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Bankenhäuser erneut mit Verzug bei Zustellung der Steuerbescheinigungen
- 08.03.2011
Wenn Verbraucher ins neue Jahr starten, wissen sie bereits, dass es bald wieder so weit sein wird: Früher oder später muss die Einkommensteuererklärung erledigt werden. Doch um alles wirklich richtig machen zu machen, benötigen die Steuerzahler unter anderem mitunter auch die so genannte Jahressteuerbescheinigung ihrer Hausbanken. In den vergangenen Jahren war es in diesem Zusammenhang schon mehrfach dazu gekommen, dass die Kunden bei den Unterlagen fürs Finanzamt zunächst auf die Übermittlung der Bescheinigungen verzichten und diese erst nachträglich einreichen mussten.
Der Grund für dieses Problem bestand darin, dass es bei etlichen Banken einen zum Teil erheblichen zeitlichen Verzug bei der Zustellung der Bescheinigungen gegeben hatte. In diesem Jahr nun könnte sich aktuellen Meldungen in den Medien zufolge dieses Dilemma einmal mehr wiederholen. Schon jetzt steht fest, dass es abermals zu einer verspäteten Versendung der Bescheinigungen bei einigen Instituten kommt. Zu diesen Finanzinstituten gehört zum Beispiel die bekannte Hypo-Vereinsbank.
Problem aus dem Jahr 2010 könnte sich wiederholen
Das Unternehmen ließ in dieser Woche verlautbaren, dass der Versand der Steuerbescheinigungen in den kommenden Tagen starten soll. Abgeschlossen wird diese Phase nach Aussagen der Bank in knapp drei Monaten. Rein rechnerisch wird es also Kunden geben, die ihre Bescheinigungen erst im Juni oder später erhalten - zu spät, um die Bescheinigung noch rechtzeitig zum eigentlichen Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung mit abzugeben. Und damit beziehen sich die Aussagen der Bank nur auf einen Großteil der Bescheinigungen, vielfach könnte es noch wesentlich länger dauern.
Die Hypo-Vereinsbank ist damit allerdings in guter Gesellschaft, denn auch im Falle der nach wie vor vom Staat gestützten Commerzbank halten Beobachter erneute Verzögerungen für durchaus möglich. Jedoch werden dort mit großer Wahrscheinlichkeit weit weniger Kunden von den Probleme betroffen sein, denn die Commerzbank hat bereits im vergangenen Monat damit begonnen, den Anlegern die erforderlichen Bescheinigungen auf dem Postweg zuzustellen.
Steuerzahler müssen Unterlagen unvollständig einreichen
Aus Sicht von Experten wie etwa dem Präsidenten des Steuerberaterverbandes Berlin-Brandenburg und anderen sind diese Verzögerungen ein ernst zu nehmendes Ärgernis, das den Bürgern das Leben erschwert. Dass die Steuerzahler spätestens bis Ende Mai eines jeden Jahres Zeit haben, um die Steuererklärung einzureichen, sei den Banken nur allzu gut bekannt. Aus diesem Grund ist es nicht nachvollziehbar, weshalb die Banken wieder einmal erst verspätet die wichtigen Unterlagen an die Sparer versenden.
Zumal es im Jahr 2010 für die Banken wenigstens noch einen nachvollziehbaren Grund für die verzögerte Zustellung gegeben hat. Damals mussten die Banken erst noch auf die genauen Ausführungsvorschriften für die so genannte Abgeltungssteuer warten, die das Finanzministerium den Banken erst noch bereitstellen musste. Für das Jahr 2011 gibt es keinen solchen Verzögerungsgrund.
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