Gasvergleich

Aktualisiert: 13. Januar 2020 | Thomas Nissen
Das Wichtigste auf einen Blick
Mit einem guten Gasanbieter sparen Sie jeden Monat Geld.

  • Beziehen Sie eine neue Wohnung und stellen das Gas an, zahlen Sie einen teuren Tarif. Um Geld zu sparen, wechseln Sie den Anbieter möglichst schnell.
  • Selbst wenn Sie schon einen günstigen Tarif haben lohnt es sich, immer wieder die Preise zu vergleichen. Der Markt ist stark in Bewegung und die Angebote ändern sich regelmäßig.
  • Ein Wechsel des Anbieters ist einfach. Sie brauchen selbst kaum etwas zu tun, denn der neue Anbieter kümmert sich um die Formalitäten.

Im Video finden Sie alle wichtigen Informationen zum Gasvergleich zusammengefasst:

Gasvergleich: So finden Sie den besten Gasanbieter

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In unserem Ratgeber “Wissenswertes”

Gasheizungen sind in Deutschland beliebt. Beinahe jede zweite Wohnung wird mit Gas beheizt. Als Hausbesitzer haben Sie die freie Wahl unter den Anbietern. Sind Sie Mieter und hat ihre Wohnung eine Gastherme, können Sie den Anbieter ebenfalls frei wählen.

Ein Preisvergleich ist unproblematisch

Bei Wohnungen mit Gastherme brauchen Sie sich um die Heizung zunächst nicht zu kümmern. Durch die Benutzung des Gases schließen Sie jedoch automatisch einen Vertrag mit dem Versorger am Ort am. Die Preise dieser sogenannten Grundversorgung sind sehr hoch, sodass sich ein Wechsel fast immer lohnt.

Für die Auswahl eines günstigen Anbieters nutzen Sie einen Vergleichsrechner. Geben Sie einfach die gewünschten Daten ein und innerhalb weniger Sekunden finden Sie einen passenden Anbieter.

Selbst wenn Sie schon einen günstigen Tarif haben, lohnt es sich, regelmäßig einen Vergleichsrechner zu nutzen. Der Markt ist stark in Bewegung und die Preisstruktur ändert sich ständig. Mit einer regelmäßigen Überprüfung bleiben Sie auf dem Laufenden.

Eine freie Anbieterauswahl ist nicht immer möglich

Sie können den Anbieter jederzeit selbst bestimmen, wenn Sie eine Wohnung mit Gastherme haben. Hat ihre Wohnung jedoch eine Gastzentralheizung bestimmt Ihr Vermieter den Anbieter. Der Paragraf 556 Abs. 3 im Bürgerlichen Gesetzbuch regelt, dass der Vermieter wirtschaftlich handeln muss.

Konkret bedeutet das, er darf keinen Anbieter mit hohen Kosten nehmen. Wichtig ist außerdem die Transparenz. Der Vermieter muss Ihren Verbrauch korrekt erfassen und darf Ihnen nur die Kosten für Ihren Verbrauch berechnen. Dies ist in den Paragrafen 4 und 6 der Heizkostenverordnung geregelt.

Die Sparmöglichkeiten durch einen günstigeren Vertrag

Nachfolgend sehen sie die Entwicklung der Gaspreise seit 2011. Wie Sie der Grafik entnehmen können, sind die Preise ab 2016 gefallen. Die Grafik enthält noch nicht die Preise von 2019. In diesem Jahr stiegen die Kosten wieder an.

Gaspreise für private Haushalte in Europa 2019

Daten erstes Halbjahr 2019 einschließlich Steuern ausgewählter Länder.

Quelle: Eurostat (Stand: November 2019).

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hat den Verbrauch genau analysiert und festgestellt, dass die Preise 2019 um neun Prozent angestiegen sind. Eine Kilowattstunde kostete 2019 6,19 Cent, bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr.

