Bausparvertrag

Aktualisiert: 28. April 2017 | Redaktion
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zunächst sparen Sie ungefähr die Hälfte der Summe an, den Rest bekommen Sie als Darlehen.
  • Der Zins ist schon bei der Unterzeichnung festgelegt.
  • Der Bausparvertrag eignet sich derzeit nicht zur Geldanlage. Sie bekommen kaum Zinsen und die Abschlussgebühr verringert die Rendite weiter.
  • Mit einem Bausparvertrag rechnen Sie mit steigenden Zinsen. Erst wenn das der Fall ist und Sie das Darlehen wirklich in Anspruch nehmen, lohnt es sich.
  • Es gibt auf dem Markt verschiedene Anbieter. Diese offerieren Ihnen verschiedene Zinsen und Kosten. Diese können die Rendite deutlich erhöhen oder verringern. Ein Vergleich ist deshalb wichtig.

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In unserem Ratgeber “Wissenswertes”

Der Bausparvertrag ist nach wie vor eines der beliebtesten Finanzprodukte. Im Jahre 2019 gab es über 26 Millionen solcher Verträge. Nicht immer ist das jedoch die beste Lösung. Je nach der persönlichen Situation erreichen Sie mit anderen Produkten schneller Ihre Ziele.

Zunächst entscheiden Sie, ob es sich in Ihrer Situation überhaupt lohnt, einen Bausparvertrag abzuschließen. Danach vergleichen Sie die verschiedenen Anbieter und entscheiden sich für ein Produkt mit hohen Zinsen und niedrigen Kosten.

Was versteht man unter einem Bausparvertrag?

Wenn Sie eine Immobilie kaufen wollen, sparen Sie zunächst einen Teil des Geldes an und den Rest nehmen Sie als Darlehen auf. Ein Bausparvertrag führt diese beiden Gedanken in ein Sparmodell zusammen. Sie sparen zunächst einen Teil des Geldes an. Danach bekommen Sie ein zinsgünstiges Darlehen.

In Tür steckender Schlüssel eines über Bausparvertrag finanzierten Hauses

Als Bausparer sind Sie Teil einer großen Gesellschaft, die ihr Geld zusammen in eine Bausparkasse einzahlen. Von dieser bekommen Sie ihr Geld. Die Bausparkasse ist deshalb nicht dem freien Markt unterworfen und kann die Zinsen über die gesamte Länge der Laufzeit garantieren.

Zunächst entscheiden Sie sich für eine bestimmte Bausparsumme. Im optimalen Fall ist das der voraussichtliche Preis der Immobilie. Das ist aber nicht realistisch. Meist stellt der Bausparvertrag nur einen Teil der Finanzierung dar. Die durchschnittliche Bausparsumme lag 2017 unter 50.000 Euro. Das reicht vielleicht für eine Renovierung, für den Bau eines Hauses oder nur den Kauf einer Ein-Zimmer-Wohnung ist das zu wenig.

Am Anfang jeden Vertrages steht die Ansparphase. Wenn zwischen einem Drittel und die Hälfte der Bausparsumme erreicht ist, erhält der Kunde den restlichen Betrag als Darlehen. Man sagt, der Vertrag sei “zustellungsreif”.

Das Darlehen darf nicht für einen Familienurlaub oder den Kauf eines Autos ausgegeben werden. Es muss für “wohnwirtschaftliche Zwecke” verwendet werden. Dazu zählt der Bau oder Kauf einer Immobilie. Eine Renovierung eins bestehenden Objekts ist ebenfalls möglich. Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie Ihren Berater oder werfen einen Blick in das Bausparkassengesetz (BauSparkG, §1 Abs.3).

Der Abschluss eines Bausparvertrages bedeutet nicht, dass Sie den zugeteilten Kredit unbedingt annehmen müssen. Sollten Sie sich doch gegen den Erwerb einer Immobilie entscheiden, lassen Sie sich einfach das Geld auszahlen. Damit ist der Vertrag mit der Bausparkasse beendet. Dieses Geld können Sie verwenden wie Sie möchten.

Oft kommt es vor, dass der Bausparvertrag zwar zur Zustellung ansteht, aber Sie das Geld noch nicht benötigen. Um Ihren Anspruch nicht zu verlieren, lassen Sie das Geld einfach auf Ihrem Bausparkonto. Allerdings verringert sich der Darlehensanspruch im Laufe der Zeit.

