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Regierung sieht Riester auf erfolgreichem Wege
- 17.01.2011
Es gibt vielfältige Ansätze, mit denen Berufstätige in Deutschland ergänzend fürs Alter vorsorgen können. Doch welches System im persönlichen Kontext am besten für die Altersvorsorge geeignet ist, lässt sich für den Laien nicht immer leicht beantworten. Denn die verschiedenen Zusatzrenten haben ihre individuellen Vorteile, bergen aber durchaus auch Risiken, die es zu kennen gilt. Aus Sicht der Bundesregierung empfiehlt es sich für die Bürger am ehesten die staatlich geförderte Riester Rente in Anspruch zu nehmen. Und die Verbraucher scheinen allmählich dem Rat der Politik in diesem Punkt zu folgen.
Das jedenfalls geht aus den Auswertungen und Prognosen aus dem Jahr 2010 mit Bezug zu den verschiedenen privaten Zusatzrenten unter dem Oberbegriff Riester Rente hervor, die von der Bundesregierung gerade erst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Inzwischen geht das Modell der Riester Rente in Deutschland als ergänzende Absicherung für das Alter bereits ins zehnte Jahr. Anfangs waren viele Verbraucher eher skeptisch, ob und inwieweit die Angebote ihren Nutzen entfalten können. Doch zunehmend steigt die Nachfrage nach den Rentenverträgen.
Sozialleistungen und Zusatzrente durchaus miteinander vereinbar
Für das Ende des dritten Quartals 2010 beziffert die Berliner Regierung die Zahl der Riester-Verträge auf rund 14,1 Millionen. Ein durchaus beachtlicher Wert, wenn man sich vor Augen führt, dass Riester-Sparen in den ersten Jahren nach der Markteinführung nicht unbedingt als das erhoffte Erfolgsmodell bezeichnet werden konnte. Laut Regierungsaussagen haben nur in der Zeit von Juli bis Ende September des vergangenen Jahres 234.000 Bürger einen Neuvertrag abgeschlossen, um sich beim Aufbau des privaten Rentenanspruchs von Staat unterstützen zu lassen.
Erwartet wird im Rahmen der endgültigen Ergebnisse eine Gesamt-Vertragszahl von 14,4 Millionen Riester-Verträgen für das Ende des Jahres 2010. Der Bund betont diesbezüglich einmal mehr, dass sich das Riestern vor allem für Verbraucher mit geringerem Einkommen und Familien grundsätzlich lohnen kann. Denn die Riester Rente bringt den Sparern nicht nur Zuschüsse vom Staat ein. Darüber hinaus bietet das Modell den Bürgern auch in steuerlicher Hinsicht Vorteile.
Immer mehr Deutsche „Wohn-Riestern“
Was viele Verbraucher noch immer nicht wissen: Sogar für Empfänger von Hartz4-Leistungen kommt die Riester Rente als Vorsorgevariante in Frage. Die Zuschüsse vom Bund werden hierbei bei der Einkommensberechnung nicht berücksichtigt. Mit etwa 10,25 Millionen Verträgen geht die große Mehrheit der Riester-Verträge auf das Konto der herkömmlichen Garantierente. Doch mittlerweile erfreut sich auch die Alternative Wohn-Riester größerer Beliebtheit, nachdem dieses Modell in den Anfangstagen nicht die erwartete Nachfrage verbuchen konnte.
Seit dem Start des Wohn-Riesters wurden nun bereits 410.000 Verträge abgeschlossen, wie aus den Zahlen der Bundesregierung hervorgeht. Die steigende Nachfrage lässt sich wohl vor allem mit den günstigen Kreditkonditionen erklären, mit denen Verbraucher derzeit den ersehnten Immobilienerwerb in die Tat umsetzen können - und zwar mit zusätzlicher staatlicher Förderung.
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