Der Grund für die Preiserhöhung ist nicht klar. Die Anbieter nennen gestiegene Beschaffungskosten als Grund. Das ist zwar richtig, betrifft aber 2018, denn in diesem Jahr sind die Importkosten um 15 Prozent gestiegen. Diese sind jedoch 2019 wieder zurückgegangen. Sie waren im Mai so günstig wie seit drei Jahren nicht mehr.

Neben den Beschaffungskosten gaben viele Anbieter eine gestiegene Bilanzierungsumlage an. Diese stieg zwar am 1. Oktober 2018 an, ging aber ein Jahr später wieder zurück.

Ein Preisvergleich lohnt sich besonders, wenn Ihr Anbieter die Preise erhöht hat. Die Konkurrenz zwischen den Anbietern ist hoch und Sie finden leicht einen günstigeren Anbieter. Sie können mit einer Preisersparnis von mindestens 100 Euro rechnen. Dabei wird ein Verbrauch von 10.000 Kilowattstunden zu Grunde gelegt.

Befinden Sie sich noch in der Grundversorgung sollten Sie über einen Wechsel nachdenken. Das ist dann der Fall, wenn Sie nach einem Umzug einfach den örtlichen Anbieter genommen haben. Die Preise sind ungefähr um 15 Prozent höher als bei anderen Anbietern. Sie sparen bei einem Wechsel ungefähr 200 Euro im Jahr.

Gaspreise von Haushaltskunden

Gasverbrauch
kWh pro Jahr
Tarif GrundversorgungAnderer Tarif
Grundversorger
Tarif
anderer Anbieter
< 5.55610,46 Ct/kWh9,52 Ct/kWh9,79 Ct/kWh
5.556 -
55.556
7,28 Ct/kWh6,44 Ct/kWh6,22 Ct/kWh
> 55.556 6,34 Ct/kWh5,65 Ct/kWh5,30 Ct/kWh
Quelle: Bundesnetzagentur/Bundeskartellamt (Stand: 27.11.2019).

Diese Eigenschaften zeichnen gute Gasanbieter aus

Sie haben die Wahl unter ungefähr 600 Anbietern. Diese unterscheiden sich im Preis und im Leistungsspektrum. Mit einem Vergleichsrechner finden Sie schnell den passenden Anbieter. In unserem Vergleichsrechner vergleichen Sie sowohl “normales” Gas und Gas, das ökologischen Ansprüchen gerecht wird. Bei letzteren handelt es sich um Bio-Gas, Klima-Gas oder bei denen die Anbieter das entstehende Kohlenstoffdioxid ausgleichen, indem Sie für entsprechende Projekte spenden.

Sie unterstützen damit Organisationen, die Wälder aufforsten und damit das entstehende CO2 wieder aus der Atmosphäre entfernen. Wir achten darauf, dass es sich in Leistung und Preis um gute Angebote handelt.

Ein empfehlenswerter Gasanbieter hat folgende Eigenschaften:

  • Sie geben eine Preisgarantie von mindestens einem Jahr.
  • Die Kündigungsfrist beträgt höchstens sechs Wochen.
  • Der Vertrag läuft nicht länger als ein Jahr.
  • Nach dem Ende der Vertragslaufzeit wird der Vertrag immer nur um einen weiteren Monat verlängert.

Diese Bedingungen schützen Sie davor, dass Sie sich für einen längeren Zeitraum verpflichten. Während des ersten Jahres gibt es keine Preissteigerung. Anschließend ist eine Kündigung kein Problem.

Der Gesetzgeber sieht weniger strenge Richtlinien vor. Die maximale Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate und die Kündigungsfrist liegt bei maximal drei Monaten.

Gasanbieter mit Bonuszahlungen

Der Wettbewerb unter den Anbieter ist hoch und viele bieten Ihnen Bonuszahlungen an, wenn Sie sich für diesen Anbieter entscheiden. Die Beträge sind hoch und betragen häufig sogar 300 Euro.