Alles in allem, kann es sich hier aber sogar um ein lukratives Geschäft handeln. Momentan sind die Zinsen auf einem historisch niedrigen Stand. Haben Sie Ihren Bausparvertrag vor sieben Jahren abgeschlossen, ist der Ertrag höher als bei einer Festgeldanlage. Sie können das Geld allerdings nicht unbegrenzt dort parken. Spätestens nach zehn Jahren kann die Bank den Vertrag kündigen.

Bei der Berechnung der Rendite müssen Sie auch die Kontoführungsgebühr berücksichtigen. Diese ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Rechnen Sie mit 1,0 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme. Das ist ein nicht unerheblicher Betrag. Bei einer durchschnittlichen Bausparsumme von 50.000 Euro sind das 500 Euro. Sie müssen das Geld nicht von Ihrem Konto auf die Bank überweisen. Dieser Betrag erscheint auf dem Kontoauszug der Bausparkasse und wird einfach abgezogen.

Unter diesen Varianten eines Bausparvertrages können Sie wählen

Beim normalen Bausparvertrag zahlen Sie monatlichen einen bestimmten Betrag ein, bis Sie zwischen 30 und 50 Prozent der Bausparsumme erreicht haben. Dann erhalten Sie ein zinsgünstiges Bauspardarlehen.

Mini Holzhaus und gestapeltes Kleingeld vor grünem Hintergrund für Bausparvertrag

Nicht jeder will oder kann solange warten. Falls Sie das Geld sofort benötigen, gibt es die Bausparsofortfinanzierung (auch Kombidarlehen oder Konstantdarlehen genannt). Sie kombinieren damit den Bausparvertrag mit einem Darlehen. Sie erhalten sofort Geld und zahlen zunächst nur die Zinsen. Parallel dazu zahlen Sie in den Bausparvertrag ein. Erhalten Sie das Bauspardarlehen zahlen Sie den anderen Kredit zurück.

Zwar ist der Bausparvertrag als reine Geldanlage nicht sehr lukrativ, trotzdem bieten einige Bausparkassen diese Variante an. Manchmal bekommen Sie einen Bonus, wenn Sie auf das Darlehen verzichten. Sie müssen den Gewinn genau durchrechnen, denn in manchen Fällen kann das durchaus lohnend sein.

Besonders gut als Geldanlage sind Verträge geeignet, die vor 2008 geschlossen wurden. Diese haben noch eine hohe Verzinsung. Allerdings versuchen die Bausparkassen diese Altverträge zu kündigen.

In der folgenden Tabelle finden Sie eine Übersicht über die Verwendungsmöglichkeiten für Bausparverträge:

Wann ist welcher Bausparvertrag vorteilhaft?

Verwendung BausparvertragVoraussetzung
Sparvertraghohe Zinsen angeboten
Geld nicht benötigt wird
genaue Einhaltung der Sparraten
Bausparsofortfinanzierungfestgeschriebene Zinsen für gesamte Finanzierung
Gesamteffektivzins günstiger als Annuitätendarlehen
Versicherung gegen steigende Bauzinsenfeststehender Immobilienkauf
deutlich steigende Bauzinsen
Quelle: Eigene Angaben.

Lohnt sich ein Bausparvertrag?

Wenn Sie monatlich Geld in einen Bausparvertrag einzahlen, sind Sie zunächst einmal enttäuscht, da Sie kaum Zinsen bekommen. Das Zinsniveau ist ohnehin schon sehr gering und beim Bausparvertrag erhalten Sie noch weniger Zinsen, falls Sie überhaupt einen nennenswerten Betrag bekommen.

Anfangs sind es ohnehin nur die Abschlusskosten, die Sie begleichen müssen. Sie können sich lediglich auf die niedrigeren Darlehenszinsen freuen. Falls allerdings die Zinsen noch weiter sinken sollten, verpufft auch dieser Effekt.

Ein normaler Sparer hat diese Zinssicherheit nicht. Wenn er ein Darlehen benötigt, bekommt er das von der Bank oder einem Kreditinstitut. Er muss den tagesaktuellen Zins bezahlen. Die Rendite eines Bausparvertrages hängt von der Zinsentwicklung ab. Diese lässt sich über einen Zeitraum von sieben Jahren kaum prognostizieren.

Ein Bausparvertrag lohnt sich, wenn Sie eine Förderung beantragen und diese ebenfalls in den Vertrag einzahlen. Sie haben vier Fördermöglichkeiten:

  • Arbeitnehmersparzulage
  • Wohnungsbauprämie
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Riester-Förderung
  • Wenn Sie diese Förderungen nutzen wollen, kommt es entscheidend auf die Bausparsumme an. Ist diese sehr hoch, vermindert die Abschlussgebühr Ihren Gewinn. Oft genügen schon 10.000 Euro. Die Sparrate sollte so gewählt werden, dass der Vertrag nach sieben Jahren zugeteilt werden kann.

