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                  Der richtige Moment für die Altersvorsorge

                  - 21.02.2011

                  Es ist kompliziert, den richtigen Augenblick für den Altersvorsorge-Start abzupassen. Das hat in den meisten Fällen schon rein finanzielle Gründe. Denn in jungen Jahren während der Ausbildungsphase fehlt es den meisten Menschen an den nötigen Mitteln, um jeden Monat etwas fürs Alter auf die Seite zu legen. Umso wichtiger ist es deshalb, möglichst direkt nach der Ausbildung mit der Vorsorge zu beginnen, denn die Länge der Sparphase kann ähnlich wie die Höhe der monatlichen Leistungen Einfluss auf die späteren Leistungen haben.

                  Vergessen dürfen Verbraucher jedoch nicht, dass im mittleren Alter auch noch andere Dinge eine zentrale Rolle spielen müssen, die mit zusätzlichen regelmäßigen Ausgaben verbunden sind. Dass die private Zusatzrente oder der Abschluss eines Vertrags zur Riester-Rente von großer Bedeutung ist, haben die Verbraucher längst begriffen. Es ist ausgesprochen ratsam, während des aktiven Berufslebens möglichst viel Geld anzusparen, damit man später mehr vom Leben hat.

                  Sparen erst, wenn Darlehen getilgt sind

                  Zwei wichtige Bereiche dürfen nach Aussagen der baden-württembergischen Verbraucherzentrale nicht vergessen werden. Der erste Punkt bezieht sich auf mögliche Kreditverpflichtungen: So gut der Gedanke auch sein mag, monatlich hohe Summen anzulegen. Wenn parallel dazu beispielsweise der kostspielige Dispokredit beim Girokonto in Anspruch genommen wird oder andere Darlehen noch über Jahre hinweg abgestottert werden müssen, lohnt der Sparbeginn in vielen Fällen nicht. Besser ist hierbei ein späterer Start in die Sparphase, wenn die Darlehen endlich abbezahlt sind.

                  Der zweite Hinweis nimmt Bezug auf den individuellen Schutz durch Versicherungspolicen. Während die Altersvorsorge ihrem Namen nach erst im Alter beansprucht wird, sind Verbraucher ihr ganzes Leben lang auf den richtigen Versicherungsschutz angewiesen. Es sollte also nur so viel Geld zur Seite gelegt werden, wie nach Abzug aller laufenden Kosten wirklich übrig ist. Dabei gilt es auch daran zu denken, dass es immer wieder unvorhergesehene weitere Ausgaben im Haushalt geben kann. Diese sollten ebenfalls bezahlbar bleiben, ohne dass sich Verbraucher finanziell übernehmen.

                  Risikostreuung wird von Experten weiterhin empfohlen

                  Sind all diese Dinge in ausreichender Form berücksichtigt, können sich die Anleger an die Auswahl der richtigen Produkte machen. Doch auch hier fallen die Entscheidungen nicht immer leicht. Ein wichtiger Tipp, wie ihn die Experten der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ihren Kunden mit auf den Weg geben, weist auf den Aspekt der Risikominimierung hin. Sparer tun gut daran, ihre Gelder auf unterschiedliche so genannte Produktklassen zu verteilen. Spätestens jetzt kommen die persönlichen Ziele der Anleger zum Tragen.

                  Wer möglichst rasche Rendite-Erfolge verbuchen möchte, entscheidet sich eher für risikoreiche Produkte, während sicherheitsaffine Anleger in Kauf nehmen müssen, dass ihr Vermögen nur sehr langsam wächst. Zu den sicheren Anlagemodellen gehören etwa klassische Sparbücher sowie Tages- und Festgeldkonten. Riskanter sind hingegen Angebote aus dem Bereich der geschlossenen Fonds. Diese können allerdings üppige Erträge einbringen.

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