Werkstattbindung

Der Begriff Werkstattbindung bedeutet, dass sich ein Versicherungsnehmer vertraglich dazu verpflichtet, bei Schaden- oder Unfällen die nötigen Reparaturarbeiten immer in einer von der Assekuranz festgelegten Werkstatt durchführen zu lassen.

Im Hinblick auf die Versicherungsprämie liefert ein Versicherungsvertrag mit Werkstattbindung den Vorteil, dass die Versicherungsbeiträge bis zu fünfzehn Prozent günstiger ausfallen als bei Tarifen ohne diese Klausel. Nutzen Sie zur Berechnung unseren Autoversicherung Vergleich »

Allerdings können mit einer Werkstattbindung bisweilen auch Nachteile verbunden sein. Ein Beispiel hierfür ist, dass ein Neuwagen die Herstellergarantie verlieren kann, wenn die von der Versicherungsgesellschaft ausgewählte Werkstatt bei der Reparatur keine Originalteile verwendet.

Bei Leasing- oder fremdfinanzierten Fahrzeugen kann eine Werkstattbindung ebenfalls zu Komplikationen führen, da solche Fahrzeuge in vielen Fällen ausschließlich in den Werkstätten repariert werden dürfen, welche vom jeweiligen Fahrzeughersteller dafür genehmigt werden.

Die Nichtbeachtung einer im Versicherungsvertrag vereinbarten Werkstattbindung kann eine Vertragsstrafe nach sich ziehen. Diese kann unter anderem aus einer höheren Selbstbeteiligung beziehungsweise einer obligatorischen Selbstbeteiligung an den Reparaturkosten bestehen.

Aus diesem Grund informieren Sie sich am besten vor dem Abschluss eines Versicherungsvertrages darüber, ob sich eine Werkstattbindung für Sie lohnt.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

Wir möchten verbraucherorientiert informieren, Hilfestellungen für Entscheidungen geben und scheuen auch keine kritische Beleuchtung der Produkte.