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Gold - Sicherheit und Profit?
Jennifer Gregorian - 10.10.2011
Aufgrund der hohen Nachfrage im Zuge der Finanzkrise steigt der Goldpreis weiter an. Anleger versprechen sich Sicherheit und Profit. Doch wie sicher und profitabel ist das glänzende Edelmetall wirklich?

© Thorben Wengert / pixelio.de
Dollar und Euro befinden sich auf dem Abwärtstrend und die Aktienkurse brechen ein. In Panik spähen Anleger nach Sicherheit. Diese ‚verheißt’ das glänzendes Edelmetall. Infolge bricht der Goldpreis sämtliche Rekorde. Soll man nun teuer einkaufen oder abwarten? Und wie sicher ist Gold eigentlich?
Die UBS rechnet mit weiteren Anstiegen des Goldpreises
Anfangs schätzte die Schweizer Großbank UBS AG den Goldpreis für das Jahr 2012 auf rund 1.380 Dollar pro Feinunze. Damit hatte sie den Aufwärtstrend des Goldes, bzw. den Fortschritt der Wirtschaftskrise unterschätzt. Nun rechnet sie mit einem Anstieg bis auf 2.075 Dollar.
Die Konsequenz für Anleger: Selbst wenn sie aktuell teuer einkaufen, werden sie künftig profitieren.
Goldene Vor- und Nachteile auf einem Blick
Gold ist sicher und profitabel, aber nicht so sehr, wie Händler behaupten. Im Folgenden sind die Vor- und Nachteile von Gold gelistet.
Vorteile |
Nachteile |
|---|---|
Der Goldpreis steigt weiter an. | Hoher Einkaufspreis. |
Bei den jetzigen Einbrüchen der US-Wirtschaft wird der Dollar in absehbarer Zeit keine ‚Höhensprünge machen’. |
Wechselkursrisiko: Gold wird in Dollar gehandelt. |
Die aktuelle Finanzkrise wird wahrscheinlich noch anhalten. Zudem ist Gold nicht von der Inflation betroffen. |
Gold ist von der internationalen Wirtschaft abhängig. |
Gold ist begrenzt und verliert nie komplett seinen Wert: Ein Totalverlust ist ausgeschlossen. |
Kosten für die Lagerung und keine Zinsen und Dividenden. |
Gold kaufen aber in Maßen
Goldbesitz lässt Anleger ruhig schlafen, denn er kann im Gegensatz zu Geldanlagen - die je nach Beschaffenheit mehr oder weniger riskant sind - nicht abhanden kommen. Das Schlimmste: Der Goldpreis fällt und man erhält weniger als den Einkaufspreis. Dennoch ist es ein spekulativer Wert: Man spekuliert auf die Krise.
Fazit: Gold kaufen ist nicht verkehrt, aber in Maßen. Es bringt nichts eine relativ sichere Kapitalanlage übereilt und mit Verlusten aufzulösen, um in Gold zu investieren. Zehn bis 30 Prozent des Vermögens zu vergolden, kann jedoch nicht schaden - das ist im Anbetracht der aktuellen Schuldenkrise sogar ratsam.
Zu gering sollte der Goldanteil allerdings auch nicht sein: Wer nur wenige Gramm (zum Beispiel ein bis fünf) erwirbt, kauft teuer ein und muss auf einen vehementen Preisanstieg (ab mindestens 20 Prozent) setzen, um ohne Verluste zu verkaufen.
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