Insassenunfallversicherung ist nicht sinnvoll

Die Insassenunfallversicherung ist nicht sinnvoll geschweige denn notwendig und gehört in die Kategorie der überflüssigen Versicherungen.

Sie hat die Aufgabe, die Insassen des eigenen Fahrzeuges bei einem Unfall finanziell zu schützen, unabhängig davon, wer die Schuld am Unfall trägt. Eine solche Absicherung ist aber über die Kfz-Haftpflicht und Unfallversicherung bereits gegeben.

Die Insassenunfallversicherung unterscheidet sich in dem:

  • Pauschalsystem (die Versicherungssumme wird auf alle Insassen gleichmässig verteilt, die sich zum Unfallzeitpunkt im Fahrzeug befinden)
  • Platzsystem (jeder Platz des Fahrzeuges ist mit der gleichen Summe versichert)

Die Insassenunfallversicherung ist in den meisten Fällen unsinnig, da die gegnerische Autoversicherung ohnehin alle Schäden bezahlt, WENN die Schuldfrage beim Unfallgegner liegt.

Bei selbstverschuldeten Unfällen allerdings tritt die Kfz-Haftpflichtversicherung nicht für die Schäden der Mitfahrer ein.

In diesem Falle (oder wenn beispielsweise der Unfallgegner Fahrerflucht begeht und nicht ermittelt werden kann), KÖNNTE hier die Insassenunfallversicherung einspringen. Doch die Leistungen sind mit denen einer normalen Unfallversicherung identisch, Zahlungen bei Invalidität und im Todesfall gehören ebenso dazu wie ein Krankenhaustagegeld.

Praxis-Tipp: Jede Person sollte eine eigene Unfallversicherung besitzen, die generell bei allen Unfällen, egal ob im Fahrzeug, im Haushalt oder in der Freizeit, für Schäden aufkommt.

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Über den Autor

Thomas Nissen

Thomas Nissen

Experte für Finanzthemen beim unabhängigen Wissensportal Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de

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