Berufsunfähigkeitsversicherung

Aktualisiert: 04. Mai 2017 | Redaktion
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) hilft allen Menschen im Arbeitsleben.
  • Wenn keine BU vorliegt, müssen Betroffene auf die niedrige staatliche Unterstützung hoffen.
  • Versicherer prüfen vor allem Ihren aktuellen Gesundheitszustand.
  • Schließen Sie Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst ab, wenn Sie noch jung und gesund sind.

Klicken Sie auf einen der beiden Buttons, um zu dem für Sie relevanten Inhalt zu gelangen:

Alles Wissenswerte » Anbieter finden »

In unserem Ratgeber “Wissenswertes”

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

In unserer Gesellschaft tritt eine Vielzahl von Zivilisationskrankheiten auf, welche schwerwiegend sind oder sich in diese Richtung entwickeln können.

Viele Menschen sind im Laufe ihres Lebens von einer Krebserkrankung betroffen, bei anderen tritt ein Bandscheibenvorfall ein, auch Herzinfarkte sind häufig. Insbesondere die Störungen der psychischen Gesundheit gelten heute als Hauptgrund für Berufsunfähigkeit.

Je nach Ausmaß der Erkrankung können diese Krankheiten zur ärztlichen Diagnose Berufsunfähigkeit führen. Auch Unfälle oder Gewalt sind ein möglicher Grund.

Ist das Ende des Berufslebens erreicht, das Rentenalter aber noch nicht, bleibt nicht abgesicherten Menschen oft nur die Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese beträgt im Schnitt nur einige hundert Euro. 2017 erhielten Rentner im Durchschnitt etwa 716 Euro.

Bürokaufmann mit Berufsunfähigkeitsversicherung am Computer arbeitend

Den meisten Menschen reicht dieser kleine Betrag nicht zum Leben, vor allem wenn sie vorher gut verdient haben. Eine schwere Erkrankung hat also erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Situation.

Sind Sie berufstätig, sollten Sie daher über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken, um sich für den Ernstfall abzusichern. Diese Versicherung ist für jeden Menschen im Arbeitsleben interessant. Sich früh mit dem Thema zu beschäftigen lohnt sich.

Die gesetzliche Grundlage

Das Gesetz über den Versicherungsvertrag, auch bekannt als Versicherungsvertragsgesetz oder VVG, regelt die rechtliche Situation für die BU in § 172 “Leistung des Versicherers”.

Demnach ist der Versicherer laut Gesetz verpflichtet, die vereinbarten Leistungen zu erbringen, wenn die Berufsunfähigkeit nach Beginn der Versicherung eintritt. Das schließt den Leistungsbezug vor vollendetem Abschluss der Police aus.

Aus Sicht des VVG ist eine Person berufsunfähig, wenn sie ihren zuletzt ausgeübten Beruf aufgrund der Folgen einer Krankheit, einer Körperverletzung oder “mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall” vollständig oder zum Teil nicht mehr dauerhaft ausüben kann.

Bauarbeiter mit Berufsunfähigkeitsversicherung

Dabei klärt das Gesetz auch, dass die Person zuvor in der Lage gewesen sein muss, den Beruf ohne gesundheitliche Beeinträchtigung auszuüben.

Der dritte Absatz des Gesetzes weist auf eine weitere wichtige Vereinbarung zwischen Versicherer und Versichertem hin. Diese ist allerdings optional.

Die Leistungen werden demnach nur dann ausgezahlt, wenn die Berufsunfähigkeit jede erdenkliche Tätigkeit ausschließt, die zur Ausbildung, den vorhandenen Fähigkeiten und der bisherigen Lebensstellung passt. Ohne diese Zusatzvereinbarung spielt nur der bisherige Beruf eine Rolle.

Funktionsweise der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die deutschen Versicherer sind fest an die Vorgaben des Gesetzes über den Versicherungsvertrag gebunden. Sie prüfen in jedem Fall, welchen Beruf der Versicherungsnehmer zuletzt ausgeübt hat.

Eine weiter bestehende Eignung für andere Berufe ist nur in manchen Fällen von Interesse. Dann muss dies jedoch im Vertrag definiert sein. Der Grund für die Berufsunfähigkeit wird nicht bewertet, wenn es zu einem Versicherungsfall kommt.

Dazu müssen Sie übrigens nicht vollständig berufsunfähig sein. Eine Auszahlung der Leistungen steht Ihnen bereits zu, wenn Sie zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind.

Es ist also möglich, dass Sie die BU-Rente erhalten, aber noch stundenweise in Ihrem bisherigen Beruf arbeiten gehen können. Diese Einschätzung treffen allerdings die Versicherer für Sie anhand Ihrer Unterlagen.

Falls es zur Berufsunfähigkeit kommt, müssen Sie verschiedene Dokumente bei Ihrer Versicherung einreichen. Typisch sind umfassende Arztberichte oder Beschreibungen der bisherigen Tätigkeit. Steht fest, dass Sie berufsunfähig sind, erhalten Sie einen positiven Rentenbescheid und die vereinbarte monatliche Rentensumme.