Viele Kunden können dem nicht widerstehen und schließen einen Vertrag ab, aber nicht immer sind diese Angebote günstig. Die Bonuszahlungen verschleiern oft einen teuren Vertrag. Im ersten Jahr fällt das aufgrund der Vergünstigung nicht auf. Kündigen Sie aber nicht rechtzeitig, zahlen Sie ab dem zweiten Jahr einen hohen Preis.

Nahaufnahme Gasherd mit Gas nach Gasanbieter wechsel

Je nach Ausgestaltung können Sie folgende Boni bekommen: Bei einem Sofortbonus erhalten Sie innerhalb von drei Monaten Geld. Unter einem Direktbonus versteht man eine geringere Abschlagszahlung in den ersten drei Monaten.

Viele Gasanbieter bieten Ihnen einen Neukundenbonus an. Diesen erhalten Sie oft erst am Ende der Laufzeit. Achten Sie bitte darauf, dass Ihnen dieser ausbezahlt wird. Immer wieder kommt es vor, dass Sie den versprochenen Neukundenbonus gar nicht bekommen.

Dies ist oft der Fall, wenn der Vertrag vor Ablauf eines Jahres endet. Außerdem legen die Firmen den Begriff “Neukunde” oft sehr eng aus. Haben Sie schon einen anderen Vertrag bei dem Anbieter zur Stromversorgung, sind Sie kein Neukunde mehr. In diesem Fall erhalten Sie den Bonus nicht. Genauere Informationen finden Sie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Gasversorgers.

Nicht jeder Tarif ist kostendeckend

Immer wieder geschieht es, dass ein Anbieter nach der Preisbindung plötzlich die Preise verdoppelt oder sogar verdreifacht. Dies bedeutet meist, dass der Tarif bislang nicht kostendeckend war.

Haben Sie bisher einen hohen Bonus erhalten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Tarif für den Versorger nicht kostendeckend ist. Selbst normale Tarife decken nicht immer sämtliche Kosten ab.

Ihr Gasversorger darf den Preis nicht einfach erhöhen. Er muss Ihnen sein Vorhaben ankündigen. Bei einer Preiserhöhung haben Sie immer ein außerordentliches Kündigungsrecht, worauf er hinweisen muss. Solche Schreiben sind manchmal ein wenig umständlich abgefasst und ein oberflächlicher Leser übersieht möglicherweise die Preiserhöhung.

Praxis-Tipp: Lesen Sie die Schreiben von Ihrem Anbieter gründlich, um eventuelle “Preisanpassungen” nicht zu übersehen.

Oft vermeiden die Gesellschaften das negativ besetzte Wort “Erhöhung” und sprechen stattdessen von einer “Preisanpassung”. Legen Sie Wert auf stabile Preise, entscheiden Sie sich für einen Anbieter, dessen Preise so kalkuliert sind, dass sie die Kosten decken.

Ob ein Preis kostendeckend arbeitet lässt sich anhand der Grundversorgung abschätzen. Der örtliche Gasbetreiber bestimmt 25 Prozent des Gaspreises. Sie finden den Preis auf der Internetseite des Grundversorgers. Vergleichsportale zeigen normalerweise auch die Grundversorgung an Ihrem Wohnort an.

Nach unserer Recherche waren die Neukundentarife 2019 größtenteils kostendeckend. Erhöht Ihr Anbieter nach dem Ende der Preisgarantie den Tarif, nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht.

So wechseln Sie Ihren Gasanbieter

Nicht immer ist ein Wechsel des Anbieters notwendig. Fragen Sie einfach den alten Anbieter nach besseren Konditionen. Dieser will Sie als Kunden nicht verlieren und macht Ihnen ein gutes Angebot. Vergleichen Sie dieses mit den Preisen anderer Gesellschaften. Möglicherweise können Sie nachverhandeln.

