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Bürger nutzen immer stärker die Möglichkeit des Online-Bankings
- 14.02.2011
Schon seit Jahren lassen die Vertreter der Bankenbranche nichts unversucht, um die Kundschaft weg vom klassischen Filialgeschäft und hin zum virtuellen Kontakt zu bewegen. Denn für die Institute bietet das Internet erhebliche Einsparungsmöglichkeiten, die sich die Unternehmen der Branche auf keinen Fall entgehen lassen möchten. In vielen Fällen bieten sie ihren Kunden Anreize wie bessere Konditionen fürs Internet-Konto oder Wechselprämien, um ihnen die neuen Angebote zusätzlich schmackhaft zu machen. Zunehmend zeigt sich nun: Das Konzept geht auf, die deutschen Kunden entdecken in allen Altersklassen das Web als bequemen Ort für Transaktionen.
Am gestrigen Tage teilte der Branchenverband Bitkom - der Bundesverband für Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien - die neuen Zahlen mit. Aus der Publikation geht hervor, dass inzwischen auch in Deutschland gut 43 Prozent der Bankkunden auf den Online-Ansatz vertrauen und dabei vor allem darauf setzen, dass sie wesentlich schneller aktiv werden können, ohne eigens zu einer Zweigstelle der Hausbank aufbrechen zu müssen. Hierbei geht es um die Gruppe der Kunden im Alter von mindestens 16 und maximal 74 Jahren.
Banken sparen durch virtuell geführte Konten bares Geld
Die Verbands-Zahlen zeigen, dass mehr als doppelt so viele deutsche Bürger ihre Geschäfte per Internet abwickeln, als dies noch im Jahr 2003 der Fall gewesen ist. Aus Sicht der Banken ist dies der richtige Weg. 27 Millionen Kunden nehmen ihrer Bank durch das Online-Banking einen nicht unerheblichen Teil der Arbeit ab. Insgesamt gesehen darf die positive Entwicklung aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die deutschen Kunden auch weiterhin eher im europäischen Durchschnitt liegen.
Der Branchenverband Bitkom teilte zudem die aktuellen Entwicklungen in anderen Ländern Europas mit. Wie in der Vergangenheit ist es erneut das skandinavische Norwegen, dass mit einem Wert von 83 Prozent unangefochten auf dem ersten Platz des Rankings zum Thema Online-Banking zu finden ist. Dass es sich aber nicht um ein nordeuropäisches Phänomen handelt, zeigt der zweite Platz der Niederlande. Dort liegt der Anteil bereits bei immerhin 77 Prozent. Auf dem dritten Platz finden sich mit Schweden und Finnland aber doch zwei weitere skandinavische Staaten mit einem Wert von mehr als zwei Dritteln ein.
Deutschland in der EU über dem Durchschnitt
Dass die deutschen Bankkunden aber insgesamt gar nicht so schlecht dastehen, zeigt der Blick auf den Durchschnittswert in der EU. Denn in den 27 Ländern liegt dieser bei 36 Prozent. Der Bitkom Verband beruft sich in der aktuellen Auswertung unter anderem auf Daten von Eurostat, der europäischen Statistikbehörde. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Bankkunden, die Überweisung im WWW vornehmen oder Kontoauszüge in digitaler Form abrufen, in Deutschland um rund eine Million.
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