Beruf

Berufsbild Bankkaufmann/-frau

– Dieser Artikel wird aktuell überarbeitet –

Der Beruf der Bankkaufleute ist ein häufig nachgefragter kaufmännischer Ausbildungsberuf. Die bundesweit geregelte Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre.

Voraussetzungen

Ausbildungsbetriebe stellen meist Bewerber mit Hochschulreife ein. Nur ein Viertel der Bewerber hat einen mittleren Bildungsabschluss. Neben guten schulischen Leistungen sind Kenntnisse der Datenverarbeitung und Fremdsprachenkenntnisse erwünscht.

Interesse an Büro- und Verwaltungsarbeiten, Sicherheit im Umgang mit Daten und Zahlen, sowie eine ausgeprägte Kundenorientierung sollten ebenfalls vorhanden sein.

Ausbildung

Die 3-jährige duale Berufsausbildung wird im Kreditinstitut und in der Berufsschule durchgeführt. Während der Ausbildung erlangen die angehenden Bankkaufleute u. a. Kenntnisse in:

  • Kontoführung, Zahlungsverkehr
  • Geld- und Vermögensanlage
  • Kreditgeschäft
  • Kundenbetreuung und Beratung
  • Rechnungswesen sowie wirtschafts- und sozialkundliche Grundlagen

Auslandserfahrung
Es gibt die Möglichkeit, die gesamte Ausbildung oder Teile davon im Ausland zu absolvieren. Aktuell bestehen hierzu staatlich anerkannte Möglichkeiten u. a. in Spanien, Tschechien, Großbritannien und Italien. Im sogenannten Europapass können die beruflichen Erfahrungen dann dokumentiert werden.

Tätigkeitsbeschreibung

Bankkaufleute kommen in sämtlichen Bereichen der Kretitinstitute zum Einsatz. Sie beraten private Kunden und Geschäftskunden in allen Fragestellungen rund um das Geld. Dazu gehört das Eröffnen und Führen von Bankkonten, Erledigung von Aufträgen zu Bargeldauszahlung oder -einzahlung, sowie die Bearbeitung des Auslandszahlungsverkehrs.

Beratungstätigkeit zu Geld und Kapitalanlage, Bearbeitung von Krediten für Privatleute oder Firmen, Kreditwürdigkeitsprüfungen und daraus abgeleitete Entscheidungen zur Kreditvergabe, gehören ebenfalls zum Berufsbild. Abschlüsse von Bausparverträgen und Lebensversicherungen werden ebenfalls von Bankkaufleuten erledigt.

Tätigkeiten im Rechnungswesen, Controlling oder Personalwesen können je nach Einsatzgebiet zum Aufgabenbereich gehören.

Verdienstmöglichkeiten

Die Grundvergütung für Berufseinsteiger beginnt bei 2.102 Euro monatlich. Die zusätzliche Zahlung von vermögenswirksamen Leistungen sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld ist in den meisten Kreditinstituten üblich.

Berufsaussichten und Einsatzbereiche

Bankkaufleute arbeiten überwiegend:

  • in Banken, Direktbanken
  • in Girozentralen oder Sparkassen
  • in Bausparkassen
  • an Börsen, im Wertpapierhandel
  • bei Versicherungen
  • bei Immobilienvermittlern

Die breitgefächerte Ausbildung kann die Grundlage für vielfältige Spezialisierungsformen sein. Viele Einsatzgebiete sind deshalb denkbar, z. B. als:

  • Bankrevisor/in
  • Wertpapiersachbearbeiter/in
  • Devisensachbearbeiter/in
  • Bausparkassenfachmann/frau

Verbunden mit zusätzlich erworbenen Spezialkenntnissen, erhöht sich das Gehalt. Bei vertriebsorientierten Arbeiten sind weitere, umsatzabhängige Bonifikationen möglich. Bankkaufleute mit dem Wunsch nach einer selbständigen Tätigkeit, können sich eine eigene Existenz als Börsenmakler/in oder Finanzdienstleister/in aufbauen.

Bankwirtschaft: Grundlagen für Ausbildung, Praxis und Studium (Pearson Studium - Economic BWL)
  • Prof. Dr. Ralf Jürgen Ostendorf
  • Herausgeber: Pearson Studium
  • Auflage Nr. 1 (01.11.2013)
  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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