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Höchste Beschäftigtenzahl seit mehr als 20 Jahren in Deutschland
- 17.02.2011
Als vor rund drei Jahren die weltweite Krise ausgebrochen war, konnte sich mancher Beobachter vermutlich gar nicht vorstellen, dass schon vergleichsweise früh wieder Ruhe in die Wirtschaft einkehren würde. Auch die Prognosen hinsichtlich der Entwicklungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus den vergangenen Jahren hatten nicht durchweg vermuten lassen, dass es so schnell bergauf gehen würde. Die aktuellen Daten des Bundesamtes für Statistik zur Beschäftigung bestätigen aber den positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt.
Die Zahlen für das letzte Quartal des Jahres 2010 machen nicht nur Hoffnung, sie sind ein Grund zur Freude. Denn erstmals seit dem Jahr 1989 ist die Beschäftigtenzahl in der Bundesrepublik Deutschland über die Marke von 41 Millionen gestiegen. Genau liegt die Zahl der Beschäftigten hierzulande nach Aussagen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden bei 41,04 Millionen. Ein deutliches Wachstum im Vergleich zum Vorjahr in einer Größenordnung von 422.000 Erwerbstätigen.
Dienstleistungsbranche beflügelt den gesamten Arbeitsmarkt
Besonders gut fällt das Wachstum nach wie vor in den verschiedenen Sparten der Dienstleistungsbranche aus. Hier verbuchte das Amt einen Anstieg der Beschäftigten um 388.000. Insgesamt arbeiteten damit überhaupt zum ersten Mal mehr als 30 Millionen Menschen in den Dienstleistungsbereichen. Ein gutes Zeichen und wichtiger Indikator für die Zukunft, wie Arbeitsmarktexperten im Zusammenhang mit der Publikation der Zahlen am heutigen Tage betonen.
Positiv ging es in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres ebenso im Baugewerbe voran. In diesem Bereich legte die Erwerbstätigkeit um 42.000 Arbeitnehmer zu. Und das trotz des teils extrem kalten Winters in vielen Regionen des Landes. Die Baubranche ist in der Regel zuerst und am stärksten von schlechten Witterungsbedingungen betroffen, konnte die Wintermonate aber scheinbar besser als erwartet überstehen.
Leichter Rückgang bei Selbstständigen im letzten Quartal 2010
Besonders erfreulich sind die Entwicklungen in der Industrie. Denn bei dem Plus von 7.000 zusätzlichen Beschäftigten auf nun rund 7,7 Millionen handelt es sich um den ersten Zuwachs seit zwei Jahren. Die Gesamtzahl der Beschäftigten setzt sich mit einem Anteil von 36,61 Millionen aus den Arbeitnehmern sowie den 4,43 Millionen Selbstständigen zusammen. Im zuletzt genannten Bereich der selbstständig arbeitenden Berufstätigen ist jedoch im vierten Quartal des Jahres 2010 ein Minus verbucht. Hier sank der Wert um 10.000 verglichen mit dem Jahr zuvor.
Ebenfalls gestiegen ist nach Aussagen der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die Zahl der im Durchschnitt erbrachten Arbeitsstunden je Berufstätigen. Hier sprechen die Experten von einem Plus in Höhe von 1,9 Prozent, so dass der Wert für das letzte Quartal 2010 bei 362,2 Stunden lag. Nun kann nur darauf gehofft werden, dass sich die verbuchten günstigen Veränderungen auch in den kommenden Monaten fortsetzen werden, damit der wirtschaftliche Aufschwung auch weiterhin in der momentanen Weise voranschreiten kann.
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