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                  Bessere Verdienstmöglichkeiten für deutsche Rentner?

                  - 01.02.2011

                  In der vergangenen Woche wurde darüber berichtet, dass Analysten den Rentnern in Deutschland Hoffnung auf gleich drei Erhöhungen in Folge machen. Dies ist nach Auffassung der älteren Menschen im Lande auch mehr als nötig. Denn die Erhöhungen werden zum einen wahrscheinlich weniger üppig ausfallen als manche Gehaltsanhebung in der Zeit nach der Wirtschaftskrise, andererseits mussten die Rentner einige Nullrunden über sich ergehen lassen. Nun will die Bundesregierung angeblich zusätzlich zur Rentenerhöhung ergänzend bessere Möglichkeiten für den Zuverdienst im Alter schaffen.

                  Etliche Zentralorgane der deutschen Medienlandschaft wissen zu berichten, dass die Koalition in dieser Sache vorrangig an die Frührentner denkt. Ihnen will man ein gutes Stück entgegenkommen. Im Gespräch ist angeblich der anteilige Verzicht auf die Beiträge zur Sozialversicherung. Auf diese Weise sollen die jungen Rentner in Deutschland bessere Chancen erhalten, wenn sie sich zur Rente etwas dazu verdienen möchten. Denn Fakt ist: Immer mehr Menschen im Rentenalter sind auf ein Zubrot angewiesen, wenn sie sonst auf die gesetzliche Rente allein angewiesen sind.

                  Verzicht auf Beiträge zur Arbeitslosenversicherung?

                  Für denkbar hält die Regierung in Berlin angeblich den Verzicht auf Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, um die erhoffte Entlastung herbeizuführen. Die Zeitungen berufen sich in ihren Meldungen auf Stellungnahmen aus dem direkten Umfeld der Bundesregierung. Dieser Schritt wäre aus Sicht der Befürworter wohl in erster Linie deshalb der sinnvollste Weg, weil Rentenempfänger nicht mehr von einer Arbeitslosigkeit betroffen sein können. Daher wären diese Beiträge am ehesten verzichtbar.

                  Der Plan geht in eine klare Richtung. Würde auf die Arbeitslosenversicherungsbeiträge verzichtet, würde dies vor allem zu einer finanziellen Entlastung der Arbeitgeber führen, die nachfolgend günstiger Mitarbeiter im Rentenalter einstellen könnten als bisher. Das Motto könnte lauten: Zuverdienst statt Weiterbeschäftigung. Das Grundgerüst für die Umsetzung des Vorhabens soll bereits ausgearbeitet sein, wie den Berichten entnommen werden kann.

                  Warnungen vor zu schnellen Änderungen von Seiten der CDU-Experten

                  Für die Rentner selbst wäre der Schritt ebenfalls eine Erleichterung. Denn viele ältere Bürger würden gerne etwas dazuverdienen, fürchten aber die hohen Abzüge, die im Nebenjob derzeit zu erwarten sind. Aktuell liegt die Obergrenze für die so genannte Zuverdienst-Regelung hierzulande bei 400 Euro, sofern die Erwerbstätigen noch nicht das reguläre Rentenalter von 65 Jahren erreicht haben. Zukünftig könnte man sich zumindest bei der FDP eine neue Grenze vorstellen, die möglicherweise sogar so hoch wie das zuletzt erreichte Bruttogehalt liegen könnte, ohne das Rentenabzüge berechnet werden.

                  Vorschnell handeln will die Koalition dann aber doch nicht. Das zeigen die ersten Stellungnahmen der CDU-Arbeitsmarktexperten, die vor unüberlegten Korrekturen warnen. Viele Fragen müssten geklärt werden, bevor die Umsetzung erfolgen kann. Dazu gehört besonders die Frage, ob Arbeitgeber am Ende einen früheren Renteneintritt von ihren älteren Arbeitnehmern fordern könnten. Auch die entstehenden Verwaltungskosten müssten genau kalkuliert werden.

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