    Welcher Bausparvertrag zu welchem Zweck?

    Den besten Bausparvertrag finden Sie durch einen Vergleich der verschiedenen Angebote. Wir haben Ihnen am Ende dieser Seite unsere aktuellen Empfehlungen für die beste Angebote aufgeführt. Nachfolgend finden Sie drei Möglichkeiten zum Abschluss eines Bausparvertrages und wann diese sinnvoll sind:

    1. Ein Bausparvertrag ist für Jugendliche interessant

    Wie mehrmals erwähnt, verbessern staatliche Förderprogramme die Rendite ganz erheblich. Diese bekommen Sie aber nur bei einem bestimmten Einkommen. Bei der Wohnungsbauprämie bekommen Sie als Single 45,06 Euro und als Paar 90,11 Euro im Jahr. Die volle Prämie bekommen Sie nur, wenn Sie als Single 512 Euro einbezahlen und als Paar 1.024 Euro.

    Vier junge Erwachsene mit Bausparvertrag sitzen auf Sofa in Wohnzimmer

    Wer als Single nicht mehr als 25.600 Euro zu versteuerten Einkommen oder als Paar 51.200 Euro im Jahr verdient, bekommt diese Förderung. Junge Erwachsene, die sich noch in der Ausbildung befinden, liege in den meisten Fällen darunter und erreichen zusammen mit der Förderung eine gute Verzinsung des Vertrages.

    2. Einen Bausparvertrag zur Modernisierung verwenden

    Bei der Modernisierung einer Wohnung oder eines Hauses ist der Finanzierungsbedarf überschaubar. Sie benötigen oft nur 10.000 bis 20.000 Euro. Einen günstigen Kredit bekommen Sie für eine geringe Summe selten.

    Baupläne und Werkzeuge liegen für Modernisierungsarbeiten bereit

    Für eine Modernisierung ist ein Bausparvertrag das optimale Produkt. Der Zeitraum lässt sich gut planen und Sie bekommen einen günstigen Kredit in der gewünschten Höhe. Übrigens bekommen Sie unter 30.000 Euro sogar ein Darlehen ohne Grundschuld.

    Ein Bausparvertrag lohnt sich ganz besonders, wenn Sie zusätzlich noch weitere Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen. Sollten Sie in sieben bis zehn Jahren einen Kredit zwischen 10.000 und 50.000 Euro zur Modernisierung Ihres Hauses benötigen, ist ein Bausparvertrag eine interessante Alternative.

    3. Die Riester-Förderung ist zusammen mit einem Bausparvertrag sinnvoll

    Die sogenannte Riester-Rente gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie können eine Riester-Rentenversicherung, einen Fondssparplan, einen konventionellen Sparplan über eine Bank und natürlich auch einen Bausparvertrag abschließen. Letzterer ist nur sinnvoll, wenn später tatsächlich die Modernisierung, der Kauf oder der Bau eines Hauses geplant ist.

    Ist ein Bausparvertrag sicher?

    Diese Frage stellt sich jeder irgendwann, der sein Geld einer Bausparkasse oder überhaupt einer Bank anvertraut. Über diesen Punkt brauchen Sie sich wenig Gedanken machen. Das Geld ist genauso sicher wie Ihre anderen Einlagen. Die gesetzliche Absicherung greift bis 100.000 Euro.

    Es gibt zwölf private Bausparkassen. Diese gehören der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) an. Die Landesbausparkasse (LBS) gehört zur Sparkasse und ist an den für Sparkassen zuständigen Haftungsverbund der Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes angeschlossen. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken haben eine Einlagensicherung. Darüber ist die Bausparkasse Schwäbisch Hall abgesichert.

    Um ganz sicher zu gehen informieren Sie sich vor dem Abschluss eines Vertrages über die Bonität der Bausparkassen. Im Finanzteil der Tageszeitungen und im Internet finden Sie die Auswertungen der großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch.

    Kleingeld in Gläsern gesammelt für Bausparvertrag

    Bei Festgeldkonten und beim Tagesgeld setzen wir besonders hohe Standards. Sie bekommen von uns nur eine Empfehlung, wenn das Rating von Standard & Poor’s und von Fitch mindestens “BBB” beträgt. Bei Moody’s setzen wir “Baa” voraus. Dieses Rating muss die Bank von mindestens drei Agenturen erhalten haben.