Wer sich für die Berufsunfähigkeitsversicherung eignet

Eine Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Viele Menschen versuchen, sich mit gesunder Ernährung, viel Bewegung und wenig Stress vor Zivilisationskrankheiten zu schützen. Doch selbst bei einer optimalen Lebensführung bleibt ein Restrisiko.

Hinzu kommt, dass auch Unfälle oder Gewalteinwirkung zur Berufsunfähigkeit führen können. Es gibt in unserer Gesellschaft also keinen Berufstätigen, der vollkommen vor dem vorzeitigen Ende des Berufslebens geschützt wäre.

Möchten Sie sich den staatlichen Sicherungssystemen nicht ausliefern, bleibt Ihnen nur die frühzeitige private Vorsorge. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die beste Möglichkeit, sich finanziell vor dem vorzeitigen gesundheitlichen Ausscheiden aus dem Beruf abzusichern.

Floristin mit Berufsunfähigkeitsversicherung sortiert Blumen

Vor allem Berufsanfänger, Selbstständige und Freiberufler können enorm profitieren. So sind Berufsanfänger oft noch kerngesund, wodurch sie günstigere Versicherungsbeiträge erwarten. Selbstständige und Freiberufler sind hingegen häufig überhaupt nicht rentenversichert, wobei die Bundesregierung inzwischen nach Lösungen sucht.

Leider hat die BU auch Nachteile, denn sie ist sehr teuer und nicht jeder Antragsteller wird versichert. Bevor Sie einen Anbieter auswählen und Ihre Möglichkeiten für eine Annahme ausloten, ist die wichtigste Frage: Kann ich mir die Beiträge für die Versicherung überhaupt leisten?

Für wen sich die BU nicht auszahlt

Wer über ein hohes Privatvermögen von mindestens mehreren hunderttausend Euro verfügt oder zuverlässig finanziell über andere Menschen abgesichert ist, benötigt die Versicherung in der Regel nicht.

Natürlich können Sie sich dennoch absichern, wenn es Ihnen das wert ist und Sie die Voraussetzungen erfüllen. Sie können sich allerdings viel lästige Bürokratie und Aufwand ersparen, wenn Sie verzichten.

Schon länger tätige Beamte verzichten ebenfalls häufig auf die BU. Schon nach fünf Jahren Dienstzeit erwartet sie ein großzügiges Ruhegehalt, welches ein besseres Leben als die geringe Erwerbsminderungsrente ermöglicht. Falls sie sich zusätzlich absichern möchten, entscheiden sie sich oft eher für eine Dienstunfähigkeitsversicherung.

Wer nicht oder nur schwer in die BU aufgenommen wird

Hausfrauen und Hausmänner ohne zusätzlichen Beruf werden nur selten in die BU aufgenommen, obwohl diese ebenfalls berufsunfähig werden können. Manche Anbieter erkennen diese Tätigkeit dennoch als Beruf an und akzeptieren die Betroffenen.

Doch die Verträge zeichnen sich meist durch minderwertige Vereinbarungen aus. So müssen ungewöhnlich hohe Beiträge geleistet werden, die letztendlich aber nur zu niedrigen Auszahlungen führen.

Das sind die Ursachen der Berufsunfähigkeit

Eine Berufsunfähigkeit grenzt sich von vorübergehenden Erkrankungen ab, denn selbst eine einfache Grippe hat zur Folge, dass Betroffene Personen erst einmal nicht arbeiten gehen können. Doch auch bei einem Unfall sind die Verletzungen nicht immer so schwer, dass gleich eine Berufsunfähigkeit vorliegt.

Hebamme kümmert sich um Neugeborenes

Die Abgrenzung gelingt über den Faktor Zeit. Ist die Person dauerhaft nicht in der Lage, ihren Beruf auszuüben, gilt sie als berufsunfähig. Die Unfähigkeit muss für mindestens sechs Monate vorliegen. Es spielt keine Rolle, ob die Person später wieder in dem Beruf arbeiten kann.

Manche Ursachen für eine derart lange oder auch andauernde Berufsunfähigkeit treten statistisch gesehen besonders häufig auf. Auffällig ist auch, dass mit zunehmendem Alter häufiger bestimmte Erkrankungen auftreten. Außerdem sind Menschen, die einen körperlich fordernden Beruf ausüben, laut Statistiken stärker von Erkrankungen betroffen, die zur Berufsunfähigkeit führen.

Bei den fünf häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit handelt es sich um:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Skelettsystems
  • Erkrankungen des Nervensystems und der Psyche
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Unfälle

Häufigste Ursachen Berufsunfähigkeit

Häufigste Gründe Berufsunfähigkeit
Quelle: Morgen & Morgen (2019).

Die Kosten für Berufsunfähigkeitsversicherungen

Die BU gilt als sehr teuer. Monatlich müssen erhebliche Beiträge entrichtet werden. Doch ein pauschaler Betrag lässt sich hier leider nicht nennen. Das liegt daran, dass die Kosten von verschiedenen Faktoren abhängen, anhand derer sich ein individueller Beitragssatz errechnet. Außerdem kann es Schwankungen zwischen einzelnen Anbietern geben.

