- Blogrolle
- Ansahl Versicherungsblog
- Manfreds PKV-Makeleien
- Versicherungen News
- Kredit Engel-News
- Portal Optimal absichern
Erhalten Sie kostenlos wertvolle Verbrauchertipps, Zinsübersichten sowie aktuelle, wichtige und interessante Finanzinformationen.

Blog
Anleger suchen zunehmend Finanzprodukte ohne Atomwirtschaft-Finanzierungen
- 29.03.2011
Erst in den letzten Wochen hatten sich viele Experten in Tests zum wiederholten Male der Frage gewidmet, inwieweit Verbraucher überhaupt Einfluss darauf haben, welche Unternehmen und Projekte mit ihren in Geldanlagen investierten Summen finanziert werden. Tatsächlich zeigte sich zuletzt, dass selbst die Anbieter von Produkten wie Riester-Sparplänen mitunter nicht garantieren können, dass zum Beispiel keine Gelder im Bereich der Rüstungsindustrie vergeben werden.
Aktuell ist es jedoch in erster Linie die Frage, mit welchen Anlagemodellen Kunden sparen können, ohne zumindest indirekt auch in Atomstrom zu investieren. Die drohende oder vielleicht bereits eingesetzte Atom-Katastrophe in Japan hat also auch den Anlagemarkt erreicht. Schwierig ist die Lage auf dem Markt vor allem für jene Kunden, die nicht über das nötige Hintergrundwissen verfügen und sich dementsprechend einzig auf die Aussagen von Beratern und Anbietern verlassen müssen.
Stiftung Warentest prüft Atominvestments von Aktien- und Rentenfonds
Die Stiftung Warentest betont im Rahmen eines Vergleichs nochmals, dass die Mehrheit der Großbanken eben auch als Kreditgeber für die Betreiber von Atomkraftwerken auftritt. Zudem treten die Institute als Partner bei der Emission von Anleihen oder Aktien der Konzerne auf. Nicht selten werden die Banken selbst als Käufer aktiv. Doch auch wenn die Auswahl möglicherweise deutlich schrumpfen wird, weil Anleger nicht auf Umwegen zum Finanzierer von Atomkonzernen werden, sehen die Warentester Mittel und Wege für die Bürger.
Schon vor Jahren entwickelten sich zum Beispiel Fonds mit Bezug zum Aktien- oder Rentenmarkt, bei denen grundsätzlich auf Investitionen in der Atomwirtschaft verzichtet wird. Die neuen Auswertungen der Warentester zeigen aber auch, dass nicht bei allen Produkten, bei denen mit ethisch-ökologischer Ausrichtung geworben wird, auf Atom-Investitionen verzichtet wird. Erneut zeigt sich, wie gewissenhaft die Produktauswahl vonstattengehen muss. Viele Anleger würden wohl davon ausgehen, dass Begriffe wie „Ethik“ und „Ökologie“ nicht mit Investitionen in diesem Bereich vereinbar sind.
Definition ethisch-ökologischer Produkte umstritten
Im Test von insgesamt 24 ethisch-ökologischen Aktienfonds kommen nur sieben Anbieter gänzlich ohne Unternehmen der Atomwirtschaft aus. Acht der Test-Produkte verzichten immerhin zum Teil auf derartige Investitionen. Bei den sechs getesteten Rentenfonds übt sich nur ein Anbieter im vollständigen Verzicht, zwei der Rentenfonds-Betreiber sind eingeschränkt aktiv. Fonds und Aktien sind aber nicht die einzig problematischen Anlageformate. Auch mit Investitionen in Tagesgeld und Rücklagen auf dem Girokonto können im Einzelfall AKW-Betreiber unterstützt werden.
Dass es zu Widersprüchen bei der Auswahl der Investment-Bereiche bei den Fonds kommt, liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich Klimaexperten uneinig darüber sind, ob Atomstrom nun in den Bereich der klimafreundlichen Energien gehört oder eben nicht. Trotz aller Risiken: Bei der Stromerzeugung entsteht bei Kohlendioxid - für manche Experten reicht diese Tatsache aus, um grünes Licht zu geben. Umweltschützer sehen dies freilich wesentlich anders. Zumal bereits der Uranabbau eine erhebliche Umweltbelastung darstellt.
Bei allgemeinen Fragen benutzen Sie bitte untenstehendes Formular. Ihre Frage wird hier veröffentlicht und unsere Redaktion wird diese nach Möglichkeit beantworten.
Beachten Sie: Rechtsberatung und Beantwortung von Vertragsfragen sind von dem Service ausgeschlossen.