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Neue BaFin-Mitarbeiter für bessere Beratungskontrollen?
- 23.11.2010
Erst in den vergangenen Tagen beklagte der Verbraucherzentrale Bundesverband abermals, dass die Bundesregierung zwar die rechtlichen Rahmenbedingungen für mehr Verbraucherschutz den Banken gegenüber gesorgt habe. Befasst man sich genauer mit den Kontrollen, die zum Wohle von Anlegern in Deutschland bisher durchgeführt werden, zeigt sich sehr schnell, dass die Verbraucherschützer in diesem Punkt kaum umhinkommen, den Behörden nicht unbedingt gute Noten zu verleihen.
Klare Vorgaben für die Form der Beratungsgespräche gut und schön – doch ob und in welcher Weise die Banken ihrer Pflicht nachkommen, wissen die Kontrollstellen bisher oftmals gar nicht genau. Bei der BaFin, der deutschen Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen, hat sich diese Erkenntnis nun scheinbar ebenfalls durchgesetzt. Als Grund für die bestehenden Probleme bei der Qualitätskontrolle nennt die Behörde in erster Linie die schlechte Personalausstattung.
Gesetzliche Veränderungen, aber weiterhin unzureichende Qualitätskontrollen
Während die Regierung die neuen Richtlinien für die Beratung der Bankkunden relativ zügig in die Tat umgesetzt hat, fehlten der BaFin die nötigen Mitarbeiter, die für die Durchführung der Kontrollen erforderlich wären. Dies soll sich nun aber inoffiziellen Meldungen zufolge ändern. Dort stockt man nun das Personal endlich auf, um Herr der Lage werden zu können. Über 200 neue Mitarbeiter sollen zukünftig nun für die Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen, so besagen es die aktuellen Gerüchte.
Auch wenn die Meldungen bisher nicht von Seiten der Behörde bestätigt wurden, keimt bei Verbraucherschützern und Anlegern die Hoffnung auf, dass die Banken schon bald weniger freie Hand haben werden, wenn sie potentielle Kunden über die Eigenschaften der verschiedenen Anlagemodelle informiert. Noch steht es laut neuen Auswertungen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes um die Beratung nicht gerade gut. Immer wieder nutzen die Anbieter von Geldanlagen den sich bietenden rechtlichen Spielraum, um Kunden Risiken zu verschweigen.
Kritiker sprechen sich für härtere Strafen bei Falschberatung aus
Solche Verstöße soll es demnächst aber nicht mehr, zumindest jedoch deutlich seltener geben. Skeptiker sind jedoch nicht unbedingt davon überzeugt, dass die personelle Nachbesserung allein ausreichen wird, um den Anforderungen an die Kontrollen der Beratungsgespräche gerecht werden zu können. Mancher Experte ist eher der Ansicht, dass umfangreichere Kontrollen nicht genug sind, um die Banken zur Einhaltung der neuen Gesetzesvorgaben zu zwingen. Vielmehr wird immer häufiger verlangt, dass die BaFin neben den angedrohten Kontrollen verstärkt auf Sanktionen setzt.
Nur ein härteres Durchgreifen den Banken und Dienstleistern gegenüber könne garantieren, dass die Kunden in Zukunft wirklich im Mittelpunkt der Beratung stehen. Und noch ein weiteres Aspekt spielt hierbei eine zentrale Rolle: Noch ist gar nicht genau klar, ob die neuen Mitarbeiter der BaFin tatsächlich als Kontrolleure für besseren Verbraucherschutz sorgen oder eher anderweitig eingesetzt werden sollen. Es bleibt abzuwarten, was aus einer hoffentlich baldigen Stellungnahme der Behörde selbst hervorgehen wird.
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