    Ganz so streng gehen wir bei Bausparkassen nicht vor, da hier entsprechende Ratings nicht so häufig vorkommen. Eine Empfehlung sprechen wir aus, wenn mindestens eine Ratingagentur eine hohe Bewertung abgegeben hat.

    Momentan erfüllt nur die Aachener Bausparkasse diese Voraussetzung nicht, weshalb wir diese nicht bewerten und auch keine Empfehlung aussprechen. Bei allen anderen Bausparkassen können Sie ohne Bedenken einen Vertrag unterschreiben.

    Kleines Glossar der wichtigsten Begriffe

    Wie jedes Gebiet hat auch das Finanzwesen eine eigene Sprache. Für Anfänger fällt es deshalb manchmal schwer, sich zurechtzufinden. Aus diesem Grund finden Sie hier einige wichtige Begriffe einfach erklärt:

    Bausparkollektiv:Sämtliche Bausparer bilden eine Gemeinschaft. Einige zahlen in ihre Verträge ein, andere erhalten ein zinsgünstiges Darlehen. Solange ein Gleichgewicht zwischen Sparern und Kreditnehmern besteht, ist alles in Ordnung. Nimmt die Zahl der Sparer allerdings ab, kommt es zu einem Engpass in der Kreditvergabe.

    Bausparsumme: Sie schließen einen Vertrag über eine bestimmte Bausparsumme ab. Dies ist der Betrag, über den Sie am Ende verfügen können. Er besteht aus der von Ihnen angesparten Summe und dem Bauspardarlehen.

    Bewertungszahl: Diese ist für Bausparer wichtig, denn sie gibt an, wann Ihnen das Darlehen zugeteilt wird. Die Bausparkassen legen eine bestimmte Bewertungszahl fest. Ihnen wird auch jedes Jahr diese Zahl zugeteilt. Liegt diese höher als die Zielbewertungszahl erhalten Sie ein Darlehen. Ihre Bewertungszahl wird im Laufe der Jahre immer höher. Sie hängt von der Ansparsumme, der Höhe des Darlehens und der Laufzeit des Darlehens ab.

    Kosten: Sie müssen beim Abschluss des Bausparvertrages eine Gebühr bezahlen. Diese beträgt einen bestimmten Prozentsatz (meist zwischen 1,0 bis 1,6 Prozent) der Bausparsumme. Bei einer Bausparsumme von 10.000 Euro werden also im günstigsten Fall 100 Euro fällig. Gerichte haben entschieden, dass es sich dabei nicht um eine Kreditbearbeitungsgebühr handelt, welche Banken nicht mehr verlangen dürfen. Daneben müssen Sie noch jährliche Kontoführungsgebühren bezahlen. Rechnen Sie zwischen 10 und 20 Euro.

    Mindestsparguthaben: Sie bekommen ein Darlehen erst, wenn Sie einen bestimmten Betrag angespart haben. Dieses sogenannte Mindestsparguthaben beträgt höchstens 50 Prozent der Bausparsumme und mindestens 30 Prozent.

    Regelsparbeitrag: Als Bausparer müssen Sie jeden Monat einen bestimmten Betrag an die Bausparkasse überweisen. Die Höhe hängt dabei von der Bausparsumme ab. In der Regel sind das zwischen 4 und 5 Prozent der Bausparsumme.

    Das ist sinnvoll, denn Sie erreichen so ungefähr nach sieben Jahren das Guthaben, das mindestens gefordert ist. Sie können zwar eine Sonderzahlung leisten, doch das bedarf immer der Zustimmung der Bausparkasse. Um ein Ungleichgewicht im Tarif zu verhindern, darf sie höhere Beiträge als den Regelsparbeitrag ablehnen, selbst wenn diese regelmäßig über einen längeren Zeitraum erfolgen.

    Bausparkredit versus Bankkredit

    Um Ihnen die Entscheidung für einen bestimmten Kredit zu erleichtern haben wir nachfolgend einen Bausparvertrag mit einer anderen Ansparmethode verglichen. Zunächst ein Auszug beispielhafter Werte des Bausparvertrages:

    Eckdaten eines beispielhaften Bausparvertrags

    Bausparsumme30.000 €
    Nettodarlehensbetrag bei Regelzuteilung18.000 €
    gebundener Sollzins2,94 % p. a. nominal
    Effektiver Jahreszins3,16 %
    mtl. Zins- und Tilgungsbeitrag150 €
    Abschlussgebühr (gesondert gezahlt)300 € (1%)
    Quelle: BKM Bausparkasse Mainz mit Bausparvertrag Tarifversion maxBasis (Stand: 13.01.2020).

