Diese können etwa bei der Buchung eines Hotelzimmers oder eines Mietwagens für Probleme sorgen, da sie nicht immer akzeptiert werden.

Innerhalb der Eurozone können Sie mit der Visa-Kreditkarte kostenlos Geld abheben. Innerhalb Deutschlands können Sie die Girocard an den Automaten der ING nutzen. Der Betrag für die Abhebung muss mindestens 50 Euro betragen. Nutzen Sie die Visa-Karte außerhalb der Eurozone fallen sowohl für das Bezahlen als auch für das Abheben 1,75 Prozent Gebühren auf den entsprechenden Betrag an.

Einzahlen können Sie Bargeld bei der Reisebank. Dies ist immer dann kostenlos, wenn die Summe zwischen 1.000 und 25.000 Euro liegt. Beim Online-Banking wird auf das iTAN- und auf das mTAN-Verfahren sowie auf die bankeigene App gesetzt. Im Vergleich zu anderen Banken ist der Dispozins der ING mit 6,99 Prozent im Mittelfeld.

ING Girokonto*

kostenlose Visa-Karte und Girocard

  • keine Jahresgebühr
  • Gebühr von 1,75 % beim Bezahlen und Abheben außerhalb der Eurozone
  • Kreditkarte ist eine Debit-Karte
  • Konditionen gelten nur bei 700 € Geldeingang
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Der Girokontorechner

Und hier nochmals zusammengefasst alle Banken im Vergleich auf einen Blick: