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                  Blog

                  Keine Gleichberechtigung bei der häuslichen Pflege

                  Jennifer Gregorian - 29.09.2011

                  Die Gleichberechtigung hat in den Bereich der häuslichen Pflege noch nicht Einzug gefunden: Überwiegend Frauen pflegen ihre Angehörigen und werden zugleich häufiger selbst zu Pflegefällen. Zudem besteht ein allgemeiner Konsens, dass Pflege in den Zuständigkeitsbereich von Frauen gehört.

                  © Visionär / fotolia.com

                  Pflegebedürftigkeit bedeutet für Frauen eine doppelte Last: Zum einen wird ihnen die Versorgung pflegebedürftiger Familienmitglieder wie selbstverständlich zugemutet. Zum anderen enden sie nicht selten selbst als Pflegefälle.

                  Dies ergab eine Studie der AXA S.A. und des F.A.Z.-Instituts, im Rahmen welcher das Marktforschungsinstitut Forsa 1.018 in Deutschland lebende Personen befragte.

                  Überwiegend Frauen in der häuslichen Pflege

                  Bei der Befragung gaben 39 Prozent der Teilnehmerinnen an, pflegebedürftige Personen betreut zu haben oder aktuell zu betreuen. Bei den Männern waren es nur 22 Prozent, also knapp die Hälfte.

                  Ferner werden Frauen deutlich häufiger zu Pflegefällen als Männer: Der Frauenanteil bei den pflegebedürftigen Personen lag bei 68 Prozent. Die Studie gibt keinerlei Aufschluss über den Zusammenhang zwischen Pflegen und Pflege benötigen. Dieser Bedarf weiterer Untersuchungen. Es wäre auch möglich, dass die Häufigkeit der Pflegebedürftigkeit bei Frauen zum Teil auf die statistisch höhere Lebenserwartung zurückzuführen ist.

                  Jedenfalls stimmen die Befürchtungen der Frauen nachdenklich bei den Studienergebnissen: 63 Prozent fürchten, durch die Anstrengungen der Pflegetätigkeit selbst ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Mit 49 Prozent hingegen haben die teilnehmenden Männer die Situation nur leicht überschätzt.

                  Ungleiche Erwartungen hinsichtlich Pflege

                  Obwohl sich zahlreiche Bundesbürger vor Pflegebedürftigkeit fürchten, schließen die wenigsten eine private Pflegeversicherung ab. Bei den männlichen Versicherungsnehmern mag das nicht verwundern: Nach der Studie vertrauen 70 Prozent der befragten Männer darauf, dass ihre Partnerin sie im Ernstfall versorgt. Wesentlich weniger – aber mit 56 Prozent dennoch viele – Frauen stellen die gleiche Erwartung an ihre männlichen Partner.

                  Vorsorge anstatt Vertrauen und Hoffnung bis zur Zumutung

                  Laut AXA sollen sich Frauen mehr Gedanken über ihre Absicherung für den Fall einer eventuellen Pflegebedürftigkeit machen. Ebenso sollen sie öfters Zusatzleistungen ihrer Pflegeversicherung in Anspruch nehmen und Angebote ihres Versicherers (Pflegekurse, Stressmanagement etc.) nutzen.

                  Im Falle von Pflegebedürftigkeit lassen die staatlichen Leistungen sehr zu wünschen übrig, das steht außer Frage. Diese Versorgungslücke zu füllen, obliegt Frauen wie Männern zugleich. Noch können sich die meisten Bundesbürger die viel vernachlässigten private Pflegeversicherung, eine Pflegezusatzversicherung oder sonst einer Geldanlage leisten.

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                  Fragen zu Keine Gleichberechtigung bei der häuslichen Pflege

                  2011-09-30, 14:38

                  Oliver Hartmann

                  Ich denke es ist eher anders herum:

                  Frauen okkupieren 90% aller Pflegeplätze weil sie deutlich älter werden.
                  Auf der anderen Seite wollen wohl-empanzimierte WauerPimmen natürlich nicht mehr kochen, backen nähen und schon gar niemals mehr nicht pflegen. So überlassen sie das gerne professionellen Altenpflegern obwohl sie Zeit genug hätten!

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