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„Ausverkauf Deutschland“
Andrea Cruse - 21.09.2011
In Zeiten der Europleite und anderer negativer Nachrichten bringt der Buchtitel „Ausverkauf Deutschland“ von Autor Constantin Schreiber einen wohl eher zum Schmunzeln und bestätigt viele verwirrte Köpfe. Aber der Autor will sich nicht Luft machen, sondern erklären, wie ausländische Investoren im Kaufrausch durch Deutschland touren. In ihren Einkaufskörben liegen Hotels, Autobauer, Werften und angeblich packen sie sogar Teile von unserem Wald ein.

© Ronald Leine / aboutpixel.de
Die reichen Fremden, die vortäuschen, uns die Hand in schweren Zeiten zu reichen, obwohl doch für Jedermann offensichtlich ist, dass dahinter eine Strategie steckt. Was uns als wirtschaftliche Rettung verkauft wird, könnte sich bei genauerer Betrachtung als ökonomischer Selbstmord entlarven, denn wir treten weiterhin auf der Stelle.
Vor allem Russen, Chinesen, Inder und Araber kaufen sich mit ihren Aktienanteilen mehr als nur ein Mitspracherecht, auf längere Sicht schieben sie langsam die Arbeitsplätze ins Ausland oder wünschen sich vielleicht dieses.
Mercedes ist das beste Beispiel: Mit etwa zwei Milliarden Dollar kauften sich hier die Scheichs im März 2009 ein. Damit sind sie der größte Einzelaktionär mit 9,1% am Unternehmen. Als die Aabar Investment Public Joint Stock Company (Aabar PJSC, Sitz: Abu Dhabi) den Einstieg verkündete, waren alle froh, einen reichen Investor gefunden zu haben. Aber die Freude hielt nicht lang, denn am 10. August 2009 folgte die Ankündigung, dass die Mercedes-Modelle Sprinter, G-Klasse und weitere Fahrzeuge bald in Algerien produziert werden.
Aber die unterschiedlichen Investoren haben unterschiedliche Vorlieben, die auf vielen Seiten dramatisch geschildert werden. Getreu dem Motto: andere Länder - andere Sitten. Der Einfluss der ausländischen Investoren wächst, genau dazu bringt Constantin Beispiele und leider auch trockene Fakten.
Sicherlich ist sein Buch ein wenig überspitzt und überzogen, aber es regt zum Nachdenken an, auch wenn einige Thesen an Thilo Sarrazin erinnern. Deswegen muss man hier auch noch einmal erwähnen, dass nicht jeder Investor schlecht für unser Land ist.
Seit dem 8. September ist das Buch im Handel erhältlich.
„Ausverkauf Deutschland - Wie ausländische Investoren unser Land übernehmen“
Von Constantin Schreiber. Econ, 18 Euro
Fragen zu „Ausverkauf Deutschland“
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