Katze schläft auf Heizungskörper nach Gasvergleich

Bekommen Sie kein gutes Angebot oder sind Sie mit dem alten Anbieter nicht zufrieden, dauert der Wechsel zu einem anderen Gasversorger nur wenige Minuten. Besuchen Sie die Seite des Anbieters und füllen Sie das entsprechende Formular aus. Notwendig sind dazu Ihr Name, Ihre Anschrift, die Nummer Ihres Gaszählers und den bisherigen Verbrauch.

Sie müssen außerdem genau angeben, ab wann der Vertrag gelten soll. In Ihrem alten Vertrag finden Sie die Kündigungsbedingungen. Diese müssen Sie beachten, damit der Vertrag vom neuen Anbieter lückenlos weitergeführt werden kann.

Sie können einen Vertrag auch auf direkt auf gängigen Vergleichsportalen abschließen. Der Vorgang unterscheidet sich nicht vom Abschluss beim Anbieter.

Das Ausfüllen und Abschicken eines Antrags auf Gasversorgung reichen noch nicht aus. Der Vertrag ist erst rechtsgültig, wenn Sie vom Anbieter eine Bestätigung erhalten. Ihr gewünschter Versorger prüft zunächst, ob er Sie überhaupt versorgen darf.

Um das zu erfahren wendet er sich an den Netzbetreiber. Dieser teilt ihm mit, wie lange Ihr Vertrag noch läuft. Haben Sie bisher nicht gekündigt, übernimmt der neue Anbieter das für Sie. Ist Ihr Vertrag schon gekündigt, erhalten Sie sofort eine Bestätigung von Ihrem Anbieter. Der Wechsel sollte nicht länger als zwei bis drei Wochen dauern.

So gehen Sie bei einer Ablehnung vor

Eine Ablehnung bekommen Sie, wenn ein Vertragsbeginn zum gewünschten Termin nicht möglich ist. Können Sie nicht rechtzeitig kündigen, ist ein neuer Vertrag noch nicht möglich. Sie können nur von einem Anbieter Ihr Gas beziehen. Sollten Sie der Meinung sein, dass die Ablehnung ungerechtfertigt ist, melden Sie sich bei Ihrem gewünschten Gasversorger und stellen Sie den Sachverhalt richtig.

Nicht immer erhalten Sie eine Ablehnung, sondern einfach eine Änderung Ihres Lieferwunsches. Ihr zukünftiger Anbieter beginnt mit der Lieferung, wenn der alte Vertrag ausläuft. Manchmal schafft der Anbieter einfach die Lieferung zum gewünschten Termin nicht.

Ein Gasanbieter kann sich seine Kunden aussuchen. Nur der Grundversorger muss Sie als Kunde aufnehmen. Hatte der Kunde in der Vergangenheit schon Probleme mit dem Anbieter, kann es sein, dass er keinen neuen Vertrag abschließen will.

Einige Versorger gewähren Kunden, die schon einmal von ihnen beliefert wurden, keinen Bonustarif. Wenn Sie das verhindern wollen, beantragen Sie eine Löschung Ihrer Daten beim alten Anbieter.

Unternehmen müssen Rechnungen aus steuerlichen Gründen elf Jahre aufbewahren. Die anderen Abteilungen dürfen auf diese Daten keinen Zugriff haben. Wichtig ist, dass die Vertriebsabteilung und der Kundenservice nicht erkennen, dass Sie schon einmal Kunde waren.

Ist durch einen Wechsel die Gasversorgung gefährdet?

Viele Kunden wechseln nicht, weil sie Angst haben, dass durch den Wechsel eine Lücke in der Gasversorgung entsteht. Diese Angst ist unbegründet. Werden Sie vom gewünschten Anbieter abgelehnt, beziehen Sie Ihr Gas vom Grundversorger.

