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Finanztest weist auf gute Leistungen von Sparbüchern hin
- 22.12.2010
Auf die Frage, welche Geldanlage das zurückliegende Jahr 2010 dominieren konnte, nennen die meisten Analysten die zahllosen Tagesgeldkonten, mit denen sich Sparer in den vergangenen Monaten vielfach am rentabelsten versorgen konnten. Doch zum Jahresende waren die Zinssätze im Schnitt – abgesehen von einigen Ausnahmen, die meist von ausländischen Anbietern stammten – zunehmend gesunken. Die Suche nach anderen Investitionswegen führt die Anleger in Deutschland immer häufiger ausgerechnet zurück zum guten alten Sparbuch.
Die Experten des Magazins Finanztest, dem gedruckten Zentralorgan der Stiftung Warentest, widmeten sich pünktlich zum Jahreswechsel der Überlegung, mit welchen Produkten deutsche Bankkunden in den kommenden Wochen und Monaten wohl am sinnvollsten investieren können, und kamen bei dieser Analyse zu einem Ergebnis, mit dem sicher nicht jeder Anleger gerechnet hatte. Sparbücher gelten schließlich eher als altbacken und traditionell, ohne dass Verbraucher ihnen als Geldanlage allzu große Bedeutung beimessen.
Anlegern werden vier verschiedene Modelle empfohlen
Tatsächlich jedoch gelangen Sparer zumindest mit den derzeit besten Angeboten auf dem Markt in eine gute Ausgangslage, die es im Einzelfall sogar mit den besten Tagesgeld-Angeboten aufnehmen können. Gleich vier Sparbücher erhielten von den Testern das Gütesiegel „empfehlenswert“. Damit hatten vermutlich nur die wenigsten Anleger gerechnet. Das beste der vier Produkte wird von der bekannten Autobank BMW-Bank feilgeboten. Sie bietet ihren Kunden derzeit satte 2,0 Prozent Zinsen pro Jahr.
Kunden, die ihr Sparbuch bei der BMW-Bank im klassischen Filialformat führen möchten, erhalten noch jährlich 1,65 Prozent. Auch dieser Zinssatz sticht momentan die Mehrheit der Tagesgeldprodukte aus. Auf dem zweiten Rang liegt die Postbank mit ihrem Angebot unter dem Namen „Sparcard 3000“. Auch hier liegt der Zinssatz mit immerhin 1,8 Prozent jährlich über dem Jahreszins, der bei vielen Tagesgeldkonten derzeit erhältlich ist.
Selbst Zugang zu Bargeld am Automaten gesichert
Wie bei den rentabelsten Tagesgeldkonten sind die besten Renditen auch bei den Sparbüchern bei den Online-Produkten zu haben. Dafür jedoch können Kunden etwa im Falle der Postbank zusätzlich auch eine so genannte Zahlungskarte erhalten, mit der sie ihre Einlagen direkt am Automaten abrufen können. Dieser Service wird unentgeltlich angeboten, selbst international können Nutzer der Postbank-Karte zehnmal kostenlos Geld abheben – an Automaten, die das bekannte Symbol der Kreditkartengesellschaft Visa tragen.
Einen negativen Aspekt gibt es aber dennoch bei den Sparbüchern. Während Kunden ihre kostenlosen Tagesgeldkonten jederzeit kündigen können, gibt es es die Abbuchung bei den Sparbüchern mitunter klare Vorgaben für Abhebungen. Einerseits gibt es für die Auflösung vielfach Kündigungsfristen. Außerdem legen die Anbieter teilweise monatliche Limits für das Abheben von Bargeld zugrunde. Die Obergrenzen liegen bei bis zu 2.000 Euro pro Monat.
Wer als Sparer diese Fristen und Limits in Kauf nehmen kann, hat die Chance, mit einem Sparbuch mehr zu verdienen als mit den begehrten Tagesgeldkonten.
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