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Beim Goldkauf gut informiert sein
Jennifer Gregorian - 20.10.2011
Der Goldpreis steigt parallel zur Schuldenkrise. Obwohl Gold zurzeit teuer ist, lohnt sich die Investition: Ein Ende der Krise zeichnet sich noch nicht ab. Es gilt nur zu wissen, was man kauft und bei wem.

© Thorben Wengert / pixelio.de
Der Goldpreis hat seinen Rekord längst überschritten und steigt weiter an. Wer jetzt noch ein Stückchen Sicherheit abhaben möchte, sollte nicht zögern. Allerdings gilt es genau zu überlegen, in welcher Form und wo man das Gold am besten erwirbt.
Goldbarren oder -münzen?
Beim Erwerb von Goldbarren müssen Käufer nur den Feingoldanteil, das Gewicht, die Hersteller und den Preis beachten. Es empfiehlt sich nur 999,9er Barren zu kaufen, diese kann man später problemlos veräußern. Zahlreiche Banken und Goldhändler nehmen Barren mit einem geringeren Reinheitsgehalt - wenn überhaupt - nur mit Abzügen an. Oftmals ist zudem eine Zertifizierung, etwa von London Bullion Market, Association (LBMA), erforderlich.
Bei Goldmünzen ist ebenfalls ein hoher Feingoldgehalt gefragt. Dazu sollen sie weltweit akzeptiert sein - wie zum Beispiel der „Krügerrand“, wovon Millionen Exemplaren rund um den Erdball kursieren.
Für alle die sich nicht zu den Münzsammlern zählen und Gold ausschließlich als Kapitalanlage kaufen wollen: Finger weg von Sammlermünzen! Andernfalls zahlen sie für das Vorkommen und die Prägung gleich mit.
Je weniger Gold, desto höher der Preis
Beim Goldkauf fällt ein Zuschlag an, die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Das heißt: Je geringere Mengen an Gold Investoren erwerben, desto tiefer müssen sie in die Tasche greifen.
Gold kaufen - gewusst wo
Der Goldhandel wird von keiner Finanzaufsicht überwacht und es existieren keine Qualitätsanforderungen an die Beratung. Anleger müssen sich also selbst schlau machen. Hierzu müssen sie nicht nur wissen, was sie kaufen, sondern auch wo.
Gold kaufen sollte man bei angesehnen Händlern, wie Pro Aurum und Münzdiscount, und bei Banken. Allerdings handeln nicht alle Banken mit Gold und manche nur mit ihren Kunden. Zu den Geldinstituten, die alle Interessentenbedienen, zählen die Degussa Bank, die Reisebank sowie die Volksbanken und Sparkassen. Die beiden Letztgenannten weisen jedoch keine bundeseinheitlichen Preise auf.
Handelsplattformen (wie zum Beispiel eBay) und Home Shopping-Sender sind tabu. Sonst handelt man sich noch eine Krügerrand-Nachbildung aus Liberia oder Malawi (das Original stammt aus Südafrika) ein. Deren Reinheitsgehalt beträgt nur 333 oder 585, nicht 916 wie der echte Krügerrand.
Abgesehen davon wo man einkauft, sind stets die aktuellen Kurse zu beachten.
Grafik: Effekt Online-Marketing GmbH, Arbeitsgemeinschaft Finanzen
Daten: finanzen.net, Stand 11.10.2011
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