Dies gilt auch, wenn bei der Änderung ein Fehler passiert und es bei der Versorgung Probleme gibt. In diesem Fall erhalten Sie eine Ersatzversorgung. Diese springt ein, wenn ein Vertrag endet und Sie keinen neuen haben.

Ziehen Sie in eine Wohnung und schließen keinen Vertrag ab, erhalten Sie zunächst die Ersatzversorgung. Haben Sie einen neuen Anbieter, endet die Ersatzversorgung. Eine Kündigung ist nicht notwendig.

Nahaufnahme Heizkörper nach Gasanbieter wechsel

Die Ersatzversorgung bekommen Sie nur für drei Monate. Danach erhalten Sie zum gleichen Tarif die Grundversorgung. Diese müssen Sie mit einer Kündigungsfrist von zwei Wochen kündigen.

Eine Versorgungslücke tritt eigentlich nur ein, wenn die Gasrechnung nicht bezahlt wird. Ziehen Sie in eine Wohnung, bei dem der Vormieter seine Rechnungen nicht bezahlt hat, kann es sein, dass der Anschluss zunächst nicht funktioniert.

Teilen Sie dem Netzbetreiber den Mieterwechsel mit, nimmt dieser die Versorgung sofort auf. Keine Probleme bekommen Sie, wenn Sie sich vor dem Umzug einen Gasanbieter suchen. Dann ist die Sperrung schon vor Ihrem Einzug aufgehoben.

So geht es nach dem Vertragsabschluss weiter

Zeitnah teilt Ihnen Ihr neuer Lieferant mit, wann die Versorgung beginnt und wieviel das Gas kostet. Die meisten rechnen den Verbrauch erst nach einem Jahr ab. Bis zur endgültigen Abrechnung bezahlen Sie Abschläge. Die Zahlung beginnt erst mit dem Lieferbeginn.

Beim Vertragsabschluss geben Sie Ihren bisherigen Verbrauch an. Daran orientieren sich zunächst die Abschlagszahlungen. Sind die Zahlungen zu hoch, wenden Sie sich an den neuen Versorger.

Bitten Sie ihn, die Zahlungen an Ihren tatsächlichen Verbrauch anzupassen. Halten Sie entsprechende Dokumente bereit und weisen Sie ihm den Verbrauch nach. Haben Sie bisher noch nie Gas bezogen, orientiert sich der Abschlag an vergleichbaren Kunden.

Der Gasversorger muss Ihnen nach §41 Abs. 2 EnWG mindestens zwei Zahlmethoden vorschlagen. Am bequemsten ist das Sepa-Lastschriftverfahren. Sie erlauben Ihren Versorger den fälligen Betrag von Ihrem Konto abzubuchen.

Den Wechsel des Anbieters bekommen Sie nicht mit, denn das Gas bleibt dasselbe.

Was beim Umgang mit Gasversorgern wichtig ist

Für Kündigungsfristen, Preiserhöhungen und Abrechnungen gibt es genaue Vorschriften. Diese sollten Sie kennen. So vermeiden Sie ärgern und wissen, wann Sie oder der Gasversorger im Recht ist:

Abrechnung:
Sie bekommen einmal im Jahr eine Abrechnung über die genauen Kosten. Der Zeitraum darf nicht länger als zwölf Monate sein. Der Abrechnung entnehmen Sie, wieviel Gas Sie im Abrechnungszeitraum genau verbraucht haben und was das kostet.

Der Gaszähler muss dabei einmal im Jahr abgelesen werden. Dies erledigt meist der Kunde und teilt es dem Anbieter mit. Falls Sie das versäumen, wird er geschätzt, was höhere Kosten zur Folge haben kann.

