Bagatellschaden

Unter dem Begriff Bagatellschaden versteht man nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofes jeden Sachschaden an einem Fahrzeug, dessen Behebung höchstens 715 Euro kostet. Beispiele für Bagatellschäden sind geringfügige Dellen, Kratzer im Lack oder Schrammen.

Bei solchen Schäden ist die Beauftragung eines Gutachters in der Regel nicht notwendig, da der Kostenvoranschlag einer Autowerkstatt hierbei genügt. Sofern die Art beziehungsweise Höhe des Schadens nicht eindeutig ersichtlich ist, sollte man gründlich abwägen, ob ein Experte zu Rate gezogen werden soll.

Im Fall eines Bagatellschadens muss die Assekuranz des Unfallverursachers die Rechnung für das Gutachten nämlich nicht begleichen. Anhand des Kostenvoranschlages der Werkstatt sollte ein Bagatellschaden daher idealerweise auch vom Geschädigten selbst zu erkennen sein.

Die Behebung von Bagatellschäden wird im Allgemein problemlos und schnell durch die Autoversicherung abgewickelt. Wichtig dafür ist allerdings die ordentliche Meldung des Unfalles inklusive der Aufführung aller Beteiligten sowie die Nennung der Kennzeichen und Fahrzeugtypen.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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