Ablehnungsfrist

Unter dem Begriff Ablehnungsfrist versteht man den Zeitraum, während dem eine Versicherungsgesellschaft die Möglichkeit hat, einen Versicherungsantrag entweder anzunehmen oder abzulehnen.

Im Allgemeinen beträgt die Ablehnungsfrist zwei Wochen. Die Dauer kann jedoch in zwei Fällen um weitere zwei Wochen verlängert werden: erstens, wenn der Antrag die gesetzliche Mindestdeckungssumme überschreitet und zweitens, wenn mehr Leistungen als der gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsschutz beantragt werden.

Erfolgt innerhalb der Ablehnungsfrist weder eine Absage noch die Unterbreitung einer alternativen Offerte, so gilt der Versicherungsantrag als angenommen.

Wegen der in Deutschland bestehenden Versicherungspflicht sind die Assekuranzen generell dazu verpflichtet, Versicherungsanträge anzunehmen. Ausnahmen für die Annahmepflicht sind in folgenden Fällen gegeben:

  1. Der Antragsteller hat falsche Angaben gemacht und somit seine Anzeigepflicht verletzt.
  2. Es bestand bereits ein Versicherungsverhältnis mit derselben Versicherungsgesellschaft, welches aufgrund nicht bezahlter Beiträge oder in Folge von Täuschungsversuchen des Versicherungsnehmers gekündigt wurde.
  3. Aufgrund lokaler oder anderweitiger Angebotsbeschränkungen der Assekuranz ist die Versicherung des Autos nicht möglich.
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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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