Zeitpunkt der Rechnungsstellung:
Dieser ist ebenfalls genau festgelegt und muss innerhalb von sechs Wochen nach Abrechnungszeitraum erfolgen. Ist Ihr Verbrauch geringer als im letzten Jahr, verringert sich Ihre Abschlagszahlung. Ist das nicht der Fall, schreiben Sie einen Brief und verlangen eine günstigere Abschlagszahlung.
Rechnung:
Diese sollten Sie vier Jahre aufbewahren. Dies ist sinnvoll, weil der Gesetzgeber dem Gasversorger erlaubt, die Rechnung drei Jahre nach Ausstellung zu korrigieren. Es kann Ihnen also passieren, dass Sie nachträglich einen höheren Preis bezahlen müssen.

Preiserhöhung:
Vor jeder Preiserhöhung erhalten Sie eine Mitteilung Ihres Versorgers. Ihr Gasanbieter ist verpflichtet Ihnen mitzuteilen, dass Sie ein Sonderkündigungsrecht haben. Eine Kündigungsfrist müssen Sie dabei nicht beachten. Eine Preiserhöhung ist immer möglich, außer Sie haben einen Vertrag mit Preisgarantie.

Daneben gibt es noch eine eingeschränkte Preisgarantie. Das bedeutet, dass eine Preiserhöhung aufgrund von Konzessionsabgaben und Steuern möglich ist. Auch Netzentgelte geben manche Anbieter an ihre Kunden weiter. In den letzten Jahren haben sich die Steuern und Konzessionsabgaben kaum verändert, nur die Netzentgelte sind seit 2012 um ungefähr 15 Prozent angestiegen.

Kündigung des Versorgungsvertrages:
Die genauen Kündigungsfristen sind im Vertrag festgehalten. Haben Sie sich für einen anderen Anbieter entschieden, übernimmt dieser die Kündigung. Die Fristen sind pünktlich einzuhalten, ansonsten verlängert sich der Vertrag. Sie müssen erst das Ende der Kündigungsfrist abwarten, bis Sie den Anbieter wechseln können.

Eine Kündigung ist nach § 309 Nr. 12 BGB durch E-Mail, Brief oder Fax möglich. Die genaue Postanschrift bzw. E-Mail-Adresse finden Sie in den AGB. Bitten Sie den Versorger um eine Bestätigung der Kündigung. Viele Gasversorger haben auf Ihrer Internetseite ein Serviceportal. Darüber ist manchmal auch eine Kündigung möglich.

Eine Alternative sind Kündigungsdienste. Diese verlangen für ihre Dienstleistung zwar ein paar Euro, doch dafür haben Sie die Gewähr, dass die Kündigung den Empfänger erreicht. Oft bekommen Sie sogar eine Kündigungsgarantie.

Was beim Umzug geschieht:
Einige Gasversorger bieten Ihren Kunden beim Umzug ein Sonderkündigungsrecht an. Ob das auch bei Ihnen der Fall ist, steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Sollte eine Belieferung am neuen Wohnort möglich sein, bestehen manche Anbieter darauf, dass Sie den Vertrag zunächst fortführen.

Wenn Sie ausziehen ist es wichtig, sich um den Gasanschluss zu kümmern. Ohne Kündigung müssen Sie weiterzahlen. Wenn ein neuer Vermieter einzieht, fällt der Wechsel auf. Nicht immer wird eine Wohnung sofort weitervermietet. In diesem Fall zahlen Sie für Ihre alte Wohnung immer noch den Grundpreis, auch wenn Sie gar kein Gas verbrauchen.

Werfen Sie beim Auszug einen Blick auf den Gaszähler und notieren Sie sich den aktuellen Stand. Diesen teilen Sie Ihren Gasanbieter mit. Sie erhalten nach wenigen Wochen eine Endabrechnung.

Hilfe bei Problemen

Normalerweise gibt es bei der Gasversorgung keine Probleme. Manche Gasanbieter nehmen es jedoch mit den gesetzlichen Bestimmungen nicht so genau. Fällt Ihnen auf, dass sich der Anbieter entgegen seines Vertrags oder den gesetzlichen Bestimmungen verhält, schreiben Sie ihm eine kurze E-Mail oder einen Brief. Weisen Sie ihn freundlich auf das Problem hin. In den meisten Fällen ist die Angelegenheit damit erledigt.