Dennoch lässt sich sagen, dass die meisten Menschen mehr als 100 Euro im Monat zahlen. Manche Versicherungsnehmer zahlen sogar mehrere hundert Euro, andere aber sogar unter 50 Euro. Es gilt: Je höher die gewünschte Rente, desto höher auch die Beiträge.

Ein wichtiges Kriterium für die Berechnung ist zudem der ausgeübte Beruf und sein jeweiliges Erkrankungsrisiko. Bauarbeiter, beispielsweise, sind täglich starken körperlichen Belastungen ausgesetzt, die sich auf Dauer vor allem auf das Skelett- und Bewegungssystem auswirken. Es gibt noch viele weitere Beispiele für berufsbedingte Gesundheitsrisiken. Versicherer führen hierzu aussagekräftige Statistiken.

Preisspanne bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Monatsbeitrag bei 1.500 Euro BU in Vollzeit. Eintrittsalter: 35 Jahre. Austrittsalter: 67 Jahre.

BerufNiedrigster
Nettobeitrag
Höchster
Nettobeitrag
Ingenieur52 €121 €
Bürokauffrau/-mann73 €153 €
Technischer Zeichner76 €195 €
Dolmetscher73 €254 €
Elektriker115 €273 €
Maler187 €429 €
Maurer228 €469 €
Quelle: Franke und Bornberg (05.09.2016).

Manche Berufe gelten gar als so riskant, dass sich kaum ein Anbieter findet, der diese Berufstätigen aufnimmt. So sind Piloten oder Tauchlehrer besonders oft von der BU ausgeschlossen.

Ein hohes Risiko geht laut Statistiken aber nicht nur von bestimmten Berufen aus, sondern auch von Hobbys oder sonstigen Beschäftigungen. Vor allem Sportarten können sich erheblich auswirken. Football, Eishockey oder Boxen gelten bei vielen Anbietern als sehr risikoreich.

Abgesehen vom Risiko bestimmter Aktivitäten im Alltag des Versicherungsnehmers spielt der aktuelle Gesundheitszustand die größte Rolle, wenn es um die Kosten der BU geht. Leiden Sie an einer bestimmten Krankheit, müssen Sie fast immer mit einer Ablehnung rechnen.

Schlechte Aussichten auf eine Aufnahme in die Versicherung oder eine BU mit niedrige Beitragszahlungen haben unter anderem Menschen mit Diabetes Typ I, früherem Herzinfarkt, psychischen Erkrankungen oder Multipler Sklerose.

Praxis-Tipp: Verschweigen Sie auf keinen Fall Vorerkrankungen.

Kommen Sie damit durch das Antragsverfahren, profitieren Sie zwar von niedrigeren Beiträgen, doch falls die Vorerkrankung später noch einmal eine Rolle spielen sollte, kann der Versicherer ohne Weiteres vom Vertrag zurücktreten.

Übrigens legen die Anbieter viel Wert darauf, potentielle Kunden genau zu überprüfen. Es ist kaum möglich, eine Vorerkrankung zu verschweigen.

Vergleichen Sie verschiedene Anbieter unbedingt miteinander und holen Sie Angebote ein – vorzugsweise mithilfe eines Versicherungsberaters. Dieser stellt für Sie sogenannte Risikovoranfragen, welche nicht zu einer Ablehnung führen.

Das ist sehr hilfreich, denn das Versicherungsunternehmen weiß nicht, wer Sie sind und ob Sie später einen Antrag stellen werden. Eine kluge Analyse mit professioneller Unterstützung kann Ihnen daher viel Ärger ersparen.

Feuerwehrmänner beim Löschen eines Brandes

Während manche Versicherer Sie bei erhöhten Risiken direkt ausschließen oder hohe Beiträge von Ihnen verlangen, sind andere großzügiger. Sind die Kosten der BU für Sie dennoch nicht finanzierbar, müssen Sie sich nicht mit der Aussicht auf eine niedrige Erwerbsminderungsrente abfinden.

Sehen Sie sich jedoch genau um: Denn auch wenn der Schutz nicht das hohe Niveau einer Berufsunfähigkeitsversicherung erreicht, gibt es einige interessante Alternativen.

Sechs Tipps für die Vorbereitung eines erfolgreichen Vertragsabschlusses

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen.

1. Jugend und Gesundheit ausnutzen:

Da mit höherem Alter das Krankheitsrisiko steigt und Vorerkrankungen zu höheren Versicherungsbeiträgen führen, sollten Sie die Police möglichst abschließen, wenn Sie noch jung und gesund sind. Ein guter Zeitpunkt ist kurz nach Eintritt in das Berufsleben, sobald ein regelmäßiges Einkommen durch Erwerbsarbeit auf Ihr Konto fließt.

