- Blogrolle
- Ansahl Versicherungsblog
- Manfreds PKV-Makeleien
- Versicherungen News
- Kredit Engel-News
- Portal Optimal absichern
Erhalten Sie kostenlos wertvolle Verbrauchertipps, Zinsübersichten sowie aktuelle, wichtige und interessante Finanzinformationen.

Blog
Verbraucherzentralen raten vom Girokonto für Schüler ab
- 19.11.2010
Das große Medienecho um die vermeintlich unglückliche Zusammenarbeit der Hamburger Sparkasse und einer Grundschule der Hansestadt, die der Norddeutsche Rundfunk an die Öffentlichkeit brachte, hat nicht nur in Hamburg selbst zu einer neuen Debatte geführt. Die besagte Schule stellt die Essensausgabe in der schuleigenen Kantine auf das Bezahlen per Geldkarte um. Im Rahmen dieser Aktion war es - nach Aussagen des stellvertretenden Schulleiters zu einem Fehler gekommen, so dass im Anschreiben an die Eltern der Aufruf zur Eröffnung eines Girokontos für die Kinder bei der HASPA verbreitet wurde. Den Fauxpas bereute man bei der Bank frühzeitig, nun sollen auch die Karten anderer Banken akzeptiert werden. Dennoch wird jetzt auch im Rest der Republik darüber diskutiert, in welchem Alter Schüler überhaupt ein eigenes Konto erhalten sollen, um letztlich eben auch Zahlungen per Geldkarte vornehmen zu können.
Viele Eltern wandten sich infolge der Berichte an die Verbraucherzentralen, um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten. In Düsseldorf, bei der nordrhein-westfälischen Verbraucherzentrale vertritt man in diesem Punkt einen sehr deutlichen Standpunkt: Rein pädagogisch gesehen sollten Kinder eher kein eigenes Girokonto bekommen, weil das Risiko zu hoch einzustufen sei, dass die Kinder sich beim Karteneinsatz der Kontrolle der Eltern und Erziehungsberechtigten entziehen. In jungen Jahren sollte der Nachwuchs erst einmal lernen, in sinnvoller Art und Weise mit Geld umzugehen, bevor Kinder eigenverantwortlich die Karte einsetzen können. Ein gutes Argument haben die Verbraucherschützer in dieser Sache in Form der aktuellsten Studien zum Schuldenstand in Deutschland zur Hand. Die Zahl der Bürger, die schon im Teenageralter hohe Schulden machen, steigt weiterhin stetig an. Dies zeigt aus Expertensicht vor allem, dass die Aufklärung von Seiten der Schulen und Eltern gleichermaßen in der bisherigen Weise nicht ausreicht, um Heranwachsende zu einem angemessenen Umgang mit Geld und vor allem Krediten zu erziehen.
Eltern wissen oft nicht, woran sie sind
Zum Hamburger Fall äußern die Verbraucherzentralen nochmals, dass die Schulen bei ihren Modernisierungsarbeiten beim Zahlen in Kantinen und Mensen auf keinen Fall Bindungen an bestimmte Banken eingehen sollten. So hält man den Schritt der Schulen für nachvollziehbar, da Zahlungen per Geldkarte grundsätzlich mit geringeren Kosten für die Schulen verbunden seien. Die bessere Alternative zum Girokonto mit einer Geldkarte seien aber so die genannten White-Cards, weil diese keiner Bank Wettbewerbsvorteile einbringen. Die Karten sind nicht an ein spezielles Girokonto gebunden.
Dass immer häufiger ratlose Fragen von Elternseite an die Verbraucherzentralen gerichtet werden, ist nur logisch. Denn in vielen Teilen Deutschlands setzen Bildungseinrichtungen - von der Grundschule bis zur Universität - verstärkt auf das bargeldlose Bezahlen, weil die Einrichtungen durch die modernen Systeme insbesondere beim Personal Einsparungen erzielen können. Bedenken wegen möglicher Kosten müssen sich die Erziehungsberechtigten allerdings nicht machen, denn für die Kunden von morgen können die Konten bei den meisten Banken völlig kostenfrei eröffnet und genutzt werden. Der Knackpunkt ist jedoch der, dass nicht nur beim Hamburger Beispiel den Benachrichtigungen an die Eltern der Schüler wiederholt gezielt Broschüren einer Bank beigefügt wurden, mit denen die jeweilige Schule zusammenarbeitet.
Bei allgemeinen Fragen benutzen Sie bitte untenstehendes Formular. Ihre Frage wird hier veröffentlicht und unsere Redaktion wird diese nach Möglichkeit beantworten.
Beachten Sie: Rechtsberatung und Beantwortung von Vertragsfragen sind von dem Service ausgeschlossen.