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Welche Geldanlage für welchen Rentner?
- 18.11.2010
Das Thema Altersvorsorge erweist sich in aktuellen Umfragen nach wie vor als eine Art Sorgenkind. Denn wie in den vergangenen Jahren beginnen trotz einiger positiver Tendenzen viele Berufstätige zu spät damit, sich mit der Frage nach zusätzlichen Absicherungen fürs Rentenalter zu befassen. Mancher Bürger legt das Geld lieber so lange auf die hohe Kante, bis Einzahlungen in die Altersvorsorge nicht mehr in Frage kommen. Doch wohin mit den über die Jahre angesparten Rücklagen, wenn man erst einmal ins Rentenalter gekommen ist? Mit dieser wesentlichen Frage haben sich in der neuesten Ausgabe des Magazins Finanztest die Experten der Stiftung Warentest auseinandergesetzt. Eine zentrale Aussage vorab: Die Auswahl der in Frage kommenden Geldanlagen sollte möglichst gut durchdacht sein, übereilte Entscheidungen können zu Verlusten führen.
Genaue Berechnung der Fixkosten ist bedeutend
Die Überlegungen sollten nach Meinung der Finanzprofis von Stiftung Warentest zunächst damit beginnen, welche Summen eigentlich entbehrlich sind. Es ist nicht ratsam, alle Ersparnisse auf einen Schlag zu investieren. Grundsätzlich kann eine so genannte Sofortrente eine gute Option darstellen. Vor dem Erwerb dieser Geldanlage sollten Verbraucher kalkulieren, welche monatlichen Fixkosten sie zu entrichten haben. Sind diese mit der Rente selbst nicht abgedeckt, müssen die Anleger also zusätzlich Ersparnisse aufwenden, um die laufenden Kosten zu finanzieren, muss dies bei der Investition der Rücklagen in eine Sofortrente berücksichtigt werden.
Sofortrente Anleger erzielen erst im hohen Alter Gewinne
Ob und in welcher Höhe mit diesem Anlagemodell Gewinne erzielt werden, hängt maßgeblich davon ab, wie alt die Rentenempfänger werden. Je höher das Alter, desto höher fällt auch der Ertrag aus. Wissen sollten Rentner auch, dass diese Rentenmodelle nicht für jeden Anleger geeignet sind, um über eine Einmalzahlung Ersparnisse zu investieren. Ausgezahlt wird wie bei der staatlichen Rente pro Monat. Möglichen Sofortrenten-Anleger im Alter von 65 Jahren müssen laut Stiftung Warentest mindestens 85 Jahre alt werden, bevor eine Rendite abfällt. Eine Frau im Alter von 65 Jahren müsste sogar etwa 22 Jahre lang monatliche Bezüge erhalten, um in die Gewinnzone einzufahren. Einzig höhere Überschüsse der Anbieter können zu früheren Gewinnen führen.
Bankauszahlpläne für kurze Sparphasen bis zum Renteneintritt
Als guten Ansatz für Berufstätige in der so genannten Altersteilzeit (und bei ähnlichen Regelungen) empfiehlt Stiftung Warentest beispielsweise die Bankauszahlpläne. Sie sind, so die Einschätzungen der Experten gut als Modell zur Überbrückung der letzten Zeitspanne bis zum Eintritt ins Rentenalter geeignet, weil sie eher kurzfristig ausgerichtet sind. Allerdings sind Anleger in diesem Fall an die anfangs festgelegte Prämienhöhe über die gesamte Laufzeit des Angebotes gebunden, zudem sind die zu erwartenden Zinserträge eher gering.
Aktienfonds lohnen sich auch für Rentner nur langfristig
Auch Aktienfonds können dem Finanztest-Bericht zufolge bei Investitionsvorhaben von zehn Jahren oder mehr ein interessanter Weg sein. Für kürzere Zeiträume halten die Spezialisten diese Anlagevariante für wenig sinnvoll. Rentner, die mit dem Gedanken an den Erwerb von Fondsanteilen dieser Art spielen, erhalten einen weiteren wichtigen Hinweis: Wer Geld aus den Fonds abziehen möchte, sollte dies lieber nach einem Kursboom tun, als in einer Phase, in der die Kurse zurückgegangen sind.
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