Im Bezug auf das Alter gibt es übrigens eine Besonderheit, die Sie unbedingt beachten sollten: Älter werden Sie in den Augen mancher Versicherungsunternehmen nicht an Ihrem Geburtstag, sondern schon an Silvester.

2. Versicherungssumme finden:

Die Entscheidung für eine Versicherungssumme erweist sich häufig als außerordentlich schwer. Die größte Schwierigkeit ist, dass man kaum abschätzen kann, wie viel Geld man in Zukunft zum Leben benötigt. Die Summe sollte aber einige wichtige Posten abdecken. So zum Beispiel:

  • Miete oder Raten für Eigenheim oder Eigentumswohnung
  • Versicherungsbeiträge aller Art, zum Beispiel für die Rentenversicherung
  • Kosten für Lebensmittel, Kleidung, Möbel, sonstige notwendige Neuanschaffungen
  • Ausgaben für die Familie (Bildung, Klassenfahrten, Geschenke, …)
  • Mitgliedschaften in Vereinen
  • Abonnements

Ansonsten sollten Sie sich die Zeit nehmen und Ihren Bedarf genau analysieren. Rechnen Sie dabei auch alle Einnahmen ein, die abschätzbar, aber unabhängig von Ihrem Beruf sind, etwa aus Mieteinnahmen. Wenn Sie dann die Versicherungssumme festlegen möchten, sollten Sie diese lieber zu hoch als zu niedrig ansetzen. Der Mindestbetrag von 1.000 Euro sollte nicht unterschritten werden.

3. Anbieter und Tarife überprüfen:

Ihre BU ist eine langfristige Versicherung. Es ist möglich, dass Sie Jahrzehnte einzahlen und erst dann in den Leistungsbezug kommen. Ärgerlich, wenn Ihr Versicherer dann vielleicht gar nicht mehr zahlen kann. Seien Sie also skeptisch, wenn Sie auf einen ganz neuen Anbieter stoßen oder wenn ein Unternehmen einen schlechten Ruf hat.

Bessere Aussichten für eine langfristig solide Versicherung bieten Ihnen die altbewährten Häuser, die für ihr gutes Wirtschaften bekannt sind. Im Zweifel sollten Sie Ihren Versicherungsberater um eine Einschätzung bitten. Bedenken Sie trotzdem, dass es keine 100-prozentige Sicherheit geben kann.

Auch bei den Versicherungstarifen gibt es erhebliche Schwankungen in der Qualität und den Inhalten. Hier können Sie aber nicht nur vergleichen, sondern auch das Urteil ausgewiesener Experten wie der Morgen & Morgen Group GmbH einholen.

4. Kombinierte Versicherungspakete:

Manche Versicherungsunternehmen kombinieren mehrere Versicherungen zu einem Paket. Dagegen ist nichts einzuwenden, sofern Sie alle Versicherungen wirklich benötigen und der Gesamtbeitrag dadurch sinkt. Jedoch sollten Sie aufpassen, ob Sie einzelne Versicherungen wieder kündigen können, ohne dass die anderen dann ebenfalls auslaufen.

Verbraucher schließen Versicherungen wie die Lebensversicherung oft nur vorübergehend ab und entscheiden sich später für die Auflösung. Verliert ein Versicherungsnehmer dann auch die BU, muss er bei einer neuen Police mit höheren Beiträgen rechnen, da er älter geworden ist.

5. Risiko von Preissteigerungen:

Es kommt vor, dass ein Versicherungsunternehmen im Laufe der Jahre höhere Beiträge von Ihnen verlangt. Preissteigerungen beruhen häufig auf ungenauen Berechnungen seitens des Anbieters zu Ihrem individuellen Risiko oder anderen Faktoren. Doch sie sichern sich ab, indem sie mit Ihnen einen Netto- und einen Bruttobeitrag vereinbaren.

Der Nettobeitrag ist der Beitrag, den Sie von Anfang an an Ihre Versicherung zahlen. Der Bruttobeitrag ist hingegen das Maximum, das Sie nach solchen Erhöhungen durch Kalkulationsungenauigkeiten zahlen müssen.

Aufgrund der Marktsituation ist bei den aktuellen Policen damit zu rechnen, dass sie zu Verteuerungen führen werden. Planen Sie dies also mit ein. Zu niedrige Werte bei Nettobeiträgen sollten Sie stutzig machen. Die Kosten für diese Verträge werden häufig sehr schnell auf den Bruttobeitrag erhöht.

6. Im Falle einer Ablehnung:

Falls Sie einen Antrag auf Aufnahme in die Versicherung gestellt, aber eine Ablehnung erhalten haben, sind Sie nicht allein. Die meisten Anträge werden abgelehnt. Wollen Sie sich damit nicht abfinden, sollten Sie schon im Voraus Ihren Widerspruch planen.

Manche Fälle müssen vor Gericht entschieden werden. Dann kann eine Rechtsschutzversicherung Ihnen viel Geld sparen. Es lohnt sich also, diese Versicherung noch einige Monate vor der Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen und dabei auf ein anderes Versicherungsunternehmen zu setzen.

