Fondsgebundene Rentenversicherung

Aktualisiert: 13. Januar 2020 | Redaktion
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine fondsgebundenen Rentenversicherung bringt lebenslange Rentenzahlungen, die auf einem Fonds basieren.
  • Die Entwicklung des Investmentfonds entscheidet darüber, wie hoch die monatliche Rente sein wird.
  • Eine Garantie für die Zahlungen erhalten Sie nicht. Kalkulieren Sie Verluste ein.
  • Um die Kosten gering zu halten, raten wir Ihnen zu ETF-Nettopolicen.

Die beste Vorgehensweise

  • Machen Sie sich über die verschiedenen Anlageformen kundig. Zur Auswahl stehen Aktien-, Renten- und Immobilienfonds.
  • Wägen Sie die Vorzüge einer hohen Rendite, einer Steuerersparnis oder einer lebenslangen Rente mit dem Risiko ab, dass Sie Verluste erzielen können.
  • Haben Sie beim Abschluss der Versicherung einen Blick auf die Kosten.

In unserem Ratgeber

Wovon hängt die Wertentwicklung ab?

Schließen Sie eine fondsgebundene Rentenversicherung ab, wird das Geld in Investmentfonds oder Aktien investiert. Diese Anlageformen können sehr ertragreich sein. Läuft es gut, profitieren Sie von einer hohen Rendite. Sie sollten aber nicht das Risiko von Verlusten außer Acht lassen, das die Versicherung mit sich bringt.

Wie sich der Wert Ihrer Anlage entwickelt, hängt von der Form und dem Markt ab, auf dem der Fonds gehandelt wird. Bei einem Aktienfonds bescheren steigende Kurse Ihnen stabile Rentenzahlungen. Diese Entwicklung ist aber nicht Gesetz und lässt sich nicht vorhersehen. Keine Versicherung wird Ihnen das Versprechen einer guten Rendite geben können.

Wählen Sie einen Aktienfonds, der einen langen Anlagezeitraum hat. Sie minimieren das Risiko eines hohen Verlustes.

Welches ist der richtige Fonds?

Für eine gute Rendite ist der richtige Fonds entscheidend. Eine gute Versicherung bietet Ihnen eine Auswahl von Investmentfonds an. Machen Sie sich vor der Auswahl des Fonds kundig, welche Fonds in der Vergangenheit stark oder schwach abgeschlossen haben. Achten Sie bei dem Abschluss auf günstige Angebote.

Wie hoch wird die monatliche Rente?

Bei dem Abschluss über eine fondsgebundene Lebensversicherung kann Ihnen niemand sagen, wie hoch die monatlichen Rentenzahlungen sein werden. Dies hängt von dem Investment des Fonds in den folgenden Jahren ab.

Um Ihnen eine Vorstellung über die Höhe der Altersabsicherung geben zu können, ermittelt die Versicherung einen Rentenfaktor. Mithilfe dieses Faktors kann die Versicherung Ihnen sagen, mit welcher monatlichen Rentenzahlung Sie rechnen können, wenn Sie einen Betrag X angespart haben. Liegt der Faktor bei 40 und das angesparte Kapital bei 50.000 Euro, ergibt sich eine monatliche Rente von 200 Euro.

Gibt die Versicherung Ihnen einen Rentenfaktor an, sollten Sie beachten, dass es sich um eine Prognose handelt. Die Größe kann sich aufgrund von Rechtsvorschriften, Zinsen oder der Lebenserwartung ändern. Es ist nicht auszuschließen, dass eine Versicherung den Rentenfaktor während der Laufzeit senkt, um ihn an die neuen Bedingungen anzupassen.

Sie können von Ihrem Kapitalwahlrecht Gebrauch machen. Sie erhalten zu Beginn der Rente eine einmalige Auszahlung in Höhe des angesparten Kapitals.

Halten Sie die Kosten im Blick

Schließen Sie eine Versicherung ab, müssen Sie mit hohen Kosten rechnen. Diese werden durch einen Teil Ihrer Beiträge abgedeckt. Die Ansparung des Fonds fällt daher in den ersten Jahren geringer aus. Wählen Sie eine Nettopolice aus, ergeben sich für Sie keine hohen Abschlusskosten.

Steuerliche Vorteile halten sich in Grenzen

Bei Ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung können Sie die Beiträge als Vorsorgeaufwendungen absetzen, wenn Sie einen zertifizierten Vertrag über eine Rüruprente oder eine Riesterrente abgeschlossen haben. Der Abzug als Sonderausgabe ist begrenzt auf 2.100 Euro.

Machen Sie bei Eintritt der Rente von dem Kapitalwahlrecht Gebrauch, verpufft die Begünstigung, weil Sie die Hälfte der Erträge versteuern müssen. Wird die Versicherung aufgelöst und ein Fondsanteil verkauft, werden 25% Abgeltungssteuer auf den Verkaufserlös fällig.

Wann sollten Sie eine fondsgebundene Rentenversicherung abschließen?

Ein Aktienfonds ist von der Entwicklung am Aktienmarkt abhängig. Die Wirtschaftlichkeit der Anlageform kann nicht garantiert werden. Deshalb ist die fondsgebundene Rentenversicherung empfehlenswert, wenn Sie noch jung sind und das Hoch und Tief am Aktienmarkt sich bis zum Eintritt Ihrer Rente ausgleicht.

Um die Kosten gering zu halten, raten wir Ihnen zu ETF-Nettopolicen, bei denen der Investmentfonds an einer Börse gehandelt wird. ETF-Nettopolicen kombinieren steuerliche Vorteile einer Rentenversicherung mit den minimalen Kosten von ETFs.

Wichtige Fragen – kurz beantwortet

Kann ich eine fondsgebundene Rentenversicherung steuerlich absetzen?
Eine steuerliche Berücksichtigung der Beiträge kommt nur in Betracht, wenn es sich um eine Rüruprente oder eine Riesterrente handelt. Die Höhe der abzugsfähigen Sonderausgaben ist auf 2.100 Euro gedeckelt.
Was ist eine fondsgebundene Rentenversicherung?
Eine fondsgebundene Rentenversicherung dient der Absicherung im Alter. Eine gute Rendite ermöglicht Ihnen eine lebenslang stabile Rente. Als Anlageform kommen Aktien, Investments oder Rentenfonds in Betracht.
Ist eine Rentenversicherung noch sinnvoll?
Wer sich mit der privaten Altersvorsorge beschäftigt, sollte die Vor- und Nachteile einer privaten Rentenversicherung für sich prüfen. Viele Menschen sind im Alter auf monatliche Rentenzahlungen angewiesen. Diese wird Ihnen durch die gesetzliche Rentenversicherung ermöglicht. Reicht das Geld nicht aus, ist es sinnvoll, mit einer privaten Versicherung eine zusätzliche Absicherung zu schaffen.
Wann kann ich eine fondsgebundene Rentenversicherung kündigen?
Wird die Rentenversicherung vor Fälligkeit gekündigt, ist der Rückkaufswert deutlich geringer. Die Auszahlung müssen Sie versteuern. Sie sollten sich von einem Experten beraten lassen, bevor Sie diesen Schritt in Erwägung ziehen.