    Für die Unterscheidung zwischen Bankkredit und Bausparvertrag folgendes Beispiel: Der Sparer zahlt zunächst einen monatlichen Betrag auf ein Tagesgeldkonto ein. Nach der gleichen Ansparzeit nimmt er ein Bankdarlehen auf.

    • Fall 1: Die Zinsen bleiben niedrig. Dann ist der Bausparvertrag teurer.
    • Fall 2: Die Zinsen steigen um 1-2 %. Dann ist der Bausparvertrag günstiger.

    Praxis-Tipp: Ein Bausparvertrag ist also immer dann interessant, wenn die Zinsen in den nächsten Jahren tendentiell nach oben gehen. Wichtig ist außerdem, dass Sie das Darlehen auch benötigen.

    Wichtige Fragen – kurz beantwortet

    Was ist ein Bausparvertrag?
    Einen Bausparvertrag schließt der Anleger mit einer Bausparkasse ab. Er kann in der Ansparphase monatlich eine festgelegte Summe sparen. Außerdem ist es eine gute Möglichkeit, um staatliche Fördergelder anzulegen. Nach der Ansparphase bekommt der Bausparer ein zinsgünstiges Darlehen.
    Wie lange dauert ein Bausparvertrag?
    Zunächst müssen Sie ungefähr sieben Jahre Geld ansparen. Anschließend bekommen Sie ein Darlehen ausbezahlt. Die Laufzeit des Darlehens hängt vom gewählten Tarif ab. Insgesamt dauert ein Bausparvertrag zwischen 14 und 25 Jahre.
    Was kostet mich ein Bausparvertrag?
    Sie bezahlen eine Abschlussgebühr zwischen 1,0 und 1,6 Prozent. Jährlich fallen Kontoführungsgebühren an.
    Was sind die Vorteile eines Bausparvertrages?
    Sie bekommen am Ende der Ansparphase ein zinsgünstiges Darlehen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn Sie vermögenswirksame Leistungen, Wohngeld und andere staatliche Fördermaßnahmen dort einbezahlen. Falls Sie einen Bausparvertrag zur Geldanlage nutzen achten Sie darauf, dass er eine höhere Guthabenverzinsung bietet.

    Hier beginnen nun die Praxistipps zur Findung eines geeigneten Anbieters:

    Die beste Vorgehensweise

    • Ein Bausparvertrag lohnt sich nur, wenn Sie tatsächlich in den nächsten Jahren bauen oder eine Immobilie kaufen wollen.
    • Die Bausparsumme sollte eine entsprechende Höhe (ab 20.000 Euro) haben. Eine geringere Summe ist nur dann interessant, wenn Sie Fördergelder (vermögenswirksame Leistungen, Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie) einzahlen.
    • Die Ansparphase sollte zwischen sieben und zehn Jahren liegen. Lassen Sie sich beraten, wie hoch die monatliche Sparsumme sein muss, damit er nach dieser Zeit zuteilungsreif ist.
    • Nicht nur Bausparkassen haben gute Angebote. Auch Banken und Kreditvermittler sollten Sie in den Vergleich mit einbeziehen.
    • Greifen Sie auf die von uns empfohlenen Kreditvermittler zurück.

    Unsere Empfehlungen

    Wir empfehlen zur Finanzierung auf die Kredite einer Bank zurückzugreifen. Die Angebote der Bausparkassen sind sehr kompliziert. Allerdings haben nicht nur Banken gute Angebote. Prüfen Sie auch Angebote von Kreditvermittlern und Kreditinstituten.

    In der nachfolgenden Aufstellung finden Sie gute Kreditvermittler, die sich auf die Finanzierung von Bauvorhaben spezialisiert haben:

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    Möglichkeiten und Grenzen des Bausparvertrages

    Ein Vergleich der verschiedenen Anbieter ist nicht einfach. Nur die niedrigsten Darlehenszinssätze als Grundlage zu nehmen führt nicht immer zum besten Ergebnis. Die Anbieter haben unterschiedliche Tilgungszeiträume und Ansparpläne. Hinzu kommen unterschiedliche Abschlussgebühren. Manchmal ist es besser einen höheren Darlehenszins zu akzeptieren, wenn dafür das Darlehen schneller zuteilungsreif ist.

    Ein Bausparvertrag reicht normalerweise nicht zur Finanzierung einer Immobilie aus. Sie benötigen mindestens 200.000 Euro, manchmal sogar deutlich mehr. Über einen Bausparvertrag finanzieren Sie nur 50.000 Euro. Den restlichen Betrag müssen Sie auf einem anderen Weg finanzieren. Sie bekommen das Geld entweder von Ihrer Bausparkasse oder von der Bank.