Beruf

Fort- und Weiterbildung Finanzen

Die Finanzbranche unterliegt einem ständigen Wandel. Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, sind Weiterbildungsveranstaltungen sinnvoll.

Bei der Anpassungsfortbildung wird der Arbeitnehmer dahingehend fortgebildet, dass seine Qualifikationen mit den Anforderungen am Arbeitsplatz übereinstimmen. Bei der Aufstiegsfortbildung wird der Arbeitnehmer für höherwertige Aufgaben qualifiziert.

Warum Weiterbildung wichtig ist

Wissen hat eine immer kürzer werdende Halbwertzeit. Die Zeiten, in denen ein Berufseinstieg durch einfaches Anlernen oder durch den alleinigen Abschluss eines Lehrberufes ausreichte, sind endgültig vorbei.

Auch nach Abschluss der Berufsausbildung ist es erforderlich, beruflich up to date zu bleiben. Auch während einer Arbeitslosigkeit kann Weiterbildungsbedarf bestehen.

Durch Erlangung relevanter Kenntnisse kann die Chance auf einen neuen Arbeitsplatz verbessert werden. Sich ständig ändernde berufliche Anforderungen, wie zum Beispiel:

  • Gesetzesänderungen
  • sich verändernde oder erweiterte Kompetenzbereiche, z. B. bei der Übernahme von Führungsaufgaben, Stabsfunktionen oder bei der Lehrlingsausbildung
  • neue EDV-Programme
  • Arbeitsplatzwechsel
  • vom Arbeitgeber erwünschte Fremdsprachenkenntnisse machen ein lebenslanges Lernen erforderlich.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Bei gewünschter zeitlicher und örtlicher Unabhängigkeit bietet sich Fernunterricht an. Informationen über Fernschulen finden sich im Internet. Dazu sollte das entsprechende Weiterbildungsziel in Verbindung mit dem Begriff Fernschule oder Fernunterricht in eine Suchmaschine als Anfrage eingegeben werden.

Suchmöglichkeiten für ortsgebundene Weiteranbildungsanbieter finden sich neben den Telefon- und Branchenbüchern auf den Internetseiten der Arbeitsagentur. Über eine Suchmaske können dort in Frage kommende Weiterbildungsanbieter in Abhängigkeit vom eigenen Wohnort und dem gewünschten Bildungsziel oder der Branche aufgelistet werden.

Kosten und Fördermöglichkeiten?

In Bezug auf Kosten sind Inhouse-Seminare für den Arbeitnehmer am unproblematischsten, weil die Kosten hier in der Regel vom Arbeitgeber getragen werden. Abgesehen von einigen staatlichen oder gemeinnützigen Trägern, berechnen Weiterbildungsanbieter Gebühren für die entsprechenden Veranstaltungen.

Wenn man jedoch bedenkt, dass durch die neuen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten langfristig das Einkommen gesichert oder gesteigert werden kann, lohnt sich eine derartige Investition meistens. Hinzu kommt meist noch die Möglichkeit, die entstandenen Kosten von der Steuer abzusetzen.

Ob und wo es ggf. Fördermöglichkeiten gibt, hängt vom Einzelfall ab. Arbeitslose können bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen die Weiterbildungskosten zu 100 % über einen sogenannten Bildungsgutschein erstattet bekommen.

Bei den Aufstiegsfortbildungen oder Ergänzungsfortbildungen zur Abwendung einer drohenden Arbeitslosigkeit ist in vielen Fällen ebenfalls eine Kostenübernahme durch die Arbeitsagentur möglich.

In einigen Fällen wird sich auch der Arbeitgeber an den Kosten beteiligen. Die Chancen hierfür erhöhen sich signifikant, wenn beispielsweise eine firmenrelevante neue Situation oder ein firmenrelevantes neues Gesetz am Finanzmarkt aufgetreten ist und eine entsprechende Fortbildung hierzu angeboten wird.

Wie laufen Weiterbildungen ab?

Das hängt von der jeweiligen Weiterbildung ab. Es gibt Fortbildungsveranstaltungen, die nur einen Nachmittag oder wenige Stunden dauern und es gibt Weiterbildungen, die sich über viele Monate ziehen.

Aufbauend auf den bisherigen Wissensstand werden weiterführende Kenntnisse vermittelt. Bei einigen Anbietern wird das Wissen in Form von Prüfungen abgefragt oder es wird auf eine IHK-Prüfung vorbereitet.

Welche Abschlüsse gibt es?

Abschlüsse sind immer dann sinnvoll, wenn durch den Abschluss Arbeitslosigkeit beendet, der Arbeitsplatz gesichert und / oder der berufliche Aufstieg gefördert wird. Außerdem sollte der Weiterbildungsinteressent nach Beendigung eine Bescheinigung über Art und Umfang der Weiterbildung und ggf. erzielte Leistungen vorweisen können.

Im Bereich der Finanzen werden Zertifikatslehrgänge angeboten, z.B. über:

  • Bank- und Versicherungsrecht
  • EDV-Anwendungen für Finanzdienstleister
  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Fortbildung als Projektmanager.

Desweiteren können IHK-Abschlüsse im Bereich Finanzen als:

  • Fachwirt/in
  • Fachkauffrau/Fachkaufmann
  • Betriebswirt/in, Bankbetriebswirt/in
  • Finanzbuchhalter/in, Bilanzbuchhalter/in

nach entsprechender Berufsausbildung und / oder Berufstätigkeit erworben werden.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

Wir möchten verbraucherorientiert informieren, Hilfestellungen für Entscheidungen geben und scheuen auch keine kritische Beleuchtung der Produkte.