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Sparprodukte von Baugenossenschaften als reizvolle Anlage-Alternative
- 11.12.2010
Die Deutschen sind Vereinsmeier!? Häufig mag diese Einschätzung auch wirklich zutreffend zu sein. Doch nicht grundsätzlich muss dies nur daran liegen, dass die Deutschen sich gerne unter ihresgleichen organisieren. Denn im Einzelfall können sich Mitgliedschaften gerade für Sparer lohnen.
Eher geringe Auswahl von Genossenschaften mit eigenen Anlageprodukten
Vergessen wird von vielen Verbrauchern beim Vergleich der verschiedenen Tagesgeld und Festgeld Angebote, dass der Markt nicht nur Produkte bei klassischen Banken zu bieten hat. Und genau an dieser Stelle kann sich die Mitgliedschaft lohnen, um als Anleger ordentliche Rendite zu erzielen.
Denn hierzulande gibt es eine Reihe von Wohnungsbaugenossenschaften, die ihrerseits Produkte anbieten, die mit denen von der Konkurrenz aus der Bankenbranche durchaus mithalten können. Allerdings müssen die interessierten Anleger schon etwas genauer hinsehen, um diese Produkte zu finden. Denn von den rund 2000 Genossenschaften, die es in Deutschland in diesem Bereich gibt, gibt es eine eher überschaubare Zahl von Sparprodukten.
Eigentlich dürfen die Spar- und Bauvereinen keine anderen Geschäfte aus dem Bankenbereichen betreiben. Es sei denn, ein entsprechender Antrag wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für den Markt zugelassen.
Einlagensicherung auch hier ein wichtiges Thema
Um in solche Investitionsmodelle investieren zu können, müssen Anleger zunächst eine Mitgliedschaft in den Genossenschaften in Angriff nehmen. Genutzt werden die Sparprodukte von den Wohnungsbaugenossenschaften vor allem dazu, ihre Investitionen gegenfinanzieren zu können. Im Grunde gewähren die Anleger den Unternehmen somit also ein Darlehen, um das sich die Genossenschaften andernfalls auf herkömmlichem Wege bei Banken bemühen müssten.
Da die Wohnungsbaugenossenschaften nicht an das normale System für die Einlagensicherung der deutschen Banken angeschlossen sind, haben sie Mitte der 1970er Jahre den so genannten Selbsthilfefonds gegründet, allerdings musste dieser nach Aussagen des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen bisher nicht ein einziges Mal die erforderlichen Rettungsmaßnahmen zum Schutz der Kundeneinlagen einleiten.
Anleger und Anbieter profitieren von Produkten
Lohnend sind die Produkte sowohl für die Unternehmen als auch für die Sparer. Denn während die Kunden mit Zinssätzen in Höhe von teilweise deutlich mehr als drei Prozent pro Jahr bei einigen Genossenschaften wesentlich mehr verdienen können, zahlen die Anbieter für die Darlehen vom Anleger wesentlich weniger als bei normalen Krediten von einer Bank. Selbst die weniger üppig verzinsten Sparprodukte können mit den derzeitigen Konditionen in den Bereichen Tagesgeld und Festgeld mithalten.
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