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                  Italien – Willkommen in der Krise

                  Mathias Bartsch - 10.06.2011

                  Nun also auch Italien. Der Kreis von Ländern, mit überbordenden Haushaltsproblemen dürfte schon bald ein neues Mitglied begrüßen. Nach der Herabstufung beziehungsweise Warnung durch die Ratingagentur S&P hinsichtlich der Bonität des Landes, ist Italien mitten in der Eurokrise angekommen.

                  © pixelstore / fotolia.com

                  Ein Grund ist besonders offensichtlich, so weisen die Schulden des Landes mit knapp 2 Billionen Euro eine bedrohliche Höhe auf. Leider aber längst nicht der einzige negative Faktor, der zu den wirtschaftlichen Problemen des Landes führt.

                  Staatsverschuldung seit langer Zeit bekannt

                  Von „stabil“ auf „negativ“ stuften die Analysten bei der Ratingagentur Standard & Poor's die Aussichten für das Land vor wenigen Tagen herab. Eine Meldung, die nicht mehr wirklich überraschend über die Ticker lief, da die Ausmaße der italienischen Staatverschuldung vielerorts bekannt waren. Die Folgen der Entscheidung durch S&P sind aber sehr ernst für das Land.

                  So werden dem Staat schon bald höhere Kosten bei der Aufnahme von Krediten blühen. Ein Umstand, der die sowieso schon hohe Staatsverschuldung noch weiter ansteigen lassen wird. Für die EU und den Euro ist Italien zudem natürlich wesentlich wichtiger, da es sich um eine große Wirtschaftsnation handelt, verglichen mit den bisherigen Problemländern wie Griechenland oder Portugal. So stellt Italien aktuell die drittgrößte Volkswirtschaft in Europa dar.

                  Schwaches Wachstum und instabile Regierungslage

                  Neben dem Schuldenberg, der nach Griechenland gemessen am Bruttoinlandsprodukt mit rund 120 % der jährlichen Wirtschaftsleistung am höchsten in der EU ausfällt und die eigentliche Obergrenze von 60 % in der EU mehr als deutlich verletzt, sind die Aussichten für Italien aber noch aus zwei anderen gewichtigen Gründen negativ. So weist das Land mit 0,1 % im ersten Quartal 2011 ein schwaches Wirtschaftswachstum auf und die Regierung mit dem Skandalministerpräsidenten Berlusconi an der Spitze ist nur noch wenig handlungsfähig.

                  Nur wenn das Land zu tief greifenden Reformen in der Lage ist, wird sich die düstere Einschätzung wieder ändern. Doch der mit sinkenden Popularitätswerten zu kämpfende Berlusconi scheint zu mitunter schmerzhaften Regulierungen, wie sie beispielsweise Deutschland durch die Agenda 2010 bereits vollzogen hat, nicht mehr in der Lage.

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                  Fragen zu Italien – Willkommen in der Krise

                  2011-06-10, 13:39

                  H. J. Weber

                  Wenn bis 2014 (EU-weit) die fälligen 3 Billionen refinanziert sind und hunderte von Milliarden neue Schulden entstanden sind, dann sehen wir weiter.
                  Ich denke, dass die 168 Milliarden Aufstockung für den Rettungschirm schneller verbraucht sein werden, als die Bareinlage von 22 Milliarden eingezahlt werden kann/wird.
                  Sein wir ehrlich: Jeder weiß, dass es in einem Desaster enden wird.
                  Aber wir möchten alle noch vorher schnell unser kleines Vermögen retten, bzw. in Sicherheit bringen.
                  Ich habe für die bald ungültigen Euroscheine 2009/10 Gold und Silber gekauft und Ihr?
                  Immobilien?
                  Aktien?
                  Wirklich gekniffen sind die kleinen Sparbuchbesitzer, die mit ihren fasst 5 Billionen die Zeche bezahlen müssen; egal ob durch eine Währungsreform oder galoppierende Inflation.
                  Die Anderen machen dann dort weiter, wo sie vor der Währungsreform aufgehört haben.
                  Altes Spiel, neues Glück, neues Geld, neue Milliardengewinne und neue Boni.
                  Und der geplünderte Sparbuchbesitzer schaut zu und versteht wieder einmal die Welt nicht mehr und legt ein neues Sparbuch an.
                  Nach 1 bis 2 Generationen, wird er die Welt wieder nicht verstehen.

                  Viele Grüße
                  H. J. Weber

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