Drei Tipps für die erfolgreiche Beratung

1. Internet nutzen:

Ein Besuch der Websites aller Anbieter kann im Vorfeld ein nützliches Instrument sein, um sich einen groben Überblick über die Marktsituation zu verschaffen. Es lohnt sich, sich mittels Suchmaschinen auch schon mit dem typischen Vokabular der Branche bekannt zu machen, sodass sich Beratungszeiten verkürzen und Sie sich weniger abhängig machen.

2. Gesundheitsfragen beantworten:

Im Vorfeld sollten Sie die typischen Gesundheitsfragen für die Berufsunfähigkeit bereits mit Ihrem Arzt besprochen haben, damit Ihr Berater Ihre Aussichten genauer beurteilen kann. Bringen Sie eine Übersicht und entsprechende Dokumente zu Ihrem Termin mit.

3. Protokolle erstellen:

Protokollieren Sie die Beratung eigenhändig und lassen Sie gleichzeitig ein Protokoll Ihres Beraters anfertigen. Dazu ist er übrigens gesetzlich verpflichtet. Die Protokolle dienen zu Ihrem Schutz.

Vorerkrankungen: Was sie bedeuten und wie Sie Fallstricke umgehen

In diesem Ratgeber haben wir bereits darauf hingewiesen, wie wichtig Vorerkrankungen für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind. Doch: Viele Menschen erhalten die BU trotz abwechslungsreicher Krankheitsgeschichte.

Die Versicherungen haben diverse Möglichkeiten, Ihre Angaben zur Gesundheit zu überprüfen. Oft müssen Sie Unterlagen einreichen, um etwas nachzuweisen. Ansonsten kann ein Anbieter so manche Information ganz einfach an Ihnen vorbei abfragen, insbesondere bei den Krankenkassen. Falsche Angaben fliegen schnell auf und führen sofort zu einer Ablehnung.

Praxis-Tipp: Beantworten Sie in den Fragebögen nur wonach konkret gefragt wird.

Schweifen Sie dabei nicht ab. Ja-oder-Nein-Fragen sollten Sie mit nur einem Wort beantworten, ansonsten halten Sie sich so kurz wie möglich.

Achten Sie auf Formulierungen. Diese können sich erheblich in den Fragebögen verschiedener Unternehmen unterscheiden, was Ihnen gegebenenfalls Vorteile einbringt.

Die Bögen sollten Sie in Ruhe und ohne Druck ausfüllen, also am besten zu Hause. Sprechen Sie vorher mit Ihren Ärzten und fordern Sie Patientenakten aus Praxen und Krankenhäusern an. Dabei könnten Sie überrascht werden, denn manche Ärzte notieren in den Unterlagen Informationen über Sie, die nicht korrekt oder Ihnen unbekannt sind.

Am besten lassen Sie falsche Einträge zeitnah ändern. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, sich bei Ihrer Krankenkasse über gespeicherte Daten zu erkundigen.

So entgehen Sie der Gesundheitsabfrage

Viele Möglichkeiten für das Umgehen der gefürchteten Abfrage gibt es nicht. Manche Arbeitgeber bieten die Möglichkeit an, Teil eines BU-Gruppenvertrags zu werden. Da in diesen Fällen Vorerkrankungen nicht mehr abgefragt werden, können Sie die also beruhigt verschweigen.

Zwei Piloten bei Kontrolle vor Flugzeugstart

So erhalten letztendlich auch Personen in Risikoberufen eine Police. Beachten Sie jedoch, dass Arbeitgeber angeben müssen, ob längere Krankheitsausfälle in einer bestimmten Zeitspanne vorgelegen haben. Ist das der Fall, wirkt es sich nachteilig aus.

Zeiträume für Vorerkrankungen

Glücklicherweise spielt für Ihre Beurteilung nicht Ihr ganzes Leben eine Rolle. Die Versicherungsunternehmen beziehen sich auf konkretere Zeiträume, typischerweise auf die letzten fünf bis zehn Jahre. Diese Besonderheit sollten Sie sich zunutze machen.

Praxis-Tipp: Warten Sie, bis eine bestimmte Behandlung weit genug in der Vergangenheit liegt, sodass Sie diese nicht mehr angeben müssen.

Zwar erhöht das Ihr Risiko, in der Wartezeit berufsunfähig zu werden, doch Sie können Ihre Beitragshöhe erheblich senken. Besonders bei psychischen Erkrankungen ist das die cleverste Art um Geld zu sparen, sofern es sich nicht um eine chronische Krankheit handelt.

Entbindung von der Schweigepflicht

Informationen spielen für Versicherer eine erhebliche Rolle. Da ist es kein Wunder, dass sie am liebsten auch noch mit Ihrem Arzt über Sie und Ihre Gesundheit sprechen möchten. Daher werden Sie vielleicht aufgefordert, Ihren Arzt von der Schweigepflicht zu entbinden.

Praxis-Tipp: Entbinden Sie Ihren Arzt von der Schweigepflicht um keine Ablehnung zu riskieren. Begrenzen Sie aber den Zugang zu Ihren Daten strikt.

