Erstprämienverzug

Wenn ein Versicherungsnehmer nicht innerhalb von drei Monaten nach Abschluss des Versicherungsvertrages die Erstprämie bezahlt, so liegt ein Erstprämienverzug vor.

In diesem Fall steht es dem Versicherungsanbieter frei, das Versicherungsverhältnis umgehend aufzulösen oder den Betrag der ersten Versicherungsprämie gerichtlich einzuklagen. Die Assekuranz ist allerdings gesetzlich dazu verpflichtet, den Versicherten rechtzeitig und in schriftlicher Form über die Konsequenzen eines möglichen Erstprämienverzuges in Kenntnis zu setzen.

Sofern ein Erstprämienverzug eintritt, muss die Versicherungsgesellschaft die Kosten für Schäden, die in besagten drei Monaten entstanden sind, nicht übernehmen.

Vor der Verweigerung der Versicherungsleistungen muss jedoch ausgeschlossen werden können, dass der Erstprämienverzug durch einen Buchungsfehler der Bank oder aufgrund einer Krankheit des Versicherten erfolgt ist.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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