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                  Schluss mit unnötig Geld verschenken

                  Jennifer Gregorian - 15.07.2011

                  Viele Bankkunden aus Deutschland verschenken ihr Geld: Sie überziehen ihre Girokonten oder lassen vorhandenes Kapital schlummern. Dabei gehen jährlich über vier Millionen Euro verloren. Das muss nicht sein …

                  © Joachim Wendler / fotolia.com

                  Laut einem Bericht der „Süddeutsche Zeitung“ vom 6. Juni 2011 verschenken Bundesbürger jährlich bis zu 4,3 Milliarden Euro, indem sie ihre Konten überziehen und ihr Geld auf dem Girokonto schlummern lassen.

                  Dabei beruft sich die Zeitung auf eine Studie des Finanzexperten Udo Keßler, die sich auf Daten der Frankfurter FMH-Finanzberatung und der Deutschen Bundesbank stützt.

                  Hohe Dispozinsen

                  Nach der Umfrage von Keßler und der FMH-Finanzberatung, an der 56 Geldhäuser teilnahmen, greift circa jeder sechste Bankkunde regelmäßig auf den Dispokredit zurück. Das Konto zu überziehen geht schließlich schneller, als sich nach einer geeigneten Finanzierung umzusehen. Diese Entlastung hat allerdings ihren Preis: Laut dem Bundesbankbericht von Mai 2011 kassierten Kreditinstitute im Schnitt 14 Prozent Sollzinsen – bei einigen kostet der Dispo sogar 18 Prozent.

                  Alternativen zum Dispokredit

                  Wer statt Dispo einen Rahmen- oder Abrufkredit aufnimmt, spart viel Bares. Kreditnehmer können die benannten Kredite in Höhe von 5.000 bis 25.00 Euro bei jeder Bank aufnehmen. Die variable Zinsbelastung von aktuell 8,7 Prozent ist deutlich niedriger als beim Dispo – viele Kreditinstitute verlangen sogar weniger als sieben Prozent und berechnen keine Bearbeitungsgebühren. Zudem können Verbraucher Abrufkredite als Einmalzahlung rückerstatten. Laut Keßler ergibt das insgesamt Ersparnisse von rund 4,3 Milliarden Euro.

                  Schlummerndes Guthaben

                  Laut der Bankenumfrage existieren in Deutschland 95 Millionen Girokonten. Zahlreiche Verbraucher lassen ihr Guthaben uneffektiv darauf ruhen. Dabei verzinst es nur knapp jede dritte öffentlich-rechtliche wie private Bank mit höchstens 0,15 Prozent. Gemäß dem Monatsbericht der Bundesbank bilden die Sichteinlagen 570,6 Milliarden Euro. Nach der Umfrage entfallen davon knapp 35 Prozent oder 199,7 Milliarden auf nicht bis mager verzinste Girokonten.

                  Geld vermehren statt verschenken

                  Ein gewisser Betrag neben dem zur Deckung der monatlichen Fixkosten sollte schon auf dem Girokonto vorhanden sein. Das restliche Guthaben können Bankkunden auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto überweisen. Dabei würden sie bei der derzeitigen Tagesgeld-Durchschnittsverzinsung von 1,5 Prozent abzüglich der Durchschnittsverzinsung für Girokonten jährlich insgesamt 2,5 Milliarden Euro Zinseinnahmen erhalten. Außerdem gibt es Tagesgeldkonten, die weitaus höher verzinst sind. Falls Verbraucher das Geld in nächster Zeit nicht benötigen, bieten sich auch Festgeldanlagen oder anderweitige Investitionen an.

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