Es ist beispielsweise nicht nötig, all Ihre Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden. Besser Sie besprechen mit dem Versicherer, welche Ärzte relevant sind und lassen den Zugang nur punktuell zu. Sprechen Sie auch mit den jeweiligen Ärzten und weisen Sie sie darauf hin, dass nur über einen bestimmten Zeitraum gesprochen werden darf.

Kopien anlegen

Bevor Sie den Antrag einreichen, sollten Sie eine gut lesbare Kopie anfertigen. Eventuell gibt es später Rückfragen, bei denen Sie gern nochmal nachlesen möchten, was Sie eigentlich genau angegeben haben.

Außerdem kann die Kopie bei einem Widerspruch nach Ablehnung hilfreich sein. Verwahren Sie die Kopien sicher bei Ihren anderen Unterlagen auf.

Vorteile von Risikovoranfragen

Besonders wenn Sie schon älter oder nicht ganz gesund sind, können sich Risikovoranfragen lohnen. Ihre einzigartige Besonderheit liegt darin, dass die Anfragen die Versicherer vollkommen anonym erreichen. Zwar liegt Ihr individueller Fall für eine Beurteilung vor, doch niemand kann Sie zuordnen.

Auf diesem Weg finden Sie völlig ohne Risiko heraus, wie einzelne Anbieter Sie bewerten, ob Sie eine Police abschließen könnten und zu welchen Bedingungen das möglich ist. Oft stellt sich dabei heraus, dass derselbe Fall, der bei einem Versicherer sofort abgelehnt würde, bei einem anderen zu guten Konditionen laufen würde.

Praxis-Tipp: Stellen Sie Risikovoranfragen an so viele Versicherer wie möglich.

Der Vertrag, seine Besonderheiten und Begrifflichkeiten

Falls Sie auf dieser Basis einen passenden Vertrag gefunden haben, sind Sie bereits sehr weit gekommen. Doch einige vertragliche Besonderheiten sollten Sie vor dem Abschluss kennenlernen.

Hier haben wir die wichtigsten Begrifflichkeiten für Sie zusammengefasst:

  • Abstrakte Verweisung

Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Möglichkeit, die Kosten Ihrer Beiträge weiter zu senken. Es ist allerdings Vorsicht geboten. Die abstrakte Verweisung beschreibt die Vorgabe des Versicherers, dass Sie bei einer Berufsunfähigkeit nur dann auch die Leistung erhalten, wenn Sie nicht in einem anderen Beruf arbeiten können.

Falls Sie vorher Ingenieur waren, aber noch in der Lage sind, als Bürokraft zu arbeiten, erhalten Sie die Auszahlungen also nicht. Wir können Ihnen nur empfehlen, auf solche Vereinbarungen zu verzichten. Häufig sind viele gute Jobs durch teure oder langwierige Ausbildungen ausgeschlossen oder nicht verfügbar, beziehungsweise auch nicht von Ihnen gewünscht.

  • Anzeigepflicht

Da eine berufstätige Person im Laufe ihres Lebens den Beruf wechseln oder neue Hobbys aufnehmen kann, sichern sich manche Versicherungsunternehmen durch eine Anzeigepflicht vor höheren Risiken ab.

Für Sie ist das natürlich aufgrund des Aufwands und der Einschränkung Ihrer Möglichkeiten zum Nachteil. Wenn Sie können, verzichten Sie auf alle Anzeigepflichten nach Vertragsabschluss.

  • Ausschlussklauseln

In vielen Policen finden sich sogenannte Ausschlussklauseln, die bei konkreten Erkrankungen die Auszahlung ausschließen. Sie haben für beide Seiten Vorteile: Das Versicherungsunternehmen grenzt die Ursachen ein, die zu einem Leistungsfall führen. Sie hingegen erhalten die Versicherung für weniger Geld.

Schreiner mit Berufsunfähigkeitsversicherung macht Notizen

Hinzu kommt, dass Sie unter Umständen Ihre Chancen auf Aufnahme verbessern. Leiden Sie an einer chronischen psychischen Erkrankung, können Sie die Police unter Umständen ausschließlich für körperliche Krankheiten abschließen. Ärgerlich ist es aber, wenn ausgerechnet die ausgeschlossene Krankheit bei Ihnen ausbricht.

  • Befristete Anerkenntnis

Im Falle einer Berufsunfähigkeit müssen Sie bei einem ungünstigen Vertrag regelmäßig nachweisen, dass Sie noch immer berufsunfähig sind. Möchten Sie sich diesen Aufwand ersparen, verzichten Sie auf jegliche Vereinbarung zu befristeten Anerkenntnissen.

  • Nachversicherungsgarantien und Dynamiken

Bei der Berechnung Ihres individuellen Versicherungsbeitrags ist Ihnen vielleicht der Gedanke gekommen, dass sich Ihr Bedarf in einigen Jahren vielleicht ändert oder der Betrag durch Inflation an Wert verliert.