Nahaufnahme Gasherdplatte nach Gasvergleich

Bei Problemen wenden Sie sich an die Schlichtungsstellen Energie. Sie finden auf jeder Abrechnung, bei Abschluss eines Liefervertrages und bei jeder Preiserhöhung einen Hinweis auf diese Stelle.

Der Gasversorger bemüht sich, das Problem ohne Schlichtung aus der Welt zu schaffen. Diese kostet dem Unternehmer eine dreistellige Summe, welche die Schlichtungsstelle berechnet. Eine Schlichtung wird immer dann in die Wege geleitet, wenn Sie nachweisen können, dass Ihr Versorger auf Ihr Anliegen nicht reagiert.

Falls Sie Ihren Vertrag über einen Makler abgeschlossen haben, hilft ihnen dieser bei Problemen weiter.

Wichtige Fragen – kurz beantwortet

Gasanbieter wechseln: Was muss ich beachten?
Achten Sie bei einem Gasanbieter vor allem auf einen günstigen Preis und faire Tarifbedingungen. Die Laufzeit sollte möglichst kurz sein, auf keinen Fall länger als zwölf Monate, die Kündigungsfrist darf maximal sechs Wochen betragen. Verträge mit Preisgarantie sind zu bevorzugen.

Bonuszahlungen sind gut, gelten aber nur für das erste Jahr. Wer jedes Jahr den Anbieter wechselt, kann sparen. Beim Wechsel immer auch die Meinungen anderer Kunden auf Bewertungsportalen in die Überlegung mit einbeziehen.

Wer kann den Gasanbieter wechseln?
Wer einen eigenen Gaszähler in der Wohnung hat kann den Anbieter wechseln. Wichtig ist außerdem, dass Sie ein direktes Vertragsverhältnis haben, das heißt, Sie bekommen die Rechnung und bezahlen ihr Gas. Zahlt Ihr Vermieter das Gas und überweisen Sie an diesen die Kosten, ist ein Wechsel nicht möglich.
Wann den Gasanbieter wechseln?
Der beste Zeitpunkt hängt von der Vertragslaufzeit und der Kündigungsfrist ab. Diese Daten stehen in den Vertragsunterlagen. Die Kündigung kann der neue Gasanbieter übernehmen. Bei einer Preiserhöhung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.
Wie lange dauert der gesamte Anbieterwechsel?
Normalerweise dauert der gesamte Prozess nicht länger als drei bis sechs Wochen. Das gilt nur, wenn der Vertrag demnächst abläuft. Müssen Sie erst das Ende der Kündigungsfrist abwarten, ist die Wartezeit entsprechend länger.

Hier beginnen nun die Praxistipps zur Findung eines geeigneten Anbieters:

Die beste Vorgehensweise

  • Vergleichen Sie mit einem Vergleichsrechner regelmäßig die Preise.
  • Wir raten Ihnen von Bonuszahlungen ab.
  • Je genauer Ihre Angaben, besonders zum Verbrauch, desto zielführender können Sie die Angebote vergleichen.
  • Die Preise sind oft gestaffelt. Sie zahlen anfangs als Neukunde weniger, doch später erhöhen sich die Preise. Darauf sollten Sie achten, denn nicht jedes Schnäppchen ist wirklich günstig.
  • Nachdem Sie sich für den besten Vertrag entschieden haben, klicken Sie auf den entsprechenden Button und schließen den Vertrag ab. Das dauert nur wenige Minuten.
  • Achten Sie auf die Höhe der Abschlagszahlung. Sie muss ihrem bisherigen Verbrauch entsprechen. Die Zahlung beginnt erst nach dem Beginn der Lieferung.
  • Notieren Sie den Stand Ihres Gaszählers am Tag des Anbieterwechsels.

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