In der BU schützen Sie sich vor diesen Entwicklungen mit einer Nachversicherungsgarantie oder Dynamik. Die Nachversicherungsgarantie berücksichtigt besondere Ereignisse, die den Bedarf verändern, zum Beispiel die Geburt eines Kindes oder Gehaltsanpassungen.

Die Dynamik oder auch Beitragsdynamik sorgt dafür, dass sich die Rente Jahr für Jahr automatisch erhöht. Beachten Sie aber, dass dasselbe mit Ihren Beiträgen passiert. Außerdem spielt bei jeder dynamischen Erhöhung Ihr Alter eine Rolle. Ab einem Lebensalter von 45 Jahren haben Sie in der Regel mehr Nachteile als Vorteile.

Neben der Beitragsdynamik steht oft auch eine Rentendynamik zur Verfügung. Diese bezieht sich nicht auf dauerhaft steigende Beiträge, sondern auf eine dauerhaft steigende Rente und ist dementsprechend kostspielig.

  • Pauschal- und Staffelregelung

Beachten Sie, dass Sie bei einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit unter Umständen auch nur die halbe Rente erhalten. Dann ist im Vertrag die Rede von einer Staffelung oder Staffelregelung.

Diese Vereinbarungen können sich aber auf Dauer als lästig erweisen, etwa wenn Sie jede Verschlechterung Ihres Zustandes erstmal mühsam anzeigen und durchsetzen müssen. Besser ist die Pauschalregelung. Dabei erhalten Sie schon bei einer 50-prozentigen Berufsunfähigkeit die volle Rente.

  • Prognosezeitraum

Dieser Begriff umschreibt die notwendige ärztlich bemessene Dauer Ihrer Berufsunfähigkeit. Um keine Nachteile zu riskieren, sollten Sie diese bei sechs Monaten belassen. Ärzte können nur selten eine längere Berufsunfähigkeit diagnostizieren.

  • Risikozuschlag

Manchmal sind Ausschlussklauseln vom Versicherungsnehmer unerwünscht, denn die Berufsunfähigkeit ist unabhängig von ihrer Ursache ein finanzielles Ärgernis. Falls Sie dennoch ein erhöhtes Risiko haben, durch eine Krankheit berufsunfähig zu werden, können Sie diesen Fall dennoch mit absichern.

Der höhere Beitrag ist meist eine bessere Lösung als die Ausschlussklausel. Ein Risikozuschlag kann mit der Zeit auch wegfallen.

  • Rückwirkende Leistungen

Bei manchen Erkrankungen ist nicht immer sofort klar, dass es sich um eine Berufsunfähigkeit handelt. Wird diese erst nach einigen Wochen oder Monaten festgestellt, können Sie bereits finanzielle Einbußen erlitten haben.

Durch eine Vereinbarung zu rückwirkenden Leistungen spielt das aber keine Rolle mehr, weil Sie die Summe zumindest nachträglich in vollem Umfang erhalten. Sie gilt meist für einen Zeitraum von drei Jahren.

  • Versicherungs- und Leistungszeiten

Die Versicherungszeit beschreibt den Zeitraum, in dem Sie bei eintretender Berufsunfähigkeit eine Auszahlung erhalten würden. Endet der Zeitraum, haben Sie keine Ansprüche mehr. Die Leistungszeit endet stattdessen mit dem Alter, in dem Ihr Leistungsbezug erlischt.

Hier sollten Sie jeweils nicht zu früh ansetzen, um keine Einkommenslücken zu riskieren. Am sichersten ist es, wenn beide Zeiten bis zu Ihrem voraussichtlichen Eintritt in die Altersrente andauern, also mindestens bis Sie 67 Jahre alt sind. Doch je später die Zeiträume enden, desto mehr müssen Sie auch zahlen.

  • Wartezeiten

Trotz Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten Sie Ihre Rente nicht sofort. Viele Versicherer verhängen in ihren Policen Wartezeiten bis zur ersten Auszahlung, etwa über die Dauer von sechs Monaten.

Das hat für Sie einerseits den Vorteil, dass Sie die Versicherung für weniger Geld erhalten. Andererseits müssen Sie die Wartezeit auch finanziell überbrücken können. Es lohnt sich daher nicht für alle Menschen, sich darauf einzulassen.

Tipps für eine günstigere Berufsunfähigkeitsversicherung

Körperlich fordernde Berufe, riskante Hobbys und ein hohes Alter können die Kosten für die BU massiv erhöhen. Nutzen Sie zunächst anonyme Risikovoranfragen, um abzuschätzen, welche realen Möglichkeiten Sie haben.

Praxis-Tipp: Gehören Sie einer als risikoreich geltenden Berufsgruppe an, versuchen Sie durch Darlegung Ihres persönlichen Falls bessere Bedingungen zu vereinbaren.

Möglicherweise arbeiten Sie im Zoo mit Elefanten zusammen, die durchaus gefährlich werden können. Doch wenn ausgerechnet Ihr Zoo mit modernsten Sicherheitskonzepten zum Schutz der Mitarbeiter ausgestattet ist, könnte die Beurteilung für Sie durchaus anders ausfallen. Suchen Sie in Zweifel also das Gespräch, um zu verhandeln.

Außerdem spart es Geld, auf bestimmte Vereinbarungen im Vertrag zu verzichten, oder sie nachträglich aufzunehmen. Beachten Sie dazu den Abschnitt über den Vertrag und seine Besonderheiten.

Mögliche Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Es gibt leider bisher noch keine Möglichkeit, die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einem entsprechend umfassenden Schutz zu ersetzen. Manche Alternative erweist sich dennoch als nützlich, wenn der Antragsteller abgelehnt wurde. Leider sind diese nicht unbedingt günstiger.

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung bietet sich vor allem für Menschen mit psychischen Vorerkrankungen und allen mit einem erhöhten Risiko an. Sie gilt als die beste Versicherungslösung nach der Berufsunfähigkeitsversicherung. Leider zahlen die Versicherer das Geld nur dann aus, wenn der Betroffene in keinem Bereich mehr berufsfähig ist.

Schweisser mit Maske und Metallstücken

Mit einer Dread-Disease-Versicherung erwartet Sie stattdessen ein hoher, aber einmaliger Auszahlungsbetrag im Falle der Berufsunfähigkeit. Die möglichen Ursachen für die Auszahlung sind aber strikt eingegrenzt.

Die Grundfähigkeitsversicherung springt ein, wenn Ihnen eine “Grundfähigkeit” abhanden gekommen ist. Können Sie zum Beispiel aufgrund einer Gicht nicht mehr an der Tastatur tippen, finanziert Sie die Versicherung.

Die Multi-Risk-Versicherung deckt hingegen eine Vielzahl schwerer Behinderungen und Verlusten von Grundfähigkeiten ab. Auch als Pflegefall sind Sie abgesichert. Jedoch werden auch viele Ausnahmen gemacht, z. B. bei psychischen Leiden.

Wichtige Fragen – kurz beantwortet

Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Monat?
Die Höhe der monatlichen Beiträge unterscheidet sich stark. Sie hängt von zahlreichen Kriterien ab, etwa von Beruf, Alter oder den Vertragsbedingungen. Die Schwankungen zwischen einzelnen Versicherungsnehmern können mehrere hundert Euro betragen. Günstige Verträge sind bei optimalen Bedingungen und einer cleveren Auswahl schon unter 50 Euro erhältlich.
Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige?
Da Selbstständige bisher häufig nicht in die Rentenkassen einzahlen, lohnt sich die BU gleich doppelt für sie. Sichern Sie sich möglichst durch höhere Beiträge ab. Dafür sollten Sie mehrere hundert Euro im Monat einplanen.
Wann greift die Berufsunfähigkeitsversicherung?
Stellt Ihr Arzt fest, dass Sie über mindestens sechs Monate hinweg zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind, muss Ihre BU Ihnen die vereinbarte Rente auszahlen.
Kann ich die Berufsunfähigkeitsversicherung von der Steuer absetzen?
Ja, die Zahlungen sind steuerlich absetzbar. Geben Sie die Beiträge für die Versicherung als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung an.

Hier beginnen nun die Praxistipps zur Findung eines geeigneten Anbieters:

Die beste Vorgehensweise

  • Eine umfassende Beratung zur Berufsunfähigkeit und Ihren Möglichkeiten lohnt sich in jedem Fall.
  • Die Versicherer legen größten Wert darauf, dass ihre Kunden die Fragen zur Gesundheit wahrheitsgemäß beantworten. Falsche Angaben führen zu einer Ablehnung – auch nachträglich.
  • Es gibt wenige Alternativen zur BU.
  • In diesem Ratgeber erhalten Sie oben alle wichtigen Informationen für den erfolgreichen Abschluss.
  • Nutzen Sie den von uns ausgewählten Tarifrechner für einen umfangreichen Überblick zu Anbietern, Kosten und Leistungen.

Lassen Sie sich beraten: Das sind Ihre Optionen

Sie haben beim Lesen dieses Ratgebers sicher schon bemerkt, wie kompliziert und umfangreich das Thema BU ist. Machen Sie es sich leichter und vertrauen Sie auf die Unterstützung eines kompetenten Versicherungsberaters oder Versicherungsmaklers.

So finden Sie die beste Leistung zum günstigsten Preis. Außerdem kommen Sie einfacher durch das “Mienenfeld” der Gesundheitsfragen und erhöhen Ihre Chancen durch professionelle Risikovoranfragen.

Wenden Sie sich möglichst nicht ohne Beratung an Versicherungsunternehmen. Ablehnungen durch vorschnelle Anträge können Ihnen erheblich schaden, denn sie werden mitunter auch anderen Unternehmen der Branche mitgeteilt.

Doch welche Berater und Tarife sind ihr Geld wert? Wem können Sie vertrauen? Mit diesem Tarifrechner können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen und Angebote einholen. Bedenken Sie, dass eine Beratung für den richtigen Schutz unumgänglich ist: